Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría

Von MAD zu Star Wars

Ursachen, Entwicklung und Folgen der Strategic Defense Initative (SDI)

Título: Von MAD zu Star Wars

Trabajo , 2009 , 29 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jonas Edler (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Vorstellung eines existierenden Zusammenhangs zwischen dem SDI-Forschungsprogramm und der Offenbarung eines drohenden sowjetischen Bankrots, stellt zwar eine verführerische Interpretationsgrundlage für das Ende des Kalten Krieges dar, wäre aber ohne die Kontextualisierung von weiteren entscheidenden Faktoren zu trivial.

Die MAD-Doktrin, welche 30 Jahre lang für Frieden gesorgt hatte, hat sich im Zuge der Untersuchungen als ein extrem fragiles Konzept heraus kristallisiert. Der Verlass auf die Rationalität des Gegners, die Verlässlichkeit auf Individuen und Technik, der zweifelhafte Schutz für die Alliierten und der nötige Verzicht auf Selbstschutz, illustrieren deutlich die große Fehleranfälligkeit der Doktrin.

Nachdem es zu einer deutlichen Dämonisierung des Gegners gekommen war, konnte Reagan das SDI als seine Alternative zur MAD-Doktrin und als notwendiges Mittel gegen den sowjetischen Aggressor verkaufen. Ob des Umstandes, dass Reagan ein glühender Anti-Kommunist war und die sowjetische Struktur deutlich ablehnte, verkaufte er sich jedoch gleichermaßen als Atomwaffengegner.

In dieser Arbeit wird, dass die Ankündigung des SDI-Raketenschildes neben einer immensen wirtschaftlichen Belastung des US-Haushalts und einer extremen technologischen Herausforderung, die Gefahr eines Atomkrieges ernsthaft und in bestimmter Weise auch bewusst provoziert wurde.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungs- und Quellenlage

3. Das Gleichgewicht des Schreckens – MAD und die Sicherheit

3.1 Definitionsansätze

3.2 Sicherheit und MAD

3.3 Europa und MAD

3.3 Fragilität von MAD

3.4 Strategiewechsel – Carters neuer Weg

4. Die Politik der Stärke - Reagans Bruch mit MAD

4.1 Wege zum SDI

4.2 Die SDI-Rede

4.3 Was ist SDI

5. Konfliktpotentiale

5.1 Kritik im Westen

5.2 Sowjetische Angstszenarien

5.3 Mögliche sowjetische Reaktionsmodelle und ihre Bewertung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Ursprünge und Folgen der Ankündigung der Strategic Defense Initiative (SDI) durch US-Präsident Ronald Reagan im Jahr 1983 und untersucht, inwieweit diese die bestehende Militärstrategie der Mutual Assured Destruction (MAD) in Frage stellte und den Kalten Krieg beeinflusste.

  • Die historische Bedeutung und Funktionsweise der MAD-Doktrin
  • Die Abkehr der USA von der Abschreckungspolitik hin zur strategischen Aufrüstung
  • Die Hintergründe und die Ankündigung des SDI-Programms
  • Die Reaktionen und Ängste der Sowjetunion auf die technologischen Entwicklungen
  • Die Auswirkungen der SDI-Debatte auf die internationale Sicherheit und die Stabilität des Ost-West-Konflikts

Auszug aus dem Buch

3.2. Verteidigung und MAD

Ein wichtiger Faktor des MAD-Gleichgewichts stellt der Verzicht auf eine umfassenden Raketenabwehr beider Seiten dar. Durch ein effektives Verteidigungssystem wäre eine Partei, laut MAD, im Vorteil und hätte somit die Chance einen offensiven, nuklearen Erstschlag durchführen zu können, ohne die Gefahr eines vernichtenden Gegenschlags berücksichtigen zu müssen. Da in diesem Fall ein Nuklearkrieg für eine der beiden Konfliktparteien eine Option der Kriegsführung darstellen könnte, wäre das Prinzip der gesicherten gegenseitigen Zerstörung unterbrochen. Robert McNamara war von der Effektivität des MAD Konzeptes überzeugt und riet Präsident Lindon B. Johnson, aus Kostengründen und aus Gründen der Uneffektivität, von der Installation eines Raketenabwehrsystems ab. Tatsächlich wurde die lückenlose Verteidigungsmöglichkeit in jeglichen Diskussionsphasen von Defensivalternativen angezweifelt.

Der Umstand, dass Raketenabwehrsysteme eine Destabilisierung des strategischen Gleichgewichts zur Folge gehabt hätte, führte letztendlich auch zu den SALT I Verhandlungen, die 1972 in dem ABM (Anti-Ballistic-Missiles)-Vertrag resultierten. Es stellte sich vor den Verhandlungen allerdings die Frage, in wie weit die Sowjetunion die MAD-Doktrin akzeptieren und gar adaptieren würde. Ein solch sensibles System der gegenseitigen Abschreckung, war offensichtlich nur zu verfolgen, wenn beide Parteien sich über den Umstand eines angestrebten Gleichgewichts bewusst waren. Laut McNamara sollten die Sowjets im Zuge der SALT Verhandlungen auf MAD, als einzige Möglichkeit der Co Existenz, aufmerksam gemacht werden. Dieses Wissen sollte anschließend als Verhandlungsbasis für den ABM-Vertrag dienen. An dieser Stelle ist zu hinterfragen, ob eine vorherige Akzeptanz der Doktrin und eine darauf folgende Verhandlung über Rüstungsbeschränkung nicht sinnvoller gewesen wären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kritische Phase des Kalten Krieges zu Beginn der 80er Jahre und führt in die Thematik der SDI-Ankündigung als Zäsur in der bisherigen nuklearen Abschreckungsstrategie ein.

2. Forschungs- und Quellenlage: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit SDI und MAD sowie die Schwierigkeiten der Quellenbeschaffung aufgrund geheim gehaltener Dokumente.

3. Das Gleichgewicht des Schreckens – MAD und die Sicherheit: Hier werden die theoretischen Grundlagen der MAD-Doktrin, ihre fragilen Voraussetzungen und ihre Bedeutung für die Sicherheit im Kalten Krieg erörtert.

4. Die Politik der Stärke - Reagans Bruch mit MAD: Dieses Kapitel analysiert die Abkehr von der bisherigen US-Strategie unter Reagan, die ideologische Rhetorik und den Kontext der SDI-Rede sowie die technischen Pläne für das Raketenabwehrsystem.

5. Konfliktpotentiale: Hier werden die westliche Kritik am SDI-Projekt sowie die sowjetischen Reaktionsmodelle und die daraus resultierende Eskalationsgefahr untersucht.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle von SDI als möglicher Katalysator für das Ende des Kalten Krieges unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken.

Schlüsselwörter

Kalter Krieg, Strategic Defense Initiative, SDI, Mutual Assured Destruction, MAD, Nuklearwaffen, Abschreckung, Wettrüsten, Reagan-Ära, Sowjetunion, Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle, Raketenabwehr, ABM-Vertrag, Eskalationsgefahr

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Übergang der US-amerikanischen Sicherheitsstrategie von der Doktrin der gegenseitigen gesicherten Zerstörung (MAD) hin zur Strategic Defense Initiative (SDI) unter Ronald Reagan.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die nukleare Abschreckung, das Wettrüsten zwischen den Supermächten, die technologische Utopie der Raketenabwehr sowie die politische Rhetorik der 1980er Jahre.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Strategiewechsel der USA zu analysieren, die Motivationen hinter SDI zu hinterfragen und die Auswirkungen dieser Ankündigung auf die Stabilität des Ost-West-Konflikts zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, die Monographien, Primärquellen wie Direktiven und Verträge sowie die Auswertung zeitgenössischer Dokumente und Forschungsbeiträge kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der MAD-Doktrin, die politische Umorientierung der USA, die inhaltliche und rhetorische Ausgestaltung von SDI sowie eine Betrachtung der Konfliktpotenziale und sowjetischen Reaktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind SDI, MAD, Kalter Krieg, Nuklearstrategie, Rüstungswettlauf, Sowjetunion, USA, Abschreckung und Sicherheitspolitik.

Wie bewertet der Autor Reagans Rhetorik?

Der Autor ordnet Reagans Rhetorik, etwa die Bezeichnung als "evil empire", als gezielte Dämonisierung ein, die dazu diente, das MAD-Konzept zu delegitimieren und den Weg für eine neue Rüstungspolitik zu ebnen.

Welche Rolle spielte die ökonomische Lage der Sowjetunion bei der SDI-Reaktion?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Sowjetunion aufgrund ihrer angespannten ökonomischen Situation kaum in der Lage war, ein äquivalentes Verteidigungssystem zu finanzieren oder eine massive konventionelle Aufrüstung zu tragen, was sie unter starken Zugzwang brachte.

Wie wird die technische Realisierbarkeit von SDI im Text beurteilt?

Die Arbeit stellt fest, dass SDI technologisch unrealistisch war und das System in der geplanten Form nie existierte, jedoch als Forschungsprogramm die technologische Entwicklung beeinflusste und politisch als Mittel zur Machtverschiebung fungierte.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Von MAD zu Star Wars
Subtítulo
Ursachen, Entwicklung und Folgen der Strategic Defense Initative (SDI)
Universidad
University of Constance
Calificación
1,0
Autor
Jonas Edler (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
29
No. de catálogo
V151662
ISBN (Ebook)
9783640632473
ISBN (Libro)
9783640632602
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mutual Assured Destruction SDI Strategic Defese Initiative MAD Kalter Krieg Star Wars Raketenschild Ronald Reagan
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jonas Edler (Autor), 2009, Von MAD zu Star Wars, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151662
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  29  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint