Diese kleine Bestimmungshilfe ist während mehrerer meeresbiologischer Veranstaltun-gen der Universität zu Köln (Institut für Biologie und ihre Didaktik - EZW) in Banyuls sur mer (Südfrankreich) entstanden. Ziel war es dabei die Organismen der Spritzwasserzone genau zu bestimmen und deren Lebensgewohnheiten im Sinne einer kleinen Studienarbeit zu erarbeiten. Dabei wurde jeweils eine umfangreiche Artenliste erstellt. Der Großteil der in dieser sogenannten „Urliste“ aufgeführten Organismen wurde in den küstennahen Bereichen des Mittelmeeres (Wassertiefe bis max. 2m, Ausrüstung u.a. auch ABC-Tauchausrüstung ) gesichtet und auch im anliegenden Laboratoire Arago /Université Paris wissenschaftlich bestimmt.
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Häufig verwendete Fachbegriffe
Seescheiden (Manteltiere)
Muscheln
Kraken
Knochenfische
Seesterne
Krebse
Zehnfüßige Krebse
Nesseltiere
Seeigel
Seegurken
Käferschnecken
Schlangenseesterne
Schnecken
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als wissenschaftliche Dokumentation zur Identifizierung von Organismen in der Spritzwasserzone des Mittelmeeres an der Küste von Banyuls-sur-Mer. Ziel ist es, interessierten Studierenden und Anwendern eine praktische Bestimmungshilfe an die Hand zu geben, die auf den persönlichen Feldaufzeichnungen und der wissenschaftlichen Auswertung von meeresbiologischen Exkursionen basiert.
- Taxonomische Einordnung von Küstenorganismen
- Methodik der biologischen Bestimmungsübungen im Felslitoral
- Dokumentation von Lebensräumen (Zonierung) und ökologischen Merkmalen
- Umfassende Artenbeschreibungen von Wirbellosen und Fischen
Auszug aus dem Buch
Seesterne
Dorsoventral abgeflachte, sternförmige Eleuthaerozoa mit meist 5 , in die zentrale Scheibe kontinuierlich übergehenden Arm, Mund in der Mitte der Unterseite, After, wenn vorhanden, auf der Oberseite. Erwachsene Mittelmeerformen gehören mit einem Durchmesser von 4 - 35 cm stets zur Makrofauna. Oberseite derb ledrig, meist nicht schleimig, oft kräftig gefärbt. Unterseite durch größere Skelettplatten hart. Kriechen und Eingraben relativ langsam. Arme vor allem beim Aufrichten aus der Rückenlage in Verwendung. Kein dauernd bevorzugtes Vorderende.
Von den rund 2000 rein marinen Arten wurden 26 im Mittelmeer von allen 3 (4) Ordnungen, mit 10 Familien und 18 Gattungen festgestellt.
Von der ruhigen Gezeitenzone bis 300, selbst bis 1000 m . Nur auf wenigen Böden sind sie wirklich selten. Meist auf Substratoberfläche, seltener seicht eingegraben.
Als Lebensalter für mittlere Größen wurden 6 - 7 Jahre festgestellt. In der Regel getrenntgeschlechtlich, mit freier Abgabe von Spermien und Eiern ins Meerwasser. Eine Besonderheit zeigt Asterina gibbosa, bei der neben weiblichen und männlichen Hermaphroditen vorkommen. Kein Sexualdimorphismus. Ausnahmsweise kommt neben geschlechtlicher auch ungeschlechtliche Vermehrung durch Teilung vor. Die Nahrung besteht aus lebender Beute (Mollusken, Schlangenseesterne), Pflanzen und Aas. Kleinere Beuteobjekte werden als Ganzes verschlungen, größere Außenverdaut (Muscheln z. B. werden mithilfe der Ambulacralfüßchen gewaltsam geöffnet, Verdauungssekret wird in sie abgegeben, aufgelöstes Muschelgewebe mittels ausgestülptem Magen eingesogen).
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung: Erläutert den Ursprung der Bestimmungshilfe aus meeresbiologischen Exkursionen und definiert die methodische Vorgehensweise bei der Artenbestimmung.
