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Die „Perfektion“ und das „Fantastische“ in La invención de Morel von Adolfo Bioy Casares

Título: Die „Perfektion“ und das „Fantastische“ in La invención de Morel von Adolfo Bioy Casares

Trabajo , 2009 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sophie Richter (Autor)

Romanística - Estudios españoles
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La invención de Morel von Adolfo Bioy Casares ist ein Meisterstück der modernen fantastischen Literatur, das an dem Boden der Realität rüttelt und welches Jorge Luis Borges in seinem Vorwort mit einem schlichten, aber mächtigen Adjektiv beschreibt: „perfecta“.
Adolfo Bioy Casares geht in seinem Roman eine sowohl ausladende wie eindringliche Auseinandersetzung mit den Bild- und Tonmedien des technischen Zeitalters ein. Ein Text, der wie eine klassische Kriminalgeschichte gestaltet ist, und sich als autobiografische Notiz eines Schiffbrüchigen auf einer Insel ausgibt, wobei es sowohl einen Verfasser der Notizen gibt, als auch einen „Herausgeber“. Beide erscheinen jedoch als unverlässlich. Es gibt, ganz dem Muster eines Kriminalromans folgend, eine überraschende Auflösung am Schluss in der die vorangegangenen Ereignisse durch „un solo postulado fantástico pero no sobrenatural“ begreiflich gemacht werden. Borges würdigt diese im Prolog als erste und zugleich mustergültige science fiction story in spanischer Sprache. Obwohl es Borges begrüsst, dass Bioy die Gattung der “obras de imaginación razonada” endlich auch im spanischen Sprachraum einbürgert, bleibt er in aufschlussreichem Gegensatz zu ihm skeptisch gegenüber einem “fantástico demasiado mecanizado”.
In der folgenden Arbeit werde ich zunächst Adolfo Bioy Casares in die Literaturlandschaft seiner Zeit einordnen und seinen schriftstellerischen Werdegang kurz wiedergeben. Den beiden Hauptaspekten meiner Arbeit, der „Perfektion“ und dem „Fantastischen“, werde ich mich auf einer semantischen Ebene annähern. Im Fazit erfolgt dann, aufbauend auf den zuvor gewonnen Erkenntnissen, der Versuch das Werk in eine Gattung einzuordnen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Adolfo Bioy Casares

3. Inhalt von La invención de Morel

4. Zur Bedeutung von Morels Erfindung

5. Die “Perfektion” in La invención de Morel

6. Belege für das „Fantastische“ in La invención de Morel

7. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Adolfo Bioy Casares' Roman La invención de Morel hinsichtlich seiner narrativen Struktur und seiner Gattungszugehörigkeit. Ziel ist es, die Konzepte der „Perfektion“ und des „Fantastischen“ innerhalb des Werkes semantisch zu erschließen und die Verschränkung zwischen Kriminalroman und wissenschaftlicher Fiktion zu analysieren.

  • Biografische Einordnung von Adolfo Bioy Casares
  • Analyse der narrativen Struktur und der Rolle der Erzählerstimmen
  • Untersuchung der technologischen Fiktion und ihrer Bedeutung für die menschliche Existenz
  • Deutung der Begriffe „Perfektion“ und „das Fantastische“ im Kontext des Romans
  • Erörterung der kulturellen Spannung zwischen lateinamerikanischer und europäischer Perspektive

Auszug aus dem Buch

Die “Perfektion” in La invención de Morel

Wie bereits erwähnt, bewertet Jorge Luis Borges Bioys Werk als “perfecta”. In diesem Kapitel werde ich deshalb versuchen jene „Perfektion“, auf die sich Borges im Prolog bezieht, im Text zu finden. In demselben Prolog unterscheidet er zwischen einem Roman „psicológico-realista“ und dem Roman „de aventuras“. Er kritisiert den psychologisch-realistischen Roman, da dieser „prefiere que olvidemos su carácter de artificio verbal y hace de toda vana precisión ( o de toda lánguida vaguedad) un nuevo toque verosímil”. Der Abenteuerroman hingegen “no se propone continúa Borges como una transcripción de la realidad: es un objeto artificial que no sufre ninguna parte injustificada”. Wir haben es hier also mit zwei Konzepten zu tun: zum einen das Werk als Kunstwerk, und zum anderen das Werk ohne „ninguna parte injustificada“. Diese beiden Konzepte helfen dabei, näher zu bestimmen, aus was sich die sogenannte „Perfektion“ im Werk genau zusammensetzt.

La invención de Morel kann, im Gegensatz zu einem psychologisch-realistischen Roman, als Kunstobjekt angenommen werden. Diese kunstvolle Beschaffenheit des Werkes manifestiert sich in vielen Aspekten im Roman. Zum einen in der Zeitlichkeit, in den Erzählerstimmen, in der Selbstbetrachtungsweise des Erzählers und zum anderen in der Handlung selbst.

Die Zeitlichkeit eines Romans misst sich an der Erzählzeit und der erzählten Zeit. Während die Zeit des Schreibens immer gegenwärtig ist, können die Ereignisse der erzählten Geschichte in verschiedenen Zeiten entwickelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Rezeption von La invención de Morel durch Jorge Luis Borges ein und skizziert die methodische Annäherung an die Konzepte der „Perfektion“ und des „Fantastischen“.

2. Adolfo Bioy Casares: Das Kapitel zeichnet den schriftstellerischen Werdegang von Bioy Casares nach, von seinen frühen, abgelehnten Werken bis hin zur Anerkennung als reifer Autor.

3. Inhalt von La invención de Morel: Hier wird der Handlungsverlauf des Romans zusammengefasst, insbesondere die Situation des namenlosen Flüchtlings auf einer Insel, auf der er eine mysteriöse, filmartige Projektion entdeckt.

4. Zur Bedeutung von Morels Erfindung: Dieses Kapitel analysiert das technische Gerät als Medium zur Erzeugung von künstlicher Präsenz und ewiger Wiederholung.

5. Die “Perfektion” in La invención de Morel: Der Autor untersucht hier die kunstvolle Konstruktion des Romans und Borges’ Begriff der „Perfektion“ anhand der Zeitlichkeit und der Erzählstruktur.

6. Belege für das „Fantastische“ in La invención de Morel: Hier werden die fantastischen Elemente, wie die Vervielfältigung der narrativen Stimmen und die Verunsicherung durch den Konflikt zweier Realitätsebenen, beleuchtet.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das Werk als eine komplexe Vermischung aus Kriminalroman und wissenschaftlicher Fiktion ein.

Schlüsselwörter

La invención de Morel, Adolfo Bioy Casares, fantastische Literatur, Perfektion, narrative Struktur, Kriminalroman, Wissenschaftsfiktion, Zeitlichkeit, Projektion, Unsterblichkeit, Metafiktion, Erzählerstimmen, lateinamerikanische Literatur, Interkulturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Roman La invención de Morel von Adolfo Bioy Casares mit einem Fokus auf die erzählerische Gestaltung und die gattungstypischen Merkmale.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Natur der menschlichen Wahrnehmung, die Rolle von Medien und Technologie bei der Erzeugung von Realität sowie die Konzepte von Liebe und Unsterblichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Roman durch die semantische Untersuchung der Begriffe „Perfektion“ und „das Fantastische“ in eine literarische Gattung einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die den Text auf semantischer Ebene betrachtet und die Erzählstruktur sowie die Rolle der Erzählerstimmen untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Biografie des Autors, der Inhaltswiedergabe des Romans, der Bedeutung der technologischen Erfindung im Werk sowie der Analyse narrativer und fantastischer Elemente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem fantastische Literatur, Zeitlichkeit, narrative Struktur, Kriminalroman, wissenschaftliche Fiktion und die Rezeption durch Jorge Luis Borges.

Wie unterscheidet sich der Roman laut der Arbeit von einem typischen Kriminalroman?

Obwohl er Kriminalelemente enthält, bricht er mit deren Konventionen, indem er eine „wissenschaftliche Fiktion“ über die Unsterblichkeit und die Manipulierbarkeit der Realität entfaltet.

Welche Rolle spielt die „Perfektion“ im Zusammenhang mit dem Roman?

Der Begriff „Perfektion“, geprägt durch Borges, bezieht sich auf den kunstvollen, in sich geschlossenen Aufbau des Werkes, das keine unnötigen oder willkürlichen Teile enthält.

Wie beeinflusst die Erfindung von Morel den Protagonisten?

Die Erfindung dient zunächst als Auslöser seiner Isolation und Angst, wird dann jedoch von ihm zweckentfremdet, um durch Montage ein „künstliches Paradies“ mit der geliebten Faustine zu erzwingen.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die „Perfektion“ und das „Fantastische“ in La invención de Morel von Adolfo Bioy Casares
Universidad
University of Potsdam  (Romanistik)
Curso
HS Zwischen Modernismo und Phantastik
Calificación
1,0
Autor
Sophie Richter (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
21
No. de catálogo
V151859
ISBN (Ebook)
9783640633616
ISBN (Libro)
9783640633838
Idioma
Alemán
Etiqueta
Morel Adolfo Bioy Casares
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophie Richter (Autor), 2009, Die „Perfektion“ und das „Fantastische“ in La invención de Morel von Adolfo Bioy Casares , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151859
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