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Intersektionalität in der Kinder- und Jugendliteratur

Titel: Intersektionalität in der Kinder- und Jugendliteratur

Bachelorarbeit , 2024 , 56 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Bachelorarbeit wird das relativ neue und noch selten betrachtete Konzept der Intersektionalität anhand des Kinder- und Jugendromans „Die Sonne, so strahlend und Schwarz“ der Autorin Chantal-Fleur Sandjon veranschaulicht. Dabei liegt das Augenmerk insbesondere auf der Entstehung von Intersektionalität, sowie der konkreten Darstellung jener, die über die Protagonistin des Romans vermittelt wird.

Wie werden Konflikte und zentrale Phänomene thematisiert? Mit welchen Strategien werden Einzigartigkeiten und Besonderheiten der Intersektionalität hervorgehoben, möglicherweise über die sprachliche Gestaltung hinaus? Welche Perspektive auf Intersektionalität entsteht und gibt es diesbezüglich Funktionen, welche der Roman für seine Zielgruppe erfüllt?
Um diesen Fragen nachzugehen, gilt es, zunächst einen Überblick über den vielschichtigen Begriff der Intersektionalität zu erlangen. Dabei soll es sowohl um die historische, als auch inhaltliche Entwicklung gehen, um darauf aufbauend Konzepte und Theorien der Literaturwissenschaft zu betrachten, die eine gewisse Wirkungsweise auf Leser*innen und die Gesellschaft im Allgemeinen nach sich ziehen. In diesem Zuge liegt das Augenmerk auf der konkreten Darstellung der Intersektionalität, insbesondere in Bezug auf die Kinder- und Jugendliteratur, an dessen Zielgruppe sich der Roman „Die Sonne, so strahlend und Schwarz“ richtet.
Vor diesem Hintergrund werden verschiedene Analyseebenen beleuchtet und ausgewertet, die zu der Darstellung von Intersektionalität beitragen können. Zunächst werden die Themenfelder und der Aufbau der Handlung des Romans genauer betrachtet, die die Analyse der sprachlichen und stilistischen Merkmale, genauer die paratextuelle und rhetorische Gestaltung des Romans, wechselseitig beeinflussen. Als von Intersektionalität beeinflusste Person, werden zudem Verhaltensweisen der Protagonistin Nova, als auch Reaktionen der Gesellschaft und des Umfeldes auf die Diskriminierungsmerkmale jener genauer beleuchtet, um die Darstellung der Intersektionalität innerhalb des Romans aus sämtlichen Perspektiven zu illustrieren. Abschließend wird das Werk von Chantal-Fleur Sandjon auf der Grundlage dieser Analyse in dem Kontext des Forschungsstandes der Intersektionalität eingeordnet und die Bedeutung des Romans für die weitere Entwicklung der Intersektionalitätsdarstellung in der Kinder- und Jugendliteratur betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. INTERSEKTIONALITÄT IN DER KINDER- UND JUGENDLITERATUR

2.1. DER BEGRIFF DER INTERSEKTIONALITÄT

2.2. KONZEPTE UND THEORIEN DER INTERSEKTIONALITÄT IN DER LITERATURWISSENSCHAFT

2.3. Darstellung der Intersektionalität in der Kinder- und Jugendliteratur

3. INTERSEKTIONALITÄT IN DEM ROMAN „DIE SONNE, SO STRAHLEND UND SCHWARZ“

3.1. INHALT UND HANDLUNG

3.1.1. Darstellung der Intersektionalität anhand der Protagonistin Nova

3.1.2. Struktur des Plots

3.2. ANALYSE DER SPRACHLICH- STILISTISCHEN AUSARBEITUNG

3.2.1. Paratextuelle Gestaltung

3.2.2. Rhetorische Figuren

3.2.3. fundamentale Sprachgestaltung und Stil

3.3. STRATEGIEN ZUR HERANFÜHRUNG AN IN DER GESELLSCHAFT VERTRETENE (WERTUNGS-) POSITIONEN VON INTERSEKTIONALITÄT

4. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht, wie Intersektionalität in der Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel des Romans „Die Sonne, so strahlend und Schwarz“ von Chantal-Fleur Sandjon dargestellt wird. Ziel ist es, die narrative und stilistische Vermittlung intersektionaler Diskriminierungserfahrungen sowie die Charakterentwicklung der Protagonistin unter Berücksichtigung sozio-demographischer Faktoren wie Ethnizität, Geschlecht, Klasse und Körper zu analysieren.

  • Analyse der Intersektionalität im Kontext der Kinder- und Jugendliteratur.
  • Untersuchung des „Mehrebenenmodells“ nach Winker und Degele als Analyseinstrument.
  • Deutung paratextueller und rhetorischer Gestaltungselemente im Roman.
  • Betrachtung von Resilienz und Identitätsbildung der Protagonistin Nova.
  • Evaluation des Potenzials moderner Jugendliteratur für die politische Bildung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Darstellung der Intersektionalität anhand der Protagonistin Nova

Der Roman „Die Sonne, so strahlend und Schwarz“ von Chantal-Fleur Sandjon thematisiert das Leben der Protagonistin mit mosambikanischem Migrationshintergrund, Nova, und begleitet sie vor allem bei Herausforderungen bezüglich ihrer Identität. Die Intersektionalität in dem Roman wird durch Nova anhand spezifischer Merkmale und charakterdifferenzierenden Methoden zur Darstellung gebracht. Denn es überschneiden und vermischen sich mehrere Formen der Diskriminierung in ihrem Leben. Sie ist eine Schwarze Jugendliche, die häusliche Gewalt durch ihren Stiefvater erfährt und lesbisch ist, wie sie für sich im Laufe der Geschichte feststellt. Zudem hat die Familie einen niedrigeren sozio-ökonomischen Status, da ihre alkoholabhängige und alleinerziehende Mutter auf der Suche nach einer neuen Arbeit ist.

Durch rassistische Erfahrungen, die Nova bei sich selbst oder ihrem Umfeld erlebt, setzt sie sich besonders mir ihrer Hautfarbe, ihren Haaren und ihrer Kultur auseinander. Somit nimmt Nova negative Reaktionen, Ausgrenzungen und Diskriminierungen in allen vier Diskriminierungskategorien, nämlich ‚Geschlecht‘, ‚Ethnizität‘, ‚Klasse‘ und ‚Körper‘, wahr, die Nina Degele und Gabriele Winker in ihrem ‚Mehrebenenmodell‘ für ihre Intersektionalitätstheorie präsentieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Intersektionalität als analytisches Konstrukt für die Kinder- und Jugendliteratur ein und definiert die zentrale Forschungsfrage anhand von Chantal-Fleur Sandjons Roman.

2. INTERSEKTIONALITÄT IN DER KINDER- UND JUGENDLITERATUR: Dieser Teil beleuchtet die theoretischen Grundlagen des Intersektionalitätsbegriffs sowie dessen literaturwissenschaftliche Anwendung und die spezifische Rezeption in der aktuellen Jugendliteratur.

3. INTERSEKTIONALITÄT IN DEM ROMAN „DIE SONNE, SO STRAHLEND UND SCHWARZ“: Das Hauptkapitel widmet sich der detaillierten Analyse der Handlung, der sprachlich-stilistischen Mittel sowie der gesellschaftlichen Strategien zur Vermittlung intersektionaler Themen innerhalb des Romans.

4. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial des Romans für die literarische Repräsentation und die Identitätsbildung junger Leser*innen.

Schlüsselwörter

Intersektionalität, Kinder- und Jugendliteratur, Diskriminierung, Mehrebenenmodell, Identitätsfindung, Diversität, Rassismus, Sexualität, Sozioökonomischer Status, Resilienz, Paratext, Sprachgestaltung, Chantal-Fleur Sandjon, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Intersektionalität in literarischen Werken für ein junges Publikum, konkret am Roman „Die Sonne, so strahlend und Schwarz“.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Im Fokus stehen Diskriminierungserfahrungen aufgrund von ‚Ethnizität‘, ‚Geschlecht‘, ‚Klasse‘ und ‚Körper‘ sowie die Auswirkungen auf die Protagonistin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Intersektionalität in der Kinder- und Jugendliteratur konkret vermittelt wird und welche Strategien dabei zur Anwendung kommen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird primär das „Mehrebenenmodell“ von Nina Degele und Gabriele Winker angewandt, ergänzt durch textanalytische Verfahren der Literaturwissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Plot, die paratextuellen Gestaltungselemente (wie Symbole) und rhetorische Mittel, um die intersektionale Thematik greifbar zu machen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Intersektionalität, Diversität, Empowerment, literarische Repräsentation und Identitätsbildung sind die zentralen Begriffe.

Wie spielt die Sonnensymbolik eine Rolle für die Protagonistin Nova?

Die Sonne dient als Motiv für Energie, Zuversicht und positive Identitätsstärkung, kontrastiert jedoch auch mit negativen Erfahrungen, die als „Schatten“ der Identität wahrgenommen werden.

Warum wählt die Autorin für den Roman eine Versform statt Prosa?

Die Abkehr von typischer Prosa und die Versform unterstreichen die emotionale Unruhe, die Freiheit des Ausdrucks und tragen zur bildlichen Vermittlung komplexer Identitätskrisen bei.

Welche Bedeutung hat der „Big Chop“ als Ereignis für Nova?

Er symbolisiert einen essenziellen Akt der Selbstbestimmung und Befreiung von rassistischen Schönheitsidealen und Vorurteilen gegenüber ihrem Äußeren.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Intersektionalität in der Kinder- und Jugendliteratur
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Kunst- und Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Literaturwissenschaft
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
56
Katalognummer
V1523638
ISBN (PDF)
9783389093191
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Intersektionalität Literaturwissenschaft Kinder- und Jugendliteratur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Intersektionalität in der Kinder- und Jugendliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1523638
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Leseprobe aus  56  Seiten
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