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Wie wirkt sich der Schulabschluss der Jugendlichen auf den Übergang in eine Berufsausbildung aus?

Title: Wie wirkt sich der Schulabschluss der Jugendlichen auf den Übergang in eine Berufsausbildung aus?

Term Paper , 2008 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tülay Bilgen-Yildiz (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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„Bildung ist der Schlüssel für die Menschen, einen Arbeitsplatz zu bekommen und damit eine Lebensperspektive in unserer Gesellschaft zu haben. Die Realität sieht jedoch anders aus: Allein 1,5 Millionen Menschen, die jünger als 25 Jahre sind, haben keine Ausbildung. Diese jungen Menschen werden ausge¬grenzt. Sie haben kaum Möglichkeiten in Deutschland Fuß zu fassen […] Alle Jugendlichen müssen einen Ausbildungsplatz erhalten! Es geht um die Lebenschancen von hunderttausenden Jugendlichen und die Sicherung der Qualifikationen für die Zukunft der Gesellschaft“
(GEW- Die Bildungsgewerkschaft 2008), so appellierte der GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne in seiner 1. Mai Rede an die Menschen. Wie in diesem Appell, steht derzeit die große Aufgabe, junge Menschen in Berufsausbildung zu bringen, im Vordergrund der bildungspolitischen Diskussion. Jedes Jahr pünktlich zur Sommerzeit, wenn das Abschlussjahr der allgemein bildenden Schulen zu Ende geht und der Beginn des Berufsbildungsjahrs vor der Tür steht, wird in Medien und Politik regelmäßig der Stellenmangel in der Berufsausbildung debattiert. Um zusätzliche Ausbildungsplätze und neue Ausbildungsbetriebe zu gewinnen, wird zwar von Seiten der Regierung, von Verbänden, Kammern und Gewerkschaften einiges unternommen. Dennoch gestaltet sich der Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung für eine wachsende Zahl Jugendlicher schwierig. Ursachen hierfür sind fehlende oder niedrige Schulabschlüsse, der starke Rückgang an Ausbildungsplatzangeboten sowie gestiegene Anforderungen bei den meisten Ausbildungsberufen.
Insbesondere wird beobachtet, dass Jugendliche mit, bzw. ohne Hauptschulabschluss immer weniger Chancen haben, im Berufsbildungssystem eine qualifizierte Ausbildung zu erreichen. Um die Isolation der Hauptschüler zu beenden, schlägt der Jugendforscher Klaus Hurrelmann den Kultusministern vor, die Real-und Hauptschule zu einer einheitlichen Sekundarstufe zusammenzulegen, da die Position der Hauptschulabgänger auf dem Arbeitsmarkt „ungünstig oder sogar aussichtslos“ sei. Seine Empfehlung ist, die neuen Sekundarschulen mit einer eigenen Oberstufe auszustatten, die sich aus den heutigen Berufsschulen und Berufskollegs bildet. Somit hätten die Schüler die Möglichkeit, zwischen zusätzlichen berufsbezogenen Abschlüssen, Fachabitur und dem regulären Abitur zu wählen (Spiegel Online-Unispiegel, 2006).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herleitung der Fragestellung

3. Operationalisierung

4. Modalitäten der Datenerhebung

4.1. Bildungsbericht 2006

4.2. Berufsbildungsbericht 2007

5. Darstellung der Ergebnisse

5.1. Darstellung: Vergleich der Absolventen im dualen System, im Schulberufs- und Übergangssystem

5.2. Darstellung: Vergleich der Einmündungsquoten zwischen niedrigen und mittleren Schulabschlüssen im dualen System

6. Interpretation

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis einer quantitativen Sekundäranalyse, wie sich unterschiedliche Schulabschlüsse der Sekundarstufe I auf den Übergang in verschiedene berufliche Bildungssysteme auswirken, um den Einfluss der schulischen Vorbildung auf die beruflichen Chancen Jugendlicher aufzuzeigen.

  • Einfluss des Schulabschlusses auf die Einmündungschancen in das duale System
  • Struktur und Bedeutung des Übergangssystems als Auffangbecken
  • Vergleichende Analyse der Neuzugangsquoten nach Vorbildungsniveau
  • Bedeutung der Dauer bis zur Einmündung in die Berufsausbildung
  • Zusammenhang zwischen Bildungsabschluss und beruflichen Karrieremöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

6. Interpretation

Nach Darstellung der Ergebnisse ist schließlich zu überprüfen, ob die Hypothesen anhand der vorliegenden Daten verifiziert oder falsifiziert werden können.

Zu der 1. Hypothese wurde die Vermutung, dass Jugendliche mit keinem bzw. niedrigen Abschluss sich stärker in Maßnahmen des Übergangssystems aufhalten als Jugendliche mit mittlerem bzw. höherem Abschluss, bestätigt. Während der Anteil bei der niedrigen Absolventengruppe bei 61,3% liegt, beträgt der Anteil bei der mittleren bzw. höheren Absolventenrgruppe 22,2%. Gründe für die Diskrepanz zwischen den beiden Gruppen können wie oben erwähnt (Kapitel 2) zum einen in der Verdrängung und zum anderen im allgemeinen Rückgang des betrieblichen Bildungsangebots in den letzten Jahren liegen. Da das Angebot an Ausbildungsstellen nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken, kann nicht jedem Jugendlichen der Wunsch nach einer dualen Ausbildung erfüllt werden. Ursache für den Angebotsrückgang ist die angespannte wirtschaftliche Lage, die zu einem massiven Abbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und zum Verlust von vielen betrieblichen Ausbildungsplätzen geführt hat. Dass die betriebliche Berufsausbildung auf Veränderungen im Beschäftigungssystem sehr sensibel reagiert, trägt letztlich dazu bei, dass viele Jugendliche zunächst an berufsvorbereitenden Maßnahmen teilnehmen statt direkt in die betriebliche Berufsausbildung einzumünden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz des Übergangs von der Schule in die Berufsausbildung und stellt die zentrale Problemstellung sowie die Zielsetzung der Untersuchung vor.

2. Herleitung der Fragestellung: In diesem Kapitel werden das deutsche Schul- und Berufsbildungssystem erläutert sowie die theoretischen Grundlagen für die aufgestellten Hypothesen geliefert.

3. Operationalisierung: Die Begriffe der Hypothesen werden hier in messbare Indikatoren überführt und das Forschungsdesign der Sekundäranalyse festgelegt.

4. Modalitäten der Datenerhebung: Dieses Kapitel beschreibt die verwendeten Datenquellen, namentlich den Bildungsbericht 2006 und den Berufsbildungsbericht 2007, sowie deren methodische Erhebungsgrundlagen.

5. Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden anhand tabellarischer und grafischer Auswertungen der Neuzugänge in verschiedene Bildungssysteme sowie der Einmündungsquoten dargestellt.

6. Interpretation: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und die aufgestellten Hypothesen auf Basis der Daten verifiziert.

7. Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Untersuchung werden zusammengefasst, wobei die Bedeutung des Schulabschlusses als entscheidender Faktor für den Bildungserfolg hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Schulabschluss, Berufsbildung, Übergangssystem, duales System, Sekundarstufe I, Bildungsexpansion, Ausbildungsmarkt, Einmündungsquote, Neuzugänge, Jugendliche, Berufsbildungssystem, Arbeitsmarkt, Sekundäranalyse, Schulberufssystem, Bildungsbericht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen dem in der Sekundarstufe I erreichten Schulabschluss und den Chancen Jugendlicher auf einen erfolgreichen Übergang in eine betriebliche oder schulische Berufsausbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das duale System, das Übergangssystem, das Schulberufssystem sowie die strukturellen Probleme beim Übergang von der allgemein bildenden Schule in die Berufswelt.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie wirkt sich der Schulabschluss der Jugendlichen auf den Übergang in eine Berufsausbildung aus?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine quantitative Sekundäranalyse auf Basis vorhandener Daten aus dem Bildungsbericht 2006 und dem Berufsbildungsbericht 2007 durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Operationalisierung der Variablen, die methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie die empirische Darstellung und Interpretation der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bildungsabschluss, Übergangssystem, Ausbildungsmarkt, berufliche Qualifizierung und soziale Ungleichheit charakterisieren.

Warum spielt das Übergangssystem eine so große Rolle?

Es dient oft als Auffangbecken für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz im dualen System erhalten haben, und verliert somit zunehmend seinen traditionellen Schwellencharakter.

Gibt es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Abschluss und Schnelligkeit der Einmündung?

Ja, die Analyse zeigt, dass Jugendliche mit mittlerem Schulabschluss deutlich schneller in eine duale Ausbildung einmünden als Jugendliche mit keinem oder niedrigem Schulabschluss.

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Details

Title
Wie wirkt sich der Schulabschluss der Jugendlichen auf den Übergang in eine Berufsausbildung aus?
College
University of Hagen
Grade
1,3
Author
Tülay Bilgen-Yildiz (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V152087
ISBN (eBook)
9783640640782
ISBN (Book)
9783640640843
Language
German
Tags
Schulabschluss Übergang in eine Berufsausbildung Empirsische Bildungsforschung Sekundäranalyse Bildungsbericht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tülay Bilgen-Yildiz (Author), 2008, Wie wirkt sich der Schulabschluss der Jugendlichen auf den Übergang in eine Berufsausbildung aus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152087
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