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Scham und Beschämung im Kontext beruflichen Handelns

Titel: Scham und Beschämung im Kontext beruflichen Handelns

Ausarbeitung , 2014 , 15 Seiten

Autor:in: Bianca Butterweck (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Ausarbeitung des Referats zum Thema "Scham und Beschämung im Kontext beruflichen Handelns" werden die schamerzeugenden Strukturen in professionellen helfenden Beziehungen dargestellt. Insbesondere die Genese von Schamgefühlen und die identitätsentwickelnden Faktoren von Scham werden im Hinblick auf den Themenschwerpunkt dieser Arbeit näher beleuchtet.

Bolay stellt in seinem Beitrag "Scham und Beschämung in helfenden Beziehungen" vier Paradoxien der lnteraktionsstruktur der professionellen Hilfe dar. Neben der "Professionalität versus Menschlichkeit" (Bolay 1998), die das gleichzeitige Handeln als Fachkraft, die Distanz wahren, jedoch auch ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Klienten aufbauen muss, führt Bolay drei weitere Paradoxien an. Die zweite Paradoxie wird von Bolay als "Hilfe zur Selbsthilfe vs. Klientifizierung der Betroffenen" bezeichnet. Diese Aussage beschreibt die Tendenz der Sozialarbeiter den Klienten eine Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln, was jedoch die Arbeit der Fachkräfte wiederum überflüssig machen würde. Die darauf folgende Paradoxie von Bolay wird als "Einflussnahme ohne Beeinflussung" benannt. Als Fachkraft setzt man nämlich eine Einflussnahme voraus um die Lebenssituation eines Klienten zu ändern. Der Schritt der

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Thesen Bolays

2.1 Der Ursprung von Scham: Einleitung

2.2 Der Ursprung von Scham: Das Bedürfnis nach Anerkennung

2.3 Der Ursprung von Scham: Auffassungen Freuds

2.4 Der Ursprung von Scham: Annahmen Eriksons

2.5 Der Ursprung von Scham: Scham aus heutiger Sicht

3. Der identitätsentwickelnde Aspekt der Scham

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die schamgenerierenden und beschämungsträchtigen Strukturen in helfenden Beziehungen unter besonderer Berücksichtigung der Entstehung von Schamgefühlen und deren Rolle für die Identitätsentwicklung.

  • Paradoxien professioneller Hilfeleistungen
  • Theoretische Grundlagen zur Schmentstehung (Freud, Erikson, Bolay)
  • Bedeutung der sozialen Anerkennung für die Identität
  • Positive Aspekte der Scham als Entwicklungsmotor

Auszug aus dem Buch

2. Grundlegende Thesen Bolays

Bolay stellt in seinem Beitrag "Scham und Beschämung in helfenden Beziehungen" vier Paradoxien der Interaktionsstruktur der professionellen Hilfe dar. Neben der "Professionalität versus Menschlichkeit" (Bolay 1998, S. 29), die das gleichzeitige Handeln als Fachkraft, die Distanz wahren, jedoch auch ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Klienten aufbauen muss, führt Bolay drei weitere Paradoxien an. Die zweite Paradoxie wird von Bolay als "Hilfe zur Selbsthilfe vs. Klientifizierung der Betroffenen" bezeichnet. Diese Aussage beschreibt die Tendenz der Sozialarbeiter den Klienten eine Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln, was jedoch die Arbeit der Fachkräfte wiederum überflüssig machen würde.

Die darauf folgende Paradoxie von Bolay wird als "Einflussnahme ohne Beeinflussung" benannt. Als Fachkraft setzt man nämlich eine Einflussnahme voraus um die Lebenssituation eines Klienten zu ändern. Der Schritt der Veränderung solle allerdings bei dem Betroffenen aus Freiwilligkeit entstehen. Die letzte Paradoxie der "Kompetenzerweiterung durch Kompetenzreduktion" illustriert den Spagat eines ausbalancierten Verhältnisses zwischen der Möglichkeit der Anwendung von Machtausübung der Sozialarbeiter und der Wahrung der Handlungsfähigkeit der Betroffenen. Die letzten drei Paradoxien können als miteinander unabtrennbar verwoben angesehen werden: Sie lassen die Schlussfolgerung der Annahme einer reflektierten, an den Klienten angepassten Hilfestellung, Beeinflussung und Machtausübung, die den Klienten aber dennoch in seiner Autonomie und Selbstständigkeit bestärkt, zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und definiert das Ziel, die Dynamik von Scham in helfenden Kontexten zu beleuchten.

