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H. G. Mead und K. Rogers als Vorreiter einer Kompetenzorientierten Pädagogik

Título: H. G. Mead und K. Rogers als Vorreiter einer Kompetenzorientierten Pädagogik

Texto Academico , 2021 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Detlef Thiel (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
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In einer zunehmend vernetzten Gesellschaft zeigt sich, dass der Mensch auf soziale Beziehungen angewiesen ist, um sich individuell und gemeinschaftlich entfalten zu können. Diese Arbeit beleuchtet die Theorien von George Herbert Mead und Carl R. Rogers, die jeweils unterschiedliche Perspektiven auf das soziale Wesen des Menschen bieten. Mead betrachtet den „social act“ als Ausgangspunkt menschlichen Handelns und untersucht, wie das Individuum durch symbolisch vermittelte Interaktionen in komplexe Beziehungsgeflechte eingebunden ist. Rogers hingegen betont die Wichtigkeit der Erfahrung und die therapeutische Beziehung für die Persönlichkeitsentwicklung und psychische Gesundheit.

Der erste Teil der Arbeit widmet sich der theoretischen Darstellung dieser Ansätze. Im zweiten Teil erfolgt eine Fallanalyse, die diese Theorien auf die praktische Arbeit im Institut für Heilpädagogik und Erziehungshilfe e.V. überträgt, wo ich mein Anerkennungsjahr absolviere. Ziel ist es, zu untersuchen, wie soziale Kompetenzen der Klienten gestärkt werden können, indem die Theorieansätze von Mead und Rogers gezielt zur Förderung von Beziehungskompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Soziale Kompetenzen

1.1 Was versteht man unter Sozialen Kompetenzen?

1.2 Lernen durch die soziale Situation

1.3 Lernen in sozialen Situationen

1.4 Lernen aufgrund sozial positiv bewerteter Haltungen und Kompetenzen

2. Die Lehre von G. H. Mead

2.1 Einflüsse auf G. H. Mead

2.2 Die symbolisch vermittelte Interaktion bei Mead

2.3 play und game bei Mead

2.4 „I“ und „Me“

3. Der Ansatz von Carl R. Rogers

3.1 Das Humanistische Menschenbild von C. R. Rogers

3.2 Die Idee vom guten Leben

4. Kritik und Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogischen und sozialpsychologischen Ansätze von G. H. Mead und Carl R. Rogers, um deren Relevanz für eine kompetenzorientierte Pädagogik im Bereich der Heilpädagogik und Erziehungshilfe darzustellen und auf die Praxis anzuwenden.

  • Soziale Kompetenzen als Grundlage pädagogischen Handelns
  • Symbolisch vermittelte Interaktion und Identitätsbildung bei G. H. Mead
  • Humanistisches Menschenbild und personenzentrierte Perspektive nach C. R. Rogers
  • Bedeutung der sozialen Umgebung und der Erfahrung für menschliche Entwicklung

Auszug aus dem Buch

2.2 Die symbolisch vermittelte Interaktion bei Mead

Sobald ein Individuum auf ein anderes reagiert oder andere in seinem subjektiven Denken miteinbezieht, sieht Mead darin ein soziales Handeln. Damit eingeschlossen sind alle Äußerungen nonverbaler Art wie Gebärden, Gesten und Mimik, die Mead ausdrücklich mit in seine Betrachtungen einschließt. Er spricht sogar von „Gebärdenspiel“, das er z.B. beim Boxkampf erkennen möchte. Symbolisch vermittelte Interkation ist aber noch mehr: Es geht nicht nur um das Auslösen einer Reaktion bei einem anderen, sondern erstens darum, „im Individuum, dass sie ausführt, die gleiche sich selbst gegenüber ... (auslösen), wie in den anderen Individuum“ und der Mensch dadurch in die Lage versetzt wird, „sein weiteres Verhalten im Lichte dieser Handlung dem ihrigen anzupassen“.

Interaktion ist also ein stetes Wechselspiel von Aktion bei (gleichzeitiger) Reaktion; die Empathie, das Sich-Einfühlen-können in den anderen aufgrund der Spiegelneurone, tut sein übriges, um die Handlungen, Gefühle, Gedanken, die Mimik des Gegenübers nachempfinden zu können und eigenes Handeln etc. danach auszurichten. Das Ich wächst also am Du und richtet sich nach diesem aus; ja ein reines Ich, dass losgelöst ist von anderen, kann es gar nicht geben. Alles ist Interkation, Kommunikation, für die der Mensch eine eigene Symbolsprache entwickelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Soziale Kompetenzen: Das Kapitel diskutiert den Diskurs um soziale Kompetenzen als Reaktion auf den Behaviorismus und analysiert verschiedene Lernformen in sozialen Kontexten.

2. Die Lehre von G. H. Mead: Hier werden die philosophischen und theoretischen Grundlagen Meads dargelegt, insbesondere die Bedeutung symbolischer Interaktion, die Rolle von "play" und "game" sowie die dialektische Beziehung zwischen "Ich" und "Mich".

3. Der Ansatz von Carl R. Rogers: Dieses Kapitel widmet sich dem humanistischen Menschenbild von C. R. Rogers und erläutert seine Theorie der Persönlichkeit, des organismischen Erlebens und die Bedeutung bedingungsloser Wertschätzung.

4. Kritik und Resümee: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der vorgestellten Theorien, wobei mögliche Schwachstellen und Fragwürdigkeiten in den Modellen von Mead und Rogers benannt werden.

Schlüsselwörter

Soziale Kompetenzen, Symbolische Interaktion, G. H. Mead, Carl R. Rogers, Identitätsbildung, Humanistische Psychologie, Personenzentrierte Therapie, Soziales Lernen, Erfahrung, Rollenübernahme, Selbstbewusstsein, Pädagogik, Sozialisation, Interdependenz, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die Theorien von G. H. Mead und Carl R. Rogers als theoretisches Fundament für eine kompetenzorientierte Pädagogik, insbesondere in der Heilpädagogik, fungieren können.

Welche Bedeutung hat das soziale Umfeld bei Mead?

Mead betont, dass sich ein Selbstbewusstsein nur in Gemeinschaft mit anderen entwickeln kann, da der Mensch durch Interaktion und symbolische Prozesse ständig in soziale Bezüge eingebunden ist.

Wie unterscheidet sich "play" von "game" in Meads Theorie?

"Play" beschreibt das freie Rollenspiel eines Kindes, während "game" ein organisiertes Spiel darstellt, in dem das Kind die Haltung aller Mitspieler einnehmen und komplexe Rollen gegeneinander abwägen muss.

Was versteht Rogers unter dem Begriff der Erfahrung?

Für Rogers ist die Erfahrung die höchste Instanz, aus der heraus sich die Persönlichkeit entwickelt; sie ist ein fortlaufender Prozess und entscheidend für seelische Gesundung.

Warum ist das "Ich-Mich"-Verhältnis bei Mead von Bedeutung?

Es beschreibt das Oszillieren zwischen der spontanen, biologischen Identität (Ich) und der gesellschaftlich geprägten Selbstwahrnehmung (Mich), was die Basis für eine stabile Identitätsbildung bildet.

Welche wissenschaftliche Perspektive nimmt die Arbeit ein?

Die Arbeit verknüpft Ansätze der Soziologie (Mead) und der humanistischen Psychologie (Rogers), um daraus Erkenntnisse für die pädagogische Praxis in Erziehungshilfe-Einrichtungen abzuleiten.

Wie kritisiert die Arbeit den Ansatz von Rogers?

Die Arbeit hinterfragt, ob die Forderung nach bedingungsloser Wertschätzung und der Glaube an die heilsame Kraft neuer Erfahrungen bei Erwachsenen in der Realität immer so einfach umsetzbar sind, wie Rogers suggeriert.

Welche Rolle spielt die Sprache im symbolischen Interaktionismus?

Die Sprache gilt bei Mead als "Standardform der symbolisch vermittelten Interaktion" und als Höhepunkt der Interaktionsmöglichkeiten, die das menschliche Denken ermöglicht.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
H. G. Mead und K. Rogers als Vorreiter einer Kompetenzorientierten Pädagogik
Universidad
University of Education Heidelberg  (Soziologie)
Curso
Soziologische Theorien
Calificación
1,3
Autor
Detlef Thiel (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
20
No. de catálogo
V1516394
ISBN (PDF)
9783389087015
ISBN (Libro)
9783389087022
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mead I Me play came Rogers Erfahrung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Detlef Thiel (Autor), 2021, H. G. Mead und K. Rogers als Vorreiter einer Kompetenzorientierten Pädagogik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1516394
Leer eBook
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