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Vorurteile in der interkulturellen Kommunikation

Zwei Buchrezensionen

Titel: Vorurteile in der interkulturellen Kommunikation

Seminararbeit , 2009 , 13 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Aron Hutmacher (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Thema: Vorurteile in der interkulturellen Kommunikation

„Menschen, wenn sie sich in einem Wald befinden, sehen sie keinen Wald, sie sehen das, was sie von dem Wald bereits wissen.“ (Rösch, S. 64)

Rezension I

Rösch, Olga (Hrsg.): Stereotypisierung des Fremden. Auswirkungen in der Kommunikation

Dieses Buch fasst die Denkansätze verschiedener Autoren zusammen, die sich mit den Problemen der interkulturellen Kommunikation auseinandersetzen. Dabei wird deutlich, dass für einen toleranten und verständnisvollen Umgang mit fremden Kulturen eine gewisse Kenntnis über das Vorhandensein von Einstellungen, Vorurteilen und Stereotypen, die mitunter unseren noch so guten Willen untergraben können, von Vorteil sein kann. Das Buch vermittelt eher die Suche nach neuen Wegen, die die Forschung der interkulturellen Kommunikation vorantreiben, um Differenzen
zwischen unterschiedlichen Kulturen verstehen zu können und bessere Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. So gliedert sich das Buch in zwei Teile, indem zunächst der Forschungsstand der Stereotypenbildung beschrieben wird, um im folgenden Abschnitt konkrete Beispiele zu liefern, die sich mit dem Umgang von Stereotypen bei dem Aufeinandertreffen zweier Kulturen beschäftigen. Der in das Thema einführende Text wurde von Alexander Thomas erstellt, dessen Wirken in der interkulturellen Forschung bereits wichtige Anstöße gab. Ein unzureichendes Vorgehen im interkulturellen Austausch ist seiner Meinung nach der intensivere Kontakt zwischen unterschiedlichen Gruppen, welcher vorhandene Vorurteile durch das Entdecken von
Gemeinsamkeiten beseitigen kann („Kontakthypothese“). Es besteht nämlich dennoch die Möglichkeit, dass Vorurteile bewusst bestätigt, bzw. verfestigt werden. Thomas verweist darauf,
dass Vorurteile als „[...] eine bestimmte Unterkategorie sozialer Einstellungen“ (S. 14) verstanden werden sollten, wobei die Alltagssprache die Kategorie Vorurteil meist nur im negativen Sinne verwendet. Die psychologische Vorurteilsforschung geht davon aus, dass Vorurteile, unabhängig ob positiv oder negativ gefärbt, emotionale Werturteile eines Menschen sind, dem es objektiv jedoch an Wissen fehlt, damit dieses Urteil in der Realität auch standhält. „Damit bezieht sich der Vorurteilsbegriff auf die Vielfalt unseres naiven, alltäglichen und selbstverständlichen Urteilsverhaltens“ (S. 15).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Begriffserklärungen

2.2 Historische Entwicklung der Vorurteilsforschung

2.3 Modelle der Eingliederung

3. Empirische Analyse

3.1 Fragestellung und Methode

3.2 Ergebnisse der Untersuchung

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Wirkung von Vorurteilen sowie sozialen Distanzen zwischen Jugendlichen türkischer und deutscher Herkunft, um ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation zu gewinnen und Ansätze für ein besseres Miteinander aufzuzeigen.

  • Sozialpsychologische Grundlagen von Vorurteilen und Stereotypen
  • Historische und theoretische Einordnung der Vorurteilsforschung
  • Integration und Assimilation in pluralistischen Gesellschaften
  • Empirische Untersuchung zu Einstellungen und Verhalten zwischen Kulturen
  • Möglichkeiten zur Reduktion von Vorurteilen im Bildungskontext

Auszug aus dem Buch

Brüß, Joachim: Akzeptanz oder Ablehnung? Vorurteile und soziale Distanz bei Jugendlichen türkischer und deutscher Herkunft

Die interkulturelle Kommunikation ist ein Gebiet, welches im politischen Sinne national und global relevant ist. Gegenseitiges Verständnis und konfliktfreie Absprachen sind Grundprinzipien der Friedenssicherung, die vor allem hinsichtlich der globalen Wirtschaftsvernetzung einen hohen Stellenwert einnehmen. Man könnte in diesem Sinne eine gelungene interkulturelle Kommunikation auch als rhetorische Kunst verstehen, Missverständnisse geschickt vorauszusehen und zu umgehen, und so einen kulturell angepassten Konsens in jedweder Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Kulturen zu finden.

Dieser Wille zum Konsens setzt allerdings beiderseitiges Verständnis voraus, welches mit dem notwendigen Wissen über das so genannte „Fremde“einhergeht. Die Kategorienbildung „fremd“ wird sozialpsychologisch meist als Notwendigkeit beschrieben, unsere Umgebung schnell zu begreifen, ohne dass wir sie einer umfassenden Prüfung unterwerfen. Bei der Masse an Reizen, denen der Mensch ausgeliefert ist, stellt dieses Ordnungsprinzip die Basis unserer Wahrnehmung dar. Doch eben diese oberflächlichen Einschätzungen sind es, die häufig zu fehlerhaften Urteilen führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz interkultureller Kommunikation und die historische Beziehung zwischen türkischen Einwanderern und deutschen Einheimischen.

2. Theoretischer Rahmen: Umfassende Aufarbeitung der Vorurteilsforschung sowie theoretische Modelle zur Eingliederung von Migranten in Aufnahmegesellschaften.

3. Empirische Analyse: Präsentation der Ergebnisse einer Untersuchung zu Einstellungen, Verhalten und sozialen Distanzen zwischen deutschen und türkischen Jugendlichen.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Forschungsergebnisse und Aufzeigen von Ansätzen zur Förderung integrativer Arbeit durch Bildung und Wissen.

Schlüsselwörter

Vorurteile, Stereotype, interkulturelle Kommunikation, soziale Distanz, Migration, Integration, Assimilation, ethnische Gruppen, Identität, Sozialpsychologie, ethnozentrischer Bias, Konfliktlösung, kulturelle Kompetenz, Wertekonsens, Jugendforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Vorurteilen und der daraus resultierenden sozialen Distanz zwischen Jugendlichen türkischer und deutscher Herkunft im Kontext der interkulturellen Kommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozialpsychologischen Entstehung von Stereotypen, den theoretischen Konzepten zur Integration von Einwanderern sowie der empirischen Untersuchung von gegenseitigen Einstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für Vorurteile bei Jugendlichen zu verstehen und aufzuzeigen, wie durch Bildung und Wissen der Umgang zwischen kulturell verschiedenen Gruppen verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Studie, die auf Fragebögen basiert, um emotionale und kognitive Einstellungen von Schülern unterschiedlicher Schultypen zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Vorurteilsforschung und eine detaillierte Analyse der Ergebnisse aus der durchgeführten Befragung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Vorurteile, soziale Distanz, Migration, Assimilation, Identität und interkulturelle Kommunikation.

Wie definiert die Arbeit den Unterschied zwischen Vorurteilen und Stereotypen?

Die Arbeit greift verschiedene wissenschaftliche Ansätze auf, die Stereotype oft als kognitive Kategorisierungsmodelle und Vorurteile als emotional negativ gefärbte Einstellungen beschreiben.

Welche Rolle spielt das Konzept der „Kontakthypothese“?

Die Kontakthypothese dient als theoretische Grundlage, um zu erklären, unter welchen Bedingungen soziale Kontakte Vorurteile abbauen oder – bei falscher Gestaltung – sogar verstärken können.

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Details

Titel
Vorurteile in der interkulturellen Kommunikation
Untertitel
Zwei Buchrezensionen
Hochschule
Université de Fribourg - Universität Freiburg (Schweiz)  (Sozialanthropologisches Institut)
Veranstaltung
Vorurteile und Diskriminierung
Note
1,5
Autor
Aron Hutmacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V151835
ISBN (eBook)
9783640633777
ISBN (Buch)
9783640633890
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vorurteile Diskriminierung interkulturelle Kommunikation Stereotype Stereotypisierung fremd Ausländerfeindlichkeit Segregation Rösch Brüß türkisch deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aron Hutmacher (Autor:in), 2009, Vorurteile in der interkulturellen Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151835
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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