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Ein Vergleich von Frau und Mann in der Kunstfotografie der Erotik - Gestern und Heute

Titel: Ein Vergleich von Frau und Mann in der Kunstfotografie der Erotik - Gestern und Heute

Bachelorarbeit , 2004 , 78 Seiten , Note: 8 (gut)

Autor:in: Bachelor Maria Theresia Bitterli (Autor:in)

Kunst - Fotografie und Film
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das vorliegende Buch befasst sich mit der geschlechtlich-spezifischen Perspektive in der Aktfotografie. Es geht um den sozialen Stand, den die Frau sowohl als Akt-Fotografin als auch als Akt-Modell im Verlaufe der Zeit in der Gesellschaft erreicht hat. Das Interesse von Maria Theresia Bitterli richtet sich auf die „kleine soziale Lebenswelt“ dieser Frauen, auf ihre Teilnahmen in der Geschichte des Aktes, sowie ihre Ansichten, Verhaltensweisen und Strategien, die sie im Zusammenhang mit dem Akt entwickelt oder in ihrem lebensgeschichtlichen Verlauf bereits angewandt haben. Der Beschluss, diese Frauen in ihrer Lebenswelt zu erfassen, wurde bekräftigt, als Maria Theresia Bitterli feststellte, dass es an spezifischer Literatur über Aktfotografinnen und Aktmodellen weitgehend fehlt. Es ist schon einiges zum Thema der Frau in der Fotografie geschrieben worden, aber was die Aktfotografie betrifft, gibt es noch vieles zu entdecken und zu ergänzen. Um die Alltagswirklichkeit, die Welt des Handelns und den damit verknüpften Sinn der verschiedenen Frauen aus ihrer Perspektive und in ihrer Sprache zu erfassen, kann nur eine möglichst offene Forschungsmethode dienlich sein, die durch Subjektivität gekennzeichnet wird. Daher wählt sie als Erhebungsverfahren das autobiographische Interview, welches als inzwischen anerkanntes Forschungsverfahren bereits vielfältig angewandt worden ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Teil

2.1 Die Entwicklung der Fotografie

2.2 Die Entwicklung der Aktfotografie

2.3 Verschiedene Ansichten des Körpers

2.4 150 Jahre Aktfotografie

2.5 Fotografie und Frau

2.6 Der gesellschaftliche Stellenwert der Frau in der Kunst

3. Epistemologischer Teil

3.1 Weibliche Perspektive des Körpers

3.3 Die männliche Perspektive des Körpers

3.4 Unterschiede zwischen der weiblichen und der männlichen Perspektive

4. Interviews

5. Zusammenfassung und Ausblick

6. Bibliografie

7. Anhang

7.1 Interviews

7.2 Fotos

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die geschlechtsspezifische Perspektive in der Aktfotografie, analysiert den gesellschaftlichen Stellenwert von Aktfotografinnen und Aktmodellen im Wandel der Zeit und hinterfragt die Existenz typisch weiblicher oder männlicher Herangehensweisen an das Motiv der Nacktheit unter Berücksichtigung autobiografischer Interviews.

  • Historische Entwicklung der Aktfotografie und des künstlerischen Körperbildes
  • Analyse der weiblichen und männlichen Perspektive im Aktfoto
  • Bedeutung der Frauenbewegung für die künstlerische Selbstbestimmung von Frauen
  • Vergleich von Erotik, Pornografie und Kunst innerhalb der Fotografie
  • Wissenschaftliche Aufarbeitung durch Experteninterviews und soziologische Ansätze

Auszug aus dem Buch

Die Schwangere

Schimmer behauptet, dass der Akt einer Schwangeren von Imogen Cunningham das erste Aktfoto einer Schwangeren in der Fotografie überhaupt ist. Die Fotografin wollte die körperliche Präsenz der Frau und die formale Veränderung des Körpers betonen. Sie konzentrierte sich vor allem auf das Zentrum des Leibes, kugelrunde Bauch und Brüste. Der Kopf und Extremitäten wurden ignoriert.

Was Cunninggham in die Bildsprache der Aktfotografie einführt, ist neu und ungewohnt. Der entblösste weibliche Körper wird hier als Ort der Genese inszeniert. Gerade weil wir in diesem Bild das Gesicht nicht sehen, entsteht eine visualisierte Analogie zwischen schwangerem Bauch und behaartem Scham. Die beiden Brustwarzen sind sehr markant, weil sie sich in der Rundung des Türknopfes, der fast auf gleicher Höhe liegt, befinden. Diese bilden das sozusagen geometrische Gegenstück zu feinen Linien, die von den Brüsten zur Scham verläuft und im Mittelpunkt den Bauchnabel überquert.

Die Fotografie der Schwangeren repräsentiert eindrücklich den Bruch unseres herkömmlichen Sehens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert den Ausgangspunkt der Arbeit, die Motivation der Autorin und das festgestellte Grundlagendefizit bezüglich spezifischer Literatur zu Aktfotografinnen und -modellen.

2. Historischer Teil: Bietet einen Überblick über die technologische Entwicklung der Fotografie und die historische Wandlung der Aktdarstellung in verschiedenen Epochen und Kontexten.

3. Epistemologischer Teil: Untersucht die Unterschiede zwischen der weiblichen und männlichen Perspektive in der Aktfotografie und reflektiert das Erscheinungsbild des Körpers sowie die Rolle des Betrachters.

4. Interviews: Dokumentiert die methodische Herangehensweise und die Ergebnisse von Experteninterviews mit Fotografen und Wissenschaftlern zur Thematik der Aktfotografie.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und reflektiert die Komplexität der Abgrenzung von Kunst, Erotik und Pornografie unter Berücksichtigung sozialer Regeln.

6. Bibliografie: Listet die verwendeten Fachliteraturquellen sowie Internetverweise auf.

7. Anhang: Enthält die vollständigen Transkripte der Interviews sowie eine Auswahl an repräsentativen Fotografien.

Schlüsselwörter

Aktfotografie, Weibliche Perspektive, Männliche Perspektive, Körperbild, Frauenbewegung, Kunstgeschichte, Erotik, Pornografie, Identität, Soziologie, Bildanalyse, Geschlechterdifferenz, Selbstporträt, Kamera, Sozialer Stand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Aktfotografie unter dem Aspekt geschlechtsspezifischer Perspektiven und untersucht, wie sich der soziale Stellenwert der Frau als Fotografin und Modell im Laufe der Zeit verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben einer historischen Einordnung der Aktfotografie stehen die Unterschiede zwischen der männlichen und weiblichen Sehweise, der Einfluss der Frauenbewegung auf die Kunst sowie die Differenzierung zwischen Erotik und Pornografie im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, ob es tatsächlich geschlechtsspezifische Merkmale in der Fotografie gibt und ob Frauen in der Erotik spezifische Verhaltensweisen an den Tag legen, die über bisherige Klischees hinausgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt ein induktives Vorgehen und nutzt als zentrales Erhebungsverfahren das autobiografische Interview, um verborgene Sichtweisen von Fotografen und Wissenschaftlern zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick zur Entwicklung der Aktfotografie sowie einen epistemologischen Teil, der die weibliche und männliche Perspektive auf den Körper kontrastiert und anhand von Künstlerbiografien wie Diane Arbus oder Robert Mapplethorpe verdeutlicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Aktfotografie, Geschlechterdifferenz, männlicher vs. weiblicher Blick, soziale Konstruktion von Körperbildern sowie der Einfluss gesellschaftlicher Normen auf die künstlerische Produktion.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Erotik und Pornografie?

Erotik wird als eine Form verstanden, die Ambivalenzen zulässt und künstlerisch kodiert ist, während Pornografie als zweckgebunden, mechanisch und rein kommerziell zur Befriedigung voyeuristischer Bedürfnisse definiert wird.

Welche Bedeutung hat das Interview mit Prof. Casetti?

Prof. Casetti liefert eine medienwissenschaftliche Perspektive und betont die Bedeutung der "reception studies", indem er verdeutlicht, wie der Betrachter selbst aktiv am Konstruktionsprozess von Sinn und Ästhetik beteiligt ist.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Unterschiede in der Perspektive?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass keine eindeutigen geschlechtsspezifischen Unterschiede nachgewiesen werden können, sondern vielmehr Vorurteile und gesellschaftliche Klischees die Wahrnehmung bestimmen.

Ende der Leseprobe aus 78 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein Vergleich von Frau und Mann in der Kunstfotografie der Erotik - Gestern und Heute
Hochschule
University of Lugano
Note
8 (gut)
Autor
Bachelor Maria Theresia Bitterli (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
78
Katalognummer
V152119
ISBN (eBook)
9783640639465
ISBN (Buch)
9783640639311
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kunstfotografie Mann und Frau Aktfotografie Geschichte der Fotografie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor Maria Theresia Bitterli (Autor:in), 2004, Ein Vergleich von Frau und Mann in der Kunstfotografie der Erotik - Gestern und Heute , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152119
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Leseprobe aus  78  Seiten
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