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Die Herero und Nama heute in Namibia. Kolonialgeschichte, Völkermord und die Folgen von Deutsch-Südwestafrika

Titre: Die Herero und Nama heute in Namibia. Kolonialgeschichte, Völkermord und die Folgen von Deutsch-Südwestafrika

Thèse Scolaire , 2022 , 14 Pages

Autor:in: Anonym (Auteur)

Histoire de l'Europe - Époque guerres mondiales
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der folgenden Ausarbeitung werden die Hintergründe des deutschen Völkermords an den Herero und Nama beleuchtet, und es wird näher diskutiert, inwiefern dieser Völkermord von der deutschen Regierung nie vollständig aufgearbeitet wurde.

Namibia ist heute das am zweitdünnsten besiedelte Land der Welt. Es hat etwa 2,5 Millionen Einwohner, die auf einer Fläche von 824 000 Quadratkilometern leben. Nach der Unabhängigkeit von Südafrika trat es 1990 dem Commonwealth bei.
Mittlerweile leben in Namibia sehr viele verschiedenen Stämmen und ethnische Volksgruppen. Der größte und bekannteste Stamm ist der Ovambo-Stamm. Er besteht aus etwa 12 kleineren Stämmen, die durch Hirseernte und Viehzucht ihr Überleben
sichern. Ungefähr die Hälfte der namibischen Bevölkerung gehört zu den Ovambo. Die am weitesten verbreitete Religion ist außerdem der lutherische Glaube, jedoch folgen die Ovambo auch ihrem eigenen traditionellen Glauben an gute und böse Geister. Der zweitgrößte Stamm ist der Kavango-Stamm. Ihr Volk macht etwa 9% der Bevölkerung aus und gehört wie das Volk der Ovambo zu den Bantu. Die meisten Kavango leben im Nordosten Namibias. Sie praktizieren Fischfang, Viehzucht und landwirtschaftliche Ernte und werden von der namibischen Regierung geschützt, um ihre Traditionen zu leben und zu bewahren. Der Stamm ist dabei in fünf Königreiche unterteilt, die jeweils von einem eigenen König regiert werden. Darüber hinaus leben in Namibia die Damara.
Über diesen Stamm ist nur relativ wenig bekannt, da er zu keinem anderen Stamm gehört. Man weiß ausschließlich, dass sie 7% der namibischen Bevölkerung ausmachen und ihre Muttersprache Khoekhoe ist. Weitere 7% sind weiße Namibier, hauptsächlich deutscher, britischer und portugiesischer Abstammung, die Zahl ist jedoch nur bedingt genau, da die namibische Regierung keine Rassendaten mehr erhebt. Sie besitzen 50% des gesamten Ackerlandes. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Herero und Nama heute in Namibia

II. Einführung der Kolonie Deutsch-Südwestafrika

III. Vorlauf zum Völkermord

IV. 1904-1908: Der Völkermord

V. Rassistische Forschung mit Gebeinen

VI. Konsequenzen der Kolonialisierung

VII. Völkermordsdiskussion

VIII. Eigene Meinung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte der deutschen Kolonialisierung in Namibia, mit einem besonderen Fokus auf den Völkermord an den Herero und Nama in den Jahren 1904-1908. Ziel ist es, die historischen Abläufe, die rassistischen Mechanismen und die bis heute spürbaren politischen sowie gesellschaftlichen Folgen dieser Unterdrückung zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.

  • Die Lebensrealität der Herero und Nama in Namibia vor und nach der Kolonialzeit.
  • Die Etablierung des deutschen Kolonialsystems in Deutsch-Südwestafrika und der Landraub.
  • Die Analyse des Völkermords, der Vernichtungsbefehle und der Zwangsarbeit in Konzentrationslagern.
  • Pseudowissenschaftliche Rechtfertigungsversuche durch rassistische Forschung.
  • Der lange Weg zur Anerkennung der historischen Verantwortung durch die Bundesregierung.

Auszug aus dem Buch

IV. 1904-1908: Der Völkermord

So kam es also zum Krieg zwischen dem Deutschen Reich und den Herero. Waren anfangs nur ca. 2.000 Soldaten in der Kolonie, so hatte Lothar von Trotha bald 15.000 Soldaten zur Verfügung. Das Deutsche Reich stockte ihre Truppen massiv auf, sodass die deutschen „Schutztruppen“ am 11./12. August 1904 eine wichtige Schlacht gewinnen konnten: die Schlacht am Waterberg. Hierbei öffnete General Lothar von Trotha den eingekesselten Herero nur einen Fluchtweg, welcher in die Omaheke-Wüste führte. Dort ließ er zehntausende Männer, Frauen und Kinder der Herero verdursten, nachdem diese in die Wüste geflohen waren, da von Trotha die Wüste umstellte. Auch ließ er die wenigen Wasserstellen zu denen die Menschen noch Zugang hatten vergiften.

Dadurch starb fast der gesamte Viehbestand, die ökonomische Lebensgrundlage der Herero, die zumeist als Viehhirten lebten. Samuel Maharero gelang mit nur etwa 1.500 Herero die Flucht in die benachbarte britische Kolonie, dem heutigen Botswana, wo er 1923 im Exil starb.

Am 2. Oktober 1904 gab von Trotha schließlich den folgenden Vernichtungsbefehl: „Innerhalb der deutschen Grenzen wird jeder Herero, mit und ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh, erschossen. Ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volke zurück oder lasse auf sie schießen.“

Gouverneur Leutwein, der nur noch die zivile Kolonialleitung innehatte, hätte die Herero nach ihrer Niederlage lieber als Zwangsarbeiter eingesetzt, als sie zu vernichten. So versuchte er, von Trotha zu stoppen. Doch von Trotha wollte sich nicht von seinem Kurs abbringen lassen und schrieb: „Gewalt mit krassem Terrorismus und selbst mit Grausamkeit auszuüben, war und ist meine Politik. Ich vernichte die aufständischen Stämme in Strömen von Blut und Strömen von Geld. Nur auf dieser Aussaat kann etwas Neues entstehen.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Herero und Nama heute in Namibia: Gibt einen Überblick über die aktuelle demografische, soziale und kulturelle Situation der indigenen Volksgruppen in Namibia.

II. Einführung der Kolonie Deutsch-Südwestafrika: Beschreibt den betrügerischen Landerwerb durch deutsche Akteure und das Ausrufen des deutschen „Schutzgebiets“ unter Bismarck.

III. Vorlauf zum Völkermord: Analysiert die systematische Ausbeutung, den Landraub und die zunehmende Diskriminierung, die zum Aufstand führten.

IV. 1904-1908: Der Völkermord: Dokumentiert die militärische Vernichtungspolitik, die Schlacht am Waterberg und die verheerenden Zustände in den Konzentrationslagern.

V. Rassistische Forschung mit Gebeinen: Beleuchtet die grausame Nutzung menschlicher Überreste für die Entwicklung verbrecherischer Rassentheorien.

VI. Konsequenzen der Kolonialisierung: Erläutert die bis heute fortbestehenden sozialen, wirtschaftlichen und psychologischen Traumata der Herero und Nama.

VII. Völkermordsdiskussion: Untersucht die späte völkerrechtliche Anerkennung und die politische Debatte über Entschädigungen und Aussöhnung.

VIII. Eigene Meinung: Bietet ein persönliches Fazit des Autors zur historischen Verantwortung Deutschlands und der Notwendigkeit einer echten Wiedergutmachung.

Schlüsselwörter

Namibia, Herero, Nama, Deutsch-Südwestafrika, Völkermord, Kolonialismus, Landraub, Lothar von Trotha, Schutztruppe, Konzentrationslager, Rassentheorie, Reparation, Aussöhnung, Geschichte, Menschenrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia und den Völkermord an den Völkern der Herero und Nama zwischen 1904 und 1908.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kolonialgeschichte, der Vernichtungspolitik durch das Deutsche Reich, der rassistischen Ideologie sowie den heutigen Folgen für die betroffenen Bevölkerungsgruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die historischen Ereignisse des Völkermords aufzuarbeiten und die fortwährenden strukturellen Ungerechtigkeiten unter Berücksichtigung der aktuellen Debatte um Wiedergutmachung zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine auf historischen Quellen und Dokumentationen basierende Analyse, die eine kritische Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und thematisch: Von der Etablierung der Kolonie und den Ursachen der Aufstände bis hin zu den Vernichtungsbefehlen, der rassistischen Forschung und dem langwierigen politischen Prozess der Entschuldigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Kolonialismus, Völkermord, Herero-Aufstand, systematische Ausbeutung und historische Verantwortung geprägt.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Leutwein von der von von Trotha?

Während Gouverneur Leutwein die Herero primär als billige Arbeitskräfte nutzen wollte, verfolgte Lothar von Trotha eine aktiv auf Vernichtung ausgerichtete Terrorstrategie.

Welche Rolle spielt die rassistische Forschung im Kontext des Völkermords?

Sie diente zur „wissenschaftlichen“ Legitimierung der Überlegenheit der weißen Rasse und führte dazu, dass menschliche Überreste der ermordeten Herero und Nama für pseudowissenschaftliche Studien missbraucht wurden.

Warum wird die aktuelle finanzielle Einigung von Teilen der namibischen Zivilgesellschaft kritisiert?

Viele Vertreter der Herero und Nama sehen in den als Finanzhilfe deklarierten Geldern keine echte Reparation und kritisieren, dass die direkte Entschädigung der Nachkommen ausbleibt.

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Résumé des informations

Titre
Die Herero und Nama heute in Namibia. Kolonialgeschichte, Völkermord und die Folgen von Deutsch-Südwestafrika
Université
Otto-Hahn-Europaschule Hanau
Cours
Geschichte Q1
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
14
N° de catalogue
V1517058
ISBN (PDF)
9783389085851
Langue
allemand
mots-clé
herero nama namibia kolonialgeschichte völkermord folgen deutsch-südwestafrika
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2022, Die Herero und Nama heute in Namibia. Kolonialgeschichte, Völkermord und die Folgen von Deutsch-Südwestafrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1517058
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Extrait de  14  pages
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