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Das 4CID-Modell am Beispiel "Bildungswissenschaflter/-in im Bereich der Eltern-/Familienbildung"

Title: Das 4CID-Modell am Beispiel "Bildungswissenschaflter/-in im Bereich der Eltern-/Familienbildung"

Term Paper , 2008 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tülay Bilgen-Yildiz (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Summary Excerpt Details

Grundlage der vorliegenden Arbeit ist das 4-Komponenten- Instruktionsdesign- Modell (engl. four- component instructional design model (4CID)) von van Merriën- boer, das seit Mitte der 80er Jahre entwickelt und fortlaufend erweitert und explizit für das Training von komplexen kognitiven Fähigkeiten konstruiert wurde (Bastiaens, Deimann, Schrader, Orth, 2006, S.91). Das Instruktionsdesign- Modell ist wissenschaftlich und empirisch erforscht und entwirft nach genauer Analyse der notwendigen Kompetenzen (z.B. zur Ausübung eines Berufes) möglichst authentische Lernumgebungen, orientiert an real auftretenden Ereignissen, um die notwendigen und erwünschten Fähigkeiten zu trainieren. Auf diese Weise wird das erfolgreiche Erlernen von komplexen kognitiven Fähigkeiten ermöglicht (Bastiaens et al., 2006, S. 89).
Ziel dieser Arbeit ist es, darzulegen, wie mit Hilfe des 4CID-Modells authentische Lernsituationen vorbereitet und gestaltet werden können, um den Lernerfolg und die spätere Umsetzbarkeit des Gelernten zu steigern. Im besonderen Fokus steht hierbei die Frage, welchen (Lehr-)Stoff eine Schulung beinhalten muss, um die ent-sprechenden Fertigkeiten bei den zukünftigen Bildungswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen zu entwickeln. Hierzu wird zunächst das 4CID-Modell anhand eines praktischen Beispiels erläutert und für den Beruf „Bildungswissenschaftler/-in im Bereich der Eltern-/Familienbildung“ angewendet (Kapitel 2). Für die Ausübung dieses Berufes wird ein Blueprint für einen Lehrplan entworfen. Anschließend werden im theoretischen Teil der Arbeit (Kapitel 3) lerntheoretische Überlegungen, sowie Aspekte des situierten Lernens in Bezug auf das 4CID- Modell dargestellt. Des Weiteren werden didaktische Szenarien vorgestellt, die sich zur Integration des 4CID- Modells eignen. Zum Abschluss werden zur Unterstützung des Blueprints Medien erläutert und Anwendungsbeispiele gegeben.
Um den Lesefluss nicht zu hemmen, wird durchgehend das männliche Genus ver-wendet. In diesen Fällen sind jedoch immer beide Geschlechter gemeint. Im Verlauf dieser Arbeit nimmt der angehende Bildungswissenschaftler im Bereich der Eltern-/ Familienbildung die Rolles des Lernenden, der Experte die Rolle des Lehrenden ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das 4CID- Modell am Beispiel „Bildungswissenschaftler/-in im Bereich der Eltern-/Familienbildung“

2.1 Fertigkeitenhierarchie

2.2 Vereinfachende Annahmen und Zerlegung in drei Aufgabenklassen

2.3 Entwicklung von Lernaufgaben

2.4 Unterstützende Informationen

2.5 Just-in-time-Informationen (JIT- Informationen)

3 Das 4CID-Modell im mediendidaktischen Kontext

3.1 Lerntheoretische Überlegungen und Aspekte des situierten Lernens in Bezug auf das 4CID-Modell

3.2 Didaktische Szenarien zur Integration des 4CID-Modells

3.3 Unterstützung des Blueprints durch Medien

4 Zusammenfassung und eigenes Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Anwendung des 4-Komponenten-Instruktionsdesign-Modells (4CID) zur Gestaltung authentischer Lernsituationen für den Beruf des Bildungswissenschaftlers im Bereich der Eltern- und Familienbildung aufzuzeigen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie ein entsprechender Lehrplan gestaltet werden muss, um komplexe berufliche Kompetenzen bei angehenden Bildungswissenschaftlern zielgerichtet zu entwickeln.

  • Analyse und praktische Anwendung des 4CID-Modells in der beruflichen Weiterbildung
  • Strukturierung von Kompetenzhierarchien und Aufgabenklassen
  • Konzeption von Lernaufgaben mit unterschiedlichen Unterstützungsgraden (Scaffolding)
  • Integration lerntheoretischer Ansätze und Aspekte des situierten Lernens
  • Gestaltung mediengestützter Lernumgebungen in der Familienbildung

Auszug aus dem Buch

2.2 Vereinfachende Annahmen und Zerlegung in drei Aufgabenklassen

Eine Serie von Aufgabenklassen wird als nächster Schritt der Schulung entworfen. In diesen Aufgabenklassen, die an Komplexität zunehmen, sind eine Reihe von Lernaufgaben mit gleichem Schwierigkeitsgrad organisiert (Bastiaens et al., 2006, S.95). In Abb.2 sind die in roten Kreisen dargestellten Lernaufgaben in Aufgabenklassen gebildet.

Um den Lernenden während des Lernprozesses nicht zu überfordern („cognitive overload“) und das Lernen nicht negativ zu beeinflussen, entwickelte van Merriënboer dieses Konzept. Demnach sollen dem Lernenden am Anfang des Trainings keine komplexen Lernaufgaben vorgelegt werden (van Merriënboer et al., 2002, S.44). Der Lernende hat aber die Möglichkeit, bereits in der ersten Aufgabenklasse einfache Formen einer ganzheitlichen Kompetenz zu üben.

Die Aufgabenklassen können nach vier Sequenzprinzipien konstruiert werden (Bastiaens et al., 2006, S.95f.):

- Sequenzprinzip der vereinfachten Annahme

- Sequenzprinzip der Nachdruck Manipulation

- Prinzip der Mentalen Modelle Progression

- Prinzip des systematischen Problemverfahrens.

Am Häufigsten wird das Sequenzprinzip der vereinfachten Annahme durchgeführt. Auf die drei anderen Prinzipien wird in der Arbeit nicht näher eingegangen. Beim Prinzip der vereinfachten Annahme impliziert die erste Aufgabenklasse den niedrigsten Schwierigkeitsgrad, während die letzte Aufgabenklasse den höchsten Schwierigkeitsgrad der Ausführung der Kompetenz beinhaltet: „The basic idea is to use a whole-task approach where the first task class refers to the simplest version of whole tasks ... The final task class represents all tasks, including the most complex ones that professionals encounter in the real world“(van Merriënboer et al., 2002, S.44-45).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das 4CID-Modell ein und definiert das Ziel der Arbeit, eine authentische Lernumgebung für Bildungswissenschaftler in der Familienbildung zu entwickeln.

2 Das 4CID- Modell am Beispiel „Bildungswissenschaftler/-in im Bereich der Eltern-/Familienbildung“: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Modells und wendet sie konkret auf die komplexe Tätigkeit im Familienzentrum an.

2.1 Fertigkeitenhierarchie: Hier wird die komplexe Berufskompetenz analysiert und in konstituierende Teilfertigkeiten zerlegt, um eine kompetenzbasierte Schulung zu ermöglichen.

2.2 Vereinfachende Annahmen und Zerlegung in drei Aufgabenklassen: Die Einteilung der Lerninhalte in Aufgabenklassen erfolgt hier anhand steigender Komplexität, um kognitive Überlastung zu vermeiden.

2.3 Entwicklung von Lernaufgaben: Dieser Abschnitt beschreibt den Entwurf authentischer Problemstellungen, die als „Rückgrat“ des Modells dienen.

2.4 Unterstützende Informationen: Es wird erklärt, wie Brücken zwischen Vorwissen und neuem Wissen durch mentale Modelle und kognitive Strategien gebaut werden.

2.5 Just-in-time-Informationen (JIT- Informationen): Dieses Kapitel widmet sich der zeitgerechten Bereitstellung von Informationen für routinemäßige Aspekte der Lernaufgaben.

3 Das 4CID-Modell im mediendidaktischen Kontext: Die Übertragung des Modells auf lerntheoretische Ansätze und den E-Learning-Bereich steht hier im Vordergrund.

3.1 Lerntheoretische Überlegungen und Aspekte des situierten Lernens in Bezug auf das 4CID-Modell: Es wird die Verbindung von Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus innerhalb des Modells analysiert.

3.2 Didaktische Szenarien zur Integration des 4CID-Modells: Verschiedene Unterrichtsmethoden wie die Fallmethode werden auf ihre Eignung im 4CID-Rahmen geprüft.

3.3 Unterstützung des Blueprints durch Medien: Die Wahl primärer und sekundärer Medien zur effektiven Gestaltung der Lernumgebung wird hier erörtert.

4 Zusammenfassung und eigenes Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des 4CID-Modells für den Bereich der Eltern- und Familienbildung.

Schlüsselwörter

4CID-Modell, Instruktionsdesign, Bildungswissenschaft, Familienbildung, Lernaufgaben, Aufgabenklassen, Kompetenzhierarchie, Scaffolding, Situiertes Lernen, E-Learning, Didaktik, Wissensmanagement, Handlungsfähigkeit, Just-in-time-Informationen, Familienzentrum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung des 4-Komponenten-Instruktionsdesign-Modells (4CID) zur professionellen Schulung von angehenden Bildungswissenschaftlern im Bereich der Eltern- und Familienbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Kompetenzanalyse, die Strukturierung von Lernaufgaben, die Bereitstellung unterstützender Informationen sowie die Integration des Modells in mediendidaktische Szenarien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Blueprints für einen Lehrplan, der komplexe berufliche Anforderungen der Familienbildung authentisch und effizient vermittelbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die 4CID-Methodik nach van Merriënboer, um ausgehend von einer Fertigkeitenhierarchie Lernaufgaben, Unterstützungsleistungen und Just-in-time-Informationen didaktisch zu strukturieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der praktischen Anwendung des Modells am Beispiel eines Familienzentrums, der lerntheoretischen Einordnung sowie der mediengestützten Umsetzung des Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie 4CID-Modell, Lernaufgaben, Kompetenzhierarchie, Situiertes Lernen und Familienbildung charakterisieren.

Warum ist die Unterscheidung zwischen wiederkehrenden und nicht-wiederkehrenden Fertigkeiten wichtig?

Diese Unterscheidung ist essenziell für die didaktische Gestaltung: Während wiederkehrende Fertigkeiten durch Automatisierung und JIT-Informationen gestützt werden, erfordern nicht-wiederkehrende Fertigkeiten unterstützende Informationen und Reflexion durch Modellbeispiele.

Wie trägt das Konzept des „Scaffolding“ zum Lernerfolg bei?

Durch die schrittweise Reduktion von Unterstützung innerhalb einer Aufgabenklasse wird der Lernende befähigt, komplexe Probleme am Ende vollständig selbstständig zu bewältigen, ohne überfordert zu werden.

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Details

Title
Das 4CID-Modell am Beispiel "Bildungswissenschaflter/-in im Bereich der Eltern-/Familienbildung"
College
University of Hagen
Grade
1,0
Author
Tülay Bilgen-Yildiz (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V152089
ISBN (eBook)
9783640651962
ISBN (Book)
9783640652167
Language
German
Tags
Das 4CID-Modell Eltern-/Familienbildung van Merriënboer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tülay Bilgen-Yildiz (Author), 2008, Das 4CID-Modell am Beispiel "Bildungswissenschaflter/-in im Bereich der Eltern-/Familienbildung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152089
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