In meiner Hausarbeit möchte ich mich mit der Schule allgemein und speziell mit der höheren
Schule im Dritten Reich beschäftigen. Es gilt aufzuzeigen, welche Veränderungen es nach
dem Machtantritt Hitlers im Schulwesen gegeben hat und welche Aufgaben der Schule ange-
dacht wurden. Wurde die Schulpolitik beeinflusst und in wiefern? Gab es neue Fächer und
wurden alten Fächern mehr oder weniger Bedeutung zugemessen? Wie machte sich die Er-
ziehungsideologie im Schulalltag bemerkbar? Ist es dem nationalsozialistischen Regime eine
völlige Gleichschaltung gelungen?
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. WISSENSCHAFTLICHE BIOGRAPHIE
3. DEFINITIONEN
3.1 INDOKTRINATION AUS WIKIPEDIA, DER FREIEN ENZYKLOPÄDIE
3.2 DEFINITION VON INDOKTRINATION NACH TENORTH:
4. SCHULE UND UNTERRICHT IM NATIONALSOZIALISTISCHEN REGIME
5. QUELLEN UND IHRE KRITIK (AUS TENORTH: GRENZEN DER INDOKTRINATION)
6. ANALYSE VON INDOKTRINATION (AUS TENORTH: GRENZEN DER INDOKTRINATION)
7. UNVEREINBARKEIT VON IDEOLOGIE, BILDUNG, ERZIEHUNG
8. SCHLUSS
9. LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Indoktrination im deutschen Schulwesen während des Nationalsozialismus unter besonderer Berücksichtigung der theoretischen Ansätze von Heinz-Elmar Tenorth, um zu klären, ob ein Bildungssystem vollständig auf eine Ideologie funktionalisiert werden kann.
- Strukturelle Veränderungen im Schulwesen nach 1933
- Die Rolle der Lehrerschaft als Vollstrecker nationalsozialistischer Ideologie
- Methoden der ideologischen Beeinflussung in Lehrplänen und Unterricht
- Die Rolle des Fachunterrichts als Barriere gegen Indoktrination
- Individuelle Widerstandsfähigkeit von Schülern und Lehrern gegenüber dem politischen Druck
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In meiner Hausarbeit möchte ich mich mit der Schule allgemein und speziell mit der höheren Schule im Dritten Reich beschäftigen. Es gilt aufzuzeigen, welche Veränderungen es nach dem Machtantritt Hitlers im Schulwesen gegeben hat und welche Aufgaben der Schule angedacht wurden. Wurde die Schulpolitik beeinflusst und in wiefern? Gab es neue Fächer und wurden alten Fächern mehr oder weniger Bedeutung zugemessen? Wie machte sich die Erziehungsideologie im Schulalltag bemerkbar? Ist es dem nationalsozialistischen Regime eine völlige Gleichschaltung gelungen?
Grundlage meiner Arbeit ist dabei die Auseinandersetzung Tenorth`s mit dem Thema in „Grenzen der Indoktrination“. Im ersten Teil der Hausarbeit war mir eine Begriffsklärung wichtig. Anschließend habe ich versucht, einen kurzen Überblick über die Schule in der NS-Zeit zu schaffen und deutlich zu machen, welche Veränderungen sich nach der Weimarer Republik im Schulwesen abzeichneten. Danach habe ich geeignete Quellen gesucht, die im autobiografischen Stil deutlich machen sollen, wie Schulalltag war und ob die Nazis jede Schule oder jeden Lehrer erfolgreich indoktrinieren konnten. Denn ein Lehrer, orientiert an humanistischen Traditionen und Werten beeinflusst und gesteuert von den inhumanen Zielen Nationalsozialisten. War das in der ganze Breite möglich?
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der ideologischen Beeinflussung des nationalsozialistischen Schulwesens und der methodischen Grundlage durch Tenorth.
2. WISSENSCHAFTLICHE BIOGRAPHIE: Kurzbiografie von Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth und dessen akademischer Werdegang.
3. DEFINITIONEN: Klärung des Begriffs der Indoktrination durch eine allgemeine Enzyklopädie-Definition und die spezifische pädagogische Definition nach Tenorth.
4. SCHULE UND UNTERRICHT IM NATIONALSOZIALISTISCHEN REGIME: Analyse der schulpolitischen Umstrukturierung, der neuen Unterrichtsinhalte und der Rolle der Lehrerschaft unter dem NS-Regime.
5. QUELLEN UND IHRE KRITIK (AUS TENORTH: GRENZEN DER INDOKTRINATION): Kritische Betrachtung autobiografischer Berichte und Dokumente zur Schulzeit im Nationalsozialismus.
6. ANALYSE VON INDOKTRINATION (AUS TENORTH: GRENZEN DER INDOKTRINATION): Erläuterung der drei Hypothesen von Tenorth zur Widerstandsfähigkeit gegen Indoktrination durch Fachunterricht und Sozialisationsstrukturen.
7. UNVEREINBARKEIT VON IDEOLOGIE, BILDUNG, ERZIEHUNG: Fazit zur Unmöglichkeit der vollständigen Funktionalisierung von Schule und Bildung für ideologische Zwecke.
8. SCHLUSS: Zusammenfassende Reflexion über das Scheitern der totalen ideologischen Gleichschaltung des Individuums.
9. LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Fachliteratur.
Schlüsselwörter
Indoktrination, Nationalsozialismus, Schule, Heinz-Elmar Tenorth, Erziehungsideologie, Gleichschaltung, Fachunterricht, Sozialisation, Widerstand, Bildungsgeschichte, Ideologie, Schulalltag, Pädagogik, Rassenkunde, Drittes Reich
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Mechanismen der nationalsozialistischen Indoktrination im deutschen Schulwesen und analysiert, inwieweit das System erfolgreich war, Bildung als reines Propagandawerkzeug zu nutzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Rolle der Lehrerschaft, die Umgestaltung der Lehrpläne, der Einfluss politischer Ideologie auf den Unterricht und die Grenzen staatlicher Manipulation durch das Bildungssystem.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu hinterfragen, ob ein totalitäres Regime wie der Nationalsozialismus in der Lage war, jeden Schüler und Lehrer vollständig zu indoktrinieren oder ob es systemimmanente Grenzen der Beeinflussung gibt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, insbesondere der Auseinandersetzung mit den Hypothesen von Heinz-Elmar Tenorth und der Auswertung autobiografischer Quellen aus der Zeit des Nationalsozialismus.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die schulpolitischen Veränderungen ab 1933, die Rolle der Lehrer als politisches Instrument, die drei Hypothesen zur Widerstandsfähigkeit gegen Indoktrination sowie die Unvereinbarkeit von totalitärer Ideologie und echtem Bildungsauftrag.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Indoktrination, Nationalsozialismus, Gleichschaltung, Tenorth, Erziehungsideologie und fachorientierter Widerstand.
Warum wird gerade Tenorths Ansatz als Basis genutzt?
Tenorth bietet mit seinen drei Hypothesen einen theoretischen Rahmen, um die pädagogische Resistenz gegen ideologische Zumutungen wissenschaftlich zu fundieren.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Fachunterrichts?
Der Fachunterricht wird als eine Barriere identifiziert, da er durch die Analyse von Inhalten und logische Strukturierung den Schülern Werkzeuge zur kritischen Distanzierung an die Hand geben kann.
Konnte das NS-Regime die Schule vollständig funktionalisieren?
Laut der Arbeit konnte das Regime zwar massiven Schaden anrichten, aber keine vollständige Indoktrination erreichen, da das Individuum durch seinen Sozialisationsprozess eine Eigenlogik bewahren konnte.
- Citar trabajo
- Tobias Isenhuth (Autor), 2006, Grenzen der Indoktrination, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152368