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Arbeitsmotivation im Alter im Handwerk. Theorien und Anpassungen im demografischen Wandel

Titel: Arbeitsmotivation im Alter im Handwerk. Theorien und Anpassungen im demografischen Wandel

Bachelorarbeit , 2023 , 48 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Inga Ungruh (Autor:in)

Gesundheit - Gerontologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Alterung der Gesellschaft und die Anhebung des Renteneintrittsalters beeinflussen zunehmend die Arbeitswelt, insbesondere das Handwerk. Gleichzeitig führen technologische Entwicklungen und steigende Leistungsanforderungen zu einem Wandel, der von Unternehmen und Arbeitnehmer:innen Anpassungen verlangt. Diese Arbeit untersucht, ob die bestehenden Theorien zur Arbeitsmotivation im Alter auch auf ältere Arbeitnehmer:innen im Handwerk übertragbar sind. Ein besonderer Fokus liegt auf den Herausforderungen und Vorurteilen, die älteren Beschäftigten im Handwerk begegnen, sowie den Auswirkungen auf ihre Arbeitsmotivation. Aufgrund der geringen Datenlage zur Kombination von Alter und Arbeitsmotivation im Handwerk leistet diese Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Klärung, wie Unternehmen die Potenziale älterer Arbeitnehmer:innen besser nutzen können, um den Folgen des demografischen Wandels und des technologischen Fortschritts zu begegnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielstellung

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlage

2.1 Ältere Arbeitnehmer*innen

2.2 Arbeitsmotivation im Alter

2.2.1 Arbeitsmotivation

2.2.2 Korrelation zwischen Arbeitsmotivation und Alter

2.3 Handwerk

2.3.1 Definition

2.3.2 Megatrends im Handwerk

2.3.2.1 Demografischer Wandel im Handwerk

2.3.2.2 Technologischer Wandel im Handwerk

2.4 Zwischenfazit

3. Methode

3.1 Allgemeines zum narrativen Interview

3.2 Aufbau des narrativen Interviews

3.3 Vorgehen im Rahmen dieser Arbeit

3.3.1 Allgemein

3.3.2 Setting und Durchführung im Rahmen dieser Arbeit

3.4 Auswertung

3.5 Diskussion

4.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht explorativ, inwieweit wissenschaftliche Theorien zur Arbeitsmotivation im Alter auf die spezifischen Strukturen und Anforderungen im Handwerk angewendet werden können. Das zentrale Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob sich die Arbeitsmotivation älterer Handwerker analog zu allgemeinen gerontologischen Erkenntnissen verhält oder ob branchenspezifische Besonderheiten bestehen.

  • Analyse der Arbeitsmotivation älterer Arbeitnehmer*innen
  • Untersuchung der demografischen und technologischen Wandlungsprozesse im Handwerk
  • Explorative Datenerhebung mittels narrativer Interviews nach Schütze
  • Vergleich von extrinsischen und intrinsischen Motivationsfaktoren im Handwerkssektor

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Allgemein

Das Interview wurde mit einem Mitarbeiter eines Fensterbauunternehmens durchgeführt. Hierbei handelt es sich um einen familiengeführten Handwerksbetrieb, welcher aktuell 52 Personen beschäftigt. Davon sind 19 Personen in der Montage, 16 in der Produktion und 17 im Büro, in der Arbeitsvorbereitung oder als Reinigungskraft tätig. Die Firma U. wurde 1962 gegründet. In der Handwerkskammer ist sie als Tischlerbetrieb eingetragen, aber sie ist auch in anderen Gewerbezweigen tätig. Damals startete die Firma mit der Herstellung von Holzfenstern. Im Laufe der Jahre wurden auch Kunststoff- und Aluminiumfenster, sowie Garagentore, Beschattungen, Terrassendächer, Vordächer und Haustüren in das Sortiment aufgenommen. Heutzutage werden davon, aufgrund von einem hohen Auftragsvolumen, mehrere Produkte extern gefertigt. Dennoch werden die Fenster und Haustüren weiterhin in der firmeneigenen Werkstatt gebaut und maßgefertigt. In ihren Anfängen bestand die Firma U. aus ihrem Gründer als Meister und einem Lehrling, heutzutage finden sich unter den 52 Mitarbeitern 25 Gesellen und 5 Meister wieder. In der Ausbildung sind von diesen 52 Mitarbeiter*innen aktuell sechs Personen, davon zwei im kaufmännischen Bereich und vier in der Ausbildung zum Tischler.

Der befragte Mitarbeiter ist 61 Jahre alt, gelernter Tischler und seit 1977, somit 46 Jahre und fast von Beginn an in diesem Unternehmen tätig. Er hat seinen Gesellenbrief ebenfalls in diesem Betrieb gemacht, wo er nach bestandener Gesellenprüfung als Mitarbeiter in der Produktion begann. Heutzutage ist er im Kundendienst tätig. Dort übernimmt er kleinere Reparaturen, Instandsetzungen und individuelle Beratungen übernimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die demografischen und technologischen Herausforderungen ein, die besonders das Handwerk unter Druck setzen, und begründet die Relevanz der Forschungsfrage.

2. Theoretische Grundlage: Es werden Konzepte wie „ältere Arbeitnehmer*innen“, Arbeitsmotivation im Alter sowie die Definition und Megatrends des Handwerks theoretisch hergeleitet und diskutiert.

3. Methode: Dieser Abschnitt erläutert die Wahl des narrativen Interviews nach Schütze als explorative Forschungsmethode und beschreibt das Setting sowie die Durchführung der Studie im konkreten Handwerksbetrieb.

4.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Anwendbarkeit der Theorien auf den Einzelfall und leitet den weiteren Forschungsbedarf für die Branche ab.

Schlüsselwörter

Arbeitsmotivation, Handwerk, ältere Arbeitnehmer, demografischer Wandel, technologischer Wandel, narratives Interview, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Altersdiskriminierung, Personalführung, Fachkräftemangel, Selektivität der Arbeitsaufgaben, Selbstkonzept

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob sich gängige Theorien zur Arbeitsmotivation im Alter auf Beschäftigte im Handwerk übertragen lassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft gerontologische Erkenntnisse zur Motivation mit den spezifischen Herausforderungen des Handwerks, wie dem demografischen und technologischen Wandel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Lassen sich die Theorien zur Arbeitsmotivation im Alter auch auf die im Handwerk tätigen Personen anwenden?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt einen explorativen, qualitativen Ansatz und führt ein narratives Interview nach Schütze mit einem erfahrenen Mitarbeiter eines Handwerksbetriebs durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung und eine methodische Auswertung des durchgeführten Interviews, in der extrinsische und intrinsische Motive sowie der Wandel der Arbeitswahrnehmung analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitsmotivation, Handwerk, demografischer Wandel, intrinsische Motivation und altersgerechtes Kompetenzmanagement charakterisiert.

Warum unterscheidet sich die Motivation des befragten Handwerkers von den gängigen Theorien?

Ein zentrales Ergebnis ist, dass der befragte Mitarbeiter bereits in jungen Jahren eine hohe intrinsische Motivation aufwies, stärker geprägt durch soziale Faktoren und die Verbundenheit zur Firma und Region, anstatt durch extrinsische Karriereanreize.

Welchen Einfluss hat der technologische Wandel auf die Motivation im Alter?

Das Interview verdeutlicht, dass technologische Anforderungen von dem Befragten oft als belastend empfunden werden, da sie dem Wunsch nach stabilen, vertrauten Arbeitswegen widersprechen und sein Selbstbild als Fachmann durch die Kritikfähigkeit einer „Internet-Kundschaft“ herausfordern.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Arbeitsmotivation im Alter im Handwerk. Theorien und Anpassungen im demografischen Wandel
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
1,7
Autor
Inga Ungruh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
48
Katalognummer
V1525503
ISBN (PDF)
9783389097199
ISBN (Buch)
9783389097205
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitsmotivation Alter im Handwerk Handwerk Alter Motivation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Inga Ungruh (Autor:in), 2023, Arbeitsmotivation im Alter im Handwerk. Theorien und Anpassungen im demografischen Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1525503
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Leseprobe aus  48  Seiten
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