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Der Zypern-Konflikt: Ursachen, Verlauf, Perspektiven

Título: Der Zypern-Konflikt: Ursachen, Verlauf, Perspektiven

Proyecto de Trabajo , 1998 , 26 Páginas

Autor:in: Stefan Erminger (Autor)

Sociología - Guerra y paz, militar
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Der Mit 1963 andauernde Zypern-Konflikt hat durch die jüngsten Ereignisse wieder an Aktualität gewonnen. Zypern ist seit der türkischen Invasion 1974 und der nachfolgenden Besetzung faktisch in einen türkisch-zypriotischen Norden und einen griechisch-zypriotischen Süden geteilt. International anerkannt ist lediglich die auf der Grundlage der Verfassung von 1960 bestehende Republik Zypern, doch der Nordteil hat eine eigene Republik proklamiert. Auf Zypern läuft seit 1964 der mittlerweile längste UN-Einsatz. Der Sicherheitsrat hat seitdem die 85. Zypern-Resolution verabschiedet.
Die vorliegende Arbeit versucht, den Zypern-Konflikt und seine Aussichten auf eine Beilegung zu analysieren, die Probleme aufzuzeigen, die ursprünglich diesen Konflikt bestimmten, dabei die scheinbar unüberbrückbaren Positionen der Konfliktparteien darzulegen und Lösungsmöglichkeilen zu bewerten. Dazu erscheint es sinnvoll, eine kurze Darstellung der Geographie Zyperns und seiner historischen Entwicklung vor Ausbruch des Konflikts an den Anfang zu stellen. Auf dieser Grundlage werden der Verlauf des Konflikts bis heute dargelegt und die wesentlichen Ursachen sowie die Positionen der Konfliktparteien herausgearbeitet. Daran anschließend werden Auswirkungen des Konflikts auf internationale Organisationen dargelegt, um die Notwendigkeit seiner Lösung zu unterstreichen. Die Arbeit schließt mit der Bewertung der wesentlichen Lösungsmodelle zur Beilegung des Konflikts und zeigt Perspektiven auf.
Der Konflikt auf der im östlichen Mittelmeer gelegenen Insel Zypern ist sinnvollerweise in den Kontext der griechisch-türkischen Beziehungen zu stellen. Dieser ist neben dem Zypern-Konflikt maßgeblich durch die Auseinandersetzung um die ostägäischen Inseln und die Minderheitenproblematik in den jeweiligen Ländern bestimmt.
Die überwiegend wohlhabende griechische Minderheit in Istanbul hat wegen der Ausschreitungen gegen sie seit den fünfziger Jahren die Stadt fast völlig verlassen. Umgekehrt betrachtet die griechische Regierung die türkische Minderheit in Griechenland lediglich als eine moslemische Volksgruppe, während Ankara sich als deren Anwalt versteht. Beides verursacht Spannungspotential.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Zypern. Geographie und historische Entwicklung

2.1 Land und Bevölkerung

2.2 Historische Entwicklung bis zum Ausbruch des Konflikts

3 Der Verlauf des Zypern-Konflikts

3.1 Der zypriotische Kampf um die Entkolonialisierung und den Anschluss an Griechenland (1955-1959)

3.2 Die Verfassung der „Republik Zypern“ von 1960

3.3 Der Konfliktausbruch 1963 und die Krise von 1967

3.4 Die faktische Teilung Zyperns 1974

3.5 Entwicklung seit der türkischen Invasion

3.6 Zusammenfassung der Ursachen und der Positionen der Konfliktparteien

4 Auswirkungen des Konfliktes auf internationale Organisationen

5 Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den langjährigen Zypern-Konflikt, dessen Ursachen und den Verlauf bis zur faktischen Teilung 1974. Dabei wird untersucht, wie dieser Konflikt internationale Organisationen beeinflusst und welche realistischen Lösungsansätze sowie Zukunftsperspektiven bestehen, um die Spannungen im östlichen Mittelmeerraum abzubauen.

  • Historische Entwicklung Zyperns und geopolitische Bedeutung.
  • Analyse der Konfliktursachen und der Positionen beider Volksgruppen.
  • Einfluss des Konflikts auf UNO, NATO und Europäische Union.
  • Bewertung verschiedener Lösungsmodelle für eine Wiedervereinigung.

Auszug aus dem Buch

3.4 Die faktische Teilung Zyperns 1974

Die dritte Krise des Konflikts 1974 wurde durch die Anfang der siebziger Jahre einsetzenden Versuche der Enosis-Bewegung und des griechischen Militärregimes eingeleitet, den Präsidenten der Republik Zypern, Makarios, zu stürzen, weil er wie der weitaus größte Teil der griechischen Zyprioten der Enosis abgeschworen hatte. Nach einigen gescheiterten Aktionen entschloss sich Athen am 15. Juli 1974 zu einem Putsch, der binnen eines Tages zur Regierungsübernahme, der Nationalgarde unter Sampsou einem EOKA-Terroristen, führte. Obwohl die griechische Führung Ankara unverzüglich Verhandlungen anbot, nahm die Türkei den Putsch zum Anlass, um am 20. Juli mit 30.000 Soldaten im Norden Zyperns zu landen. Sie begründete diese Invasion damit, die türkischen Zyprioten schützen zu müssen, und berief sich auf den Garantievertrag. Nachdem das griechische Militärregime angesichts internationalen Drucks, insbesondere durch die NATO, zusammengebrochen war, musste auch das Sampson-Regime zurücktreten.

Die türkischen Truppen konnten bis auf die Höhe der heutigen „green line" vorstoßen. An die 200.000 griechische Zyprioten flohen in den Süden; die türkischen Zyprioten fanden im Norden der Insel eine neue Heimat. Damit war ein weiterer Schritt zur ethnischen Trennung der beiden Volksgruppen vollzogen. Ende 1974 lebten nur noch 15.000 türkische Zyprioten im Süden und nur noch 10.000 griechische im Norden. Während bis zur faktischen Teilung 1974 griechische mit türkischen Zyprioten und somit griechisch Orthodoxe mit türkischen Muslimen gemeinsam auf Zypern lebten, was außerhalb Griechenlands und der Türkei in diesem Umfang einzigartig war, leben die beiden Gruppen seitdem getrennt voneinander.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einleitung in den Zypern-Konflikt und die Forschungsfrage zur Analyse von Lösungsmöglichkeiten.

2 Zypern. Geographie und historische Entwicklung: Darstellung der geographischen Gegebenheiten und der Geschichte bis zum Ausbruch des Konflikts.

3 Der Verlauf des Zypern-Konflikts: Chronologische Aufarbeitung der Konfliktphasen von 1955 bis zur Teilung 1974 und den Folgen.

4 Auswirkungen des Konfliktes auf internationale Organisationen: Untersuchung der Bedeutung des Konflikts für UNO, NATO und EU.

5 Perspektiven: Diskussion möglicher Lösungsmodelle für eine zukünftige Beilegung des Zypern-Konflikts.

Schlüsselwörter

Zypern-Konflikt, Republik Zypern, Nordzypern, Enosis, Taksim, UNFICYP, NATO, UNO, Europäische Union, Ethnische Teilung, Volksgruppen, Friedensbemühungen, Geopolitik, Türkei, Griechenland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Zypern-Konflikts, seinen historischen Ursachen, seinem Verlauf und der Bewertung von Perspektiven für eine friedliche Lösung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, den gegensätzlichen Positionen der Volksgruppen, der Rolle der Mutterländer sowie den Auswirkungen auf internationale Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Konflikt in seiner Komplexität darzustellen und die Möglichkeiten einer Beilegung oder Wiedervereinigung auf Basis der historischen und politischen Gegebenheiten zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung politischer Dokumente sowie Resolutionen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einleitung, eine detaillierte Aufarbeitung der Konfliktphasen, der staatlichen Entwicklung und der Auswirkungen auf die internationale Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Zypern-Konflikt, Volksgruppen, Teilung, internationale Organisationen (UNO, NATO, EU) und Lösungsmodelle.

Welche Rolle spielt die Verfassung von 1960 für den Konflikt?

Die Verfassung wird als wesentliche Konfliktursache betrachtet, da sie durch das Proporzsystem die gesellschaftliche Polarisierung verankerte und den griechisch-türkischen Konflikt rechtlich zementierte.

Warum wird der Konflikt im Kontext der NATO thematisiert?

Der Konflikt ist für die NATO strategisch bedeutsam, da die britischen Militärbasen auf Zypern zur Südostflanke gehören und der Konflikt die Effizienz des Bündnisses durch die Verknüpfung mit griechisch-türkischen Spannungen beeinträchtigt.

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Detalles

Título
Der Zypern-Konflikt: Ursachen, Verlauf, Perspektiven
Autor
Stefan Erminger (Autor)
Año de publicación
1998
Páginas
26
No. de catálogo
V151508
ISBN (Ebook)
9783640633463
ISBN (Libro)
9783640633456
Idioma
Alemán
Etiqueta
Zypern Griechenland Türkei EU Konflikt UN Zypern-Konflikt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Erminger (Autor), 1998, Der Zypern-Konflikt: Ursachen, Verlauf, Perspektiven, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151508
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