2. Grundlegende Thesen Bolays: Dieses Kapitel analysiert vier zentrale Paradoxien, die in professionellen Hilfeverhältnissen auftreten und das Spannungsfeld zwischen Macht, Hilfe und Autonomie beschreiben.

2.1 Der Ursprung von Scham: Einleitung: Eine einführende Betrachtung zur Problematik der Schamempfindung in professionellen Sozialhilfesituationen.

2.2 Der Ursprung von Scham: Das Bedürfnis nach Anerkennung: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem Fehlen von Anerkennung und der Entstehung von Scham als Identitätsverletzung diskutiert.

2.3 Der Ursprung von Scham: Auffassungen Freuds: Das Kapitel beleuchtet Freuds mehrdeutige Ansätze zur Scham, insbesondere im Kontext von Triebunterdrückung und dem Über-Ich.

2.4 Der Ursprung von Scham: Annahmen Eriksons: Eine Untersuchung der Scham innerhalb der psychosozialen Entwicklungsstufen des Kindes nach Erikson.

2.5 Der Ursprung von Scham: Scham aus heutiger Sicht: Betrachtung der neueren Intersubjektivitätstheorien, die Scham als sozialen Affekt zwischen zwei am Prozess beteiligten Personen verstehen.

3. Der identitätsentwickelnde Aspekt der Scham: Dieses Kapitel zeigt auf, wie Schamgefühle zur Ausbildung von Autonomie, Stolz und letztlich zu einer gefestigten Identität beitragen können.

4. Fazit: Eine abschließende Synthese, die betont, dass Scham kein rein negatives Phänomen ist, sondern komplexe positive Entwicklungsfunktionen besitzt.

Schlüsselwörter

Scham, Beschämung, helfende Beziehungen, Sozialarbeit, Interaktionsstruktur, Identitätsentwicklung, Anerkennung, Psychoanalyse, Intersubjektivität, Paradoxien, Selbstwertgefühl, Autonomie, Entwicklungspsychologie, Machtausübung, soziale Standards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Scham und Beschämung innerhalb von beruflichen und helfenden Interaktionskontexten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den Paradoxien der professionellen Sozialarbeit sowie den theoretischen Ursprüngen von Schamgefühlen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entstehung von Scham zu verstehen und den identitätsbildenden Aspekt dieses Gefühls kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Die Arbeit integriert verschiedene Ansätze, darunter die von Bolay (Paradoxien), Freud (Triebtheorie), Erikson (psychosoziale Phasen) und aktuelle intersubjektive Theorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Paradoxien professioneller Hilfe und eine tiefgehende Analyse der Schamentstehung aus entwicklungspsychologischer sowie sozialer Sicht.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Identitätsentwicklung, Anerkennungsdefizit, professionelle Distanz und soziale Affekte geprägt.

Wie unterscheidet sich die "moderne Sicht" auf Scham von älteren Theorien?

Moderne Theorien rücken die Intersubjektivität und das wechselseitige Erleben von Beschämung in den Vordergrund, anstatt Scham nur als intrapsychischen Konflikt zu sehen.

Welche Rolle spielt die Mutter/Bezugsperson für die Identitätsentwicklung?

Die Spiegelung von Gefühlen durch frühe Bezugspersonen ist laut Arbeit fundamental für den Aufbau eines stabilen Selbstbildes und die Vermeidung existentieller Scham.

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Details

Titel
Scham und Beschämung im Kontext beruflichen Handelns
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Professionelles pädagogisches Handeln am Beispiel der Kinder- und Jugendhilfe
Autor
Bianca Butterweck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V1516273
ISBN (PDF)
9783389083277
ISBN (Buch)
9783389083284
Sprache
Deutsch
Schlagworte
scham beschämung kontext handelns
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bianca Butterweck (Autor:in), 2014, Scham und Beschämung im Kontext beruflichen Handelns, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1516273
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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