Metropole Hamburg - Wachsende Stadt

Wächst Hamburg wirklich? - Geburtenentwicklung in den Hamburger Stadtteilen


Hausarbeit, 2009
23 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abkürzunagsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1.Metropole Hamburg - Wachsende Stadt
1.2.Methodische Anmerkungen

2. Wachsende Stadt?
2.1.Nationaler und internationaler Vergleich
2.1.Vergleich der Hamburger Stadtteile

3. Geburtenentwicklung nach sozialem Status
3.1.Definition Problemstadtteil in Hamburg
3.2.Analyse der Geburtenentwicklung in den Problemstadtvierteln
3.2.1.Bedingt Armut hohe Geburtenraten?
3.2.2.Ist Kinderreichtum eine Frage der Nationalität?

4. Schlussbetrachtung

III. Glossar

IV. Literaturverzeichnis

V. Quellenverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Gesamtfruchtbarkeitsrate 2006 Deutschland im EU-Vergleich.

Abbildung 2: Durchschnittliche Fruchtbarkeitsziffer Deutschland 1990 - 2007.

Abbildung 3: Durchschnittliche Fruchtbarkeitsziffer - Bundesvergleich.

Abbildung 4: Geburtenentwicklung in Hamburg.

Abbildung 5: Allgemeine Fruchtbarkeitsziffer Hamburg.

Abbildung 6: Stadtteilkarte Fruchtbarkeitsziffer (vergrößert im Anhang)

Abbildung 7: Stadtteilkarte, Problemviertel in Hamburg (vergrößert im Anhang)

Abbildung 8: Fünf-Zahlen-Statistik, Geburtenkennziffern Problemstadtteile.

Abbildung 9: Boxplot, Geburtenkennziffern in Problemstadtteilen.

Abbildung 11: Geburtenentwicklung der klassierten Stadtteile im Vergleich.

Abbildung 10: Verteilung der Geburten auf die klassierten Stadtteile.

Abbildung 12: Streuungsdiagramm der Ränge.

Abbildung 13: Staatsangehörigkeiten in den Klassen.

Abbildung 14: Durchschnittliche Fruchtbarkeitsziffer Deutsche/Ausländer

1. Einleitung

1.1. Metropole Hamburg - Wachsende Stadt

Im Jahre 2002 hat der Senat der FFH hat das Leitbild „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ ausgegeben.[1] Zentrale Zielsetzung hierbei ist u.a. die Steigerung der Einwohnerzahl. Dieses Leitbild wurde in den folgenden Jahren weiter fortentwickelt.

Ein wichtiges Ziel des Senats ist die Familienförderung. Im aktuellsten Leitbild 2007 heißt es: „Nur eine familien- und kinderfreundliche Stadt ist eine Stadt mit Zukunft. Um zu wachsen, muss sich Hamburg in besonderer Weise auf die Bedürfnisse von Familien mit Kindern einstellen. Es gilt, attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen für junge Familien in Hamburg zu schaffen.“[2]

Der Senat hat sich nach dem Monitor „Wachsende Stadt Hamburg 2007“ zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 einen Bevölkerungszuwachs von 80.000 zu erreichen.[3] Dies entspräche einer Gesamt-Einwohnerzahl der FHH von über 1,84 Millionen. Die Bertelsmann Stiftung geht von einem Bevölkerungszuwachs in Hamburg von ca. 70.000 bis zum Jahr 2025 aus.[4]

In dieser Hausarbeit gilt das Interesse der Geburtenentwicklung in Hamburg. Es soll aufgezeigt werden, wie die Metropole Hamburg im nationalen und internationalen Vergleich dasteht und welche Stadtteile in Hamburg besonders zu der Geburtenentwicklung und somit auch zum Bevölkerungswachstum beitragen. Es wird belegt, dass besonders sozialschwächere Stadtteile eine hohe Geburtenziffer aufweisen und in diesem Zusammenhang wird eine Vermutung untersucht, dass hierzu besonders ausländische Frauen beitragen.

1.2. Methodische Anmerkungen

Vor der Analyse soll eine methodische Besonderheit beschrieben werden.

Bei dem Vergleich der Geburten in den Stadtteilen von Hamburg wird in dieser Hausarbeit, um zu einem sinnvollen Vergleich zu gelangen, der Zeitraum der Jahre 2006 und 2007 betrachtet. Damit die Auswertung repräsentativ bleibt, erfasst die Arbeit nicht die gesamten 103 Stadtteile, sondern nur insgesamt 92. Alle Stadtteile, die im Durchschnitt 2007 eine niedrigere weibliche Bevölkerung als 200 Personen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren aufwiesen, wurden aus der Analyse herausgefiltert. Damit fielen folgende Stadtteile aus der Untersuchung: Altenwerder, Cranz, Francop, Gut Moor, Hammerbrook, Moorburg, Reitbrook, Spadenland, Steinwerder, Tatenberg und Waltershof.

2. Wachsende Stadt?

2.1. Nationaler und internationaler Vergleich

Im Jahr 2006 weist die Bundesrepublik Deutschland im Europäischen Vergleich mit nur 1,32 Kindern pro Frau im gebärfähigen Alter eine der niedrigsten Gesamtfruchtbarkeitsraten auf. Schlechter schneiden nur noch Polen, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien ab.[5]

Abbildung 1: Gesamtfruchtbarkeitsrate 2006 Deutschland im EU-Vergleich

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Darstellung; Datenquelle: Eurostat „Gesamtfruchtbarkeitsrate“[6]

Um den Erhalt einer Bevölkerung in einem Industrieland jedoch zu sichern, müsste jede Frau im gebärfähigen Alter durchschnittlich etwa 2,1 Kinder zur Welt bringen (bei Fehlen von Einwanderung).[7] 2006 betrug die TFR-Rate im EU-Durchschnitt 1,5 und lag somit deutlich unter der Rate von 2,1.

Demnach ist der Erhalt der Bevölkerungszahl allein durch Geburten in keinem der EU-Länder gesichert. Annähernd ist dies lediglich in Island mit 2,08 und auch in Frankreich mit 2,0 der Fall. Dahinter folgen dichtauf Irland mit 1,90, die Skandinavischen Länder mit 1,86 und das Vereinigte Königreich mit 1,84 Kindern pro Frau im gebärfähigen Alter.

Dieser negative Wert für Deutschland ist keine Ausnahme, vielmehr ist dies die Folge einer Geburtenentwicklung, die seit Jahren einen Abwärtstrend verzeichnet. Betrug die TFR-Rate 1960 noch 2,37, steht sie 1980 bei 1,56. 1990 ist sie auf 1,45 geschrumpft. 2006 bezeichnet einen historischen Tiefststand von 1,32.[8]

Das gleiche Bild eines Abwärtstrends zeigt auch die Darstellung der durchschnittlichen Fruchtbarkeitsziffern für die Jahre 1990 – 2006. Im Jahr 2007 gab es eine leichte Erholung – die aber noch keine Trendwende bedeutet.[9]

Abbildung 2: Durchschnittliche Fruchtbarkeitsziffer Deutschland 1990 - 2007

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Darstellung; Datenquelle: Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes

Es gibt aber auch vereinzelt einen positiven Gegentrend. In einigen Bundesl-ändern steigen die Fruchtbarkeitsraten seit einigen Jahren wieder an.

Die nachfolgende Abbildung zeigt, dass Hamburg im bundesweiten Vergleich von 2007 mit einer Fruchtbarkeitsziffer von 43,7 an der Spitze liegt. Dieser Wert liegt 0,9 Punkte über den Durchschnitt. Auch im Jahr 2006 lag Hamburg an der ersten Stelle.

Abbildung 3: Durchschnittliche Fruchtbarkeitsziffer - Bundesvergleich

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Darstellung; Datenquelle: Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes (a)

Hamburg befindet sich anscheint auf einen guten Weg. Die Zahl der Geburten steigt seit einigen Jahren wieder an (mit Unterbrechungen 2002 und 2006) und widersetzt sich damit dem Negativtrend der Bundesrepublik Deutschland.[10]

Abbildung 4: Geburtenentwicklung in Hamburg

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Darstellung; Datenquelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (2008b), S. 22.

Die allgemeine Fruchtbarkeitsziffer in Hamburg ist, über die Zeit gesehen, in den letzten Jahren recht konstant. Sie bewegt sich zwischen 44 und 42.

[...]


[1] Vgl. Freie und Hansestadt Hamburg (Staatliche Pressestelle) (2002), S. 4.

[2] Vgl. Wachsende Stadt Hamburg

[3] Vgl. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein & Senat der FHH (2007), S. 28.

[4] Vgl. Bertelsmann Stiftung (2008), S. 1.

[5] Vgl. Eurostat. „Gesamtfruchtbarkeitsrate“

[6] Für Italien lagen 2006 keine Daten vor, 2005 lag sie bei 1,32.

[7] Vgl. Bundesamt für politische Bildung (2008), S. 14.

[8] Vgl. Eurostat (2006), S. 76.

[9] Vgl. Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes

[10] Vgl. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (2008b), S. 22.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Metropole Hamburg - Wachsende Stadt
Untertitel
Wächst Hamburg wirklich? - Geburtenentwicklung in den Hamburger Stadtteilen
Hochschule
Universität Hamburg  (Fachbereich Sozialökonomie)
Veranstaltung
Sozialstrukturanalyse
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
23
Katalognummer
V151607
ISBN (eBook)
9783640631315
ISBN (Buch)
9783640631049
Dateigröße
978 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geburtenentwicklung, Hamburg, Geburtenraten, Fruchtbarkeitsrate, TFR-Rate, Fruchtbarkeitsziffer, Kinderreichtum, Geburten, Metropole Hamburg
Arbeit zitieren
Felix Achilles (Autor), 2009, Metropole Hamburg - Wachsende Stadt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151607

Kommentare

  • Gast am 3.6.2010

    Sehr interessante Arbeit. Sehr viel eigen Recherche und Auswertungen! Manchmal bleiben Kausalitäten offen.

Im eBook lesen
Titel: Metropole Hamburg - Wachsende Stadt


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden