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Wenn Berlin Wolkenkratzer bekäme. Frühe Hochhausentwürfe für Berlin und ihre journalistische Rezeption

Titre: Wenn Berlin Wolkenkratzer bekäme. Frühe Hochhausentwürfe für Berlin und ihre journalistische Rezeption

Thèse de Bachelor , 2022 , 50 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Eva Schuchardt (Auteur)

Art - Architecture / Histoire de l'architecture, Entretien des monuments
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Bachelorarbeit untersucht die journalistische Rezeption des Hochhauses in den 1920er Jahren am Beispiel der Entwürfe "Wabe" von Mies van der Rohe und "Innen und Außen" von Hans Scharoun. Ausgangspunkt ist das Preisausschreiben der Turmhaus-AG für ein Hochhaus am Berliner Bahnhof Friedrichstraße, das den Höhepunkt des deutschen Hochhausdiskurses markierte. Die Arbeit analysiert zeitgenössische Pressestimmen, die von skeptischer Ablehnung bis zu visionärer Befürwortung reichten, und beleuchtet die stilistischen und städtebaulichen Kontroversen um den neuen Bautyp. Ziel ist es, die mediale Rolle in der Etablierung des Hochhauses als Symbol moderner Großstadtarchitektur zu reflektieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 KONTEXTUALISIERUNG DER HOCHHAUSENTWICKLUNG

2.1 DIE URSPRÜNGE DES HOCHHAUSES IN CHICAGO UND NEW YORK

2.2 DER HOCHHAUSBAU IN BRESLAU

2.3 DER IDEENWETTBEWERB DER TURMHAUS-AG IN BERLIN

3 MIES VAN DER ROHE: WABE

3.1 ENTWURFSBESCHREIBUNG

3.2 GRUNDRISS UND KONSTRUKTION

3.3 MEDIALE VERMITTLUNG

4 HANS SCHAROUN: INNEN UND AUßEN

4.1 ENTWURFSBESCHREIBUNG

4.2 GRUNDRISS UND KONSTRUKTION

4.3 MEDIALE VERMITTLUNG

5 DIE JOURNALISTISCHE REZEPTION DER ENTWÜRFE

5.1 DIE REZEPTION DER ENTWÜRFE IN DER FACHPRESSE

5.2 DAS HOCHHAUS IN FEUILLETONTEXTEN VON JOSEPH ROTH

6 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die journalistische Rezeption früher Hochhausentwürfe in Berlin in den Jahren 1921-1922. Im Fokus stehen dabei zwei beispielhafte Entwürfe des Ideenwettbewerbs am Bahnhof Friedrichstraße sowie deren Wahrnehmung in der zeitgenössischen Fachpresse und in feuilletonistischen Texten.

  • Architekturgeschichte der frühen Hochhausmoderne in Deutschland
  • Analyse der Entwürfe "Wabe" (Mies van der Rohe) und "Innen und Außen" (Hans Scharoun)
  • Journalistische Rezeption von Bauvorhaben in der Weimarer Republik
  • Kulturkritische Betrachtung der Architektur durch Joseph Roth
  • Konstruktive Prinzipien und mediale Vermittlungsformen moderner Bauaufgabe

Auszug aus dem Buch

3.1 Entwurfsbeschreibung

Der Entwurf Wabe von Mies van der Rohe zeigt ein zwanziggeschossiges Hochhaus mit drei Schauseiten und einer durchgehend verglasten Fassade. Der Entwurf ist in seiner Grundform dreieckig und setzt sich aus drei Gebäudeflügeln zusammen. Die Gebäudeflügel erstrecken sich südlich und nördlich entlang der Friedrichstraße sowie westlich zur Spree. Im Kern des Hochhauses sind die Gebäudeflügel miteinander verbunden. Äußerlich laufen sie in scharfwinkligen Kanten aus und erstrecken sich ausladend in die verschiedenen Himmelsrichtungen. Zwischen den einzelnen Gebäudeflügeln liegen schmale Lichthöfe (Abb. 1, 6, 7).

Die Schauseiten der jeweiligen Gebäudeflügel sind nach Osten zur Friedrichstraße, nach Südwesten zum Bahnhof Friedrichstraße und nach Nordwesten zur Spree ausgerichtet und durch halbrunde Fronteinschnitte gegliedert. Die Fronteinschnitte befinden sich mittig auf jeder Schauseite. Durch die Einschnitte wird das Volumen des gesamten Baukörpers aufgebrochen. Das Hochhaus vermittelt auf den Schaubildern nicht den Eindruck eines durchgehenden massiven Blocks, sondern scheinbar aufgefächerter Gebäudesegmente (Abb. 3, 4, 6, 7).

Die Fassade des Hochhauses ist vollständig verglast und legt sich stufenlos über den Baukörper. Die Gliederung der Fassade erfolgt durch die beschriebenen Fronteinschnitte. Von einer Fassadenunterteilung in Form von Sockel, Gesims oder Risalit hat der Architekt abgesehen. Auch finden sich keine historisierenden Elemente am Bau. Ferner wurde durch die vollständige Verglasung eine Rhythmisierung durch Fenster- und Wandflächen überflüssig. Stattdessen erwirkt die gänzliche Verglasung der Fassade eine gleichförmige und homogene Oberfläche (Abb. 3, 5, 6). Die Transparenz der Glasfassade wird mittels des Schaubildes von Norden am stärksten veranschaulicht. Die innere Struktur des Hochhauses, 22 durchgehende Geschosse, werden nach außen gespiegelt und offengelegt (Abb. 3). Weniger die Transparenz der Glasfassade als vielmehr die Veränderung ihrer „[…] facettierten Flächen […]“ unter verschiedenen Lichtverhältnissen verdeutlicht Mies van der Rohe anhand der Aufrisszeichnung. Diese zeigt die westlich zur Spree gerichtete Fassade. Die Flächen der Fassade sind alternierend schwarz und weiß gezeichnet und unterschiedlich stark schattiert. Sie veranschaulichen den Wechsel von Licht und Schatten sowie Transparenz und Reflexion (Abb. 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der frühen Hochhausdebatte in Deutschland und Vorstellung der zwei untersuchten Entwürfe sowie der feuilletonistischen Quellen.

2 KONTEXTUALISIERUNG DER HOCHHAUSENTWICKLUNG: Analyse der Ursprünge des Hochhausbaus in den USA, der deutschen Versuche in Breslau und des speziellen Ideenwettbewerbs der Turmhaus-AG in Berlin.

3 MIES VAN DER ROHE: WABE: Eingehende deskriptive Darstellung, konstruktive Analyse und mediale Vermittlung des Entwurfs von Mies van der Rohe unter Berücksichtigung seiner Ausstellungspraxis.

4 HANS SCHAROUN: INNEN UND AUßEN: Untersuchung der städtebaulichen Integration, des Grundrisses und der spezifischen grafischen Präsentation des Entwurfs von Hans Scharoun.

5 DIE JOURNALISTISCHE REZEPTION DER ENTWÜRFE: Darstellung der zeitgenössischen Kritik in der Fachpresse und Analyse der feuilletonistischen Texte von Joseph Roth als Ausdruck gesellschaftlicher Kulturkritik.

6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenführende Analyse der Ergebnisse über die Rezeption in Fachpresse und Feuilleton und Verifizierung der Arbeitsthesen.

Schlüsselwörter

Hochhaus, Berlin, Architektur, Mies van der Rohe, Hans Scharoun, Joseph Roth, Weimarer Republik, Bautechnik, Feuilleton, Moderne, Wettbewerb, Stahlskelettbau, Stadtplanung, Kulturkritik, Journalismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie frühe Hochhausentwürfe in Berlin zu Beginn der 1920er Jahre in der Presse aufgenommen und wahrgenommen wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die architektonische Moderne, die mediale Vermittlung von Entwürfen, die soziale Funktion von Hochhäusern sowie die zeitgenössische Architekturkritik.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es soll analysiert werden, ob eine einheitliche negative mediale Darstellung des Hochhauses als neue Bauform durch die Fachpresse und Feuilletonisten konstruiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Architekturgeschichte, die Entwurfsunterlagen sowie journalistische Texte historisch einordnet und vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Fokus liegt auf den Entwürfen "Wabe" (Mies van der Rohe) und "Innen und Außen" (Hans Scharoun) sowie deren spezifischer Rezeption in Fachmagazinen und feuilletonistischen Beiträgen von Joseph Roth.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hochhaus, Moderne, Architekturkritik, Weimarer Republik, Mies van der Rohe, Hans Scharoun und Joseph Roth.

Warum spielt Joseph Roth in dieser Untersuchung eine prominente Rolle?

Roth wird als prominenter Feuilletonautor herangezogen, um eine kulturkonservative und subjektive Perspektive auf den modernen baulichen Wandel exemplarisch zu beleuchten.

Was ist das Besondere an Hans Scharouns Entwurf im Vergleich zu Mies van der Rohe?

Scharoun plante eine stärkere Einbettung in das städtebauliche Umfeld mit besonderer Berücksichtigung öffentlicher Nutzungsflächen und weicher Formen, während Mies van der Rohe auf Stahlskelettstrukturen und Glasavantgarde setzte.

Wie wurde auf die modernen Hochhausentwürfe in der Fachpresse reagiert?

Die Rezeption in der Fachpresse war insgesamt schwach; nur wenige prominente Fachkritiker wie Max Berg oder Adolf Behne erkannten das Potenzial für eine formale Neuerung.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der These über die negative Berichterstattung?

Die These einer gezielten negativen medialen Kampagne in der Fachpresse lässt sich nicht halten; im Feuilleton (durch Roth) wurde das Hochhaus jedoch bewusst als Symbol für den modernistischen Kulturverfall dargestellt.

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Résumé des informations

Titre
Wenn Berlin Wolkenkratzer bekäme. Frühe Hochhausentwürfe für Berlin und ihre journalistische Rezeption
Université
Humboldt-University of Berlin  (Kunst- und Bildgeschichte)
Note
1,7
Auteur
Eva Schuchardt (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
50
N° de catalogue
V1523055
ISBN (PDF)
9783389100189
ISBN (Livre)
9783389100196
Langue
allemand
mots-clé
Art History Kunstgeschichte Architekturgeschichte Architektur Mies van der Rohe Hans Scharoun Weimarer Republik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eva Schuchardt (Auteur), 2022, Wenn Berlin Wolkenkratzer bekäme. Frühe Hochhausentwürfe für Berlin und ihre journalistische Rezeption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1523055
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Extrait de  50  pages
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