Sicherheit im Rudersport

Richtlinien für einen sicheren und gefahrlosen Rudersport


Hausarbeit, 2009

22 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2. Verbände und Verordnungen
2.1 FISA
2.2 DRV
2.3 Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStro)
2.4 Vereinsverordnungen

3 Verhaltensweisen
3.1 Auf dem Wasser
3.2 Bei einem Unfall
3.3 Bei heißem Wetter
3.4 Im Winter

4 Sicherheit und Gefahren auf dem Wasser
4.1 Kollision
4.2 Fehleinschätzung der Witterungsbedingungen
4.3 Schleusen und Schiffsverkehr

5 Verkehrsregeln
5.1 Ausweichen und Verkehrsverhalten
5.2 Allgemeine Sorgfaltspflicht
5.3 Der Schifffahrt ausweichen
5.4 Manöver des letzten Augenblicks
5.5 Regatten
5.6 Zusammenfassung zur Verkehrsregelung

6 Die wichtigsten Schifffahrtszeichen und Schallsignale
6.1 Schifffahrtszeichen
6.2 Wichtige Schallsignale

7 Schlussbetrachtung

8 Literatur

1 Einleitung

Sicherheit im Rudersport sollte ganz groß geschrieben werden. Schließlich befindet sich der Mensch in einem Element, dem Wasser, welches ihm bei mangelnden Ruderkenntnissen, Unaufmerksamkeit und fehlenden Verantwortungsbewusstsein zur Gefahr werden kann. Aber auch schlecht gewartetes oder minderwertiges Material, können Gefahrenquellen darstellen. Die Hauptgefahren auf dem Wasser stellen Kollisionen mit anderen Wasserfahrzeugen oder Hindernissen auf dem Wasser dar. Um solche Kollisionen zu vermeiden, ist es wichtig, dass alle Aufgaben- und Zuständigkeitsbereiche im Boot eindeutig verteilt und Kompetenzen nicht überschritten werden. So ist es gerade bei kleinen Steuerleuten wichtig, dass sich der Bugmann relativ häufig umsieht. Denn für den kleinen Steuermann entsteht oft durch den großen Ruderer ein „toter Winkel“, den er nicht einsehen kann. Eine weitere Unfallgefahr entsteht durch die Fehleinschätzung der Witterungsbedingungen und dem damit verbunden Verhalten des Wassers. Um solche Fehleinschätzungen zu korrigieren, sollten Ratschläge einheimischer Ruderer, unbedingt Beachtung geschenkt werden. Welchen Richtlinien im einzelnen Folge zu leisten ist, damit ein sicherer und gefahrloser Rudersport betrieben werden kann, soll Gegenstand dieser Hausarbeit sein. Um Sicherheit im Rudersport zu gewährleisten, hat der Dachverband der Rudernationen über die Landesverbände bis zu den Vereinen mit ihren Vereinsordnungen Richtlinien aufgestellt.

2. Verbände und Verordnungen

2.1 FISA

Die FISA „Fédération Internationale des Sociétés d’Aviron“ ist der Dachverband der Rudernationen weltweit. Sie richtet Ruder-Weltmeisterschaften oder Weltcups aus und legt Wettkampfregeln fest und beschäftigt sich darüber hinaus mit Sicherheitsregeln für Rudersportler.

Sicherheitsregelungen zu:

1. Benötigte Elemente

- verbandsverantwortliche Durchsetzung von Sicherheitsstandards
- verbandsverantwortliche Ernennung eines Sicherheitsobmanns
- Sicherheitshandbuch
- Sicherheitsausrüstung und Erste-Hilfe-Ausrüstung
- sichere Ruderausrüstung

2. Verhaltensregeln und Verantwortungen

- Ruderer
- Steuerleute
- Trainer

3. naturbedingte Beeinträchtigungen

- Kaltwasser-Richtlinien (Umweltbedingungen, Kleidung, Vorsichtsmaßnahmen, Erste-Hilfe-Maßnahmen)
- Richtlinien für heißes Wetter

4. Grundlegende medizinische Fragen

- Austrocknung
- Erschöpfung
- Hitzeschlag

Alle vorgenannten Sicherheitsregeln sind minimale Richtlinien für die sichere Ausübung im Rudersport (vgl. www.rish.de/download/fisa-sicherheit-beim-rudern.pdf).

2.2 DRV

Der Deutsche Ruderverband ist der größte und einer der erfolgreichsten Ruderverbände der Welt. Der DRV wurde 1883 in Köln gegründet und ist der älteste Fachverband des deutschen Sports. Dabei ist der DRV ein Verband der Vereine. Er ist Interessenvertretung des deutschen Rudersports, seiner Vereine und Verbände sowie deren sowie deren Mitglieder. Um den Schutz der Mitglieder zu gewährleisten, beschäftigt der DRV sich auch mit der Sicherheit. Ähnlich wie der Dachverband FISA werden auch hier Sicherheitsfragen zum Thema Boot, Ausrüstung und Ruderrevier angesprochen (vgl. www.rudern.de).

2.3 Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStro)

Die BinSchStro gilt auf fast allen Bundeswasserstraßen und wird von den Wasser- und Schifffahrtsdirektionen und deren ausführende Organe (Wasserschutzpolizei) durchgesetzt.

Regelungen zu:

- Ordnungswidrigkeiten auf dem Fahrwasser jeder Art
- Allgemeine Bestimmungen
- Kennzeichen und Bezeichnung der Fahrzeuge
- Schallzeichen der Fahrzeuge
- Schifffahrtszeichen und Bezeichnung der Wasserstraße
- Fahrregeln
- Regelungen für einzelne Binnenschifffahrtsstraßen
- Gewässerschutz und Abfallbeseitigung auf Fahrzeugen

(vgl. http://www.elwis.de/Schifffahrtsrecht/downloads/index.html)

2.4 Vereinsverordnungen

Es gibt in den einzelnen Vereinen sehr unterschiedliche Ruderordnungen (Fahrtenordnungen). Begründet ist dies, darin dass die Ordnungen auf verschiedene örtliche Rudergegebenheiten angepasst sind. Was die Ruderordnung in einem Verein regeln sollte, ist in folgende Bereiche gegliedert:

1. Bootsbenutzung, Verantwortung
2. Bootsausrüstung
3. Verkehrsregeln
4. Vereins-Ruderordnung
5. Wanderfahrten (vgl. DRV, 1992, 97 ff)

3 Verhaltensweisen

3.1 Auf dem Wasser

Im Boot sind folgende Zuständigkeiten zu beachten:

Schlagmann gibt die Schlagfrequenz vor
- Bugmann ist (außer wenn der Schlagmann steuert) für Kurskorrekturen, Vermeidung von Kollisionen sowie für Landemanöver zuständig
- an verschiedenen Orten am See sind Sturmwarnvorrichtungen aufgestellt → sind zu beachten
- Vorsichtsmeldung blinkt pro Minute ca. 40 mal und macht auf die Gefahr des Aufkommens von Sturmwinden aufmerksam → Ruderboote in Ufernähe bleiben, Wetter beobachten
- Sturmwarnung blinkt pro Minute ca. 90 mal und kündet eine unmittelbare Gefahr an → Ruderboote suchen den nächsten Hafen auf, bzw. bewegen sich sorgfältig in Richtung Ufernähe

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Sicherheit im Rudersport
Untertitel
Richtlinien für einen sicheren und gefahrlosen Rudersport
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Sportwissenschaften)
Autor
Jahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V152386
ISBN (eBook)
9783640645671
ISBN (Buch)
9783640645558
Dateigröße
1387 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sicherheit, Rudersport, Richtlinien, Rudersport
Arbeit zitieren
Tobias Isenhuth (Autor), 2009, Sicherheit im Rudersport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152386

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