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Die Haltung der Päpste und der katholischen Kirche zur Judenverfolgung zwischen 1937 und 1945

Titre: Die Haltung der Päpste und der katholischen Kirche zur Judenverfolgung zwischen 1937 und 1945

Dossier / Travail , 2009 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Ute Drechsler (Auteur)

Romanistique - Philologie italienne et sarde
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In dieser Arbeit soll es um ein Thema gehen, zu dem schon viel geforscht und publiziert wurde: Das Verhalten der Päpste zur Judenverfolgung und -vernichtung vor und während des Zweiten Weltkrieges. Schwerpunktmäßig soll es um Papst Pius XII. gehen, der ein halbes Jahr vor Kriegsbeginn zum Papst gewählt wurde. Ihm wird von vielen Kritikern vorgeworfen, dass er nicht laut genug gegen die Judenverfolgung und Deportation in die Vernichtungslager protestiert hat, zuweilen wird auch vom „Schweigen“ des Papstes zur Judenvernichtung gesprochen.
Vergleichend sollen in dieser Hausarbeit mehrere Werke zum Thema befragt werden. Dabei soll in chronologischer Reihenfolge auf einige zentrale Äußerungen und Maßnahmen der Päpste eingegangen werden, die von verschiedenen Autoren unterschiedlich bewertet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Pius XI.

Die Enzyklika Mit brennender Sorge

Die Reaktion auf die Rassengesetze

Pius XII.

Übergang zu leiser Diplomatie

Antrittsenzyklika Summi pontificatus

Die Weihnachtsbotschaft 1942

Mögliche Gründe dafür, dass Pius XII. nicht laut protestierte

Die Deportation der römischen Juden im Oktober 1943

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das kontrovers diskutierte Verhalten der Päpste, insbesondere von Pius XII., zur Zeit des Nationalsozialismus und der Judenverfolgung. Ziel ist es, durch die Analyse verschiedener Fachwerke zu klären, inwiefern die Vorwürfe des „Schweigens“ berechtigt sind und welche diplomatischen sowie moralischen Motive das Handeln des Vatikans in dieser historischen Phase leiteten.

  • Verhalten der katholischen Kirche während der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg
  • Analyse der Protestpolitik von Pius XI. und Pius XII.
  • Bedeutung von Diplomatie versus öffentlichem Protest
  • Diskurs um die Gründe für die Zurückhaltung des Vatikans
  • Untersuchung der Rettungsbemühungen im Untergrund

Auszug aus dem Buch

Die Weihnachtsbotschaft 1942

Auch in der Weihnachtsbotschaft von 1942 kommt der Papst gegen Ende auf den Krieg zu sprechen. Er beklagt den Mangel an Moral in der Gesellschaft:

Gran parte della umanità, e, non rifuggiamo dall'affermarlo, anche non pochi di coloro che si chiamano cristiani, entrano in certa guisa nella responsabilità collettiva dello sviluppo erroneo, dei danni e della mancanza di altezza morale della società odierna.25

Weiter beklagt er die vielen Toten, die Mütter, Witwen und Weisen, die Unschuldigen, und besonders auch jene, die aus Gründen der Nationalität oder der Rasse für den Tod bestimmt oder einem fortschreitenden Verderben ausgesetzt sind: „Questo voto l'umanità lo deve alle centinaia di migliaia di persone, le quali, senza veruna colpa propria, talora solo per ragione di nazionalità o di stirpe, sono destinate alla morte o ad un progressivo deperimento.“26

Laut Brechenmacher gilt diese Radiobotschaft zu Weihnachten 1942 als „äußerste und deutlichste Form des öffentlichen Protests, der von Pius XII. gegen den Nationalsozialismus und die Judenverfolgung zu vernehmen war.“27 Jedoch wird in dieser keine Nation namentlich erwähnt wird. Die Begriffe „Juden“ und „Nationalsozialismus“ tauchen nicht auf, was auch einer der Hauptkritikpunkte an dieser Botschaft des Papstes ist. Brechenmacher stellt fest: „Nicht wenige hielten seine Worte für zu allgemein.“ Pius selbst hingegen sei der Überzeugung gewesen, es sei doch jedem klar geworden, „daß er auf die Polen, Juden und Geiseln verwiesen habe.“28

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit thematisiert das Verhalten der Päpste während der NS-Zeit unter besonderer Berücksichtigung der Vorwürfe gegen Pius XII. bezüglich dessen öffentlicher Zurückhaltung.

Pius XI.: Dieses Kapitel analysiert die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ und die Reaktionen auf die Rassengesetze, wobei die konfrontative Haltung Pius XI. hervorgehoben wird.

Pius XII.: Hier werden der Politikwechsel zur leisen Diplomatie, zentrale Dokumente wie die „Summi pontificatus“ und die Weihnachtsbotschaft 1942 sowie die Gründe für das Ausbleiben lauter Proteste untersucht.

Die Deportation der römischen Juden im Oktober 1943: Das Kapitel beleuchtet das Dilemma des Papstes zwischen dem Schutz der Institution Kirche und dem moralischen Auftrag, gegen die Deportationen in Rom einzuschreiten.

Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend wird die langjährige Debatte reflektiert und betont, dass historische Entscheidungen aufgrund der komplexen politischen Umstände schwer zu bewerten sind.

Schlüsselwörter

Pius XII., Pius XI., Vatikan, Nationalsozialismus, Judenverfolgung, Holocaust, Mit brennender Sorge, Summi pontificatus, Antisemitismus, Diplomatie, Kirche, Zweiter Weltkrieg, Deportation, Widerstand, moralische Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Auseinandersetzung über das Verhalten des Vatikans und der Päpste Pius XI. und Pius XII. gegenüber der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen die Protest- und Diplomatiepolitik des Heiligen Stuhls, die Analyse offizieller päpstlicher Enzykliken und Botschaften sowie das Spannungsfeld zwischen öffentlicher Kritik und dem Schutz der Kirche.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum Pius XII. nicht lautstark gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten protestierte und ob man in diesem Zusammenhang von einem „Schweigen“ sprechen kann oder ob hintergründige diplomatische Strategien wirksam waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturstudie, bei der verschiedene geschichtswissenschaftliche Positionen und Quellen chronologisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Enzykliken Pius XI., den politischen Kurswechsel unter Pius XII., den Inhalt der Weihnachtsbotschaft 1942 und die konkreten Ereignisse um die Deportation der Juden in Rom im Jahr 1943.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Pius XII., Holocaust, Judenverfolgung, Diplomatie, Neutralität des Vatikans, kirchliche Hilfsaktionen und das „Schweigen“ des Papstes.

Welche Rolle spielten die Lateranverträge bei der Entscheidung des Papstes?

Die Neutralitätsverpflichtung aus den Lateranverträgen von 1929 wird als einer der Gründe angeführt, warum der Papst eine Vermittlerrolle zwischen den Kriegsparteien anstrebte und daher den offenen Konflikt scheute.

Wie bewerten die zitierten Autoren die Rettungsbemühungen im Untergrund?

Historiker wie Brechenmacher betonen, dass der Vatikan anstelle öffentlicher „flammender Worte“ zahlreiche jüdische Menschen durch verdeckte Hilfsaktionen in Klöstern und kirchlichen Einrichtungen aktiv rettete.

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Résumé des informations

Titre
Die Haltung der Päpste und der katholischen Kirche zur Judenverfolgung zwischen 1937 und 1945
Université
Martin Luther University  (Institut für Romanistik)
Cours
Staat und Religion in Italien
Note
1,7
Auteur
Ute Drechsler (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
14
N° de catalogue
V151595
ISBN (ebook)
9783640631292
ISBN (Livre)
9783640631063
Langue
allemand
mots-clé
Papst katholische Kirche Zweiter Weltkrieg Judenverfolgung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ute Drechsler (Auteur), 2009, Die Haltung der Päpste und der katholischen Kirche zur Judenverfolgung zwischen 1937 und 1945 , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151595
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Extrait de  14  pages
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