Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

Bedeuten die Grenzen meiner Sprache die Grenzen meiner Welt

Kritische Untersuchungen zur Philosophie Wittgensteins

Title: Bedeuten die Grenzen meiner Sprache die Grenzen meiner Welt

Thesis (M.A.) , 2009 , 97 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magister Jan Lindner (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Unter der Ordnungsnummer TLP 5.6 seiner einzigen zu Lebzeiten und erstmals 1921 veröffentlichten Schrift Tractatus logico philosophicus formuliert Ludwig Wittgenstein den Satz: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Überführt in die Form einer Frage bildet diese Bemerkung das Thema der vorliegenden kritischen Untersuchungen zur Philosophie eines Wissenschaftlers, dessen Schriften maßgeblich zur Entwicklung eines Denkstils beigetragen haben, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufblüht, der über einen Zeitraum von fast 75 Jahren virulent bleiben wird, und der letztlich zur Bezeichnung des vergangenen saeculums als einem Zeitalter der Sprache und der Logik führen sollte. Gemeint ist hier der Einfluss auf jene philosophische Schule, die trotz erheblicher Differenzen im Hinblick auf die Ausgestaltung einzelner Ansätze unter den Sammelbegriff der analytischen Philosophie gefasst wird, und die ihre Entstehung vor allem den Gesprächen des Wiener Kreises sowohl mit als auch über Wittgenstein verdankt. Doch lässt sich
nicht nur die Beteiligung an der geistesgeschichtlichen Entwicklung im 20. Jahrhundert anführen, um das Interesse für eine Auseinandersetzung mit diesem faszinierenden Denker zu wecken, sondern insbesondere seine außergewöhnliche Perspektive auf ein Problem, das im Kontext der Frage, womit es die Philosophie als Wissenschaft überhaupt zu schaffen hat bzw. wozu sie zu leisten im Stande ist, nicht ungenannt bleiben darf. Eben dieses Problem besteht in der Klärung der Frage nach den Bedingungen und Grenzen der menschlichen Erkenntnis, und Wittgenstein wird Zeit seines Lebens versuchen es durch Untersuchungen zum Wesen des Sprachli- chen, zur sprachlichen Logik und zur Sprachverwendung in den Griff zu bekommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Die Grundstruktur des Tractatus

1.1 Das Nummerierungssystem

1.2 Ontologie

1.2.1 Das Grundgerüst der Bestimmungen – Welt, Tatsachen, Sachverhalte, Dinge

1.2.2 Einfache Gegenstände und die allgemeine Theorie des Bildes

1.3 Denken und Sprache

1.3.1 Sätze als Bilder von Gedanken

1.3.2 Die einfachen Bestandteile des Satzes

1.3.3 Ausdruck und die Bestimmtheit des Satzsinns

1.3.4 Etwas Logisches kann nicht nur möglich sein

1.4 Die logische Analyse der Sprache

1.4.1 Die Aufspaltung des Satzes

1.4.2 Elementarsätze und Wahrheitsbedingung

1.4.3 Wahrheitsoperation, Wahrheitsfunktion und die allgemeine Form des Satzes

1.4.4 Innerhalb und außerhalb der Logik

1.4.5 Das Gefühl des Mystischen

II. Die Grenzen des Tractatus

2.1 Wittgensteins Hauptproblem

2.1.1 Was kann gesagt werden, was zeigt sich nur?

2.1.2 Bezüge zu Frege und Russel

2.1.3 Die Logik muss für sich selbst sorgen

2.1.4 Der logische Raum und das Spiegelbild der Welt

2.2 Ich, Welt und verschwindende Fragen

2.2.1 Das metaphysische Subjekt als Weltgrenze

2.2.2 Klare Philosophie

III. Über die laute Form zu schweigen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Philosophie Ludwig Wittgensteins mit dem Fokus auf die Grenzfrage, die sich aus dem berühmten Satz "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt" ableitet. Ziel ist es, durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Tractatus logico-philosophicus zu klären, wie Wittgenstein die Bedingungen menschlicher Erkenntnis durch eine logische Sprachanalyse bestimmt und warum bestimmte Bereiche, insbesondere ethische und metaphysische Fragestellungen, für ihn jenseits des Sagbaren liegen.

  • Strukturanalyse des Tractatus anhand des Nummerierungssystems
  • Ontologische Bestimmungen von Welt, Tatsachen und Gegenständen
  • Die Bildtheorie als Grundlage für Denken und Sprache
  • Unterscheidung von Sagen und Zeigen als zentrales Hauptproblem
  • Kritische Würdigung der Logik-Konzeption gegenüber Frege und Russel

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Das Grundgerüst der Bestimmungen – Welt, Tatsachen, Sachverhalte, Dinge

Die Ausführungen im Bereich der Ontologie beginnt Wittgenstein mit dem Satz: „Die Welt ist alles, was der Fall ist.“ (TLP 1)

Somit folgt er recht deutlich dem zuvor beschriebenen Grundsatz von der größtmöglichen Allgemeinheit bei der Formulierung seiner Hauptsätze, denn die Wendung „alles, was der Fall ist“ enthält gewissermaßen schon die zentralen Aspekte von dem, was in den darauf folgenden Bemerkungen erster Ordnung dann explizit dargestellt wird: „Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge.“ (TLP 1.1) und: „Die Welt zerfällt in Tatsachen.“ (TLP 1.2)

Während der Satz TLP 1.1 eine stärkere Betonung auf den Gesichtspunkt der Gesamtheit legt, dies wird mit den Aussagen von TLP 1.11 und TLP 1.12 noch zusätzlich gestützt, so betont TLP 1.2 deutlicher, was mit „der Fall-Sein“ überhaupt gegeben ist - nämlich einzelne Tatsachen. Über diese Bestimmungen hinaus präzisiert Wittgenstein durch zwei weitere Zusätze. Einerseits behauptet er in TLP 1.21, dass das Bestehen einer Tatsache keinesfalls auf das Bestehen anderer Tatsachen schließen lässt; dieser Aspekt wird gemeinhin unter den Begriff der Unabhängigkeit von Tatsachen gefasst: „Eines kann der Fall sein oder nicht der Fall sein und alles übrige gleich bleiben.“ (TLP 1.21)

Andererseits formuliert er: „Die Tatsachen im logischen Raum sind die Welt.“ (TLP 1.13)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Sprachgrenzen bei Wittgenstein und Darstellung der methodischen Vorgehensweise.

I. Die Grundstruktur des Tractatus: Detaillierte Analyse des logischen Aufbaus und des Nummerierungssystems sowie der ontologischen Grundlagen.

II. Die Grenzen des Tractatus: Untersuchung des Kernproblems der Philosophie bei Wittgenstein, insbesondere die Unterscheidung von Sagen und Zeigen.

III. Über die laute Form zu schweigen: Reflexion über die methodische Konsequenz des Schweigens angesichts der durch die Logik gezogenen Grenzen des Sagbaren.

Schlüsselwörter

Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus, Sprachphilosophie, Logik, Ontologie, Sagen und Zeigen, logischer Raum, Bildtheorie, Analytische Philosophie, Metaphysik, Wahrheitsfunktion, Elementarsatz, Solipsismus, Sprachgrenzen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch die Philosophie Wittgensteins, speziell im Hinblick darauf, wie die Grenzen der Sprache die Welt begrenzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert auf die Logik, Ontologie, Bildtheorie und die Abgrenzung von Sagbarem und Unsagbarem.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Verhältnis von Sprache, Denken und Welt im Tractatus.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird primär ein Close-Reading-Verfahren angewendet, um die logische Struktur des Textes entlang seiner Nummerierung nachzuvollziehen.

Was behandelt der Hauptteil?

Im Hauptteil werden Wittgensteins logische Analyse der Sprache, sein ontologisches Grundgerüst und seine Auseinandersetzung mit Frege und Russel detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Tractatus, Logik, Ontologie, Sagen und Zeigen sowie Sprachgrenzen stehen im Zentrum der Arbeit.

Wie unterscheidet sich Wittgensteins Logik von der Freges und Russels?

Wittgenstein fordert eine Unabhängigkeit der Logik und lehnt die Typentheorie Russels ab, da er logische Strukturen als Spiegelbild der Welt und nicht als Resultat empirischer Erfahrung begreift.

Was bedeutet das "Schweigen" bei Wittgenstein konkret?

Das Schweigen bezieht sich auf Bereiche jenseits des Sagbaren, wie Ethik und Metaphysik, die sich nicht in logisch präzisen Sätzen ausdrücken, sondern lediglich zeigen lassen.

Ist der Tractatus ein rein wissenschaftliches Werk?

Nein, die Arbeit argumentiert, dass der Tractatus aufgrund seiner ethischen Zielsetzung und der Verwendung von Metaphern über die rein wissenschaftliche Sprachlogik hinausweist.

Excerpt out of 97 pages  - scroll top

Details

Title
Bedeuten die Grenzen meiner Sprache die Grenzen meiner Welt
Subtitle
Kritische Untersuchungen zur Philosophie Wittgensteins
College
University of Koblenz-Landau  (Seminar Philosophie)
Grade
1,0
Author
Magister Jan Lindner (Author)
Publication Year
2009
Pages
97
Catalog Number
V152266
ISBN (eBook)
9783640641680
ISBN (Book)
9783640642236
Language
German
Tags
Ludwig Wittgenstein Tractatus logico philosophicus Logisch-philosophische Abhandlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Jan Lindner (Author), 2009, Bedeuten die Grenzen meiner Sprache die Grenzen meiner Welt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152266
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  97  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint