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Irmgard Keun - Das kunstseidene Mädchen

Untersuchung im Rahmen der gender studies

Titre: Irmgard Keun - Das kunstseidene Mädchen

Dossier / Travail , 2009 , 35 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anne-Sophie Schmidt (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Ende der 70er bzw. Anfang der 80er Jahre – als das Interesse vornehmlich in der Rekonstruktion weiblicher Perspektiven der Geschichte liegt – werden auch die Romane der Schriftstellerin Irmgard Keun von der Wissenschaft als beliebter Forschungsgegenstand wiederentdeckt.
Die vorliegende Arbeit nimmt Bezug auf einen der frühen Romane, Das kunstseidene Mädchen, erstmals erschienen im Jahr 1931 – also in der Endphase der Weimarer Republik – im Universitas Verlag Berlin. Dieses zweite Werk Keuns eignet sich für die vorliegenden Arbeit, die die literarische Behandlung weiblicher Emanzipationsmöglichkeiten durch Irmgard Keun zum Thema hat, sehr gut, da hier – noch deutlicher als in ihrem ersten Roman Gilgi - eine von uns – der außergewöhnlich differenzierte Blickwinkel Keuns sichtbar wird, der es der Autorin ermöglicht die Optionen weiblicher Selbstbestimmung differenzierter zu betrachten als einige ihrer Zeitgenossen.
Im Fokus der folgenden Romananalyse stehen die begrenzten Möglichkeiten zum weiblichen Selbstentwurf, die vornehmlich durch die differenzierte Porträtierung der Protagonistin Doris deutlich werden. Auf die Analyse hinführend wird eine kurze Einordnung des Romans in den literaturhistorischen Diskurs der Weimarer Republik gegeben. Zum besseren Verständnis der Untersuchung leitet eine prägnante Zusammenfassung der Romanhandlung die Analyse ein. Anschließend wird die Persönlichkeit der Protagonistin Doris auf emanzipatorische Wesenszüge untersucht. Hierauf folgt die Darstellung ihres Aufstiegsweges und der Ursachen für Doris unbedingten Karrierewunsch. Auch hier steht das Auslohten der Möglichkeiten eines selbstbestimmten Handelns im Vordergrund. Daran schließt die Untersuchung der Optionen zu einer selbstbestimmten Partnerschaft sowie zu einem emanzipatorischen Umgang mit Sexualität an.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Irmgard Keun und die Neue Sachlichkeit

3. Romananalyse

3.1 Darstellung des Inhalts

3.2 Charakterisierung der Protagonistin

3.3 Karrierewunsch

3.4 Liebe und Sexualität

3.4.1 Partnerschaft und Liebe

3.4.2 Sexualität

3.5 Einfluss des Genderfaktors

4. Abschlussbetrachtung

Exkurs: Einbettung in den sozio-historischen Kontext

1. Die Übergangsgeschöpfe

2. Die Neue Frau

2.1 Öffentlich- rechtliche Stellung der Frauen

2.2 Arbeitsalltag

2.3 Sexualität und Partnerschaft

2.4 Bewertung der Emanzipationsmöglichkeiten

3. Autorinnen in der Übergangsphase

3.1 Der Neue Frau- Roman

3.2 Veränderung des Literaturbegriffs

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten weiblicher Selbstverwirklichung in Irmgard Keuns Roman "Das kunstseidene Mädchen". Dabei wird analysiert, wie die Protagonistin Doris versucht, innerhalb der patriarchalen Strukturen der Weimarer Republik einen eigenen Handlungsspielraum zu finden und inwieweit ihr dies gelingt.

  • Analyse der Persönlichkeit und der Motive der Protagonistin Doris.
  • Untersuchung der Einflussfaktoren Karriere, Partnerschaft und Sexualität.
  • Betrachtung der Rolle des "Genderfaktors" als Begrenzung weiblicher Selbstbestimmung.
  • Einbettung des Romans in den sozio-historischen Kontext der Weimarer Republik.
  • Erörterung der literarischen Positionierung Keuns innerhalb der Neuen Sachlichkeit.

Auszug aus dem Buch

3.1 Darstellung des Inhalts

Doris, eine achtzehnjährige Stenotypistin, uneheliche Tochter einer „Garderobiere“, die mit einem „ungebildeten Raubein“ verheiratet ist, hat sich zum Ziel gesetzt, aufzusteigen aus ihrem Milieu. Ausschlaggebend für den Entschluss, ein „Glanz“ zu werden, „der oben ist“ sind nicht nur ihre soziale Herkunft – durch die sie schon in ihrer Kindheit in eine Außenseiterposition gedrängt wird – sowie die dürftigen Zukunftsperspektiven einer Angestellten, die sie sehr klar durchschaut. Auch das Ende der Beziehung zu ihrem ersten Freund Hubert, einem Studenten, der sie „mit öliger Stimme und großer Moral“ verlässt, ist Auslöser ihres illusionären Wunsches. Der Student beendet die Beziehung unter dem scheinheiligen Vorwand, sie nicht heiraten zu können, da sie nicht mehr unberührt sei. Hubert ist jedoch selbst dafür verantwortlich, „dass Doris kein anständiges Mädchen mehr ist.“

