Irmgard Keun - Das kunstseidene Mädchen

Untersuchung im Rahmen der gender studies


Hausarbeit, 2009
35 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Irmgard Keun und die Neue Sachlichkeit

3. Romananalyse
3.1 Darstellung des Inhalts
3.2 Charakterisierung der Protagonistin
3.3 Karrierewunsch
3.4 Liebe und Sexualität
3.4.1 Partnerschaft und Liebe
3.4.2 Sexualität
3.5 Einfluss des Genderfaktors

4. Abschlussbetrachtung

Exkurs: Einbettung in den sozio-historischen Kontext

1. Die Übergangsgeschöpfe

2. Die Neue Frau
2.1 Öffentlich- rechtliche Stellung der Frauen
2.2 Arbeitsalltag
2.3 Sexualität und Partnerschaft
2.4 Bewertung der Emanzipationsmöglichkeiten

3. Autorinnen in der Übergangsphase
3.1 Der Neue Frau - Roman
3.2 Veränderung des Literaturbegriffs

5. Literaturverzeichnis.

1. Einleitung

Diese Schriftstellerin hat am eigenen Leib erfahren, dass der Schatten, den Männer werfen, allemal länger ist als der von Frauen.[1]

Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre – als das Interesse vornehmlich in der Rekonstruktion weiblicher Perspektiven der Geschichte liegt[2] – werden auch die Romane der Schriftstellerin Irmgard Keun[3] von der Wissenschaft als beliebter Forschungsgegenstand wiederentdeckt. Seither erscheinen regelmäßig wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit dem Werk Keuns befassen – im Fokus steht die Thematisierung der Neuen Frau innerhalb der Weimarer Republik .

In den anfänglichen Forschungsarbeiten wird die Rolle der Frau in Keuns Publikationen überwiegend positiv herausgestellt. Die Frauenbewegung versucht Keun mit dieser positiven Darstellung für sich zu gewinnen.[4] Dieser Versuch widerspricht jedoch Keuns Selbstverständnis: „Ich bin überhaupt nichts -istinnenhafstes, ich kann keine -istinnen leiden! Mir genügt, dass ich feminin bin, da braucht nicht noch ein –istin dabei zu sein!“[5]

Zudem steht anfangs die Verknüpfung von Biographie und Werk im Vordergrund des Forschungsinteresses.[6] Diese Perspektive stellt ein heikles Unterfangen dar, da die Keunsche Biographie nur fragmentartig bekannt ist und führt so zu einer Verzerrung der Romanfiguren.[7] Ein weiterer Analysezugang der Keun-Forschung hat den Nachweis der historischen Authentizität zum Ziel.[8]

Manche dieser in der ersten Forschungsphase gewonnen Erkenntnisse über die Darstellung der Frauenrolle werden Mitte der 90er Jahre auf Grund des Erscheinens gehaltvoller Dokumente und Augenzeugenberichte revidiert.[9] Zudem erhält Irmgard Keun Einzug in die Lehrpläne der Universitäten, so dass einige Abschlussarbeiten in den 90er Jahre erscheinen. Dass die Untersuchungen der Keunschen Werke noch immer nicht erschöpft zu sein scheinen, ist an den aktuell erschienenen Studien erkennbar. Neuste Forschungsbeiträge bevorzugen vor allem die vergleichende Perspektive; sie ziehen weitere Autorinnen der Weimarer Republik heran oder stellen einen Vergleich der Figuren innerhalb des Romanwerks der Keun auf.[10] Zudem ist 2008 ein Beitrag zum Frühwerk Irmgard Keuns[11] erschienen sowie ein Jahr zuvor eine Studie, die die Gender- und Machttransgression im Romanwerk untersucht und auch in der vorliegenden Arbeit Beachtung finden soll.

Der Mehrzahl der Forschungsbeiträge ist gemein, dass sie sich auf die anfänglichen Werke der Autorin beziehen. Auch die vorliegende Arbeit nimmt Bezug auf einen der frühen Romane, Das kunstseidene Mädchen, erstmals erschienen im Jahr 1931 – also in der Endphase der Weimarer Republik – im Universitas Verlag Berlin. Dieses zweite Werk Keuns eignet sich für die vorliegenden Arbeit, die die literarische Behandlung weiblicher Emanzipationsmöglichkeiten durch Irmgard Keun zum Thema hat, sehr gut, da hier – noch deutlicher als in ihrem ersten Roman Gilgi - eine von uns – der außergewöhnlich differenzierte Blickwinkel Keuns sichtbar wird, der es der Autorin ermöglicht die Optionen weiblicher Selbstbestimmung differenzierter zu betrachten als einige ihrer Zeitgenossen.

Im Fokus der folgenden Romananalyse stehen die begrenzten Möglichkeiten zum weiblichen Selbstentwurf, die vornehmlich durch die differenzierte Porträtierung der Protagonistin Doris deutlich werden. Auf die Analyse hinführend wird eine kurze Einordnung des Romans in den literaturhistorischen Diskurs der Weimarer Republik gegeben. Zum besseren Verständnis der Untersuchung leitet eine prägnante Zusammenfassung der Romanhandlung die Analyse ein. Anschließend wird die Persönlichkeit der Protagonistin Doris auf emanzipatorische Wesenszüge untersucht. Hierauf folgt die Darstellung ihres Aufstiegsweges und der Ursachen für Doris unbedingten Karrierewunsch. Auch hier steht das Auslohten der Möglichkeiten eines selbstbestimmten Handelns im Vordergrund. Daran schließt die Untersuchung der Optionen zu einer selbstbestimmten Partnerschaft sowie zu einem emanzipatorischen Umgang mit Sexualität an.

In der Analyse wird der Einfluss des „Genderfaktors“[12] auf alle untersuchten Bereiche deutlich. Daraus wird ersichtlich, dass jener die größte Begrenzung für die weibliche Selbstbestimmung darstellt. Mit der Antwort auf die Frage, wie Irmgard Keun mit der Darstellung der Genderverhältnisse umgeht und inwiefern der Roman die auf der Gendernorm basierende Sozialstruktur ins Wanken bringt, wird die Romananalyse abgeschlossen.

Die vorliegende Untersuchung wird aus dargestellten Schwierigkeiten keine biographischen Bezüge herstellen. Darüber hinaus wird versucht Irmgard Keuns Kritik an der androkratischen Sozialstruktur herauszukehren ohne ihr das nicht zutreffende Etikett Feministin anheften zu müssen.

2. Irmgard Keun und die Neue Sachlichkeit

Um bei der Romananalyse den „weibliche Kulturleistung“[13] Irmgard Keuns gerecht werden zu können, ist die Darstellung der literarischen Positionierung Keuns hinsichtlich des literaturhistorischen Diskurses nötig.

Literarisch dominiert die Strömung der Neuen Sachlichkeit die Weimarer Republik. Auch Irmgard Keun orientiert sich an dieser gegenexpressionistischen Bewegung, die sich zur Entstehungszeit des kunstseidenen Mädchens bereits in der Spätphase befindet. Kennzeichnend für den Kanon der Neuen Sachlichkeit ist eine nüchterne, sachliche, präzise, entsentimentalisierte und authentische Abbildung der Realität.[14] Im Sinne des – aus dem Prozess der gesellschaftlichen Demokratisierung entstandenen – neuen Literaturverständnisses sollte eine „lebensnahe Gebrauchsliteratur mit Identifikationsangebot für die Masse, frei von elitären Tendenzen“[15] entstehen. Dieses Streben nach einer „Zweckkunst“[16] erfordert einen antipsychologischen Schreibstil. Der klassische Typ des Dichters wird somit vom neutralen Berichterstatter[17] abgelöst.[18]

Beliebtes Genre ist – neben den tatsachenbezogenen Formen der Reportage und der Dokumentation – der Zeitroman. Neben den Sujets wie Industrie, Amerikanismus und Wirtschaft werden auch der Typus der Neuen Frau sowie die Großstadt thematisiert.[19]

Das Kunstseidene Mädchen wird vornehmlich der Gattung des Zeitromans zugeordnet.[20] Diese Zuordnung resultiert aus der Themendarstellung, die sich mit den typischen Sujets des Zeitromans deckt. Zudem rechtfertigt die Authentizität des Romans, erreicht durch die ungefähre Entsprechung von Zeit der Niederschrift und erzählter Zeit, die Gattungszuordnung.[21]

Der Einfluss der Neuen Sachlichkeit wird außerdem deutlich durch die realen zeitlichen Bezüge wie Schlagertext oder Kinofilm,[22] die den Identifikationswert und somit den Gebrauchscharakter des Werkes ausmachen. Die „distanzierte Zweckrationalität“,[23] die die Männerbekanntschaften der Protagonistin prägen, stellen ebenfalls ein neusachliches Element dar. Die außergewöhnliche Beobachtungsgabe Keuns, die es möglich macht, dass der Roman allein schon durch die bloße Darstellung der Realität einen kritischen Aspekt erhält, lässt die Autorin zur avantgardistischen Schriftstellerin, zur Berichterstatterin, werden.

