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Deutsche im Rom der Renaissance: Anpassung oder kulturelle Eigenständigkeit?

Migration, Integration und Assimilation im Rom der Renaissance

Titre: Deutsche im Rom der Renaissance: Anpassung oder kulturelle Eigenständigkeit?

Travail d'étude , 2010 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dipl. Betriebswirt (FH) Andreas Frech (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Migration, Integration und Assimilation im Rom der Renaissance; Deutsche Migration nach Rom im 16. Jahrhundert; Rom - Metropole der Christenheit im 16. Jahrhundert; Berufgruppen im Rom der Renaissance; Rom in der Renaissance

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Präsenz von Fremdgruppen im Rom der Renaissance

2.1 Das Verhältnis von Kurie, Stadt und Fremdengruppen

2.2 Das Verhältnis von Nationalkirchen und Fremdgruppen

2.3 Bevölkerungsentwicklung und Fremdenanteil

3 Analyse des Migrationverhaltens und seiner Motive

3.1 Tätigkeit an der Kurie

3.2 Buchdruckergewerbe

3.3 Handwerk

3.4 Gastgewerbe

4 Resümee

Zielsetzung und Themen der Seminararbeit

Die Arbeit untersucht die Integration und das Migrationsverhalten der deutschen Minderheit im Rom der Renaissance. Dabei wird analysiert, inwiefern sich diese Gruppe in die römische Metropole assimilierte oder durch den Aufbau eigener landsmannschaftlicher Strukturen eine kulturelle Eigenständigkeit innerhalb einer Parallelgesellschaft bewahrte.

  • Analyse der sozioökonomischen Bedingungen für deutsche Zuwanderer in Rom
  • Untersuchung der Rolle nationaler Bruderschaften als Integrations- oder Identitätseinrichtungen
  • Bewertung des Migrationsverhaltens nach Berufsgruppen (Kuriale, Buchdrucker, Handwerker, Gastgewerbe)
  • Differenzierung zwischen systemischer Integration und sozialer Isolation
  • Vergleich zwischen historischer Migration und modernen Integrationsdiskursen

Auszug aus dem Buch

3.3 Handwerk

Die wichtigsten Voraussetzungen und Faktoren die Rom in der Renaissance zu einem begehrten Ziel für das deutsche Handwerk werden ließen, waren neben der grundsätzlichen Motivation aus Glaubensgründen heraus, die sich mit Rom – als Zentrum der Christenheit – per se verbindet, die Tatsache, dass es sich um eine expandierende Stadt mit kapitalkräftigen Auftraggebern und Kunden handelte. Rom verfügte zudem über keine gewachsene Zunftstruktur im Handwerk und bot damit ein großes Arbeitskräftepotenzial in diesem Sektor. Ein weiterer Faktor war die Möglichkeit an bereits bestehende deutsche Kolonien anknüpfen zu können wie z.B. die Gruppe der deutschen Kurialen. Drittens galt Rom gerade für das Kunsthandwerk als attraktiver Ort für Innovation und Inspiration.57

Hinweise auf die Verweildauer sowie auf den hohen Anteil, den die Handwerker innerhalb Fremdgruppe der Deutschen darstellten, liefert das Namensmaterial aus den Aufnahmeregistern der Bruderschaften von Santa Maria dell’ Anima (Anima) und Campo Santo Teutonico. Die unmittelbar hinter der Piazza Navona gelegene Anima, 1398 ursprünglich auf der Grundlage eines Pilgerhospitals gegründet, war bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts die gemeinsame Bruderschaft der Deutschen in Rom unter führender Beteiligung der Handwerkergruppen.58 Die schon auf Karl den Großen zurückgehende Bruderschaft Campo Santo Teutonico erfuhr hingegen erst Mitte des 15. Jahrhunderts eine wirksame Wiederbelebung. Während die Anima ab etwa der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zunehmend ihren vornehmen Charakter betont und überwiegend deutsche Kurialen zu ihren Mitgliedern zählte, entwickelte sich die Bruderschaft vom Campo Santo Teutonico zur integrierenden Einrichtung der Handwerker. Die in den Bruderschaftsbüchern auftauchende Devise „naturaliter teutonicare“, womit sich vor allem die Forderung nach Deutschsprachigkeit innerhalb der Bruderschaft verband, kam vor allem den deutschen Handwerkern gelegen, die die deutsche Sprache als den stärksten integrativen Faktor werteten.59

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach dem Grad der Integration der Deutschen im Rom der Renaissance vor dem Hintergrund aktueller Migrationsdebatten.

2 Die Präsenz von Fremdgruppen im Rom der Renaissance: Dieses Kapitel analysiert die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen, die Rom als Anziehungspunkt für ausländische Zuwanderer und insbesondere für deutsche Handwerker und Kuriale prägten.

2.1 Das Verhältnis von Kurie, Stadt und Fremdengruppen: Hier wird die Anziehungskraft Roms auf Künstler und Handwerker durch die päpstliche Kurie und den Bedarf an spezifischen Dienstleistungen untersucht.

2.2 Das Verhältnis von Nationalkirchen und Fremdgruppen: Dieses Kapitel erläutert die integrative Rolle der Nationalkirchen und Bruderschaften bei der Formung nationaler Identität unter den Migranten.

2.3 Bevölkerungsentwicklung und Fremdenanteil: Der Abschnitt betrachtet das demografische Wachstum Roms und quantifiziert den Anteil der ausländischen Bevölkerung anhand historischer Quellen wie den Rotuli familiae.

3 Analyse des Migrationverhaltens und seiner Motive: Das Kapitel vergleicht moderne Integrationskonzepte mit der historischen Situation und legt den Fokus auf die Motivationslagen der Zuwanderer.

3.1 Tätigkeit an der Kurie: Untersuchung der Karrieremuster deutscher Kleriker und Kurialer, deren Aufenthalt häufig durch Rückkehrpläne in die Heimat geprägt war.

3.2 Buchdruckergewerbe: Analyse der speziellen Situation deutscher Buchdrucker in Rom, die oft auf einen Markteinstieg hofften und sich bei Misserfolg anderen beruflichen Wegen zuwandten.

3.3 Handwerk: Beleuchtung der hohen Dichte an deutschen Handwerkern, die stark in den Bruderschaften organisiert waren und eine eigene deutsche Sprachebene pflegten.

3.4 Gastgewerbe: Zusammenfassung der Rolle der deutschen Gastwirte, die zwar eigene Infrastruktur boten, aber auch als Orte für geschäftliche Interaktionen fungierten.

4 Resümee: Das Resümee schließt mit einer differenzierten Bewertung ab, die besagt, dass eine echte Assimilation bei Handwerkern kaum stattfand, während Kuriale und Notare teilweise stark in die römische Gesellschaft integriert waren.

Schlüsselwörter

Renaissance, Rom, Migration, Integration, Assimilation, deutsche Minderheit, Bruderschaften, Kurie, Handwerk, Buchdruck, Nationalkirchen, Fremdgruppen, Mobilität, Sozialstruktur, Stadtgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Integrationsstatus und das soziale Leben der deutschen Zuwanderer im Rom des 16. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den Migrationsmotiven, der Bedeutung von nationalen Institutionen wie Bruderschaften sowie der sozioökonomischen Einbindung verschiedener Berufsgruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Hauptfrage ist, ob die in Rom lebenden Deutschen sich in die römische Gesellschaft assimilierten oder ob sie eine kulturell eigenständige Parallelgesellschaft bildeten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine quellenkritische Auswertung historischer Dokumente, wie Mitgliederverzeichnisse von Bruderschaften, Notariatsakten und Rotuli familiae der Kurie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der demografischen Bedingungen und eine differenzierte Betrachtung des Migrationsverhaltens nach Berufsgruppen, wie Kurialen, Buchdruckern und Handwerkern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Renaissance, Migration, Integration, deutsche Minderheit, Bruderschaften, Kurie und sozioökonomische Struktur.

Welche Rolle spielten die Nationalkirchen für die Deutschen in Rom?

Sie dienten als soziale und institutionelle Anlaufstellen, die einerseits die deutsche Identität bewahrten und andererseits ein Netzwerk für die Zuwanderer boten.

Warum war der Grad der Assimilation je nach Berufsgruppe unterschiedlich?

Während Kuriale und hochqualifizierte Juristen sich stärker in die römische Gesellschaft eingliederten, blieben Handwerker aufgrund ihrer starken Einbindung in deutschsprachige societae und Bruderschaften eher unter sich.

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Résumé des informations

Titre
Deutsche im Rom der Renaissance: Anpassung oder kulturelle Eigenständigkeit?
Sous-titre
Migration, Integration und Assimilation im Rom der Renaissance
Université
LMU Munich  (Institut für Bayerische Geschichte)
Cours
Proseminar Bayern und Italien im 16. Jahrhundert
Note
1,0
Auteur
Dipl. Betriebswirt (FH) Andreas Frech (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
19
N° de catalogue
V152050
ISBN (ebook)
9783640638819
ISBN (Livre)
9783640639243
Langue
allemand
mots-clé
Deutsche Renaissance Anpassung Eigenständigkeit Migration Integration Assimilation Renaissance
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl. Betriebswirt (FH) Andreas Frech (Auteur), 2010, Deutsche im Rom der Renaissance: Anpassung oder kulturelle Eigenständigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152050
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Extrait de  19  pages
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