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Die Einführung von DRG als innovatives Abrechnungssystem im Krankenhaus

Unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Gesundheitswesen

Título: Die Einführung von DRG als innovatives Abrechnungssystem im Krankenhaus

Trabajo de Seminario , 2003 , 30 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Martin Wienand (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Die Einführung von DRGs, genauer gesagt G-DRGs (German Diagnosis Related Groups) auf Basis der Ar-DRGs (Australian refined Diagnosis Related Groups) ist aus Sicht der Kostenträger, d.h. der Krankenkassen und der Beitragszahler längst überfällig. Krankenhäuser sollen ihre Vergütung nicht mehr für vorgehaltene bzw. belegte Betten erhalten, sondern pauschaliert nach „Fall“ und Diagnose. Hintergrund dafür ist die Erkenntnis, dass mehr als 80% aller Krankheiten in gleicher oder vergleichbarer Art und Weise behandelt werden können, unabhängig davon, in welchem Krankenhaus die Therapie erfolgt.

Doch selbst in Australien, das sich bei der Einführung von Fallpauschalen Anfang der neunziger Jahre an den USA orientierte, wird nicht komplett über Fallpauschalen abgerechnet. 70% des Budgets werden dort über Fallpauschalen abgerechnet. 30% aber über andere finanzielle Leistungen. In Deutschland soll allerdings das Abrechnungssystem nicht wie in Australien über einen Verlauf von nahezu einem Jahrzehnt, sondern nach einer Übergangsfrist von nur einem Jahr (2003 optional, ab 2004 verbindlich) eingeführt werden. Das würde eine Einführung in Rekordzeit bedeuten.

Dabei muss jedoch angemerkt werden, dass das neue Abrechnungssystem so neu doch nicht ist, u.a.O. auch noch genauer auf eine Diskussion in Deutschland über die Einführung von DRGs nach amerikanischem Vorbild eingegangen werden wird, die in den 80er Jahren geführt wurde.

Sicher ist, dass die knapp 2000 deutschen Krankenhäuser unter Druck stehen. 2003 ist eine Nullrunde für die Einnahmen vorgesehen. Gleichzeitig fordert Verdi 3% mehr Lohn für die ungefähr 1 Million im Krankenhaussektor Beschäftigten. Das neue Abrechnungsmodell erhöht den Druck auf die Kliniken weiter.

Die Veränderungen, die sich im Krankenhausinformationssystem und pauschal gesagt bei der „Abrechnung“ ergeben, werden ebenfalls beleuchtet.

Zuletzt wird behandelt inwiefern Krankenhäuser innovativ auf die neuen Anforderungen reagieren können, um weiterhin zu bestehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE EINFÜHRUNG VON DRGS

2.1 DRG-DEFINITION

2.1.1 Wie wird eine DRG ermittelt?

2.1.2 DRG-Einführung

2.2 KRANKENHAUSINFORMATIONSSYSTEM-DEFINITION

2.3 ERFAHRUNGEN IN AUSTRALIEN

2.3.1 Unterschiede zwischen den Gesundheitssystemen

2.3.2 Auswirkungen in Australien

3. ERWARTETE AUSWIRKUNGEN VON G-DRGS

3.1 VERÄNDERUNGEN IM GESUNDHEITSWESEN

3.1.1 DRG als Prozessinnovator im Krankenhaus?

3.1.2 Veränderungen im Krankenhausinformationssystem

3.3 „BLUTIGE“ ENTLASSUNGEN?

3.4 WETTBEWERB UNTER DEN KRANKENHÄUSERN

3.5 KRANKENKASSEN

3.6 QUALITÄTSSICHERUNG

3.7 HOCHSCHULMEDIZIN UND INNOVATION

4. LÖSUNGSVORSCHLÄGE

4.1 KURZ-OP-TAG

4.2 DIE EINFÜHRUNG VON DRG-KOORDINATOREN

5. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Einführung von DRGs (Diagnosis Related Groups) als innovatives Abrechnungssystem in deutschen Krankenhäusern und analysiert die zu erwartenden Auswirkungen auf das Gesundheitswesen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie Kliniken auf den gestiegenen wirtschaftlichen Druck reagieren können und welche organisatorischen Veränderungen notwendig sind, um trotz der neuen Vergütungsstruktur die Versorgungsqualität zu sichern.

  • Grundlagen des DRG-Abrechnungssystems und internationale Erfahrungen (Australien)
  • Prozessmanagement und Reorganisation im Krankenhausbetrieb
  • Anforderungen an das Krankenhausinformationssystem (KIS)
  • Auswirkungen auf Patientenversorgung und Wettbewerb zwischen Kliniken
  • Innovative Lösungsansätze wie Kurz-OP-Tage und DRG-Koordinatoren

Auszug aus dem Buch

3.4 Wettbewerb unter den Krankenhäusern

Das neue Abrechnungsmodell wird vor allem in wirtschaftlich schlecht geführten Krankenhäuser zu einem strikten Sparkurs führen. Aber auch ein strikter Sparkurs wird häufig nicht reichen, um hohe Verluste zu vermeiden. Experten sind sich über eine bevorstehende Konsolidierungswelle und Privatisierungswelle sicher.

