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Regenbogenaspekte im Handlungsfeld der Suchthilfe im professionellen Umgang mit konsumierenden trans* Jugendlichen

Título: Regenbogenaspekte im Handlungsfeld der Suchthilfe im professionellen Umgang mit konsumierenden trans* Jugendlichen

Tesis (Bachelor) , 2023 , 58 Páginas

Autor:in: Madeleine Yildizoglu (Autor)

Trabajo social
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Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist die Beantwortung der Fragen, welche speziellen Belastungen trans* Personen in der Adoleszenz erleben, die das Risiko einer möglichen Suchtentwicklung erhöhen können und welche spezifischen Anforderungen sich daraus für Fachkräfte der Sozialen Arbeit im Suchthilfesystem ergeben? Damit die Forschungsfragen adäquat beantworten werden kann, wurde eine systematische Literaturrecherche und Literaturanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse verdeutlichen die spezifischen Herausforderungen, die trans* Jugendliche während der Adoleszenz erleben. Dazu gehören Erfahrungen im Coming-out-Prozess, die Analyse gesundheitspolitischer und rechtlicher Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Transitionmaßnahmen, die auf den pathologisierenden ICD-10 Kriterien basieren. Des Weiteren wird ein Blick auf Diskriminierungserfahrungen von jungen trans* Personen gelegt. Zudem wird der adoleszenztypische Konsum betrachtet, insbesondere in Bezug auf trans* Jugendliche. Zusätzlich wird die Relevanz von Gender- und Regenbogenkompetenzen für Sozialarbeiter*innen im Suchthilfesystem näher beleuchtet. Im Anschluss wird die im Rahmen dieser Bachelorarbeit entwickelte trans*affine Genderkompetenz vorgestellt.

Diese Bachelorarbeit zielt drauf ab, ein umfassendes Verständnis für die spezifischen Herausforderungen, mit denen trans* Jugendliche konfrontiert werden, zu entwickeln, die das Risiko einer Suchtentwicklung beeinflussen können. Die gewonnen Erkenntnisse sollen dazu dienen die Praxis der Soziale Arbeit im Handlungsfeld der Suchthilfe besser zu informieren und zu sensibilisieren. Darüber hinaus werden Fachkräfte der Sozialen Arbeit im Suchthilfesystem aufgefordert, Diversity und Regenbogenkompetenzen auf institutioneller Ebene umzusetzen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 ADOLESZENZ

2.1.1 IDENTITÄTSENTWICKLUNG IN DER JUGEND

2.1.2 IDENTITÄTSENTWICKLUNG NACH ERIK H. ERIKSON

2.2 GESCHLECHT

2.2.1 TRANS* PERSONEN

2.2.2 GESCHLECHTSDYSPHORIE

2.3 SUCHT

2.3.1 SUCHTENTSTEHUNG

2.3.2 SUCHTHILFESYSTEM

2.3.3. GESCHLECHT UND SUCHT

3 METHODISCHES VORGEHEN

4 ERGEBNISSE

4.1 HERAUSFORDERUNGEN IN DER ENTWICKLUNG VON TRANS* JUGENDLICHEN

4.1.1 COMING-OUT

4.1.2 TRANSITION

4.1.3 KLASSIFIKATION

4.2 DISKRIMINIERUNG

4.3 KONSUM IN DER ADOLESZENZ

4.4 KONSUMVERHALTEN VON TRANS* JUGENDLICHEN

4.5 PROFESSIONELLE HALTUNG VON FACHKRÄFTEN DER SOZIALEN ARBEIT IN DER SUCHTHILFE

4.5.1 SOZIALE ARBEIT IM SUCHTHILFESYSTEM

4.5.2 GENDERKOMPETENZ UND REGENBOGENKOMPETENZ

5 DISKUSSION

5.1 TRANS* JUGENDLICHE

5.2 SOZIALE ARBEIT

5.3 HANDLUNGSANFORDERUNGEN

5.4 METHODENKRITIK

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Analyse der spezifischen Belastungen, die trans* Personen während der Adoleszenz erleben und die das Risiko einer Suchtentwicklung erhöhen können, sowie die Ableitung spezifischer Anforderungen für das Suchthilfesystem.

  • Identitätsentwicklung in adoleszenten Lebensphasen
  • Einfluss von Diskriminierung auf Suchtrisiken bei trans* Jugendlichen
  • Rechtliche und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen für Transitionen
  • Gender- und Regenbogenkompetenz in der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Coming-out

Coming-out beschreibt „die lebenslange Entwicklung und Veröffentlichung der eigenen nicht-heterosexuellen Identität in einer heteronormativen Gesellschaft“ (Timmermanns & Graf & Merz& Stöver zitiert nach Göth & Kohn ,2022, S. 34). Diese Definition bezieht sich primär auf die sexuelle Orientierung, wird aber auch im Zusammenhang auf die geschlechtliche Identität und auf Inter* Personen angewandt (Timmermanns et al., 2022, S. 34). Trotz zunehmender Sichtbarkeit und Akzeptanz gegenüber LSGTBIQ* bleibt die Notwendigkeit eines Coming-out für einige Menschen bestehen, die sich nicht als cisgeschlechtlich oder heterosexuell erleben. Dem äußeren Coming-out, das heißt die Bekanntmachung seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität, geht ein innerer Prozess voraus, indem sich Menschen bewusstwerden, nicht heterosexuell oder cisgeschlechtlich zu sein. Dieser innere und sehr individuelle Prozess, der in jedem Alter stattfinden und unterschiedlich lange dauern kann, wird als inneres Coming-out bezeichnet. Das innere Coming-out, der Beginn der Bewusstwerdung nicht heterosexuell und/oder nicht cisgeschlechtlich zu sein, ist für viele Kinder und Jugendliche ein langwieriger und komplizierter Prozess (Krell & Oldemeier, 2017, S. 9).

Das DJI- Forschungsprojekt „Coming-Out_ und dann…?!“ befasste sich erstmalig in Deutschland mit Coming-out- Verläufen und Diskriminierungserfahrungen bei jungen LSGTBIQ* s.15 In dieser Studie wurden 5.037 queere Jugendliche im Alter zwischen 14 bis 27 Jahren zu ihren spezifischen Erlebnissen und Erfahrungen während des Coming-out- Prozesses befragt (Krell & Oldemeier, 2017, S. 37).

Das innere Coming-out setzt bei trans* und gender* diversen Jugendlichen häufig schon während der Grundschulzeit oder zu Beginn der Pubertät ein. Es wurde von den Befragten als ein Gefühl der „Andersheit“ beschrieben. Der Zeitpunkt des Bewusstwerdens variiert laut der DJI- Studie zwischen unter zehn Jahren und knapp über zwanzig Jahren. Etwa 27,9 % der trans* Jugendlichen gaben an, es schon immer gewusst zu haben. Knapp 11% waren unter zehn Jahren und nur wenige waren älter als 16 Jahre.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema Substanzmissbrauch bei Jugendlichen und die Relevanz der besonderen Herausforderungen von trans* Jugendlichen im Suchthilfesystem.

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Erörterung der Begriffe Adoleszenz, Geschlecht, trans* Identität und Suchtentwicklung als Fundament für die wissenschaftliche Untersuchung.

3 METHODISCHES VORGEHEN: Beschreibung der systematischen Literaturrecherche und der genutzten Datenbanken sowie der Kriterien zur Auswahl der berücksichtigten Studien.

4 ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der speziellen Lebensumwelten, Diskriminierungserfahrungen und Konsumverhaltensweisen von trans* Jugendlichen sowie Anforderungen an die Soziale Arbeit.

5 DISKUSSION: Synthese und Interpretation der Ergebnisse im Kontext der Forschungsfragen, insbesondere hinsichtlich der psychischen Belastungen und der professionellen Haltung in der Suchthilfe.

6 FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfragen und Forderung nach strukturellen Änderungen sowie mehr Sensibilität im Suchthilfesystem für die Bedürfnisse von trans* Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Adoleszenz, Suchthilfe, trans*, geschlechtliche Identität, Diskriminierung, Coming-out, Genderkompetenz, Regenbogenkompetenz, Soziale Arbeit, Suchtprävention, Transition, Minderheitenstress, Substanzmissbrauch, Diversität, psychische Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die speziellen Belastungen von trans* Jugendlichen in der Adoleszenz und deren Zusammenhang mit einem erhöhten Suchtrisiko sowie die daraus resultierenden Anforderungen an Fachkräfte im Suchthilfesystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Transitionsphase, Diskriminierungserfahrungen, die psychische Identitätsentwicklung und die Notwendigkeit sensibler Versorgungsangebote durch die Soziale Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, welche spezifischen Belastungen das Suchtrisiko bei trans* Jugendlichen erhöhen und welche professionellen Kompetenzen Fachkräfte in der Suchthilfe benötigen, um diese Zielgruppe adäquat zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine systematische Literaturrecherche und Literaturanalyse durchgeführt, unter Einbeziehung aktueller Studien zur Lebenswelt von trans* Jugendlichen und Ansätzen der Sozialen Arbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Herausforderungen bei trans* Jugendlichen (Coming-Out, Transition), die Folgen von Diskriminierung (z.B. Minoritäten-Stress-Modell) und das Suchtverhalten unter Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Bedürfnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Kernbereich trans* Jugendliche und Adoleszenz sind Begriffe wie Genderkompetenz, Regenbogenkompetenz, Diskriminierung und Suchthilfesystem maßgeblich.

Wie wirkt sich das Transsexuellengesetz auf die Gesundheitsversorgung aus?

Das Gesetz wird in der Arbeit als veraltet und stigmatisierend kritisiert, da es für den Zugang zu medizinischen Maßnahmen eine Diagnose als "psychisch krank" fordert, was die Betroffenen zusätzlich psychisch belastet.

Warum ist das "Innere Coming-out" für Suchtprävention von Bedeutung?

Das innere Coming-out dauert oft Jahre, belastet Jugendliche massiv und findet häufig ohne äußere Unterstützung statt; dieser Stress ist ein entscheidender Risikofaktor für die Entwicklung von Suchtstörungen als Bewältigungsstrategie.

Final del extracto de 58 páginas  - subir

Detalles

Título
Regenbogenaspekte im Handlungsfeld der Suchthilfe im professionellen Umgang mit konsumierenden trans* Jugendlichen
Universidad
University of Applied Sciences Hamburg
Autor
Madeleine Yildizoglu (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
58
No. de catálogo
V1516159
ISBN (Ebook)
9783389083888
ISBN (Libro)
9783389083895
Idioma
Alemán
Etiqueta
regenbogenaspekte handlungsfeld suchthilfe umgang jugendlichen trans*Jugendliche Genderkompetenz Substanzkonsum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Madeleine Yildizoglu (Autor), 2023, Regenbogenaspekte im Handlungsfeld der Suchthilfe im professionellen Umgang mit konsumierenden trans* Jugendlichen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1516159
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