Entrepreneurial Universities


Seminararbeit, 2009
20 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Literaturdiskussion
2.1 Der Begriff der entrepreneurial university
2.2 Technologietransfer
2.3 Formen des Technologietransfers
2.3.1 Strategische Forschungsgemeinschaften
2.3.2 Science Parks
2.3.3 Spin-off Unternehmen.
2.3.4 Patent- und Lizenzwesen
2.4 Stand der Entrepreneurship-Literatur

3. Theorieteil

4. Erweiterte Perspektive

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Triple Helix mit Feld-Interaktion

Abbildung 2: Die Phasen des Technologietransfers

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Die Expansion der universitären Aufgaben

“Instituions of learning should be devoted to the cultivation of curiosity.”

Abraham Flexner, Hochschulreformer (1939)

1. Einleitung

In den Medien und der Politik werden immer wieder die positiven Auswirkungen neuer und innovative Unternehmen auf Wirtschaft und Gesellschaft unseres Landes beschworen. Vor allem der Begriff Entrepreneurship ist daher in letzter Zeit modern geworden (Flueglistaller, 2004, S. 2). So schmücken sich schon einige Universitäten wie die TU München mit dem Prädikat, unternehmerisch zu sein („TUM. The entrepreneurial university“, TUM, 2009). Doch was bedeutet es für eine Einrichtung wie die TUM, unternehmerisch zu sein? Dem Grunde nach geht es bei dieser Idee darum, unternehmerisches Denken und Handeln bei Studenten und Mitarbeitern, sowie die Verwertung des geschaffenen Wissens zu fördern. Die Gründe für diese Bemühungen sind vielschichtig. Die Universitäten als Bildungseinrichtungen müssen sich den Herausforderungen, die ein verändertes Arbeitsumfeld, nicht zuletzt durch die Globalisierung und Dynamisierung der Märkte an sie stellt. Dadurch entsteht vermehrt der Druck, Studenten auf eine Lebenswirklichkeit vorzubereiten, die von zunehmender Unsicherheit und Komplexität geprägt ist (Gibb und Hannon, 2006, S. 5). Dazu gehören regelmäßige Stellenwechsel ebenso wie globale Mobilität und die Fähigkeit, sich auf fremde Kulturen einzulassen (Goshal und Gratton, 2002). In diesem Szenario kann der Universitätsabschluss nicht mehr als Garantie für eine lebenslange Anstellung angesehen werden als vielmehr als Eintrittskarte in die Arbeitswelt.

Ebenso ist der Wandel unserer Gesellschaft zu einer Wissensgesellschaft nicht mehr aufzuhalten. Besonders rohstoffarme Länder wie Deutschland tun daher gut daran, den Produktionsfaktor Wissen zu fördern und seine Anwendung in Innovationen zu unterstützen. Einen großen Beitrag zur Verbreitung des Produktionsfaktors Wissen stellen dabei die Universitäten dar. Das Problem der Universitäten ist aber, dass sie zwar sehr viel Wissen generieren und für die Gesellschaft bereitstellen, der Transfer hin zur Wirtschaft und damit zu einer Anwendung unterbleibt aber oftmals. Um es zugespitzt zu formulieren wäre das eine Verschwendung von Steuergeldern, bei der nichts als Grundlagenforschung herauskommt (Flueglistaller, 2004, S. 22). Doch die Universitäten haben auf den Ruf nach mehr Anwendungsbezug und Wissenstransfer reagiert: Sie sind unternehmerischer geworden (Mowery et al., 2004, Siegel, 2006). Spätestens seit dem sog. Bah-Doyle Act aus dem Jahr 1980 werden Universitäten vermehrt dazu angespornt, ihre Forschungsergebnisse zu vermarkten. Daher haben die Universitäten seit den 80er Jahren ihre unternehmerischen Aktivitäten auf vielen Feldern erweitert: Das Patent- und Lizenzwesen, die Schaffung von sogenannten incubators und science-parks, sowie die Einrichtung von Transferstellen, um den Universitäten den Transfer des geschaffenen Wissens hin zu kommerzialisierbaren Produkten oder Dienstleistungen zu erleichtern.

Die Hauptfrage, mit der sich diese Arbeit beschäftigt ist, ob eine Kultur des Entrepreneurships, wie sie beispielsweise an der TUM München propagiert wird wirklich zu einem verbesserten Technologietransfer von der Universität hin zur Wirtschaft führt und wie sich dieser Wissenstransfer messen lässt.

Im darauffolgenden zweiten Teil dieser Arbeit soll nach einleitenden Definitionen eine Vorstellung der gegenwärtigen Literatur zum Thema „Entrepreneurial universities“ erfolgen.

Der dritte Teil beschäftigt sich sodann mit dem Zentralargument des verbesserten Technologietransfers und dessen Einbettung in den theoretischen Hintergrund.

Im vierten Teil erfolgt dann eine Einbettung dieser Argumentation in den theoretischen Ansatz des Entrepreneurships von J. Schumpeter (Becker, Knudsen, 2003).

Im Schlussteil wird sodann ein Ausblick gegeben sowie die wichtigsten Ergebnisse der vorliegenden Arbeit rekapituliert., sowie das Konzepts der entrepreneurial university einer kritischen Würdigung unterzogen.

2. Literaturdiskussion

2.1 Der Begriff der entrepreneurial university

Etymologisch kann der Begriff des Entrepreneurship auf das Lateinische und Französische zurückgeführt werden bzw. auf „prehendere“ oder „entreprendre“, was unternehmen oder anstrengen bedeutet (Fallgatter, 2002, S. 12). Während bei Cantillon (1680-1743) der Gedanke vom Entrepreneur als Risikoträger noch im Vordergrund stand, prägte J. A. Schumpeter (1883-1950) die Sichtweise vom Unternehmer als Erfinder und Innovator, welche auch heute noch dominiert (Hérbert und Link 1982, S. 11-18). Insbesondere die angelsächsische Entrepreneurship-Literatur nimmt viele Aspekte der Schumpeter`schen Theorie vom Unternehmer in ihr Ausführungen zum Entrepreneurship auf. R. Clark (1998, S. 4) zum Beispiel setzt in seinem Werk sogar die entrepreneurial university mit einer innovativen Universität gleich.

Clark beschreibt die unternehmerische Universität als eine Universität, die sich gänzlich in diese Innovationsprozesse hineinbegibt und sich so auch zu einem neuen Universitätsbild transformiert (Clark, 1998, ebenda). Etzkowitz (2008, S. 7 ff.) spricht von der Triple - Helix zwischen Industrie, Staat und Industrie, wenn er die veränderte Rolle der „entrepreneurial university“ in der Gesellschaft beschreiben will. Danach bilden die Universität, der Staat und die Industrie jeweils eine Helix (gr. Spirale), welche ihre dynamischen Beziehungen untereinander beschreiben soll. Diese drei Sphären fungieren als jeweils unabhängige soziale Einrichtungen (Siehe Abb. 1). Jedoch sind sie im Wesenskern notwendigerweise verschieden und müssen ihre Unabhängigkeit voneinander bewahren, auch wenn sie so eng verwoben sind wie in den USA.

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Entrepreneurial Universities
Hochschule
Universität Augsburg  (Lst. f. Organisation und Unternehmensfürung Prof. Lehmann)
Veranstaltung
Proseminar
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V151947
ISBN (eBook)
9783640645039
ISBN (Buch)
9783640645244
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entrepreneurial, Universities
Arbeit zitieren
Basilius Eberle (Autor), 2009, Entrepreneurial Universities, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151947

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Entrepreneurial Universities


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden