Das Risikomanagement findet spätestens seit der Verabschiedung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG) größte Beachtung, denn die durch fortschreitende Globalisierung und den raschen Technologiewandel verschärften Wettbewerbsbedingungen sowie die aufsehenerregenden Firmenzusammenbrüche der letzten Jahre veranlassten den Gesetzgeber dazu, Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensüberwachung zu treffen. Es ist – nicht nur für große Unternehmen – unerlässlich, ein Risikomanagement im Allgemeinen und ein Risikocontrolling im Besonderen zu betreiben, damit der Fortbestand eines Unternehmens gesichert wird. Denn neben den dynamischen Entwicklungen bei Produkten und der Volatilität von Preisen bei den Produktionsfaktoren, gibt es auch einen zunehmenden Wettbewerb auf den Kapitalmärkten. Welchen Stellenwert das Risikocontrolling – als wesentlicher Bestanteil eines Risikomanagementsystems – bei der Bewertung von Risiken einnimmt und wie es in die unternehmerischen Prozesse eingebunden werden kann, soll in dieser Arbeit näher betrachtet werden.
Inhaltsverzeichnis
- Problemeinführung
- Risiko - ein Aspekt der unternehmerischen Tätigkeit
- Betrachtungen zum Risikobegriff
- Unternehmensspezifische Risiken
- Rechtliche Rahmenbedingungen für das Risikomanagement in Deutschland
- Anforderungen an das Risikocontrolling
- Unterscheidung zwischen Risikocontrolling und Risikomanagement
- Aufgaben und Ziele des Risikocontrollings
- Prozessverantwortung des Risikocontrollings
- Instrumente zur Risikoerfassung und -bewertung
- Risikoidentifikation
- Risikoanalyse und -bewertung
- Risikodokumentation und -überwachung
- Übergreifende Instrumente des Risikocontrollings
- Implementierung des Risikocontrollings in den Unternehmensablauf
- Organisation des Risikocontrollings
- Phasen der Implementierung
- Schwierigkeiten bei der Implementierung
- Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Anlagenverzeichnis
- Anlage 1 Risiko-Gliederungen
- Anlage 2 Bildung von Risikoklassen
- Anlage 3 Gesetzliche Vorgaben und Empfehlungen für das Risikomanagement
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit den Anforderungen an die Implementierung eines Risikocontrollings in Unternehmen. Sie analysiert die Bedeutung des Risikomanagements im Kontext der heutigen Wirtschaftswelt und beleuchtet die spezifischen Aufgaben und Ziele des Risikocontrollings. Die Arbeit untersucht die verschiedenen Instrumente zur Risikoerfassung und -bewertung sowie die Herausforderungen bei der Implementierung eines Risikocontrollings in den Unternehmensablauf.
- Bedeutung des Risikomanagements in der heutigen Wirtschaftswelt
- Aufgaben und Ziele des Risikocontrollings
- Instrumente zur Risikoerfassung und -bewertung
- Herausforderungen bei der Implementierung eines Risikocontrollings
- Organisation und Phasen der Implementierung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Risiko und dessen Bedeutung für die unternehmerische Tätigkeit. Dabei wird der Risikobegriff definiert und in reines und spekulatives Risiko unterteilt. Anschließend werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Risikomanagement in Deutschland beleuchtet, insbesondere im Kontext des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen (KonTraG).
Im nächsten Kapitel werden die Anforderungen an das Risikocontrolling näher betrachtet. Es wird die Unterscheidung zwischen Risikocontrolling und Risikomanagement erläutert und die Aufgaben sowie Ziele des Risikocontrollings dargestellt. Die Prozessverantwortung des Risikocontrollings wird ebenfalls beleuchtet.
Das vierte Kapitel widmet sich den Instrumenten zur Risikoerfassung und -bewertung. Es werden die Risikoidentifikation, die Risikoanalyse und -bewertung sowie die Risikodokumentation und -überwachung behandelt. Darüber hinaus werden übergreifende Instrumente des Risikocontrollings vorgestellt.
Im fünften Kapitel wird die Implementierung des Risikocontrollings in den Unternehmensablauf betrachtet. Es werden die Organisation des Risikocontrollings, die Phasen der Implementierung und die Schwierigkeiten bei der Implementierung analysiert.
Die Arbeit schließt mit einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Risikocontrollings.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Risikomanagement, das Risikocontrolling, die Risikoidentifikation, die Risikoanalyse, die Risikobewertung, die Risikodokumentation, die Risikosteuerung, die Implementierung des Risikocontrollings, die Organisation des Risikocontrollings, die Phasen der Implementierung, die Schwierigkeiten bei der Implementierung und die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Risikomanagement in Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Risikomanagement und Risikocontrolling?
Risikomanagement umfasst den gesamten Prozess des Umgangs mit Risiken, während Risikocontrolling die methodische Unterstützung, Überwachung und Informationsbereitstellung für diesen Prozess darstellt.
Warum ist das KonTraG für deutsche Unternehmen wichtig?
Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen verpflichtet Vorstände dazu, ein Früherkennungssystem für existenzgefährdende Risiken einzurichten.
Wie läuft der Prozess der Risikoidentifikation ab?
Es geht darum, systematisch alle potenziellen Gefahrenquellen zu erfassen, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden könnten, oft unterteilt in operative, finanzielle und strategische Risiken.
Welche Schwierigkeiten treten bei der Implementierung auf?
Herausforderungen sind oft mangelnde Risikokultur, unzureichende Datenqualität, Akzeptanzprobleme bei Mitarbeitern oder eine zu komplexe Organisation der Prozesse.
Was versteht man unter spekulativem Risiko?
Im Gegensatz zum reinen Risiko (nur Verlust möglich) bietet das spekulative Risiko sowohl die Möglichkeit eines Verlusts als auch die Chance auf einen Gewinn.
- Quote paper
- Falk Horn (Author), 2009, Anforderungen an die Implementierung eines Risikocontrollings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151760