Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Otras

Wikinger, Satanisten, Helden. Subkulturen im Heavy Metal

Título: Wikinger, Satanisten, Helden. Subkulturen im Heavy Metal

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2009 , 61 Páginas , Calificación: 2,5

Autor:in: Anja Mankel (Autor)

Pedagogía - Otras
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Der Heavy Metal ist in seinen musikalischen Facetten sehr vielschichtig und Anhänger dieser Musikrichtung können je nach Präferenz aus einer breiten Palette von sanften Klängen und harten Tönen wählen. Es kann deshalb nicht den Heavy Metal-Fan geben, da eine immer stärkere Ausdifferenzierung der Musikstile dem Einzelnen unterschiedlichste Wahlmöglichkeiten eröffnet, welche jeweils individuell wahrgenommen werden.
Mit den verschiedenen musikalischen Stilrichtungen des Heavy Metal ist aber auch eine große Vielfalt der subkulturellen Identifizierungsangebote verbunden, was bedeutet, dass es genauso wenig die Subkultur des Heavy Metal geben kann.
Das Anliegen dieser Arbeit ist es nun, anhand von Thematik und Symbolik in verschiedenen Subgenres dieser Musik drei unterschiedliche subkulturelle Identifizierungsangebote
aufzuzeigen. Dazu sollen zunächst die Begrifflichkeiten „Jugendkultur“, „Subkultur“, „Szene“ und „Stil“ geklärt und in Bezug zum Thema gesetzt werden, bevor die verschiedenen Wirkungen dieser Musikrichtung und auch mögliche Gründe für eine Präferenz des Heavy Metal und seiner Subgenres erörtert werden. Die
musikalischen Subgenres, welche als Ausgangspunkt der jeweiligen subkulturellen Stilbildung dienen, werden dann in den folgenden Kapiteln zum besseren Verständnis jeweils kurz erläutert. Auf eine ausführliche Entwicklungsgeschichte des Heavy Metal soll jedoch verzichtet werden, da die jahrzehntelange Ausdifferenzierung sich als sehr umfangreich erweist. Eine Unterscheidung der drei subkulturellen Strömungen, die hier
betont klischeehaft als „Wikinger“, „Satanisten“ und „Helden“ betitelt werden, die jedoch kein erschöpfendes Bild der Subkulturen im Heavy Metal zeichnen können, sondern lediglich einen Ausschnitt aus der Gesamtmenge darstellen, soll anhand der
von den Bands in ihren Liedern behandelten Thematik erfolgen. So zeigen sich in unterschiedlichen Subgenres des Heavy Metal durchaus verschiedene Weltsichten bei der Behandlung von Lebensthemen in den Liedern und auch durch den bloßen Fokus
auf bestimmte Thematiken. Die von Musikern und Fans verwendete Symbolik lässt schließlich eine weitere Unterscheidung zu und trägt mit zur subkulturellen Stilbildung
bei.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klärung der Begrifflichkeiten

2.1 Jugendkultur

2.2 Subkultur

2.3 Szene

2.4 Stil

3. Warum Heavy Metal?

3.1 Heavy Metal als Therapeutikum

3.2 Die Aggressivität und das Extreme

3.3 Ehrlich und echt

3.4 Kritik und Abgrenzung

4. Heavy Metal – Musik und Subkultur

5. Wikinger

5.1 Bands – Die Musik

5.1.1 Viking Metal

5.1.2 Folk Metal

5.1.3 Pagan Metal

5.1.4 Viking Death Metal

5.2 Thematik

5.2.1 Wikinger

5.2.2 Götter

5.2.3 Rechte Tendenzen

5.2.4 Spaß und Alkohol

5.3 Symbolik und Stil

6. Satanisten

6.1 Bands – Die Musik

6.1.1 Die Anfänge

6.1.2 Death Metal

6.1.3 Black Metal

6.2 Thematik

6.2.1 Satanismus als Image

6.2.2 Satanismus

6.2.3 Philosophischer Satanismus – LaVey

6.2.4 Gegen die Kirche und das Christentum

6.2.5 Rechte Tendenzen

6.2.6 Fantasy, Tod und Krieg

6.3 Symbolik und Stil

7. Helden

7.1 Bands – Die Musik

7.2 Thematik

7.2.1 Der Heavy Metal feiert sich selbst

7.2.2 Geballte Männlichkeit

7.2.3 Fantasy-Helden

7.2.4 Emotionen

7.3 Symbolik und Stil

7.4 Entfremdung des Heldenpathos

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, anhand von Thematik und Symbolik drei unterschiedliche subkulturelle Strömungen innerhalb des Heavy Metal – bezeichnet als „Wikinger“, „Satanisten“ und „Helden“ – aufzuzeigen und deren verschiedene Weltsichten zu analysieren.

  • Klärung soziologischer Fachbegriffe (Jugendkultur, Subkultur, Szene, Stil) im Kontext des Heavy Metal.
  • Analyse der therapeutischen und psychologischen Funktionen der Musik für ihre Anhänger.
  • Untersuchung von Identifizierungsangeboten durch spezifische Liedthemen und Symbolik in verschiedenen Subgenres.
  • Differenzierung zwischen künstlerischer Inszenierung/Imagebildung und tatsächlichen Weltanschauungen.
  • Diskussion über Abgrenzungsbestrebungen gegenüber der Mehrheitsgesellschaft und dem Mainstream.

Auszug aus dem Buch

3.1 Heavy Metal als Therapeutikum

Die Bedeutung von Musik für den einzelnen Menschen variiert und es hängt von persönlichen Präferenzen ab, ob sie nun Hintergrundberieselung oder Lebenszweck ist, festzuhalten ist aber: „Eine Gesellschaft ohne Musik ist ebenso wenig bekannt wie eine ohne Sprache oder Religion. Musik ist folglich, wie Anthropologen wiederholt feststellten, kein Luxusartikel, sondern lebensnotwendiger Gebrauchsgegenstand“, was die Allgegenwärtigkeit der Musik im menschlichen Lebensumfeld verdeutlicht und ihre Wichtigkeit hervorhebt. Je intensiver die Begeisterung für eine Musik und ihren Genuss, desto ausgeprägter sind auch die Funktionen die sie somit für den Hörer erfüllen kann. Rösing nennt die emotionale Kompensation, die Konfliktbewältigung, die Entspannung aber auch die Aktivierung und die Unterhaltung als wichtigste psychische Funktionen der Musik, wo natürlich der Heavy Metal einzuschließen ist, denn: „Musik wirkt als therapeutisches Mittel in vielen Lebenslagen, gerade im Jugendalter, und das gilt zweifellos auch für die Metal-Musik“, gerade wegen der Vielfalt der einzelnen musikalischen Stile die zu jeder Gefühlslage das passende Lied bereithalten.

So werden die Freuden, aber auch die Probleme des alltäglichen Lebens von manchen durch sportliche Betätigung oder den Genuss von Drogen verarbeitet, und von anderen also durch die Musik, wobei zu beachten bleibt, dass auch diese hier kein Allheilmittel darstellt und genauso wenig die vorhandenen Probleme des Individuums löst wie der exzessive Drogengenuss, doch sie „[…]hilft, aussichtslos erscheinende Situationen zu überstehen oder manchmal auch nur Rückzugsmöglichkeiten zu eröffnen.“

Auf der physischen Seite hat Musik ebenfalls verschiedene Auswirkungen auf den Menschen, da die psychische Verfassung auch den Körper beeinflusst. So können durch den Genuss von lauter Musik nahezu ekstatische Zustände erreicht werden, eine Tatsache die sich schnell bestätigt, bedenkt man, was vor allem bei Konzertbesuchen oder in Discotheken zum Tragen kommt, die Bewegung des eigenen Körpers, denn „nicht die Trennung, sondern der Zusammenhang von körperlicher Bewegung und Musik scheint also in der Natur des Menschen verankert zu sein.“ Die Musik geht sprichwörtlich „ins Blut“, sie reißt mit und erlaubt in der Bewegung, im Außersich geraten, im Tanz einen Ausdruck der eigenen Befindlichkeit, ein Katalysieren der inneren psychischen Verfassung und ist somit laut Helsper: „[…]eine Quelle starker Selbstvergewisserung“, gerade auch im Jugendalter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Vielschichtigkeit des Heavy Metal ein und erläutert das Ziel der Arbeit, drei subkulturelle Strömungen anhand von Thematik und Symbolik zu untersuchen.

2. Klärung der Begrifflichkeiten: Hier werden die theoretischen Konzepte der Jugendkultur, Subkultur, Szene und des Stils definiert, um den Heavy Metal als differenziertes soziologisches Phänomen zu verorten.

3. Warum Heavy Metal?: Dieses Kapitel beleuchtet die psychologischen Funktionen des Heavy Metal, insbesondere seine Rolle als therapeutisches Mittel, Ventil für Aggressionen sowie als Ausdruck von Authentizität und Gesellschaftskritik.

4. Heavy Metal – Musik und Subkultur: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung der subkulturellen Identifizierungsangebote innerhalb verschiedener Musikstile und die Rolle der Szenezugehörigkeit.

5. Wikinger: Fokus auf die Subkultur des Viking Metal und verwandter Stile, deren Bands sich auf nordische Mythologie, heldenhafte Geschichte und heidnische Werte beziehen.

6. Satanisten: Analyse der satanistisch geprägten Szenen, wobei zwischen imagebildender Provokation und ernsthaften philosophischen Auseinandersetzungen mit Religion und Macht differenziert wird.

7. Helden: Untersuchung des Heldenpathos im klassischen Heavy Metal und Power Metal, das sich durch maskuline Ideale, Fantasy-Motive und die Selbstinszenierung der Szene auszeichnet.

8. Fazit: Die Zusammenfassung der Ergebnisse verdeutlicht, dass der Heavy Metal eine heterogene kulturelle Landschaft darstellt, die weitaus differenzierter zu betrachten ist als durch pauschale Jugendkultur-Zuschreibungen.

Schlüsselwörter

Heavy Metal, Subkultur, Jugendkultur, Szene, Identität, Symbolik, Viking Metal, Pagan Metal, Satanismus, Black Metal, Heldenpathos, Musiksoziologie, Männlichkeit, Authentizität, Musik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologische Struktur und die subkulturellen Ausprägungen innerhalb der Heavy Metal-Kultur, wobei sie diese nicht als homogene Einheit, sondern als differenzierte Szene begreift.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den drei identifizierten Strömungen „Wikinger“, „Satanisten“ und „Helden“, deren thematische Schwerpunkte in den Liedtexten und deren genutzte Symbolik analysiert werden.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Vielfalt der Identifizierungsangebote des Heavy Metal aufzuzeigen und zu belegen, dass sich dahinter verschiedene, teils gegensätzliche Weltanschauungen verbergen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer kultur- und musiksoziologischen Analyse, die Fachliteratur sowie die textliche und symbolische Auswertung von Songmaterial und Bandinszenierungen einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der drei genannten Subkulturen (Wikinger, Satanisten, Helden), wobei jeweils die musikalischen Einflüsse, die Thematik der Texte sowie die Symbolik und der Stil der Bands beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Heavy Metal, Subkultur, Identitätsstiftung, Symbolik, Musiksoziologie und die spezifische Ausdifferenzierung in Genres wie Black Metal, Viking Metal oder Power Metal.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen "echtem" Satanismus und dem Image von Bands?

Die Arbeit differenziert sorgfältig zwischen der Nutzung satanistischer Symbole als bloßes, atmosphärisches „Image-Mittel“ zur Provokation und der tatsächlichen Bezugnahme auf philosophische Strömungen wie den Satanismus nach LaVey.

Warum wird das Thema "Helden" im Zusammenhang mit Männlichkeit und Heavy Metal analysiert?

Das Heldenmotiv dient im klassischen Heavy Metal und Power Metal oft dazu, traditionelle Rollenbilder und eine spezifische männliche Stärke zu zelebrieren, wobei die Arbeit kritisch hinterfragt, wie diese Inszenierungen als Ausdruck von Lebensentwürfen zu verstehen sind.

Was ist das Ergebnis in Bezug auf die Einordnung als "Jugendkultur"?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Bezeichnung „Jugendkultur“ für den Heavy Metal zu kurz greift, da die Szene eine lebenslange Stilprägung bietet und auch bei Erwachsenen als kulturell fest etablierte Identitätsgrundlage fungiert.

Final del extracto de 61 páginas  - subir

Detalles

Título
Wikinger, Satanisten, Helden. Subkulturen im Heavy Metal
Universidad
University of Dortmund
Calificación
2,5
Autor
Anja Mankel (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
61
No. de catálogo
V152487
ISBN (Ebook)
9783640647477
ISBN (Libro)
9783640647583
Idioma
Alemán
Etiqueta
Heavy Metal Metal Subkultur Jugendkultur Stil Musik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anja Mankel (Autor), 2009, Wikinger, Satanisten, Helden. Subkulturen im Heavy Metal, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152487
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  61  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint