Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Historia de la pedagogía

Heimerziehung in den 1950- und 1960-er Jahren

Título: Heimerziehung in den 1950- und 1960-er Jahren

Trabajo Escrito , 2013 , 14 Páginas

Autor:in: Bianca Butterweck (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Prämisse der vorliegenden Hausarbeit ist es die Bildungsmöglichkeiten, Erziehungspraktiken und -ziele der Heimerziehung in den fünfziger und sechziger Jahren darzustellen und dabei den historischen Kontext und die Rahmenbedingungen einzubeziehen. Die Thematisierung dessen setzt eine Definition von Heimerziehung im Allgemeinen voraus, sodass diese vor der Fokussierung auf die Heimerziehung der 1950 und 1960 Jahre Einzug in diese Arbeit erhält.

Die Behandlung der Thematik wird vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskussion der Heimerziehung in den 1950 und 1960 Jahren, sowie der seinerzeit dominierenden fragwürdigen Erziehungspraxis in der Heimerziehung und der kritischen Auseinandersetzung der Thematik des 2008 gegründeten Petitionsausschusses "Runde Tisch Heimerziehung" herausgestellt. Einen Schwerpunkt dieser Arbeit bildet demnach auch die Beleuchtung der Ergebnisse des "Runde(n) Tische(s) Heimerziehung "und die aufzuarbeitenden Folgen für die ehemaligen Heimkinder.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Heimerziehung

3. Heimerziehung der fünfziger und sechziger Jahre

3.1. Geschichtlicher Hintergrund

3.2. Rahmenbedingungen

3.3. Erziehungsziele

3.4. Erziehungsmethoden

3.5. Ausbildung und Schule

3.6. Arbeit

3.7. Kritik

4. Runder Tisch Heimerziehung

4.1. Funktion und Mitglieder

4.2. Abschlussbericht

4.3. Lösungsvorschläge der ehemaligen Heimkinder

4.4. Abschließende Ergebnisse

5. Folgen der Heimerziehung für die ehemaligen Heimkinder

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Aufarbeitung der Heimerziehung in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland. Ziel ist es, die damaligen Erziehungspraktiken und Rahmenbedingungen kritisch zu beleuchten sowie die Aufarbeitungsprozesse durch den "Runden Tisch Heimerziehung" und die langfristigen Folgen für die Betroffenen darzustellen.

  • Historische Rahmenbedingungen der Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
  • Erziehungsmethodiken, Schulbildung und Arbeitsalltag in Heimen
  • Kritische Auseinandersetzung und soziale Proteste gegen die Heimpraxis
  • Aufarbeitung durch den "Runden Tisch Heimerziehung"
  • Langfristige psychosoziale Folgen für ehemalige Heimkinder

Auszug aus dem Buch

3.2. Rahmenbedingungen:

Der damalige Heimalltag wurde nicht primär von pädagogischen Intentionen, sondern von den gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, die von außen aufgetragen wurden, bestimmt (vgl. Kuhlmann 2008, S. 11).

Aus diesem Grund sind die ersten Missstände der damaligen Heimerziehung bereits bei dem Personal festzustellen. Es herrschte nicht nur ein dauerhafter Personalmangel, die eingesetzten Mitarbeiter/innen in den Erziehungsanstalten waren zudem größtenteils gar nicht oder nur mangelhaft ausgebildet (vgl. Kappeler 2008, S. 371). Hinzu kommt die permanente Überlastung aufgrund der miserablen Arbeitszeiten und der geringen Bezahlung der Betreuenden (vgl. Kuhlmann 2008, S. 131f.).

Die Heimerziehung wurde aus unterschiedlichen Gründen genutzt, die jeweils zwei Aufgabenbereichen der öffentlichen Erziehung zugeteilt waren: Zum einen der Betreuung von Waisenkindern, sowie der Vormundschaft über uneheliche und verwaiste Kinder, zum anderen der Unterbringung und Disziplinierung von „verwahrlosten“ Kindern und Jugendlichen. Der Begriff der Verwahrlosung unterlag dabei keiner expliziten Definition und konnte als Ausdruck eines nicht-bürgerlichen, auffälligen Verhaltens, welches ein Eintreten öffentlicher Erziehung bedarf, aber auch als Anzeichen für die vernachlässigenden Lebensumstände, gedeutet werden (vgl. ebd., S. 12f.). Als häufigste Ursache einer Verwahrlosung, die sich auf die erste Deutung bezieht, wurden bei Jungen Diebstahl oder „Arbeitsscheu“ und bei Mädchen „sexuelle Verwahrlosung“ genannt (vgl. Köster 2005, 669). Eine Verwahrlosung wurde besonders dann unterstellt, wenn Kinder unehelich geboren wurden. In solchen Fällen übernahm unwillkürlich das Jugendamt die Vormundschaft für diese Kinder (vgl. Kuhlmann 2008, S. 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die historische Debatte der Heimerziehung und definiert das Ziel, die damaligen Erziehungspraktiken und die Rolle des „Runden Tisches“ zu untersuchen.

2. Heimerziehung: Dieser Abschnitt bietet eine theoretische Begriffsklärung der Heimerziehung unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Definitionen.

3. Heimerziehung der fünfziger und sechziger Jahre: Es werden die geschichtlichen Hintergründe, die harten Rahmenbedingungen, Erziehungsziele, Methoden sowie die Kritik an der Heimerziehung der damaligen Zeit erörtert.

4. Runder Tisch Heimerziehung: Zusammengefasst wird die Entstehungsgeschichte, der Abschlussbericht und der Aushandlungsprozess über Lösungsvorschläge für ehemalige Heimkinder.

5. Folgen der Heimerziehung für die ehemaligen Heimkinder: Eine Analyse von Fallbeispielen und Langzeitstudien zeigt die tiefgreifenden, oftmals negativen Auswirkungen der Heimerziehung auf die Lebensbiografien der Betroffenen auf.

6. Resümee: Die Arbeit abschließend bewertet die Heimerziehung als Unrechtssystem und kritisiert die Art und Weise der offiziellen Aufarbeitung.

Schlüsselwörter

Heimerziehung, 1950er Jahre, 1960er Jahre, Runder Tisch Heimerziehung, Erziehungsmethoden, Verwahrlosung, Heimgeschichte, Gewalt in Heimen, Aufarbeitung, ehemalige Heimkinder, pädagogische Missstände, Disziplinierung, institutionelle Erziehung

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Bedingungen und Auswirkungen der Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland während der 1950er und 1960er Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Rahmenbedingungen in Heimen, zeitgenössische Erziehungsmethoden, die Kritik an der Heimpraxis sowie der politische Aufarbeitungsprozess durch den "Runden Tisch Heimerziehung".

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird untersucht, wie die damalige Erziehungspraxis aussah, welche Folgen sie für die betroffenen Kinder hatte und inwiefern der „Runde Tisch“ eine angemessene Aufarbeitung leisten konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse historischer Quellen, Berichte des „Runden Tisches“ und die Auswertung qualitativer Interviews mit ehemaligen Heimkindern.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem geschichtlichen Kontext, dem Heimalltag (Schule, Arbeit, Disziplinierung), sowie der detaillierten Analyse der Ergebnisse und Entschädigungsdebatten des „Runden Tisches Heimerziehung“.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Heimerziehung, Institutionelle Gewalt, Verwahrlosung, politische Aufarbeitung und Langzeitfolgen.

Welche Rolle spielte der Begriff "Verwahrlosung" in den 50er Jahren?

Der Begriff war unscharf definiert und diente oft als Rechtfertigung für die Einweisung in Heime, insbesondere bei unehelich geborenen Kindern oder abweichendem Verhalten.

Wie bewertet die Autorin die Arbeit des „Runden Tisches Heimerziehung“?

Die Autorin äußert Kritik daran, dass trotz Anerkennung des Leids die finanziellen Forderungen der Betroffenen weitgehend abgewehrt wurden, was als erneute Demütigung empfunden wurde.

Welche Auswirkungen hatte die Heimerziehung auf das spätere Leben der Betroffenen?

Die Berichte zeigen Auswirkungen wie Bindungsunfähigkeit, psychische Probleme, Schamgefühle und das Gefühl mangelnder Selbstwirksamkeit, aber teilweise auch die Entwicklung eines stark ausgeprägten Ordnungssinns.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Heimerziehung in den 1950- und 1960-er Jahren
Universidad
University of Wuppertal
Curso
Aktuelle Diskurse und Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe
Autor
Bianca Butterweck (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
14
No. de catálogo
V1516274
ISBN (PDF)
9783389083291
ISBN (Libro)
9783389083307
Idioma
Alemán
Etiqueta
heimerziehung jahren
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bianca Butterweck (Autor), 2013, Heimerziehung in den 1950- und 1960-er Jahren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1516274
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  14  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint