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Augsburg zwischen Tradition und Moderne. Fugger, Glücksspiel und Toleranz von Vielfalt

Ein GRIN-Sammelband

Titel: Augsburg zwischen Tradition und Moderne. Fugger, Glücksspiel und Toleranz von Vielfalt

Sammelband , 2024 , 55 Seiten

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor:in), Jan Strohe (Autor:in), Sina Hofmann (Autor:in), Kim Eileen Beckmannn (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Sammelband enthält drei Hausarbeiten.

Die erste Hausarbeit thematisiert die Haltung der geistlichen Obrigkeit zum Glücksspiel in der Stadt Augsburg im Spätmittelalter. Es werden die Maßnahmen zur Unterbindung des Glücksspiels erläutert und untersucht, inwieweit die Verfahrensweisen der Augsburger Obrigkeit übertragenden Charakter für das mittelalterliche deutsche Reich hatten.

Die zweite Arbeit untersucht ein Phänomen des Epochenwandels exemplarisch am Beispiel der Familie Fugger innerhalb der städtischen Gesellschaft Augsburgs: das Phänomen der Verschiebung von der "Macht der Tradition" hin zur Trennung von "Macht und Tradition". Im Fokus steht die Frage "Extrahieren sich die Fugger aus ihrem sozialen Milieu zu einer damals einmaligen Sonderstruktur?".

Die dritte Arbeit beschäftigt sich mit der Debatte, ob das traditionsreiche Augsburger Hotel "Drei Mohren" umbenannt werden sollte, da der Begriff "Mohr" als diskriminierend empfunden wurde. Dieser exemplarische Einzelfall vereint in sich die vielen Aspekte einer hochinteressanten Diskussion, in der es um den problematischen Diskurs der "Political Correctness" geht, dem Konflikt zwischen dem Festhalten an Traditionen und der Toleranz von Vielfalt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Glücksspiel im Spätmittelalter und die Haltung der Obrigkeit in Augsburg (Hausarbeit, 2013)

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Quelle

2.2 Politische Strukturen in Augsburg

2.3 Politische Einstellungen und Maßnahmen in Augsburg

2.4 Haltungen der Augsburger Obrigkeit zum Glücksspiel

2.5 Hintergründe für die Haltungen der Augsburger Obrigkeit

3. Fazit

Zwischen Macht und Tradition. Die Frage der Sonderstruktur am Beispiel der Fugger im Augsburg des 16. Jahrhunderts (Hausarbeit, 2009)

1. Einleitung

2. Die zeitgenössischen Rahmenbedingungen

2.1. Grundstruktur der Augsburger Bürgerschaft 1368-1548

2.2 Grundzüge des Frühkapitalismus

3. Zwischen Macht und Tradition – die Fugger als Sonderstruktur?

4. Fazit

Political Correctness. Zwischen Traditionen und der Toleranz von Vielfalt (Hausarbeit, 2020)

1. Einleitung

2. Theoretische Einführung in den Diskurs

2.1 Diskurs der „Political Correctness“

2.2 Etymologie des Begriffes „Mohr“

3. Selbstdarstellung des Hotels „Drei Mohren“

3.1 Historie

3.2 Lage

3.3 Logo

4. Erörterung der Umbenennung

4.1 Rechtliche Grundlage

4.2 Amnesty Jugendgruppe

4.3 Gegenpetition

4.4 Resonanz in der Öffentlichkeit

5. Vergleichbare Fälle

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Der vorliegende Sammelband untersucht historische und moderne Spannungsfelder in Augsburg. Die Arbeiten beleuchten die Ambivalenz zwischen wirtschaftlichem Handeln, sozialen Traditionen, obrigkeitlicher Kontrolle und gesellschaftlichen Diskursen über diskriminierende Namen und Darstellungen.

  • Regulierung und Duldung des Glücksspiels im spätmittelalterlichen Augsburg.
  • Untersuchung der Fugger als wirtschaftliche und politische Sonderstruktur im 16. Jahrhundert.
  • Diskurs um „Political Correctness“ und die Umbenennung des Hotels „Drei Mohren“.
  • Vergleichende Analyse gesellschaftlicher Debatten über Tradition versus Diskriminierungskritik.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

,,Denn es geschehen viele tausend Sünden durch das Würfelspiel, die ohne es nie geschähen: viele tausend Körper und Seelen gehen verloren, die sonst nie verloren gingen, wenn einer nicht würfelte. Davon kommt Mord, Diebstahl, Neid, Zorn, Haß und Nachlässigkeit im Dienst Gottes.‘‘ 1

Es ist wohl nicht unüblich, dass man mit dem Glücksspiel ein zeitloses Phänomen assoziiert, das in allen Epochen gegenwärtig ist. Wie aber aus dem Anfangszitat des Wanderpredigers Berthold von Regensburg um 1250 n. Chr. deutlich wird, war Glücksspiel im Mittelalter sogar mehr als das. Es handelte sich hier um ein Massenphänomen, das alle Stände ergriff2 und schwerwiegende Folgen für die damalige Gesellschaft sowie für den einzelnen Menschen mit sich zog3, was mir persönlich neu war - so habe ich bislang kaum etwas über den Stellenwert des Glücksspiels im Mittelalter aufgegriffen. Dennoch genießt das Glücksspiel im gesamten Mittelalter als ,,spielfreudige Epoche‘‘4 einen generell hohen Stellenwert, welches man vor allem aus den vielen Primärquellen 5 (Spielverbote, Anleitungen, Bilder usw.) ableiten kann. Meine persönliche Neugier an diesem Thema hat letztendlich dazu geführt, mich intensiver mit dem Glücksspiel und seiner damaligen Gesellschaft zu beschäftigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die gesellschaftlichen Folgen des Glücksspiels im Spätmittelalter und untersucht die Haltung der Augsburger Obrigkeit hierzu.

2. Hauptteil: Der Teil analysiert die politischen Strukturen Augsburgs, die chronologischen Maßnahmen zur Eindämmung des Glücksspiels und die tieferliegenden Motive der Stadtführung.

3. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Augsburg keine konsequente Verbotsstrategie verfolgte, sondern ökonomische Interessen oft über moralische oder kirchliche Bedenken stellte.

Schlüsselwörter

Augsburg, Mittelalter, Glücksspiel, Fugger, Politik, Tradition, Political Correctness, Diskriminierung, Umbenennung, Sozialstruktur, Stadtgeschichte, Wirtschaft, Frühkapitalismus, Handel, Reformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Sammelband?

Das Buch versammelt drei wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Aspekten der Stadt Augsburg befassen, von spätmittelalterlichen Moralvorstellungen bis hin zu modernen Diskursen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Umgang mit Glücksspiel im Spätmittelalter, der wirtschaftlichen und sozialen Rolle der Fugger im 16. Jahrhundert sowie aktuellen Debatten über den Namen des Hotels „Drei Mohren“ unter dem Aspekt der „Political Correctness“.

Was ist das Ziel der enthaltenen Arbeiten?

Die Autoren analysieren spezifische historische Phänomene und aktuelle gesellschaftliche Konflikte, um aufzuzeigen, wie sich politische und wirtschaftliche Interessen historisch wandelten und heute im Kontext von Sprache und Identität debattiert werden.

Welche Methoden wurden verwendet?

Die Arbeiten stützen sich vorwiegend auf eine quellenkritische Analyse historischer Dokumente, chronologische Untersuchungen politischer Maßnahmen sowie die Auswertung aktueller gesellschaftlicher Debatten und Petitionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeiten behandelt?

Der Hauptteil der einzelnen Arbeiten befasst sich mit der detaillierten Untersuchung des jeweiligen Themas, etwa durch Analyse von Gesetzestexten, Machtstrukturen der Zünfte und Patrizierfamilien oder der rechtlichen und ethischen Argumente in Namensdebatten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind Augsburg, Tradition, Handel, Macht, ökonomisches Interesse, soziale Integration, Diskriminierung und politische Korrektheit.

Wie bewerten die Arbeiten das „Drei Mohren“-Hotel?

Die Arbeit analysiert den Konflikt zwischen dem Wunsch nach Traditionspflege beim Hotelnamen und den Vorwürfen der Diskriminierung, wobei sie die Bedeutung des sprachlichen Wandels für eine gerechtere Gesellschaft hervorhebt.

Welches Fazit ziehen die Arbeiten zu den Augsburger Fuggern?

Die Fugger werden nicht als isolierte Sonderstruktur betrachtet, sondern als ein mächtiges Handelshaus, dessen Handeln den damaligen gesellschaftlichen Habitus und ökonomischen Wandel in Augsburg widerspiegelte.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Augsburg zwischen Tradition und Moderne. Fugger, Glücksspiel und Toleranz von Vielfalt
Untertitel
Ein GRIN-Sammelband
Autoren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor:in), Jan Strohe (Autor:in), Sina Hofmann (Autor:in), Kim Eileen Beckmannn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
55
Katalognummer
V1519381
ISBN (eBook)
9783389087954
ISBN (Buch)
9783389087961
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geistliche Obrigkeit Glücksspiel Augsburg Spätmittelalter Unterbindung des Glücksspiels mittelalterliches deutsches Reich Familie Fugger städtische Gesellschaft Macht der Tradition Trennung von Macht und Tradition soziales Milieu Sonderstruktur Umbenennung Diskriminierung Political Correctness Traditionen Toleranz Vielfalt Hotel Drei Mohren Tradition Moderne Fugger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
GRIN Verlag (Hrsg.) (Autor:in), Jan Strohe (Autor:in), Sina Hofmann (Autor:in), Kim Eileen Beckmannn (Autor:in), 2024, Augsburg zwischen Tradition und Moderne. Fugger, Glücksspiel und Toleranz von Vielfalt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1519381
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Leseprobe aus  55  Seiten
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