Bei der Erarbeitung und Veröffentlichung von Rechnungslegungsstandards stehen Gesetzgeber und Standardsetzer mmer vor der Herausforderung, beurteilen zu müssen, welche Rechnungslegungsregeln die besseren sind. Welche Bewertungskonzeptionen bilden die Realität besonders gut ab, welche Angaben braucht der Abschlussleser tatsächlich? Die besondere Schwierigkeit liegt hier auch immer darin, die Nützlichkeit eines Standards ex ante zu beurteilen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll daher der Versuch unternommen werden, unter Heranziehen einer informationsökonomiscshen Modellierung eine quantitative ex ante Aussage hinsichtlich der Nützlichkeit der neuen Angaben des IFRS 7 n. F. zu machen.
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Symbolverzeichnis
- Problemstellung
- Einleitung
- Untersuchungsgegenstand
- Gang der Arbeit
- Grundlagen
- Informationsökonomie
- Definition und Einordnung
- Informationsfunktion als Rechnungslegungszweck
- Adressatenorientierung
- Relevanz der Informationen
- Verlässlichkeit
- Derivate
- Definition und Systematisierung
- Abzusichernde Risiken und finanzwirtschaftliche Bewertungsmethoden
- Währungsrisiken
- Zinsrisiken
- Bilanzielle Behandlung von Derivaten
- Alleinstehende Derivate
- Derivate in Sicherungsbeziehungen
- IFRS 7
- Hintergrund und Entwicklung des IFRS 7
- Anhangsvorschriften zur Fair Value Bewertung
- Informationsökonomische Analyse
- Charakterisierung des Jahresabschlussadressaten
- Typisierung des Jahresabschlussadressaten
- Neoinstitutionale Anforderungen an den Abschlussleser
- Formulierung des Entscheidungsproblems
- μ- Kriterium
- Erwartungsnutzentheorie
- Axiome rationalen Verhaltens bei Risiko
- Risikoeinstellung und Risikonutzenfunktionen
- Subjektive Wahrscheinlichkeiten und Informationen
- Grundlegendes
- Wahrscheinlichkeiten und zusätzliche Informationen
- Relevanz der erweiterten Anhangsangaben nach IFRS 7 n. F.
- Modellierung
- Modellannahmen
- Simulationsergebnisse
- Qualitative Beurteilung der Entscheidungsrelevanz von IFRS 7 n. F.
- Entscheidungsrelevanz des Fair Value per se
- Konzeption des Fair Value
- Fair Value im Spannungsfeld von Relevanz und Verlässlichkeit
- Ergebnisse der empirischen Rechnungslegungsforschung
- Entscheidungsrelevanz zusätzlicher Fair Value Angaben
- Zwischenfazit
- Kritische Würdigung
- Modellannahmen
- Rationalitätsannahmen
- Normalverteilungshypothese
- Umsetzungsprobleme
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der informationsökonomischen Analyse der Angabevorschriften zur Fair Value Bewertung von Derivaten nach IFRS 7 n. F. Ziel ist es, die Relevanz der erweiterten Anhangsangaben für die Entscheidungsfindung von Jahresabschlussadressaten zu untersuchen. Dabei werden die Anforderungen an den Abschlussleser, die Entscheidungsfindung unter Unsicherheit und die Modellierung des Informationsbedarfs im Kontext des Fair Value berücksichtigt. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der neuen Vorschriften auf die Informationsqualität und die Entscheidungsrelevanz für verschiedene Adressatengruppen.
- Informationsökonomie und Rechnungslegung
- Fair Value Bewertung von Derivaten
- IFRS 7 und die Anforderungen an die Anhangangaben
- Entscheidungsrelevanz von Informationen für Investoren
- Modellierung und Simulation der Informationsbedarfs
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel, die die informationsökonomische Analyse der Fair Value Bewertung von Derivaten nach IFRS 7 n. F. strukturieren. Das erste Kapitel führt in die Problemstellung ein und erläutert den Untersuchungsgegenstand sowie den Gang der Arbeit. Das zweite Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen, indem es die Informationsökonomie, Derivate und IFRS 7 näher beleuchtet. Das dritte Kapitel fokussiert auf die informationsökonomische Analyse, indem es den Jahresabschlussadressaten charakterisiert, das Entscheidungsproblem formuliert und die Relevanz der erweiterten Anhangsangaben nach IFRS 7 n. F. untersucht. Das vierte Kapitel befasst sich mit der kritischen Würdigung der Modellannahmen und Umsetzungsprobleme. Das fünfte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und liefert ein Fazit.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Informationsökonomie, Fair Value Bewertung, Derivate, IFRS 7, Anhangangaben, Entscheidungsrelevanz, Jahresabschlussadressaten, Modellierung, Simulation, Risiko und Unsicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Was regelt IFRS 7 im Zusammenhang mit Derivaten?
IFRS 7 legt die Angabepflichten für Finanzinstrumente fest, insbesondere die Informationen über die Bewertung zum Fair Value und die damit verbundenen Risiken im Anhang.
Was ist das Ziel der Fair Value Bewertung?
Das Ziel ist es, den Marktwert eines Finanzinstruments zum Bilanzstichtag realitätsnah abzubilden, um den Informationsnutzen für Investoren zu erhöhen.
Welche Rolle spielt die Informationsökonomie in der Rechnungslegung?
Die Informationsökonomie analysiert, wie Informationen die Entscheidungen von Marktteilnehmern unter Unsicherheit beeinflussen und wie nützlich neue Standards ex ante sind.
Was ist das Spannungsfeld zwischen Relevanz und Verlässlichkeit?
Fair-Value-Angaben sind oft hochrelevant für Investoren, können aber an Verlässlichkeit einbüßen, wenn keine aktiven Marktpreise vorliegen und Modelle genutzt werden müssen.
Wie werden Währungs- und Zinsrisiken bilanziell behandelt?
Derivate zur Absicherung dieser Risiken werden entweder als alleinstehende Instrumente oder im Rahmen von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) bilanziert.
- Arbeit zitieren
- Celina Gisch (Autor:in), 2009, Informationsökonomische Analyse der Angabevorschriften zur Fair Value Bewertung von Derivaten nach IFRS 7 n. F., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152039