Der globale Wettbewerb und die dynamischen Anforderungen der Arbeitswelt im 21. Jahrhundert verlangen von Unternehmen und deren Mitarbeitenden zunehmend disziplinübergreifendes Wissen. Die Kombination aus Fachgebieten wie Jura und Betriebswirtschaftslehre ist essenziell, um flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren. Dieser Trend führt dazu, dass viele Beschäftigte ein Studium parallel zu Beruf, Ausbildung oder Elternzeit anstreben.
Diese Arbeit beleuchtet die Spannungsfelder zwischen Arbeit, Familie und Studium und untersucht die Anforderungen, die an Studierende und Hochschulen gestellt werden. Flexibles Lernen, das die Selbstbestimmung hinsichtlich Lernort, Zeitmanagement und Studieninhalte ermöglicht, wird als Schlüssel zur erfolgreichen Bewältigung dieser Herausforderungen dargestellt. Gleichzeitig wird auf die Bedeutung von Präsenzveranstaltungen eingegangen, um den Wissenstransfer und die Kompetenzentwicklung sicherzustellen.
Die Arbeit richtet sich an Bildungseinrichtungen und Studierende, die nach Strategien suchen, um Weiterbildung und persönliche Verpflichtungen in Einklang zu bringen. Ziel ist es, Lösungsansätze für eine moderne Studienorganisation aufzuzeigen, die den Anforderungen der globalisierten Arbeitswelt gerecht wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Vorstellung des Projektgebers und des Projektes
2.1 Vorstellung des Projektgebers
2.2 Auslöser und Zielsetzung des Projektes
3 Vorgehensmodell
3.1 Allgemeine Modelle
3.2 Generalisierung als Denkprinzip
3.3 Adaption der Modelle auf das Projekt
4 Teilnahmevoraussetzungen für das Modul
4.1 Vorstellung des Moduls „Methods of Project Planning and Management“
4.2 Notwendige Teilkompetenzen und benötigtes Vorwissen
4.3 Vorwissen der Zielgruppe nach Erststudium
5 Individuelle Identifikation des Vorwissens
5.1 Integration des Studenten in die Lernumgebung
5.2 Identifikatiohn der Lerntypen und Motivation
5.3 Didaktische Aufbereitung des Moduls „Methods of Project Planning and Management“
5.4 Erhebung des Ist-Wissensstandes mittels e-Assessment
5.5 Abgleich des Soll-Ist-Wissenstandes
5.6 Klassifikation des Wissensstandes
6 Schließung der individuellen Wissenslücken
6.1 Maßnahmenplanung zum Wissenserwerb mittels e-Learning
6.2 Maßnahmenplanung zur Wissensverarbeitung mittels e-Teaching
6.3 Maßnahmen zur Wissensbewahrung
7 Evaluation des Lernerfolges
7.1 Stimulierung zur Evaluation des Lernerfolges
7.2 Prüfung des Lernerfolges durch Soll-Ist-Abgleich via e-Assessment
7.3 Erneute Einstufung des Wissensstandes und Maßnahmenableitung
8 Anstieg der Immatrikulationszahlen aufgrund des Projektes
9 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption einer e-Learning-Plattform, die Studenten eine optimale Vorbereitung auf Präsenzveranstaltungen ermöglicht, indem notwendiges Vorwissen vermittelt und individuelle Wissenslücken geschlossen werden, um so das Fundament für eine erfolgreiche Kompetenzentwicklung zu bilden.
- Entwicklung eines Vorgehensmodells zur Kompetenzentwicklung
- Identifikation und Ausgleich individueller Wissensstände mittels e-Assessment
- Etablierung eines Blended-Learning-Konzepts
- Methodische Maßnahmenplanung für Wissenserwerb und -bewahrung
- Prototypische Anwendung am Modul „Projectmanagement and Organization“
Auszug aus dem Buch
3.1 Allgemeine Modelle
Aufgrund der bisherigen Ausführungen dürfen nicht Qualifikationen im Fokus der Betrachtung an der SBA stehen, sondern Kompetenzen, die als Gesamtheit von Wissen, Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen, Persönlichkeitsmerkmalen, Begabungen und Beziehungen definiert werden. Sie sind demnach ein Bündel an Qualifikationen und Eigenschaften und können ausschließlich durch die Betrachtung des Ergebnisses einer Handlung und damit erst mit der Lösung eines konkreten Problems messbar gemacht werden. Im Fokus allen Handelns stehen bei der SBA, genau wie von der Literatur gefordert, nicht die Qualifikation des Studenten, sondern seine Kompetenzen und deren Entwicklung.
Die Messung der Kompetenzen erfolgt am Ende des Studiums, wenn der Student seine Master-Thesis einreicht, mit der ein konkretes Problem des Projektgebers zu lösen war. Das Projekt der Autorin beabsichtigt dabei, die Studenten beim Kompetenzaufbau zu unterstützen, indem es diese beim Erwerb und der Aktualisierung von Wissen unterstützt, nachdem Wissensgaps identifiziert wurden. Daher ist das zu entwerfende Vorgehensmodell an den vier Stufen des Kompetenzlernens nach Kuhlmann und Sauter anzulehnen.
Demnach folgt den Phasen der Wissensvermittlung und der Wissensverarbeitung erst der Wissenstransfer in die Praxis; die letzte Stufe bildet dabei die eigentliche Kompetenzentwicklung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Globalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit für Hochschulen, Bildungsangebote durch innovative Lernkonzepte wie e-Learning anzupassen.
2 Vorstellung des Projektgebers und des Projektes: Das Kapitel führt in das „Projekt-Kompetenz-Konzept“ der Steinbeis Business Academy ein und erläutert die Ziele sowie Auslöser für die Entwicklung der neuen Lernumgebung.
3 Vorgehensmodell: Hier werden allgemeine wissenschaftliche Vorgehensmodelle dargelegt und auf die spezifischen Bedürfnisse der SBA und die Anforderungen an eine e-Learning-Plattform adaptiert.
4 Teilnahmevoraussetzungen für das Modul: Dieses Kapitel definiert die notwendigen Teilkompetenzen und das benötigte Vorwissen, um erfolgreich am Modul „Methods of Project Planning and Management“ teilnehmen zu können.
5 Individuelle Identifikation des Vorwissens: Der Fokus liegt hier auf der Methodenentwicklung zur Identifikation individueller Lerntypen, Motivation und des aktuellen Wissensstandes via e-Assessment.
6 Schließung der individuellen Wissenslücken: Das Kapitel beschreibt Maßnahmen zur Wissensvermittlung, Verarbeitung und -bewahrung, um Studenten auf ein einheitliches Niveau zu heben.
7 Evaluation des Lernerfolges: Hier wird der Prozess der Erfolgskontrolle mittels Soll-Ist-Abgleich im Rahmen des e-Assessments ausführlich dargelegt.
8 Anstieg der Immatrikulationszahlen aufgrund des Projektes: Es wird diskutiert, wie durch die verbesserte Betreuung und Vorbereitung eine Steigerung der Studentenzahlen begünstigt werden kann.
9 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt den hohen Stellenwert von Blended-Learning-Arrangements für die Kompetenzentwicklung.
Schlüsselwörter
Kompetenzentwicklung, e-Learning, Blended Learning, Wissensmanagement, e-Assessment, Vorwissen, Projektmanagement, Soll-Ist-Abgleich, Wissensgaps, individuelle Lernplattform, selbstgesteuertes Lernen, Kompetenzatlas, Bildungstechnologie, Studienvorbereitung, Lerntypen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption einer virtuellen Lernumgebung zur Lern- und Erfolgskontrolle, um Studenten der Steinbeis Business Academy optimal auf ihre Fachmodule vorzubereiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören Kompetenzmanagement, E-Learning, Wissensdiagnostik via E-Assessment sowie die didaktische Aufbereitung von Lerninhalten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Modells, das Wissenslücken identifiziert und schließt, um allen Studenten ein vergleichbares Startniveau für ihre Präsenzveranstaltungen zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt ihr Vorgehen auf bestehende Kompetenzmodelle (z.B. nach Kuhlmann/Sauter) und führt zur Spezifizierung der Wissensziele eine schriftliche Expertenbefragung unter Dozenten durch.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Teilnahmevoraussetzungen, die Identifikation von Vorwissen, die Planung von Maßnahmen zur Wissensschließung und die Evaluation des Lernerfolgs.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kompetenzentwicklung, Blended Learning, E-Assessment, individuelle Wissensfeststellung und die "Alma Mater Virtualis".
Wie unterscheidet sich "deklaratives" von "prozeduralem" Wissen im Rahmen dieser Arbeit?
Deklaratives Wissen bezieht sich auf gespeicherte Wissensrepräsentationen, während prozedurales Wissen sich auf Lösungswege und Anwendungsprozesse für spezifische Probleme bezieht.
Welche Bedeutung hat das "Personalentwicklungsmodell nach Bühner" für die Arbeit?
Es dient der Autorin als theoretischer Rahmen für das Vorgehen, insbesondere für den Soll-Ist-Abgleich zwischen vorhandenem und benötigtem Qualifikationsprofil der Studenten.
- Quote paper
- Anja Mühlbauer (Author), 2016, Berufsbegleitend studieren. Anforderungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren im Zeitalter der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1521612