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Grenzen und Möglichkeiten der Übersetzungskritik: Der Fall Enrique Beck

Titre: Grenzen und Möglichkeiten der Übersetzungskritik: Der Fall Enrique Beck

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 21 Pages , Note: 1.7

Autor:in: Robin Otto (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Übersetzungskritik ist so alt wie das Übersetzen selbst. Besteht die Aufgabe der übersetzerischen Tätigkeit darin, weniger dem Leser das Original zu ersetzen, als vielmehr ihm eine bestimmte Rezeption zu vermitteln, können wir für die Übersetzungskritik jenes Ziel festhalten: sie solle dem Leser erläutern, in welchem Verhältnis das Original und Übersetzung stehen, notwendigerweise unter der Berücksichtigung ihrer Entstehungszeit sowie - bedingungen.
Die folgende Abhandlung soll weniger einer Hommage an den großartigen Dichter und Autoren García Lorca gleichen. Vielmehr wird sein „kongenialer Nachdichter“ und „Henker“ (Ernst Rudin) in den Fokus gerückt: der Fall Heinrich Enrique Beck stellt wohl eine Einzigartigkeit für die Literaturwelt dar und stellt sich der vorliegenden Arbeit als Titelgeber vor.
Bereits obiges Urteilsspektrum lässt die Flut an kritischen Diskussionen erahnen, meist mehr oder minder durch wissenschaftliche Arbeiten und Argumenten. Lang herrschten in der Übersetzungskritik solch stereotype Beurteilungen wie gut oder schlecht, sowie sorgfältig oder liederlich oder auch zuverlässig oder ungenau vor. Erst allmählich entwickelte und etablierte sich eine wissenschaftlich fundierte Übersetzungskritik, die sich der Verschiedenheit der einzelnen Sprachstrukturen bewusst wird. Für einen wissenschaftlichen Diskurs legt sie wesentliche (Mindest-)Anforderungen zugrunde. Zum einen soll zunächst der Ausgangstext im Zusammenhang der Literatur seiner Entstehungssprache charakterisiert werden. Gleichermaßen soll der übersetzte Text in die Literatur der Zielsprache eingebettet und vergleichend analysiert werden.
Theoretische Grundlagen sollen im Anschluss geschaffen werden. Zentral für das Ziel dieser Abhandlung, Grenzen und Möglichkeiten einer argumentierenden Übersetzungskritik aufzuzeigen, wird die wissenschaftliche Diskussion um Äquivalenz sein. Bereits eine Definition zeigt sich problematisch; zwar bezeichnet der Begriff unbestritten eine „Relation zwischen Ausgangs- und Zieltext“, konkretere Ausgestaltungen bleiben allerdings diffus. Inhalt und deren Verwendung werden ungenügend präzisiert und eingegrenzt.
Die gewonnenen allgemein- theoretischen Grundlagen sollen über unser konkretes Fallbeispiel auf wesentliche Erkenntnisse der Übersetzungskritik angewendet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitendes

2. Theorie: Übersetzungskritik in der Übersetzungswissenschaft

2.1 Definition und Gegenstand: Adäquatheit vs. Äquivalenz

2.2 Übersetzungsmethoden und Übersetzungsverfahren

2.2.1 Einbürgernde vs. verfremdende Übersetzungsmethode

2.2.2 Übersetzungsverfahren und deren Klassifikation

3. Fallbeispiel: "La Casa de Bernarda Alba" (3. Akt/ 1. Teil):

Die Becksche Übersetzung im Fokus der Übersetzungskritik

4. Erkenntnis: Grenzen und Möglichkeiten der Übersetzungskritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Grenzen der Übersetzungskritik unter besonderer Berücksichtigung der umstrittenen Übersetzungen von Enrique Beck für das Werk Federico García Lorcas. Dabei wird analysiert, inwiefern Äquivalenz als objektives Kriterium zur Qualitätsbeurteilung dienen kann und welche Herausforderungen sich für eine wissenschaftlich fundierte Kritik ergeben.

  • Grundlagen der Übersetzungskritik und Begriffsdefinition von Äquivalenz
  • Differenzierung von Übersetzungsstrategien (Einbürgerung vs. Verfremdung)
  • Analyse von Übersetzungsverfahren nach Vinay und Darbelnet
  • Kritische Evaluation der quantitativen Übersetzungskritik am Beispiel von Ernst Rudin
  • Abwägung zwischen historischem Kontext und heutigem Sprachgebrauch

Auszug aus dem Buch

3. Fallbeispiel: "La Casa de Bernarda Alba" (3. Akt/ 1. Teil): Die Becksche Übersetzung im Fokus der Übersetzungskritik

Im Folgenden soll mit der Hilfe Ernst Rudins eine übersetzungskritische Analyse der Version Enrique Becks im Speziellen mit denen Herbert Meiers, Fritz Rudolf Fries` sowie Hans Magnus Enzensbergers vorgenommen werden. Becks Übersetzung liegt einer Veröffentlichung des Jahres 1993 zugrunde, das spanische Original aus der Edition Allen Josephs/ Juan Caballero von 1995. Auf ausführliche inhaltliche Erläuterungen soll weitgehend verzichtet werden, vielmehr wollen wir uns auf einige auserwählte Textpassagen fokussieren, die zum einen knifflig zu übersetzende Besonderheiten aufweisen sowie aufgrund besonders hoher Äquivalenz oder aber Unadäquatheit für unseren Vergleich erwähnenswert sind.

Zu Beginn des 3. Aktes fordert Bernarda Prudencia auf, noch ein wenig am Tisch sitzen zu bleiben: Espérate, mujer. No nos vemos nunca. Schwierig scheint sich für die deutsche Sprache der Vokativ mujer zu gestalten. Im Spanischen weit verbreitet, um dem Vorangegangenen Nachdruck zu verleihen, findet sich diese Möglichkeit im Deutschen wenig verwurzelt. Einzig Fries übersetzt zwar am wörtlichsten mit Frau, dennoch wohl weniger äquivalent als Beck, der mujer ausspart, den Nachdruck dafür durch doch erreicht: Bleib doch noch. Übersetzungstheoretisch wählt Fries die verfremdende Methode, während Beck einbürgernd übersetzt. Darüber hinaus erkennen wir die schier ewige Diskussion, ob sich die Sprache des Autoren zum Leser oder aber umgekehrt bewegen müsse. Für das Theater, so Schreiber, müsse die Übersetzung grundsätzlich einbürgernd erfolgen, da der kulturelle Hintergrund nicht in Fußnoten beziehungsweise Nachworten wiedergegeben werden könne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitendes: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung der Übersetzungskritik ein und stellt die Relevanz der Untersuchung des "Falls Enrique Beck" innerhalb des literaturwissenschaftlichen Diskurses dar.

2. Theorie: Übersetzungskritik in der Übersetzungswissenschaft: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Adäquatheit und Äquivalenz und erörtert verschiedene Übersetzungsverfahren sowie die Dichotomie von einbürgernden und verfremdenden Methoden.

3. Fallbeispiel: "La Casa de Bernarda Alba" (3. Akt/ 1. Teil): Die Becksche Übersetzung im Fokus der Übersetzungskritik: Das Kapitel bietet eine vergleichende Analyse spezifischer Textstellen aus Becks Lorca-Übersetzung unter Anwendung wissenschaftlicher Kriterien und beleuchtet die Problematik einer rein quantitativen Fehlerbewertung.

4. Erkenntnis: Grenzen und Möglichkeiten der Übersetzungskritik: Das Fazit fasst zusammen, dass eine perfekte Übersetzung unmöglich ist und betont die Notwendigkeit, Übersetzungen stets im Kontext ihrer Entstehungszeit und der Intention des Übersetzers zu bewerten.

Schlüsselwörter

Übersetzungskritik, Äquivalenz, Adäquatheit, Einbürgerung, Verfremdung, Enrique Beck, Federico García Lorca, La Casa de Bernarda Alba, Übersetzungswissenschaft, Textäquivalenz, Übersetzungsverfahren, Ernst Rudin, Literaturtheorie, Sprachbarrieren, Kulturtransfer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Übersetzungskritik und deren Anwendung auf ein konkretes Fallbeispiel: die Lorca-Übersetzungen von Enrique Beck.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Äquivalenz, die Gegenüberstellung von einbürgernden und verfremdenden Strategien sowie die Problematik, wie objektive Kritik an literarischen Übersetzungen geübt werden kann.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Grenzen und Möglichkeiten einer argumentierenden Übersetzungskritik aufzuzeigen, die über rein subjektive oder pauschale Urteile hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der ausgewählte Passagen von Becks Übersetzung mit Versionen anderer Übersetzer verglichen werden, ergänzt durch die theoretischen Überlegungen von Fachleuten wie Ernst Rudin oder Jörn Albrecht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Terminologie der Übersetzungswissenschaft und einen praktischen Teil, in dem konkrete Textbeispiele aus Lorcas „La Casa de Bernarda Alba“ analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Übersetzungskritik, Äquivalenz, Einbürgerung, Verfremdung und Kulturtransfer charakterisieren.

Warum wird Enrique Beck im Kontext der Übersetzungskritik als „Einzelfall“ bezeichnet?

Beck wird als Einzelfall betrachtet, da er in der Literaturwelt eine ambivalente Rolle einnimmt: Er wird einerseits als „kongenialer Nachdichter“ geschätzt, andererseits von Kritikern oft scharf für vermeintliche Ungenauigkeiten angegriffen.

Welche Schwachstellen identifiziert der Autor an der quantitativen Übersetzungskritik von Ernst Rudin?

Der Autor kritisiert, dass eine rein quantitative Fehlersummierung qualitativ unzureichend ist, da kleine stilistische Abweichungen und schwerwiegende Sinnentfremdungen darin nicht differenziert behandelt werden.

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Résumé des informations

Titre
Grenzen und Möglichkeiten der Übersetzungskritik: Der Fall Enrique Beck
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Romanistik)
Cours
Wege des Wissens. Geschichte und Theorie der Übersetzung
Note
1.7
Auteur
Robin Otto (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
21
N° de catalogue
V151713
ISBN (ebook)
9783640633159
ISBN (Livre)
9783640633319
Langue
allemand
mots-clé
García Lorca Übersetzung Übersetzungskritik Heinrich Enrique Beck Äquivalenz
Sécurité des produits
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Citation du texte
Robin Otto (Auteur), 2009, Grenzen und Möglichkeiten der Übersetzungskritik: Der Fall Enrique Beck, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151713
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Extrait de  21  pages
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