Jedoch löst die Autorin sich auch gleichzeitig durch naiv-humoristische Elemente[24] sowie die Nichtbeachtung des Aspekts der Entsentimentalisierung[25] von den neusachlichen Erzählmitteln. So kann die Protagonistin Doris keines Wegs auf eine ausschließlich distanzierte, sachliche Person reduziert werden. Wie in der Analyse sichtbar werden wird, handelt Doris durchaus emotional.[26] Dass die Autorin nicht in der Rolle des objektiven Berichterstatters verharrt, sondern auch subjektive Kritik hinter dieser Objektivität hindurch scheint, kann ebenfalls belegt werden.[27] „Fülle, Reichtum, Spannung [und] Witz“[28] des Romans sprechen ebenfalls gegen die nüchterne Haltung der Neuen Sachlichkeit.

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass die Autorin „neusachlich inspirierte Darstellungsmittel“ verwendet und sie mit „gestalterischen Elementen, die das puristische neusachliche Arsenal […] sprengen,“[29] kombiniert. Der Roman „bewegt sich zugleich innerhalb und außerhalb der Forderungen neusachlicher Literatur.“[30]

Auf Grund der sachlichen und entsentimentalen Elemente – Eigenschaften, die nach traditionellem Rollenverständnis Männern zugeordnet werden – gilt die Neue Sachlichkeit „als Ausdrucksform des Mannes“[31]. Dies lässt die Frage aufkommen, inwieweit sich Keun und ihre Schritstellerkolleginnen, die das Thema der Neuen Frau in Anlehnung an die neusachliche Programmatik behandeln, einer androkratischen Struktur im literarischen Feld fügen. Zur Beantwortung der Frage muss auf die Abhängigkeit der Frauen von männlichen Kritikern und Verlegern hingewiesen werden. Wollten Frauen literarisch wahrgenommen werden und sollte die Schriftstellerei auch finanzielle Absicherung bringen, so war männliche Unterstützung unabdingbar. Der Bogen des androkratisch geprägten Moralkodexes konnte nicht gänzlich überspannt werden, da auf Grund der noch spürbaren Normvorstellungen des Wilhelminismus für Frauen keine Anerkennung im öffentlichen Raum ohne männliche Zustimmung möglich war.[32] So ist eine Orientierung an männlichen Gattungsmerkmalen nicht ohne weiteres unumgänglich. Positiv ausgedrückt führt die neusachliche Prägung zu eindeutigen Neuerungen des weiblichen Schreibens und bietet den jungen Schriftstellerinnen die Möglichkeit, sich durch die Entsentimentalisierungs- und Antipsychologisierungsaspekte von herkömmlichen Festlegungen wie „Sentiment“ und Emotionen zu entfernen.[33]

So ist auch Irmgard Keun keine literarische Revolutionärin, wie sie von einigen Feministinnen gerne gesehen wird, sondern füllt durch die Komposition neusachlicher Elementen mit einigen für sie charakteristischen Stilmitteln nur den gesteckten Rahmen des emanzipatorisch Möglichen aus.

3. Romananalyse

Gegenstand der folgenden Analyse ist die Untersuchung der dargestellten Möglichkeiten

weiblicher Selbstverwirklichung im zweiten Roman Irmgard Keuns, Das kunstseidene Mädchen,[34] sowie die Beantwortung der Frage, wie Irmgard Keun den Einfluss des „Genderfaktors“[35] als größte Begrenzung für die weibliche Selbstbestimmung darstellt und inwiefern der Roman die auf der Gendernorm basierende Sozialstruktur ins Wanken bringt. Hinführend auf die Romananalyse werden wichtige inhaltliche Angaben zusammenfassend dargestellt. Die Überprüfung der Optionen weiblicher Selbstbestimmung wird durch genauere Betrachtung der Protagonistin Doris geschehen. Es wird das selbstbestimmte Handeln Doris’ bzw. die gegebenen Möglichkeiten zu selbigem innerhalb der wichtigen Identitätsstiftenden Bereiche Karriere, Partnerschaft und Sexualität untersucht. Der Analyse der genannten Bereiche geht eine Charakterisierung Doris’ voraus. Im Rahmen der Charakterisierung werden ihre Wünsche und Vorstellungen auf einen emanzipatorischen Gehalt hin überprüft.

3.1 Darstellung des Inhalts

Doris, eine achtzehnjährige Stenotypistin, uneheliche Tochter einer „Garderobiere“[36], die mit einem „ungebildeten Raubein“[37] verheiratet ist, hat sich zum Ziel gesetzt, aufzusteigen aus ihrem Milieu. Ausschlaggebend für den Entschluss, ein „Glanz“[38] zu werden, „der oben ist“[39] sind nicht nur ihre soziale Herkunft – durch die sie schon in ihrer Kindheit in eine Außenseiterposition gedrängt wird[40] – sowie die dürftigen Zukunftsperspektiven einer Angestellten, die sie sehr klar durchschaut.[41] Auch das Ende der Beziehung zu ihrem ersten Freund Hubert, einem Studenten, der sie „mit öliger Stimme und großer Moral“[42] verlässt, ist Auslöser ihres illusionären Wunsches. Der Student beendet die Beziehung unter dem scheinheiligen Vorwand, sie nicht heiraten zu können, da sie nicht mehr unberührt sei.[43] Hubert ist jedoch selbst dafür verantwortlich, „dass Doris kein anständiges Mädchen mehr ist.“[44]

Voller cineastisch aufgeladener Illusionen, aber auch mit einer nüchtern-pragmatischen Einstellung tritt sie mit großem Optimismus ihren Aufstiegsversuch an. „Materieller Besitz erscheint ihr als Schlüssel“[45] zum Erfolg. Nach einigen gewinnbringenden ausgenutzten Männerbekanntschaften und dem Verlust ihrer Büroanstellung, arbeitet sie vorübergehend als Komparsin am Theater. Ihr Ziel, so schnell wie möglich ein „Glanz“[46] zu werden, versucht sie hier mit intrigantem Verhalten[47] zu erreichen. Ihre Intrige führt dazu, dass sie keinen anderen Ausweg aus den Verstrickungen sieht als die Flucht ins verheißungsvolle Berlin. Aus der Theatergarderobe stielt sie einen Pelzmantel, der ihr als Startkapital eines neuen Lebens dienen soll. Das Aufstiegsstreben, das sie darauf ausrichtet über ihr „System des Männerfangs“[48] nach „oben“[49] zu gelangen (und eben gerade nicht durch berufliche Anstrengungen), lässt sie verschiedene weibliche Lebensformen entdecken. Ihre Investition ist ihr Körper. Immer wieder sieht sich Doris auf den Nullpunkt zurückgeworfen und bewegt sich scharf an der Schwelle zur gesellschaftlich geächteten Prostitution. So entwickelt sich das ehrgeizige Streben zu einem notwendigen Überlebenskampf. Am Ende der Erzählung stellt Doris resigniert fest: „Auf den Glanz kommt es nämlich vielleicht gar nicht so furchtbar an.“[50]

3.2 Charakterisierung der Protagonistin

Über Doris’ Gefühlswelt, ihre Vorstellungen und Wünsche ist der Leser auf Grund der Ich-Erzählperspektive sehr gut im Bilde.

Beginnend mit einer Rückblende erzählt die Protagonistin von ihrer Motivation, ein „Glanz“[51] zu werden. Sie fühlt, „[…] daß etwas Großartiges in mir vorging.“[52], das sie von anderen Mädchen unterscheidet und sie berechtigt ihr Leben aufzuschreiben: „Und ich denke, dass es gut ist, wenn ich alles beschreibe, weil ich ein ungewöhnlicher Mensch bin.“[53] Sie möchte jedoch kein Tagebuch schreiben, da sie dies als lächerlich empfindet, sondern sie möchte schreiben „wie Film“, denn so soll ihr Leben sein.[54] „Und wenn ich später lese, ist alles wie Kino“.[55] Doris setzt sich bewusst in Szene; ist Regisseurin, Schauspielerin und Publikum zugleich.[56]

[...]


[1] Ursula Krechel: Irmgard Keun: die Zerstörung der kalten Ordnung. Auch ein Versuch über das Vergessen weiblicher Kulturleistungen. In: Literaturmagazin 10.Vorbilder. 1979, S. 104.

[2] Vgl. Bescansa, Carmen: Gender- und Machttransgression im Romanwerk Irmgard Keuns. St. Ingbert 2007, S.31.

[3] *1905 in Charlottenburg bei Berlin; † 5. Mai 1982 in Köln.

[4] Siehe Schwarzer, Alice: Warum gerade sie? Weibliche Rebellen. 15 Begegnungen mit berühmten Frauen. Frankfurt a. M. 1990. Siehe ebenfalls: Lorisika, Irene: Frauendarstellungen bei Irmgard Keun und Anna Seghers. Frankfurt am Main 1985.

[5] Krollpfeiffer, Hannelore: „Die Frauen sind heute genauso glücklich oder unglücklich, wie sie immer waren!“. In: Brigitte 6 (1980), S.177. Zitiert nach Schüller, Liane: Vom Ernst der Zerstreuung. Schreibende Frau am Ende der Weimarer Republik: Marieluise Fleißer, Irmgard Keun und Gabriele Tergit. Bielefeld 2005, S. 244.

[6] Siehe Kreis, Gabriele: „Was man glaubt, gibt es“. Das Leben der Irmgard Keun. Zürich 1991.; Horsley, Joey: Irmgard Keun 1905-1982. “Auf dem Trittbrett eines rasenden Zuges“. Irmgard Keun zwischen Wahn und Wirklichkeit. In: WahnsinnsFrauen. Hg. v. Sybille Duda und Luise. F. Pusch. Frankfurt am Main 1992.

[7] Vgl. Bescansa 2007, S. 11.

[8] Siehe Rosenstein, Doris: Irmgard Keun. Das Erzählwerk der dreißiger Jahre. Frankfurt am Main 1991.

[9] Vgl. Marchlewitz, Ingrid: Irmgard Keun. Leben und Werk. Würzburg 1999, S. 13.

[10] Siehe u.a.: Bender, Stephanie: Lebensentwürfe im Romanwerk Irmgard Keuns. Taunusstein 2000.; Schüller 2005; Arend, Stefanie/Martin, Ariane (Hrsg.): Irmgard Keun 1905/ 2005. Deutungen und Dokumente. Bielefeld 2005.; Fähnders, Walter/Karrenbrock, Helga (Hrsg.): Autorinnen der Weimarer Republik. Bielefeld 2003. ; Viebrock, Katharina: Von weiblicher Freiheit. Figuren bei Virginia Woolf, Irmgard Keun, Jean Rhys. Königstein/Taunus 2002.; Barndt, Kerstin: Sentiment und Sachlichkeit. Der Roman der neuen Frau in der Weimarer Republik. Köln 2003.

[11] Kerstin Haunhorst: Das Bild der Neuen Frau im Frühwerk Irmgard Keuns. Entwürfe von Weiblichkeit am Ende der Weimarer Republik. Hamburg 2008.

[12] Bescansa 2007, S. 81.

[13] Krechel 1979, S. 103.

[14] Vgl. Bender 2000, S. 15.

[15] Haunhorst 2008, S. 47.

[16] Becker, Sabine: Neue Sachlichkeit. Band 1: Die Ästhetik der neusachlichen Literatur. (1920-1933). Köln 2000, S. 230-234. Zitiert nach Haunhorst 2008, S. 47.

[17] Die Neuen Sachlichkeit muss sich den Vorwurf gefallen lassen, keine eindeutige Stellung zu politischen Themen zu nehmen. Gegenargument zu dieser Kritik ist die Ansicht, dass die pure Darstellung von Tatsachen genug Kraft für Veränderungen bietet. Vgl. Bender 2000, S.18f.

[18] Vgl. Haunhorst 2008, S. 47.

[19] Ebd.

[20] Andere Gattungszuordnungen sind möglich, so ist auch die Gattung des Großstadtromans, des Schelmenromans oder des Entwicklungsromans passend. Vgl. Arendt, Stefanie/ Martin, Ariane: Nachwort und Materialien. In: Das kunstseidene Mädchen. Berlin 2005, S. 238ff.

[21] Vgl. ebd.

[22] Vgl. KM, S. 204.

[23] Barndt, Kerstin: „Eine von uns?“ Irmgard Keuns Leserinnen und das Melodramatische. In: Autorinnen der Weimarer Republik. Hg. v. Walter Fähnders und Helga Karrenbrock. Bielefeld 2003, S. 158.

[24] Vgl. KM, S. 13.

[25] Vgl. ebd., S. 29.

[26] Vgl. KM, S. 26 f.

[27] Siehe Marchlewitz 1999.

[28] Schüller 2005, S. 225.

[29] Ebd., S. 179.

[30] Ebd., S. 226.

[31] Capovilla, Andrea: Fiktionalisierung der „Neuen Frau“ im Kontext der Neuen Sachlichkeit. Frieder Geier, Helene Willfüer, das „kunstseidene Mädchen“. In: Geschlechter. Essays zur Gegenwartsliteratur. Hg. v. Friedbert Aspetsberger und Konstanze Fliedl. München/ Innsbruck/ Wien 2001, S. 98.

[32] Vgl. Dollmann, Andrea: „Emanzipation“ in Romanen von Autorinnen der Weimarer Republik (am Beispiel von Vicki Baums "stud. chem. Helene Willfüer", Irmgard Keuns "Das kunstseidene Mädchen" und Ruth Landshoff-Yorcks "Die Vielen und der Eine"). Osnabrück 2004, S. 36.

[33] Vgl. Becker, Sabine: „…zu den Problemen der Realität zugelassen“. Autorinnen der Neuen Sachlichkeit. Neusachliche Ästhetik und weibliches Schreiben. In: Autorinnen der Weimarer Republik. Hg. v. Walter Fähnders und Helga Karrenbrock. Bielefeld 2003, S. 190; Barndt 2003, S. 13: „Sentiment und Sachlichkeit stehen dabei in inhaltlicher und formaler Perspektive zur Disposition ohne unter das ‚eine‛ oder ,andere‛ Geschlecht oder Genre subsumiert zu werden.“

[34] Folgende Angaben zur Primärliteratur beziehen sich auf die Ausgabe des Claassen Verlags aus dem Jahr 2005. Die Ausgabe gibt den Text der Erstausgabe von 1932 wieder. Dieser unterscheidet sich gravierend von dem der Nachkriegsausgabe.

[35] Bescansa 2007, S. 81.

[36] Ebd., S. 28.

[37] Ebd., S. 29.

[38] KM, S. 44.

[39] Ebd.

[40] Vgl. ebd., S. 89.

[41] Vgl. ebd., S. 171.

[42] Ebd., S. 44.

[43] Vgl. ebd.

[44] Haunhorst 2008, S. 94.

[45] Schüller 2005, S. 174; KM 76

[46] KM, S. 44.

[47] Doris behauptet, eine Affäre mit dem Regisseur Leo Olmütz zu haben, um bei den Schauspielschülerinnen, die sie herablassend behandeln, Anerkennung zu erlangen. Durch das Einsperren einer Schülerin auf der Theatertoilette erhält sie die Möglichkeit, anstelle jener einen Satz vorzusprechen. Olmütz und der Theaterdirektor Klinkfeld bieten ihr die Chance, die Schauspielschule zu besuchen. Vgl. KM, S.40 ff.

[48] Die Avantgardistenzeitschrift Querschnitt veröffentlicht im April 1932 den provokanten Artikel Keuns System des Männerfangs, in dem die Autorin unter einer auf weiblichen Lustgewinn zielende Perspektive eine nach Berufsgruppen geordnete Anleitung zur Verführung von Männern entwirft. Doris kann als Anwenderin dieses Prinzips gelten. Vgl. Haunhorst 2008, S. 99.

[49] KM, S. 44.

[50] KM, S. 205.

[51] Ebd., S. 45.

[52] Ebd., S. 9.

[53] Ebd., S. 10.

[54] Ebd.

[55] KM, S. 11.

[56] Vgl. Barndt 2003, S. 28.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Irmgard Keun - Das kunstseidene Mädchen
Untertitel
Untersuchung im Rahmen der gender studies
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
35
Katalognummer
V152389
ISBN (eBook)
9783640642830
ISBN (Buch)
9783640643028
Dateigröße
604 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gender Studies, Frauenbilder, Neue Sachlichkeit, Irmgard Keun, Das kunstseidene Mädchen, Thema Das kunstseidene Mädchen
Arbeit zitieren
Anne-Sophie Schmidt (Autor), 2009, Irmgard Keun - Das kunstseidene Mädchen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152389

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