Segmentberichterstattung nach IFRS 8

Segmentberichterstattung: Verknüpfung von externer Rechnungslegung nach IFRS und Controlling


Seminararbeit, 2009

22 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Notwendigkeit der Segmentberichterstattung für interne und 2 externe Zwecke
2.1 Zielsetzungen der Segmentberichterstattung
2.2 Interessenten der Segmentberichterstattung

3 Segmentberichterstattung nach IFRS
3.1 Management Approach
3.2 Anforderungen an das interne Controlling
3.3 Anwendungsbereich
3.4 Segmentierungskriterien
3.5 Quantitative Schwellenwerte
3.6 Auszuweisende Segmentinformationen
3.7 Segmentbilanzierungs- und Segmentbewertungsmethoden
3.8 Überleitungsrechnung

4 Kritische Würdigung

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Schrittfolge zur Erstellung einer Segmentberichterstattung

Abb. 2: Schrittfolge zur Ermittlung der berichtspflichtigen Segmente

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Segmentinformationen nach IFRS 8

Tab. 2: Beispiel einer Überleitungsrechnung

1 Einleitung

„Seit Mitte der neunziger Jahre wird in Deutschland die Diskussion über die Harmonisierung des internen und externen Rechnungs-wesens geführt. Diese aus theoretischer und praktischer Sicht geführte Debatte dauert noch immer an. Neuen Wind hat dieser Meinungsaustausch durch die Internationalisierung der Rechnungs-legung und die zunehmende Bedeutung weiterer Informations-instrumente wie z.B. der Segmentberichterstattung und deren Auswirkungen auf mögliche Harmonisierungsprozesse bekommen.“[1]

In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, inwiefern die Segmentberichterstattung nach dem internationalen Standard IFRS 8, der seit dem 01.01.2009 für kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtend anzuwenden ist, hierzu einen Beitrag leistet. Es soll insbesondere auf den management approach eingegangen und dabei die Untersuchung angestellt werden, inwiefern dieser zu einer Verknüpfung des externen mit dem internen Rechnungswesen beiträgt.

Ziel dieser Arbeit ist es, Inhalt und Bedeutung des Rechnungs-legungsstandard IFRS 8 und damit einhergehend die Anwendung und Umsetzung des management approach in modernen Unternehmen genauer zu analysieren.

Im ersten Kapitel wird die Bedeutung der Thematik anhand der Problemstellung näher erläutert. Im Kapitel 2 wird auf die Notwendigkeit und die Zielsetzung der Segmentberichterstattung näher eingegangen. Im Anschluss beschäftigt sich Kapitel 3 mit den einzelnen Regelungen des IFRS 8 und geht dabei insbesondere auf die Verknüpfung des externen mit dem internen Rechnungswesen ein. Diese soll anhand einiger Beispiele näher aufgezeigt werden.

Letztlich wird im Kapitel 4, anhand eines Beitrags von Thomas Braun, aus der Zeitschrift für internationale Rechnungslegung, der IFRS 8 kritisch beleuchtet und im Kapitel 5 ein abschließendes Fazit gebildet.

2 Notwendigkeit der Segmentberichterstattung für interne und externe Zwecke

Nach dem Framework des IASC- Rahmenkonzepts besteht die Ziel-setzung von Abschlüssen in der Darstellung und Vermittlung von Informationen über die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des berichtenden Unternehmens sowie deren Veränderungen.[2]Bei Unternehmen mit unterschiedlichen Produkten und Dienstleitungen sowie globalen Standorten, lassen sich die individuellen Rentabilitäten, Wachstumsaussichten und Risiken der verschiedenen Geschäftsfelder und Regionen aus den hoch aggregierten Daten des Jahres- bzw. Konzernabschlusses nicht ableiten.[3]Es bedarf zwangsläufig eines Instruments, dass durch zusätzliche Informatio-nen zu den unterschiedlichen Arten von Produkten und Dienst-leistungen und regionalen Tätigkeitsfeldern des berichtenden Unter-nehmens diese Informationslücke zu schließen vermag. Eine Lösung hierfür bietet die Segmentberichterstattung.

Sie ermöglicht es, als zusätzliches Instrument, die zunehmend komplexeren Strukturen von Unternehmen zu berücksichtigen. Diese zeichnen sich heutzutage vielfach durch Diversifikationsstrategien aus. Die Unternehmen versuchen ihre Tätigkeiten auf unterschiedlichen Märkten zu entfalten, um hauptsächlich Risiko zu streuen, lukrative Geschäftsfelder zu erschließen und Rentabilität sowie Wachstum voranzutreiben.[4]

Eine weitere Problematik ist der Unternehmens- oder Branchen-vergleich als Teil der Bilanzanalyse. Es wird zunehmend schwieriger, für derartige Unternehmen Vergleichsobjekte heranzuziehen. Bran-chen, die Unternehmen mit gleichen Strukturen aufweisen sind kaum mehr zu identifizieren. Hinzu kommt das Problem, dass der Konzernabschluss gegenüber dem Einzelabschluss zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Konzernabschluss aggregiert die Daten der Einzelabschlüsse zu einem einzigen Abschluss, so dass Informa-tionen über einzelne Tochtergesellschaften verloren gehen.[5]

Für das Management eines Konzerns und die externen Adressaten besteht daher der Bedarf einer Disaggregation der Konzern-abschlussdaten. Dabei wird die Einheitstheorie der Konzern-rechnungslegung quasi auf die Segmentebene übertragen.[6]

2.1 Zielsetzungen der Segmentberichterstattung

Die Zielsetzung einer Segmentberichterstattung lässt sich aus dem Informationsdefizit, sowie aus den Informationsbedürfnissen der Jahresabschlussadressaten ableiten. Sie liegt folglich darin, Grund-sätze zur Darstellung von Publizitätsanforderungen einer Segment-berichterstattung aufzustellen, um es dem Analysten zu ermöglichen,

- die bisherige Ertragskraft des Unternehmens besser zu verstehen,
- die Risiken und Erträge des Unternehmens besser einzuschätzen
und
- das gesamte Unternehmen sachgerechter beurteilen zu können.[7]

Es sollen entscheidungsrelevante Daten veröffentlicht werden, also solche, die eine bessere Abschätzung zukünftiger Gewinne/Verluste sowie zukünftiger Cash Flows ermöglichen. Den Investoren soll ein besserer Einblick in die Risiko-Rendite-Struktur des Unternehmens und die Quellen des Gesamterfolgs, aber auch möglicherweise vorliegende Quersubventionierungen verlustbringender Bereiche aufgezeigt werden.[8]Besondere Bedeutung erlangt die Segment-berichterstattung auch im Zusammenhang mit der zunehmenden Shareholder-Value-Orientierung. Wertschaffende und wertver-nichtende Segmente sollen so identifiziert sowie deren Beitrag zum unternehmerischen Gesamterfolg herausgestellt werden. Letztlich übt die Publizität von Segmentinformationen Druck auf das Manage-ment aus, sich von unrentablen Geschäftsbereichen zu trennen und die frei werdenden Ressourcen effizient(er) zu investieren.[9]

[...]


[1]Nach Müller, (2008), S. 5.

[2]Vgl. Lüdenbach/Hoffmann, (2008), S. 2142.

[3]Vgl. Lüdenbach/Hoffmann, (2008), S. 2143.

[4]Vgl. Ostermeier (2006), S. 109.

[5]Vgl. Risse (1995), S. 737; Wollmert (2000), S. 137.

[6]Vgl. Seicht (2004), S. 109.

[7]Vgl. IAS 14, Zielsetzung.

[8]Vgl. Seicht (2004), S. 109.

[9]Vgl. Nardmann (2002), S. 29.; Benecke (2000), S.168ff.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Segmentberichterstattung nach IFRS 8
Untertitel
Segmentberichterstattung: Verknüpfung von externer Rechnungslegung nach IFRS und Controlling
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Veranstaltung
Seminar Rechnungswesen
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V151524
ISBN (eBook)
9783640637683
ISBN (Buch)
9783640638130
Dateigröße
473 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Segmentberichterstattung, IFRS 8, Management Approach, Controlling, Risk and Reward Approach, IAS 14, SFAS 131, US-GAAP, HGB
Arbeit zitieren
Mirko Martin (Autor), 2009, Segmentberichterstattung nach IFRS 8, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151524

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