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Die Baisse vor dem Crash - Die Wirtschaft in Bonn vor der Weltwirtschaftskrise 1929

Title: Die Baisse vor  dem Crash - Die Wirtschaft in Bonn vor der Weltwirtschaftskrise 1929

Pre-University Paper , 2010 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christoph Weißenborn (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Als die Finanz- und Wirtschaftskrise im September 2008 die
internationalen Märkte erschütterte wurden in verschiedenen Medien die Vergleiche zwischen 2008 und der Weltwirtschaftskrise 1929 laut.
Die Ähnlichkeiten der Probleme sind zumindest auf den ersten Blick
frappierend: Bankenzusammenbrüche, Kreditknappheit und eine
anhaltende Börsenbaisse sind die Hauptprobleme beider Krisen.
Die Folgen des Börsencrash am Black Thursday und dem
darauffolgenden schwarzen Freitag sind in der Literatur und vermutlich auch zahllosen Facharbeiten bereits umfassend ausgeleuchtet worden.
In meiner Facharbeit möchte ich mich daher der Frage widmen, unter
welchen wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Vorzeichen der
schwarze Freitag den Bonner Bürger traf. Im Zusammenhang mit dieser Kernfrage werde ich darlegen, inwieweit die Weltwirtschaftskrise aus Bonner Sicht erwartet wurde, bzw. welche normativen Aussagen oder Vermutungen in den Medien über die wirtschaftliche Zukunft der Region direkt vor dem schwarzen Freitag geäußert wurden. Dazu werde ich auch klären welches Gewicht regionale, nationale und globale Faktoren in der
Beurteilung der Wirtschaftslage hatten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

Der General-Anzeiger

Baisse an den Börsen

Finanz- und Geldmarkt

Skandale und Insolvenzen

Sekundärer Sektor: Gemischte Rauchzeichen aus den Schloten

Primärer Sektor: Landwirtschaftliche Schieflage

Angespannte Reichsfinanzen

Arbeitsmarkt

Gewicht regionaler, nationaler und globaler Faktoren

Fazit

Verlauf

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, unter welchen wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Vorzeichen der Börsencrash von 1929 aus der spezifischen Perspektive des Bonner Bürgers wahrgenommen wurde und inwieweit ein Krisenbewusstsein bereits vor dem eigentlichen Zusammenbruch bestand.

  • Analyse der Berichterstattung des "General-Anzeiger für Bonn und Umgegend" im Oktober 1929.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Lage in Finanzsektor, Industrie und Landwirtschaft.
  • Bewertung des Einflusses von Skandalen und Insolvenzen auf das Vertrauen in die Weimarer Republik.
  • Statistische Einordnung der Relevanz regionaler, nationaler und globaler Faktoren in der Lokalpresse.
  • Kontrastierung der historischen Erwartungshaltung mit der modernen Wahrnehmung eines "plötzlichen" Crashs.

Auszug aus dem Buch

Skandale und Insolvenzen

Knapp die Hälfte der von mir untersuchten Zeitungsberichte handelte von Betrugs- und Veruntreuungs-Skandalen (25% aller Artikel), sowie von Insolvenzen und Zahlungseinstellungen (33%). Dabei waren hier Skandale und Insolvenzen oft eng miteinander verwoben, da Unternehmen, deren Gelder veruntreut worden, nach der Aufdeckung der Skandale häufig in Insolvenz gehen mussten. Im Folgenden werde ich zunächst einige größere Skandale näher beleuchten, danach werde ich auf herausragende Insolvenzen eingehen.

Hervorzuheben ist vor allem der sogenannte Sklarek-Skandal, über den im Untersuchungszeitraum an 3 von 6 Tagen berichtet wurde. Die Gebrüder Sklarek waren jüdische (!) Berliner Textilkaufleute, die hauptsächlich im Auftrag der Stadt Berlin arbeiteten. Die Firma hatte Berliner Beamte, darunter auch Bürgermeister Böß, durch Warenlieferungen bestochen. Dafür hatten die Sklareks fingierte Lieferaufträge erhalten. (12) Dieser Skandal sollte sich in der Folgezeit als besonders tragisch für die Stabilität der Weimarer Republik herausstellen, da hierdurch sowohl die Marktwirtschaft als auch das Berufsbeamtentum in Misskredit gerieten.

Ein größerer Artikel vom 21.10.1929 mit dem Titel „‘Großzügige‘ Betrüger“ (13) widmete sich weiteren Unterschlagungen in nicht unerheblichem Umfang, wie etwa die eines flüchtigen Rechtsanwaltes (bis zu 5.400.000 Mark) oder eines Ostpreußischen Fahrradgroßhändlers (750.000 Mark). Diese und weitere - auch lokale - Skandale (14) verstärken den Eindruck, dass das Vertrauen in den organisierten Kapitalismus3 - und mit ihm mittelbar, aber doch nachhaltig, in die Weimarer Republik - heftig erschüttert wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Weltwirtschaftskrise 1929 und die methodische Eingrenzung auf die Bonner Lokalpresse vor dem Crash.

Hauptteil: Detaillierte Analyse der Berichterstattung über Finanzmärkte, Firmenzusammenbrüche, den Sektoren Industrie und Landwirtschaft sowie die politische Finanzlage.

Fazit: Schlussfolgerung, dass die Bevölkerung bereits vor dem Crash durch eine negative Nachrichtenlage ein ausgeprägtes Krisenbewusstsein entwickelt hatte.

Verlauf: Dokumentation des Arbeitsprozesses von der Themenfindung über die Quellenrecherche im Stadtarchiv bis hin zur Erstellung der Facharbeit.

Schlüsselwörter

Weltwirtschaftskrise, 1929, General-Anzeiger, Bonn, Börsencrash, Schwarzer Freitag, Weimarer Republik, Skandale, Insolvenzen, Kapitalismus, Finanzmarkt, Arbeitsmarkt, Lokalpresse, Wirtschaftskrise, Krisenbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Facharbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die lokale Berichterstattung über die wirtschaftliche Situation in Bonn in der Woche unmittelbar vor dem Börsencrash Ende Oktober 1929.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Börsenentwicklung, der Finanz- und Geldmarkt, wirtschaftliche Skandale, Insolvenzen sowie die Lage der Industrie und Landwirtschaft.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, welche wirtschaftlichen Vorzeichen für den Zusammenbruch bereits in der Lokalpresse thematisiert wurden und ob der "Schwarze Freitag" für die Zeitgenossen tatsächlich überraschend kam.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine qualitative und statistische Inhaltsanalyse von 51 Artikeln des "General-Anzeigers für Bonn und Umgegend" im Zeitraum vom 18. bis 24. Oktober 1929 durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Untersuchung der Berichterstattung zu Börsenkursen, Betrugsskandalen, Unternehmensinsolvenzen, den Sektoren Industrie und Landwirtschaft sowie der Finanzlage des Reiches.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Weltwirtschaftskrise, Weimarer Republik, Lokalpresse, Krisenbewusstsein und Wirtschaftsberichterstattung beschreiben.

Welche Rolle spielte der "General-Anzeiger" bei der Meinungsbildung?

Als wichtigstes Informationsmedium der damaligen Zeit spiegelte die Zeitung die angespannte wirtschaftliche Lage wider, wobei ihre Berichterstattung maßgeblich zum Krisenbewusstsein der Bürger beitrug.

Was war der Sklarek-Skandal und warum war er so bedeutend?

Es handelte sich um einen Bestechungsskandal Berliner Textilkaufleute, der das Vertrauen in die Stabilität der Weimarer Republik, die Marktwirtschaft und das Berufsbeamtentum nachhaltig erschütterte.

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Details

Title
Die Baisse vor dem Crash - Die Wirtschaft in Bonn vor der Weltwirtschaftskrise 1929
Grade
1,0
Author
Christoph Weißenborn (Author)
Publication Year
2010
Pages
20
Catalog Number
V151990
ISBN (eBook)
9783640648719
Language
German
Tags
Weltwirtschaftskrise 1929 Rheinland Bonn Börse Banken Finanzkrise Wirtschaft Baisse Crash
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Weißenborn (Author), 2010, Die Baisse vor dem Crash - Die Wirtschaft in Bonn vor der Weltwirtschaftskrise 1929, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151990
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