Häufig verwendete Fachbegriffe: Bietet ein Glossar der wichtigsten Begriffe zur ökologischen Zonierung des Mittelmeeres, inklusive einer grafischen Darstellung.
Seescheiden (Manteltiere): Beschreibt die biologischen Merkmale und die Lebensweise von festsetzenden Manteltieren.
Muscheln: Detaillierte Darstellung der morphologischen Vielfalt und ökologischen Nischen verschiedener Muschelarten im Mittelmeer.
Kraken: Analysiert die Anpassungsstrategien und Verhaltensweisen von Kopffüßern in marinen Küstenregionen.
Knochenfische: Dokumentation ausgewählter Fischarten mit Fokus auf ihre anatomischen Besonderheiten und ihre Verbreitung im Litoral.
Seesterne: Zusammenfassung der Biologie und der Ernährungsweise von Stachelhäutern, die in verschiedenen Tiefen vorkommen.
Krebse: Überblick über die Morphologie und Anpassung von Krebstieren an das Leben in der Spritzwasserzone.
Zehnfüßige Krebse: Untersuchung von Krabben und verwandten Dekapoden hinsichtlich ihres Lebensraumes und ihrer Fortpflanzung.
Nesseltiere: Behandlung der verschiedenen Polypenformen und deren ökologischer Bedeutung in Felsküstenregionen.
Seeigel: Darstellung von Morphologie und Lebensweise der Seeigel im Kontext ihres Lebensraums.
Seegurken: Erläuterung der ökologischen Rolle von holothurischen Arten auf Sedimentböden.
Käferschnecken: Beschreibung dieser speziellen Gruppe von Mollusken und ihrer Anpassung an Hartböden.
Schlangenseesterne: Untersuchung der Verbreitung und Regenerationsfähigkeit dieser Stachelhäuter.
Schnecken: Umfangreiche Dokumentation verschiedener Schneckenarten, ihrer Gehäusemerkmale und ökologischen Spezialisierungen.
Schlüsselwörter
Meeresbiologie, Mittelmeer, Artenbestimmung, Felslitoral, Spritzwasserzone, Fauna, Flora, Taxonomie, Ökologie, Habitatanalyse, Wirbellose, Knochenfische, Banyuls-sur-Mer, Meereszonierung, Biodiversität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Fauna des Mittelmeeres, speziell der Spritzwasserzone, basierend auf Bestimmungsübungen bei Banyuls-sur-Mer.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Identifikation von Meerestieren, deren taxonomische Klassifizierung sowie deren biologische und ökologische Merkmale.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung einer strukturierten und verständlichen Bestimmungshilfe für Studierende basierend auf praktischen Felderfahrungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive, auf eigenen Exkursionsbeobachtungen und existierender Fachliteratur basierende Dokumentationsmethode verwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine systematische Aufarbeitung der verschiedenen Tiergruppen, von Seescheiden über Muscheln bis hin zu Schnecken und Fischen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Meeresbiologie, Mittelmeer, Artenbestimmung, Litoral, Biodiversität und Taxonomie sind die prägenden Begriffe.
Wie unterscheidet sich die Dokumentation der Krebse von der der Muscheln?
Während bei den Muscheln der Fokus stark auf der Gehäusemorphologie liegt, betont die Krebse-Sektion die Anpassung an extreme Bedingungen der Spritzwasserzone.
Warum wird Banyuls-sur-Mer als Standort gewählt?
Der Standort dient als Studienort der Universität zu Köln für meeresbiologische Exkursionen, da er eine große ökologische Vielfalt im Litoral bietet.
Was ist die Besonderheit der beschriebenen Nesseltiere?
Die beschriebenen Arten sind oft festsetzende Polypen, die in komplexen Meeresumgebungen wie Fluttümpeln überleben können.
Wie trägt das Werk zum Verständnis der Zonierung bei?
Durch die klare Definition von Begriffen wie Supralitoral und Eulitoral hilft das Werk, die Fundorte der verschiedenen Arten ökologisch korrekt einzuordnen.
- Citar trabajo
- Diplomsportlehrer Marcus Lüpke (Autor), 1997, Fauna des Mittelmeeres. Bestimmungsübungen in der Spritzwasserzone des Mittelmeeres, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152078