Karl Lauterbach, Leiter des Kölner Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, geht sogar davon aus, dass es so kommen könnte: „Jede vierte Klinik wird bis 2010 schließen.“ Kleine kommunal geführte Krankenhäuser werden sich, wenn sie die Klinken nicht schließen wollen, daher an private Investoren wenden müssen. Nach einer Studie der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim wird sich der Anteil der Privatkliniken von derzeit 7 % auf 45 % bis spätestens 2020 erhöhen.

Krankenhäuser werden infolge der Budgetdeckelung und des Fallpauschalengesetzes veranlasst, einen Teil ihres bisherigen Leistungskatalogs zu streichen. Das führt zwangsläufig zu einer Konzentration von Leistungen auf bestimmte Krankenhäuser, die bestimmte medizinische Leistungen in größerer Stückzahl erbringen können. Das wiederum begünstigt die Spezialisierung der Kliniken auf Leistungen, die mit großer Stückzahl anfallen. Wer häufig beispielsweise TEP (Hüftgelenk-Totalendoprothese) einsetzt und dabei hohe Patientenzahlen erreicht, wird routinierter, schneller und erhöht auf diese Weise die Erfolgsquoten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Einführung von G-DRGs und den damit verbundenen Druck auf die Krankenhäuser, wobei insbesondere Befürchtungen bezüglich Qualitätseinbußen thematisiert werden.

2. DIE EINFÜHRUNG VON DRGS: Dieses Kapitel definiert das DRG-System, erläutert die Ermittlung der Fallpauschalen und zieht Lehren aus der Implementierung in Australien.

3. ERWARTETE AUSWIRKUNGEN VON G-DRGS: Hier werden die ökonomischen Folgen für das Gesundheitswesen, die Rolle von KIS sowie Auswirkungen auf Wettbewerb, Krankenkassen und Hochschulmedizin analysiert.

4. LÖSUNGSVORSCHLÄGE: Dieses Kapitel stellt strategische Lösungswege wie Prozessmanagement, die Optimierung operativer Abläufe durch Kurz-OP-Tage und den Einsatz von DRG-Koordinatoren vor.

5. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass weder übertriebene Hoffnungen noch Ängste angebracht sind, mahnt aber vor den Risiken einer zu kurzen Einführungsphase.

Schlüsselwörter

DRG, G-DRG, Krankenhausfinanzierung, Fallpauschalen, Prozessmanagement, Krankenhausinformationssystem, KIS, Gesundheitswesen, Kodierung, Erlöse, Fallschwere, Wettbewerb, Privatisierung, Patientenversorgung, Leistungstransparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den strukturellen und ökonomischen Auswirkungen der Einführung von G-DRGs als neues Abrechnungssystem für deutsche Krankenhäuser.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Systematik der DRG-Abrechnung, das Prozessmanagement im Krankenhaus, die Bedeutung moderner Informationssysteme sowie die Auswirkungen auf Wettbewerb und Qualitätssicherung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Wahrheitsgehalt von Befürchtungen bezüglich "blutiger Entlassungen" und Qualitätseinbußen zu prüfen und Wege aufzuzeigen, wie Krankenhäuser innovativ auf die neue Vergütungssituation reagieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich mit internationalen Erfahrungen, insbesondere dem australischen Gesundheitssystem.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Veränderungen im Gesundheitswesen, den Einfluss von DRGs auf die Ablauforganisation, die Rolle des Controllings und konkrete Praxisbeispiele zur Prozessoptimierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem DRG, Fallpauschalen, Prozessmanagement, KIS, Krankenhausfinanzierung und Qualitätssicherung.

Was genau versteht man unter einem "Kurz-OP-Tag"?

Ein Kurz-OP-Tag ist ein organisatorisches Modell zur Steigerung der Effizienz im operativen Bereich, bei dem Abläufe so optimiert werden, dass Operationen (wie z.B. Tonsillektomien) schneller und kostengünstiger ohne stationären Aufenthalt am Aufnahmetag durchgeführt werden können.

Welche Funktion übernehmen DRG-Koordinatoren?

Sie fungieren als Schnittstelle zwischen ärztlicher und betriebswirtschaftlicher Organisation, schulen Personal bei der Kodierung und stellen durch Kontrollen eine qualitativ hochwertige und effiziente Dokumentation sicher.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Einführung von DRG als innovatives Abrechnungssystem im Krankenhaus
Subtítulo
Unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Gesundheitswesen
Universidad
University of Kassel  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Curso
Innovation I und II
Calificación
1,3
Autor
Martin Wienand (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
30
No. de catálogo
V15174
ISBN (Ebook)
9783638203685
ISBN (Libro)
9783638643832
Idioma
Alemán
Etiqueta
Einführung Abrechnungssystem Krankenhaus Berücksichtigung Auswirkungen Gesundheitswesen Innovation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Wienand (Autor), 2003, Die Einführung von DRG als innovatives Abrechnungssystem im Krankenhaus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15174
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