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Eurythmietherapie bei 10-12 jährigen Kindern mit ADHS-Symptomen

Kurzbericht über eine Pilotstudie mit 2 Einzelfällen mit ADHS-Symptomen. Band 2

Titel: Eurythmietherapie bei 10-12 jährigen Kindern mit ADHS-Symptomen

Wissenschaftliche Studie , 2024 , 35 Seiten

Autor:in: Herbert Langmair (Autor:in), Heinrich Zwicky (Autor:in)

Gesundheit - Physiotherapie, Ergotherapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auch bei diesen beiden Fällen wird, wie bei den ersten qualitativen Fallbeschreibungen (Band 1) eine Periode von 12 Therapieeinheiten von Kindern mit ADHS-Symptomen beobachtet. Die Analyse der beiden zusätzlichen Therapiesequenzen, nach der Altersgruppe 5-7 Jahren, mit Kindern der Altersgruppe 10-12 mit ADHS-Symptomen verdeutlicht noch stärker die Notwendigkeit, Therapiekonzepte auf die besonderen Bedürfnisse des jeweiligen Kindes auszurichten und in der Therapie flexibel auf besondere Ereignisse zu reagieren, die die Kinder beschäftigen und/oder oder belasten. Als Einzelsetting und auf dem Hintergrund eines Vertrauensverhältnisses mit der Therapieperson hat die Eurythmietherapie dieses Potential und die beiden beschriebenen Fälle zeigen, dass sie dieses Potential auch erfolgreich nutzen kann.

Zum Anderen benötigt die Eurythmietherapie und die Zusammenarbeit im Setting bei ADHS- Symptomen viel Offenheit, Transparenz und Fingerspitzengefühl, dass die Schüler*innen wahrnehmen, dass es um Verhaltensänderungen geht und nicht um eine Abwertung Ihrer Person. Sie reagieren, wenn für ihr Erleben eine Anforderung unrecht ist, oft mit einem Gefühlsabsturz auf der Beziehungsebene, die Zusammenarbeit wird erschwert. Es braucht von den Betreuungspersonen besonders dadurch, dass die Anforderungen an die Schüler in der Schule stetig wachsen und sie dadurch auf ihre Defizite aufmerksam gemacht werden einen aufmerksamen Umgang mit den Schüler*innen. Sobald das Umfeld diese Aufmerksamkeit entzieht (z.B. Kündigung seitens der Schule), zeigen sich wieder die alten überwunden geglaubten Symptome.

Bei diesen beiden SchülerInnen kann besonders in den Journaleinträgen des Therapeuten die Dramatik des Geschehens bei Kindern mit ADHS-Symptomen in der Mittelstufe sichtbar werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fall 6: Schülerin im Alter von 10 Jahren

2.1 a. AD(H)S-Symptomatik

2.2 b. Heileurythmie

2.3 c. Interviews mit dem Kind

2.4 d. Therapieziele und besondere Therapieelemente

2.5 e. Folgerungen und weitere Entwicklung

3. Fall 7: Schüler im Alter von 12 Jahren

3.1 a. ADHS-Symptomatik

3.2 b. Heileurythmie

3.3 c. Interviews mit dem Kind

3.4 d. Therapieziele und besondere Therapieelemente

3.5 e. Folgerungen und weitere Entwicklung

4. Schlussbetrachtungen und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieses Berichts ist die Untersuchung der Wirksamkeit von Eurythmietherapie als ergänzende, stabilisierende Begleitmaßnahme bei 10- bis 12-jährigen Kindern mit ADHS-Symptomatik, wobei der Fokus auf individualisierten Therapieansätzen in einem komplexen schulischen und familiären Umfeld liegt.

  • Analyse der Wirksamkeit von Eurythmietherapie bei älteren Kindern (10-12 Jahre) mit ADHS.
  • Untersuchung des Einflusses von belastenden schulischen Ereignissen auf den Therapieverlauf.
  • Evaluation der Bedeutung einer stabilen Vertrauensbeziehung im Einzelsetting.
  • Reflexion über diagnostische Instrumente zur Erfassung von ADHS-Symptomen und psychosozialen Faktoren.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Das Thema ADHS bei Kindern und Jugendlichen bewegt nach wie vor viele Eltern und Lehrkräfte. In einem neueren Artikel in der NZZ am Sonntag (Meili 2024) wird darauf hingewiesen, dass einerseits der Druck auf Eltern steigt, ADHS- Diagnosen zu veranlassen. Gleichzeitig weiss man aufgrund der Daten des Gesundheitsobservatoriums, dass die Verschreibung von Ritalin zwischen 2020 und 2022 in der Schweiz weiter zugenommen hat, in der Altersgruppe 6-10 Jahre um fast 20 %, in der Altersgruppe 11-15 Jahre sogar um fast 25%. In einer aktuellen Publikation von Jenny (2024) wird angesichts dieser Entwicklung an mehr Zurückhaltung appelliert, sowohl bezüglich Veranlassung einer ADHS- Diagnose als auch bezüglich der Einleitung von Fördermassnahmen:

«Tatsächlich ist das Angebot an Fördermassnahmen und Therapien – in der Schule, aber auch im privaten Bereich – in den letzten Jahren geradezu explodiert. Kinder werden zunehmend differenzierter abgeklärt und spezialisierter gefördert. So wird heutzutage jedem dritten Kind im Laufe seiner Entwicklung eine Fördermassnahme verschrieben» (Jenny 2024, S. 80).

Jenny (2024, S. 80-84) schlägt angesichts des Einflusses von Normalitätsvorstellungen auf die Ergebnisse von ADHS-Diagnosen durch Fragebogen und angesichts der Tatsache, dass es keine klare Trennline zwischen Kindern mit Entwicklungsstörungen und gesunden Kindern gibt, dass nur dann von einem Behandlungsbedarf ausgegangen werden sollte, wenn das betroffene Kind auch tatsächlich unter seinem Zustand leidet (S. 84).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden ADHS-Diagnoseraten und Verschreibungen von Ritalin sowie die Notwendigkeit, bei der Wahl von Fördermassnahmen den tatsächlichen Leidensdruck der Kinder zu berücksichtigen und alternative, gezielte Therapien zu forcieren.

2. Fall 6: Schülerin im Alter von 10 Jahren: Dieser Fall beschreibt die Eurythmietherapie bei einer 10-jährigen Schülerin, deren ADHS-Symptomatik durch Wutausbrüche im familiären Umfeld geprägt ist, wobei die Therapie primär eine stabilisierende Begleitung ihrer Entwicklung darstellte.

3. Fall 7: Schüler im Alter von 12 Jahren: Hier wird der Therapieverlauf eines 12-jährigen Schülers dargestellt, der durch den Verlust seines Schulplatzes hoch belastet war, wodurch die Eurythmietherapie stark individualisiert werden musste, um ihn in dieser Krisenphase zu unterstützen.

4. Schlussbetrachtungen und Ausblick: Das Fazit unterstreicht das Potential der Eurythmietherapie als Einzelsetting bei älteren Kindern und empfiehlt für zukünftige Studien den Einsatz kompakter Erhebungsinstrumente, um die Belastung für Lehrkräfte und Eltern zu minimieren.

Schlüsselwörter

Eurythmietherapie, ADHS, ADHS-Symptomatik, Kinder, Jugendliche, Fallanalyse, Einzeltherapie, Schulsituation, Psychomotorik, Stabilisierung, Frühförderung, Diagnostik, Stressbewältigung, Ressourcenstärkung, Körperarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Zusatzbericht grundsätzlich?

Der Bericht untersucht den Einsatz von Eurythmietherapie als begleitende Maßnahme bei zwei Kindern im Alter von 10 und 12 Jahren mit ADHS-Symptomen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Wirksamkeit der Eurythmietherapie in einem Einzelsetting, den Einfluss des sozialen Umfelds und die notwendige Anpassung von Therapiekonzepten an krisenhafte Lebensumstände.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Eurythmietherapie als individualisiertes Instrument Kinder bei ADHS stabilisieren kann, insbesondere wenn standardisierte therapeutische Abläufe aufgrund externer Belastungen nicht greifen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign auf Basis von Fallstudien angewandt, das durch qualitative Interviews mit den Kindern, den Eltern und den Lehrkräften sowie eine kontinuierliche Dokumentation durch den Therapeuten gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Fallbeschreibungen, die den Verlauf der Eurythmietherapie unter Berücksichtigung von ADHS-Symptomen, Therapiezielen, speziellen Übungselementen und der individuellen Entwicklung der Probanden detailliert analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernelemente sind Eurythmietherapie, ADHS, Fallstudien, Einzelsetting, pädagogische Begleitung und die Förderung von Selbstwirksamkeit und Stabilität bei Kindern.

Wie unterscheidet sich die Therapie bei den zwei vorgestellten Fällen?

Während bei der Schülerin die Stabilisierung bei zunehmender schulischer Belastung im Vordergrund stand, erforderte der Fall des Schülers eine massive Anpassung des Programms, um ihn nach einer Kündigung seitens seiner Schule aufzufangen.

Welche Rolle spielt die Schule für den Erfolg der Therapie?

Der schulische Kontext ist entscheidend; bei beiden Fällen zeigten sich Symptomverschlechterungen, sobald das schulische Umfeld oder das Vertrauensverhältnis durch Kündigungen oder Instabilität gestört wurde.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eurythmietherapie bei 10-12 jährigen Kindern mit ADHS-Symptomen
Untertitel
Kurzbericht über eine Pilotstudie mit 2 Einzelfällen mit ADHS-Symptomen. Band 2
Autoren
Herbert Langmair (Autor:in), Heinrich Zwicky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
35
Katalognummer
V1525371
ISBN (PDF)
9783389096710
ISBN (Buch)
9783389096727
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eurythmietherapie, Heileurythmie, Bewegungstherapie, Psychomotorik, Pädiatrie, Pädagogik, Medizin, Kindermedizin, Coaching in Bewegung Psychosomatik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Herbert Langmair (Autor:in), Heinrich Zwicky (Autor:in), 2024, Eurythmietherapie bei 10-12 jährigen Kindern mit ADHS-Symptomen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1525371
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Leseprobe aus  35  Seiten
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