Voller cineastisch aufgeladener Illusionen, aber auch mit einer nüchtern-pragmatischen Einstellung tritt sie mit großem Optimismus ihren Aufstiegsversuch an. „Materieller Besitz erscheint ihr als Schlüssel“ zum Erfolg. Nach einigen gewinnbringenden ausgenutzten Männerbekanntschaften und dem Verlust ihrer Büroanstellung, arbeitet sie vorübergehend als Komparsin am Theater. Ihr Ziel, so schnell wie möglich ein „Glanz“ zu werden, versucht sie hier mit intrigantem Verhalten zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Forschungsinteresse an Irmgard Keuns Werk ein und skizziert die methodische Ausrichtung der Analyse, die insbesondere auf die Darstellung der "Neuen Frau" fokussiert.

2. Irmgard Keun und die Neue Sachlichkeit: Dieses Kapitel verortet Irmgard Keuns Roman innerhalb der literarischen Strömung der Neuen Sachlichkeit und untersucht deren spezifische Erzählmittel und ästhetische Prinzipien.

3. Romananalyse: Der Hauptteil der Arbeit untersucht die Möglichkeiten weiblicher Selbstverwirklichung der Protagonistin Doris anhand ihrer Karrierewünsche, Beziehungsentwürfe und ihres Umgangs mit Sexualität.

4. Abschlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Doris trotz ihres Strebens nach Selbstbestimmung an den tief verwurzelten androkratischen Sozialstrukturen der Weimarer Republik scheitert und sich in einem Schwebezustand befindet.

Exkurs: Einbettung in den sozio-historischen Kontext: Dieser Exkurs beleuchtet die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Weimarer Republik, insbesondere das Phänomen der "Neuen Frau" und die Situation schreibender Frauen in dieser Übergangsphase.

Schlüsselwörter

Irmgard Keun, Das kunstseidene Mädchen, Neue Sachlichkeit, Neue Frau, Emanzipation, Genderfaktor, Weimarer Republik, Literaturanalyse, weibliche Selbstbestimmung, Geschlechterrollen, Zeitroman, Sozio-historischer Kontext, Patriarchat, Identität, Geschlechterbeziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Darstellung weiblicher Emanzipationsmöglichkeiten im Roman "Das kunstseidene Mädchen" von Irmgard Keun vor dem Hintergrund der Weimarer Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Wunsch nach sozialem Aufstieg, die Gestaltung von Liebes- und Sexualbeziehungen sowie die Rolle des Geschlechts in der gesellschaftlichen Struktur der Weimarer Republik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern die Protagonistin Doris durch ihr Handeln emanzipatorische Wege findet und welche Rolle gesellschaftliche Begrenzungen dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Romananalyse, die sowohl den sozio-historischen Kontext der Weimarer Republik als auch literaturtheoretische Einordnungen zur Neuen Sachlichkeit und Gender-Forschung einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Charakterisierung von Doris, ihrem Karrierewunsch, ihrem Verständnis von Partnerschaft und Sexualität sowie dem Einfluss des "Genderfaktors" auf ihre Lebenswege.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselbegriffen gehören "Neue Frau", "Neue Sachlichkeit", "Emanzipation", "Genderfaktor" und die spezifische literarische Einordnung von Irmgard Keun.

Warum spielt der sozio-historische Kontext eine so große Rolle?

Weil das Handeln der Protagonistin Doris untrennbar mit den spezifischen ökonomischen und gesellschaftlichen Umbruchsituationen der Weimarer Republik (Goldene Zwanziger) verwoben ist.

Wie bewertet die Autorin das Ende des Romans?

Die Arbeit interpretiert das offene Ende von Doris' Geschichte als Ausdruck ihrer "Deklassierung" und ihres Scheiterns, außerhalb der starren Rollenmuster eine dauerhafte Selbstbestimmung zu finden.

Fin de l'extrait de 35 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Irmgard Keun - Das kunstseidene Mädchen
Sous-titre
Untersuchung im Rahmen der gender studies
Université
University of Osnabrück
Note
1,3
Auteur
Anne-Sophie Schmidt (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
35
N° de catalogue
V152389
ISBN (ebook)
9783640642830
ISBN (Livre)
9783640643028
Langue
allemand
mots-clé
Gender Studies Frauenbilder Neue Sachlichkeit Irmgard Keun Das kunstseidene Mädchen Thema Das kunstseidene Mädchen
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Citation du texte
Anne-Sophie Schmidt (Auteur), 2009, Irmgard Keun - Das kunstseidene Mädchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152389
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Extrait de  35  pages
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