Die Hausarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Interventionskonzepts für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in der Stadtverwaltung Wubberberg. Schwerpunkt ist die Analyse bestehender Herausforderungen wie hohe Krankenstände, ungünstige Arbeitsbedingungen und Fachkräftemangel sowie die Ableitung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention und Steigerung der Arbeitszufriedenheit. Ziel ist die Schaffung eines nachhaltig gesundheitsfördernden Arbeitsumfelds.
Die Stadtverwaltung Wubberberg ist ein Bestandteil der öffentlichen Verwaltung in der Region Oberfranken. Sie setzt sich aus der Kernverwaltung mit 3.601 Mitarbeitern sowie vier Eigenbetrieben zusammen, die insgesamt 1.327 Mitarbeiter beschäftigen.
Die Verwaltungsstruktur ist in sechs Dezernate gegliedert, die jeweils spezifische Aufgabenbereiche abdecken: das Dezernat des Bürgermeisters, Inneres/Finanzen, Schule/Bürger/Kultur, Umwelt/Klimaschutz, Wirtschaft/Stadtentwicklung/Mobilität sowie Soziales. Die Unternehmensanalyse der Stadtverwaltung Wubberberg steht vor gesundheitlichen und betrieblichen Herausforderungen. Insbesondere hohe Krankenstände in den Dezernaten eins (Inneres/Finanzen) und zwei (Schule/Bürger/Kultur) sowie ein spürbarer Fachkräftemangel im Dezernat vier (Wirtschaft/Stadtentwicklung/Mobilität) führen zu einer Prüfung der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).
Inhaltsverzeichnis
1 TEILAUFGABE 1 – ZUSAMMENFASSUNG ANALYSE ALS FAZIT
2 TEILAUFGABE 2 – ABLEITUNG VON STRATEGISCHEN BGM-ZIELEN
3 TEILAUFGABE 3 – ERSTELLUNG EINER INTERVENTIONSPLANUNG ZUR VORLAGE BEI DER GESCHÄFTSLEITUNG
3.1 Initiale Interventionsmaßnahmen
3.2 Projekt- und Ressourcenplanung
3.2.1 Gliederung des Projekts – Gantt-Diagramm
3.2.2 Zuständigkeit
3.2.3 Interne und externe Kostenpositionen
4 TEILAUFGABE 4 – DISKUSSION UND PROBLEME DER EVALUATION
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Entwicklung eines strukturierten Interventionskonzepts zur Verbesserung der betrieblichen Gesundheitssituation bei der Stadtverwaltung Wubberberg, basierend auf einer Analyse bestehender Belastungsfaktoren wie hoher Krankenstände und suboptimaler Arbeitsbedingungen. Die Arbeit zielt darauf ab, durch eine gezielte Interventions- und Ressourcenplanung die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden nachhaltig zu fördern.
- Analyse und Bewertung der betrieblichen Gesundheitssituation
- Ableitung strategischer BGM-Ziele zur Gesundheitsförderung
- Planung von verhaltens- und verhältnisbezogenen Interventionsmaßnahmen
- Strukturierung der Projektleitung, Zuständigkeiten und Kostenplanung
- Diskussion von Evaluationsmethoden und Herausforderungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Initiale Interventionsmaßnahmen
Die Auswahl der Maßnahmen für die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und Bewegungspausen sowie die Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung in den Dezernaten eins und zwei basiert auf einer detaillierten Analyse der gesundheitlichen Herausforderungen und Bedürfnisse der Mitarbeiter. Die implementierten Maßnahmen verfolgen das Ziel, sowohl die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern als auch die Arbeitsplatzumgebung gesundheitsförderlich zu gestalten. Dadurch soll eine nachhaltige Verbesserung der aktuellen betrieblichen und gesundheitlichen Lage der Stadtverwaltung Wubberberg erreicht werden.
Die Einführung einer ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung sowie die Etablierung aktiver Bewegungsphasen im Arbeitsalltag zielt darauf ab, potenzielle Gesundheitsrisiken für die psychische und physische Gesundheit der Mitarbeitenden zu minimieren. Die Erkenntnisse, dass eine unzureichende Arbeitsplatzgestaltung zu Muskel- und Skelettproblemen führt, unterstreichen die Notwendigkeit einer entsprechenden Anpassung des Arbeitsumfelds (Holzgreve, Schulte, Oremek & Ohlendorf, 2023). Da die gesamten Dezernate eine mangelnde Ergonomie aufweisen, ist diese Maßnahme an alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung gerichtet.
Eine optimale Gestaltung des Arbeitsplatzes führt neben der Minimierung von Belastungen zu einer erhöhten Produktivität, einer Reduzierung von Fehlzeiten und einer entsprechenden Kostenersparnis für das Unternehmen. Um die Arbeitsfähigkeit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter sicherzustellen, ist es erforderlich, langfristige Verhaltensänderungen zu etablieren. Im Rahmen der verhaltensbezogenen Interventionen ist es daher zunächst von entscheidender Bedeutung, die Aufmerksamkeit und das Interesse der Belegschaft zu wecken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 TEILAUFGABE 1 – ZUSAMMENFASSUNG ANALYSE ALS FAZIT: Darstellung der aktuellen gesundheitlichen Herausforderungen und Belastungsfaktoren innerhalb der Dezernate der Stadtverwaltung Wubberberg.
2 TEILAUFGABE 2 – ABLEITUNG VON STRATEGISCHEN BGM-ZIELEN: Definition dreier zentraler BGM-Ziele zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Reduktion von Krankenständen und Steigerung der allgemeinen Arbeitszufriedenheit.
3 TEILAUFGABE 3 – ERSTELLUNG EINER INTERVENTIONSPLANUNG ZUR VORLAGE BEI DER GESCHÄFTSLEITUNG: Konzeption konkreter initialer Maßnahmen sowie Festlegung der Projektgliederung, Verantwortlichkeiten und Kostenstrukturen.
4 TEILAUFGABE 4 – DISKUSSION UND PROBLEME DER EVALUATION: Erörterung der wissenschaftlichen Methoden zur Evaluierung der Interventionserfolge sowie Analyse potenzieller methodischer Herausforderungen und Risiken.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Stadtverwaltung, Krankenstand, Arbeitssicherheit, Gesundheitsförderung, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsplatzgestaltung, Prävention, Evaluation, Ressourcenplanung, Ergonomie, Arbeitszufriedenheit, Gesundheitsanalyse, Interventionsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit widmet sich der Entwicklung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) für die Stadtverwaltung Wubberberg, um auf gesundheitliche Defizite und überdurchschnittliche Krankenstände zu reagieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der IST-Situation, der Zielformulierung, der konkreten Interventionsplanung (verhaltens- und verhältnisbezogen) sowie der strukturellen Organisation und Evaluation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Schaffung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen zur Senkung der Ausfallzeiten und zur Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden Instrumente wie die Gefährdungsbeurteilung (nach Nohl), der WAI-Index zur Erfassung der Arbeitsfähigkeit sowie Ansätze der Prozess- und Ergebnisevaluation verwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Planung der Interventionsmaßnahmen, die zeitliche Gliederung mittels Gantt-Diagramm, die Klärung der Zuständigkeiten und die Kostenstellenkalkulation.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Gesundheitsförderung, Ergonomie und Evaluation.
Welche spezifischen Probleme werden in den Dezernaten 2 und 3 adressiert?
Aufgrund von Sanierungsarbeiten und der Unterbringung in Ersatzgebäuden leiden die dortigen Mitarbeitenden unter Lärm, Zugluft und fehlender Ergonomie, was zu einer hohen psychischen und physischen Belastung führt.
Warum wird die Evaluation als Herausforderung diskutiert?
Die Evaluation ist komplex, da Kausalität zwischen Maßnahmen und gesundheitlicher Verbesserung schwer nachzuweisen ist und sensible personenbezogene Daten hohen Datenschutzanforderungen unterliegen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2024, Interventionskonzept für das Unternehmen Stadtverwaltung Wubberberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1521485