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Und kein Traum ist völlig Traum - Zu Arthur Schnitzlers "Traumnovelle"

Título: Und kein Traum ist völlig Traum - Zu Arthur Schnitzlers "Traumnovelle"

Trabajo Escrito , 2007 , 36 Páginas

Autor:in: MA Ton van der Steenhoven (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Abstrakt.
In der Traumnovelle wird die strenge Sexualmoral in den Jahren um 1900 verurteilt. Sie führt u.a. durch Prostitution zu einer Doppelmoral, die von Schnitzler in der Novelle explizit darge-stellt wird. Der Konflikt in der Novelle ist die Beziehung von Mann und Frau und ihrer ge-heimen Wünsche und Sehnsüchte, deren Einbruch in das Eheleben schicksalhaft ist. Es verur-sacht Misstrauen und Eifersucht.
Die märchenhafte Welt der Geschichte bietet die Möglichkeit die Grenzen zwischen Schein und Wirklichkeit verschwinden zu lassen. In der Novelle werden häufig innere Monologe und Leitmotive verwendet. Beide Stillkennmerke werden in der Einleitung anhand von Beispielen ausführlich erklärt. Zentral stehen Albertines Traum in vier Räumen, die an die Akte eines Schauspiels erinnern und die Rolle der Masken, Symbole der Anonymität. Die Novelle endet positiv: sie lehrt uns, dass die eheliche Liebe zur Vergebung fähig ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Struktur der Novelle

Stilkennzeichen

Mann/Frau Rollen

Märchensymbolik

Die Hauptfiguren

Albertines Traum in vier Räumen

Fridolin und die Geheimgesellschaft

Fridolins Retterinnen

Schlussfolgerung

Rezeption in den Niederlanden

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Arthur Schnitzlers Traumnovelle unter besonderer Berücksichtigung der psychologischen Ebenen, der symbolischen Ausgestaltung und der zeitgenössischen gesellschaftlichen Moralvorstellungen um 1900. Das primäre Ziel ist es, das komplexe Wechselspiel zwischen Traum und Wirklichkeit sowie die Beziehungsdynamik zwischen Fridolin und Albertine vor dem Hintergrund ihrer unterbewussten Wünsche zu untersuchen.

  • Strukturelle Analyse der Novelle und ihrer formalen Gestaltung
  • Einfluss der Psychoanalyse und Freuds Traumdeutung
  • Leitmotive wie Maskierung, Spiegelung und die Symbolik der "versunkenen Stadt"
  • Die Darstellung von Geschlechterrollen und gesellschaftlicher Doppelmoral
  • Psychologische Analyse des inneren Monologs als Erzählmittel

Auszug aus dem Buch

Die Hauptfiguren

Die Hauptpersonen sind Fridolin, 35 Jahre alt, Arzt im Krankenhaus mit Privatpraxis in seiner Wohnung, ein Mann mit Erfahrung in erotischen Affären vor und während seiner Ehe, wenig ambitioniert und Albertine, etwas jünger als ihr Mann, ohne erotische Affären. Albertine hat Fridolin mit 16 Jahren kennengelernt, ist Mutter und Hausfrau, aufrichtig, klug, intelligent, selbstbewusst und die Ehrlichere oder die Gütigere von den beiden (S. 9). Vor ihrer Ehe hatte sie keine sexuellen Beziehungen. Sie leben in gutsituierten Verhältnissen, führen einen größeren Haushalt mit Personal, ein glückliches Ehe- und Liebesleben, und ein harmonisches Familienleben mit Tochter. Die restlichen Personen treten nur vorübergehend auf und kommen als Handlungsträger kaum in Frage.

An Fridolin haftet leitmotivisch ein Versagen und Mangel an Verantwortungsgefühl, das auf einen Minderwertigkeitskomplex hinweist. Wenn er abends auf einer Bank einen ziemlich zerlumpten Menschen liegen sieht, überlegt er sich, dem Mann ein wenig Geld für ein Nachtlager zu schenken. Nach einigem Zögern tut er es nicht, wie um jeder Art von Verantwortung und Versuchung so rasch als möglich zu entfliehen (S. 21). Er freut sich, dass er eine reizende und liebenswerte Frau zu eigen hatte und auch noch eine oder mehrere dazu haben konnte, wenn es ihm gerade beliebte. Zu dergleichen hätte freilich mehr Muße gehört, als ihm vergönnt war (S. 21). Er hat aus Bequemlichkeit auf eine akademische Laufbahn verzichtet und wenn er daran denkt, dass Mariannes Bräutigam wohl bald eine Professur erhalten wird, kam er sich dem vortrefflichen Doktor Roediger gegenüber als der Geringere vor (S. 18).

Zusammenfassung der Kapitel

Leben und Werk: Biografie von Arthur Schnitzler unter Einbezug seines medizinischen Hintergrunds und des kulturellen Klimas im Wien der Jahrhundertwende.

Struktur der Novelle: Darstellung der zeitlichen und inhaltlichen Doppelstruktur der Novelle sowie deren Einbettung in die Erzählliteratur des frühen 20. Jahrhunderts.

Stilkennzeichen: Analyse der impressionistischen Schreibweise Schnitzlers, insbesondere des inneren Monologs als Mittel zur Darstellung der Psyche.

Mann/Frau Rollen: Untersuchung der gesellschaftlichen Erwartungshaltungen an Ehepaare um 1900 und die daraus resultierende Doppelmoral.

Märchensymbolik: Erläuterung der Bedeutung märchenhafter Elemente und Motive wie die Zahl Drei im Kontext des Traumgeschehens.

Die Hauptfiguren: Charakterisierung von Fridolin und Albertine und ihrer gegensätzlichen psychologischen Veranlagungen.

Albertines Traum in vier Räumen: Detaillierte Untersuchung der vier Traumphasen und ihrer symbolischen Bedeutung für das Eheverhältnis.

Fridolin und die Geheimgesellschaft: Analyse der nächtlichen Irrfahrt Fridolins als Konfrontation mit unterbewussten Trieben und gesellschaftlichen Tabus.

Fridolins Retterinnen: Betrachtung der drei Frauenfiguren (Mizzi, die Unbekannte, Albertine), die für Fridolins Entwicklung bzw. seine Erlösung zentral sind.

Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Überwindbarkeit von Ehekonflikten durch Vergebung und die Relativität von Traum und Wirklichkeit.

Rezeption in den Niederlanden: Überblick über die Wahrnehmung und editorische Verbreitung des Werks in den Niederlanden.

Schlüsselwörter

Traumnovelle, Arthur Schnitzler, Psychoanalyse, Wiener Jahrhundertwende, Doppelmoral, innerer Monolog, Geschlechterrollen, Maskensymbolik, Traumdeutung, Ehekrise, Leitmotiv, Identität, Unterbewusstsein, Erlösung, Erotik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Arthur Schnitzlers Erzählung "Traumnovelle" hinsichtlich ihrer psychologischen Tiefenstruktur, ihrer Symbolik und der gesellschaftskritischen Darstellung der Ehe um 1900.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Trennungslinien zwischen Traum und Wirklichkeit, die psychologische Charakterisierung der Protagonisten, die Rolle der Geschlechter in der bürgerlichen Gesellschaft sowie die Bedeutung leitmotivischer Elemente.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schnitzler durch die Darstellung der Traumwelt von Albertine und der nächtlichen Abenteuer von Fridolin die verborgenen Konflikte und Wünsche in einer bürgerlichen Ehe offenlegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die unter anderem auf Ansätzen der Psychoanalyse und der Motivforschung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Stilmitteln wie dem inneren Monolog, die Analyse der Symbolik von Masken und Räumen sowie eine detaillierte Charakterstudie der Hauptfiguren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Traumnovelle, Doppelmoral, Psychoanalyse, innerer Monolog, Identität und Ehekrise beschreiben.

Welche Bedeutung kommt der "versunkenen Stadt" im Traum zu?

Die versunkene Stadt symbolisiert für Fridolin einen Ort des Scheiterns bei dem Versuch, die alte bürgerliche Ordnung wiederherzustellen, und ist eng mit dem Thema der Schuld und des gesellschaftlichen Todes verknüpft.

Inwiefern beeinflusste Sigmund Freud das Werk?

Obwohl Schnitzler eine gewisse Eigenständigkeit wahrte, ist der Einfluss der Traumtheorie Freuds unbestreitbar, insbesondere in der Darstellung der unbewussten Triebwünsche der Protagonisten.

Final del extracto de 36 páginas  - subir

Detalles

Título
Und kein Traum ist völlig Traum - Zu Arthur Schnitzlers "Traumnovelle"
Autor
MA Ton van der Steenhoven (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
36
No. de catálogo
V152566
ISBN (Ebook)
9783640646562
ISBN (Libro)
9783640646890
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schnitzler: Traumnovelle Thema Traumnovelle
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
MA Ton van der Steenhoven (Autor), 2007, Und kein Traum ist völlig Traum - Zu Arthur Schnitzlers "Traumnovelle", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152566
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