Figuren Handeln und Konzeption in Thomas Manns "Zauberberg"

Eine Analyse der Hauptfiguren und ihre Bedeutung für den Protagonisten Hans Castorp


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008
28 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Hauptteil
1. Hans Castorp: 'Ein einfacher junger Mensch" erreicht den Zauberberg
2. Joachim Ziemßen - eine geistig unbedrohte Natur
3. Hofrat Behrens
4. Madame Chauchat - die russische Kirke
5. Zur Konzeption der zentralen Erzieherfiguren
5.1. Settembrini - der italienische Drehorgelmann
5.2. Der hässliche Naphta
5.3. Mynheer Peeperkorn - der königliche Stammler

C. Conclusion: Hans Castorp verlässt 'gesteigert" den Zauberberg

D. Quellen- und Literaturangaben

A. Einleitung

Thomas Mann schrieb in einem seiner Briefe an den Wiener Philologen Paul Amann: Ich hatte vor dem Kriege eine grössere Erzählung begonnen, [...], worin ein junger Mensch sich mit der verführerischsten Macht, dem Tode, auseinanderzusetzen hat und auf komisch­schauerliche Art durch die Gegensätze von Humanität und Romantik, Fortschritt und Reaktion, Gesundheit und Krankheit geführt wird, aber mehr orientierend und der Wissenschaft halber als entscheidend.[1] Dieser junge Mensch - Hans Castorp - begibt sich unbeabsichtigt auf eine Bildungsreise, die sieben Jahre seines Lebens dauern wird. Unterwegs begegnet er Menschen, die ihn mit Politik, Philosophie, aber auch mit Liebe, Krankheit und Tod konfrontieren. Castorp durchläuft einen Reifeprozess, aus dem er am Ende 'gesteigert" hervorgeht.

Der Erzähler bezeichnete Hans Castorp einmal als 'unser unheldischer Held' (814) - im Verlaufe dieser Arbeit wird deutlich, dass der Protagonist zwar kein typischer Held ist, jedoch Aspekte des heldischen durchaus erkennbar sind, die sich in Castorps Ausspruch Mit mir aber ist es was anderes (804) auf den Punkt bringen lassen. Bis es soweit ist, muss er sich dem Einfluss von Joachim Ziemßen, Hofrat Behrens, Madame Chauchat, Lodovico Settemrini, Leo Naphta und Mynheer Peeperkorn stellen, die als Hauptfiguren im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen sollen.

Betrachtet werden sie hinsichtlich ihrer Konstituierung, Konturierung und Funktionalisierung. Wie werden die Figuren eingeführt? Wann und Wie erfährt der Leser über sie? Wie sind sie gezeichnet? In welcher Beziehung stehen sie zum Protagonisten? - Diese Fragestellungen stecken den theoretischen Rahmen ab. Dem Punkt Funktionalisierung (Welchen Einfluss haben die Hauptfiguren auf den Protagonisten? Auf welche Weise sind sie für ihn bedeutsam?) kommt dabei eine besondere Wichtigkeit zu, beinhaltet er doch die 'Steigerung" Castorps.[2]

B. Hauptteil

1. Hans Castorp: 'Ein einfacher junger Mensch" erreicht den Zauberberg

Von Hans Castorp - dem Protagonisten des Romans - erfährt der Leser bereits in der ersten Zeile des Vorsatzes. Darin ist die Rede von einem einfachen, wenn auch ansprechenden jungen Mann (9), dessen fast 1000 Seiten umfassende Geschichte nicht um seinetwillen, sondern um der Geschichte willen erzählt werden soll.

Im Verlaufe des Romans bekommt Castorp weitere Namen zugewiesen. Verfolgt man diese aufmerksam, wird schnell klar, dass der einfache junge Mensch (11) größeren Tiefgang besitzen muss, als anfänglich vermutet. Auch das Erzählermedium revidiert sich: wobei zu Hans Castorps Gunsten denn doch erinnert werden sollte, daß es seine Geschichte ist, und daß nicht jedem jede Geschichte passiert (9). 'Bildungsreisender' (905), 'lichtsuchende Jugend' (631), 'experimentierende Jugend' oder 'bildsame(r) Jugend' (637) sind nur eine kleine Auswahl aller Benennungen - sie verdeutlichen die Offenheit Castorps, seinen unsicheren Standort zwischen Oben und Unten, zwischen Ost und West, geben seine Lage als Objekt widerstreitender Mächte an.[3] Und sie sind Anzeichen dafür, dass Castorp weniger einfach ist, als der Erzähler weismachen will.

Castorp reist auf den Zauberberg, in der Absicht seinen Vetter Joachim Ziemßen zu besuchen. Drei Wochen hat das einzige Kind einer Hamburger Kaufmannsfamilie dafür eingeplant. Bereits am Tage seiner Ankunft bemerkt er: er habe so ein heißes Gesicht (21), ,Mich friert abscheulich, nämlich am Körper, denn im Gesicht bin ich auffallend echauffiert’ (23). Noch hält er sich für ganz gesund (29), wie er Dr. Krokowski versichert, und grenzt sich durch seinen, sich ständig wiederholenden Ausspruch, ich bin ja Zivilist durch und durch (519) lange von der Patientenschaft der Sanatoriums ab.[4]

Jedoch, das berauschte Gefühl bleibt, die Hitze seines Gesichts steigert sich, hinzu kommt sinnloses Herzklopfen und Nasenbluten (226), so dass Castorp beschließt, die Ärzte in Anspruch zu nehmen und sich dem Aufnahmeritual - dem Kauf eines Thermometers - zu stellen. Damit gehört er offiziell zum Kreis der Patienten, wie Dr. Krokowski ihm bestätigt: Ihr Verhältnis zu uns ist in eine neue Phase getreten, über Nacht ist aus dem Gaste ein Kamerad geworden (266). Aus seinem dreiwöchigen Besuch wird ein siebenjähriger Aufenthalt werden. Es zeigt sich im Verlaufe des Romans, dass Castorp allein nicht in der Lage ist, die Hermetik des Zauberberges zu sprengen, um ins Flachland zurückzukehren. Und damit wird der 'schlichte(r) Held' (896) zum 'Sorgenzögling' (536), zum 'Sorgenkind des Lebens' (425), zum 'Schmerzenszögling' (668) - wie Lodovico Settembrini, Castorps selbsternannter Erzieher und Freund - stets betont. Anzeichen für die Entfremdung vom Flachland gibt es genug. Maria Mancini, sein heimisches Kraut, schmeckt nicht mehr - irgendwann lässt es Castorp sich auch nicht mehr schicken, sondern schwenkt auf das regionale 'Rütlischwur' (974) um. Seine typisch norddeutsche Aussprache - Er sagte ,Selbstvers-tändlich’ mit getrennten st (22) - verwässert sich. Seine schiffbaulichen Bücher - Castorp ist frisch diplomierter Ingenieur und steht kurz vor seinem Eintritt als Volontär bei Tunder & Wilms - interessieren ihn nicht mehr: 'Ocean steamships" hatte ihm nichts mehr zu sagen, [...] auch einige in seinen Lebensberuf einschlagende Bücher, Ingenieur­Wissenschaftliches, Schiffsbautechnisches (378) lagen nun vernachlässigt in der Ecke. 'Warum sind Sie denn Ingenieur geworden?' Castorp antwortet: 'Aus Zufall. Das waren wohl mehr oder weniger die äußeren Umstände, die darin den Ausschlag gaben.' (363) Seit dem Eintritt in den 'Berghof" ist Castorps Leben ganz und gar auf den Kopf gestellt, Hofrat Behrens sagt einmal sehr passend: Sehen Sie, ich weiß ganz gut, daß junges Volk hier gar und nicht ganz unschwer verlumpt und verkommt [...]. (571)

Settembrini mahnt Castorp bereits an seinem ersten Tag einen Schnellzug zu nehmen und sich auf- und davon zu machen (123). Allein Castorp lässt sich nicht beirren und stürzt sich voller Wissensdurst in diverse Forschungen, die nichts mehr mit seinem Leben im Flachland zu tun haben. Seine Entfremdung kulminiert in dem Ausspruch: Ich habe niemanden. Ich habe gar keine Fühlung mehr mit dem Flachland, die ist mir abhanden gekommen. 'Ich bin der Welt abhanden gekommen.' So steht es mit mir. (815)

Je länger Castorp im Sanatorium verweilt, desto aufdringlicher macht sich sein Herz bemerkbar.[5] Schnell wird klar, dass es als Indikator seiner wachsenden Liebe zu Madame Chauchat, einer russischen Mitpatientin und Vertreterin des von Settembrini verachteten 'asiatischen Prinzips", fungiert: Frau Chauchats Privat- und Eigenleben [...] hatte angefangen, ihm Schmerz und Unruhe zu bereiten. Hans Castorp maß 37,7 nach dem Empfang dieser Nachricht. (290)[6] Erfreulicher Nebeneffekt für Castorp - der sich mittlerweile überhaupt nicht mehr vorstellen kann sein früheres Leben wieder aufzunehmen - sein Infektionsgrad konsolidiert sich auf einem Niveau, das eine Rückkehr ins Flachland auch aus medizinischer Sicht aus schließt. Castorps Liebe zu Clawdia Chauchat ist also zugleich seine Krankheit. Dr. Krokowski, der Assistent von Hofrat Behrens, bemerkt im Kapitel 'Analyse": Das Krankheitssymptom sei verkappte Liebesbetätigung und alle Krankheit verwandelte Liebe (179). Demnach sind die Begriffe 'Krankheit" und 'Liebe" austauschbar. Auch die von Hofrat Behrens diagnostizierte zurückliegende Krankheit Castorps ist nichts anderes als seine Liebe zum ehemaligen Mitschüler Pribislav Hippe. Eng mit der Krankheit/ Liebe verknüpft sind die Motive 'Rausch" und 'Vergiftung". Nach einem einfachen ,merci’ Frau Chauchat heißt es: Nein, diesen Rausch phantastischer Genugtuung [...]. (320) An anderer Stelle heißt es: Es kam dahin, dass man sich buchstäblich versammelte, um dem Verblendeten zuzusehen. [...] Vielfach wußte man, dass da ein kolossal Beschwipster und Hochilluminierter sei, der sich alles anmerken ließ (331). Settembrini zeigt sich verständnisvoll, kann es aber dennoch nicht lassen den Zeigefinger zu erheben: ,Sie leiden, Ingenieur! [...] Sie leiden wie ein Verirrter,- wer sähe es Ihnen nicht an? Aber auch Ihr Verhalten zum Leiden sollte ein europäisches Verhalten sein, - nicht das des Ostens, der, weil er weich und zur Krankheit geneigt ist, diesen Ort so ausgiebig beschickt [...].’ (337/ 338) Letztendlich ist Castorps vermeintliche Liebe und sein damit verbundenes Leiden nur eine Erfahrung von vielen, die er im Verlauf seiner Reise macht, ist Clawdia Chauchat nur eine 'Erzieherin" unter mehreren, die ihm in den sieben Jahren den Weg zu seiner Erkenntnis weisen. Voraussetzung für Castorps Entwicklung - die ihren Höhepunkt im Kapitel 'Schnee" findet - ist seine Offenheit, seine kindliche Neugier und Naivität. Schon sein Vorname 'Hans" weist auf diese Charaktereigenschaften hin. Ebenso wie sein Namensvetter im bekannten Kinderlied lechzt er nach förderlichen Bildungserlebnissen aller Art auf dem Weg zum Leben über den Tod und zur Aufhebung des Gegensatzes zwischen Geist und Natur. Mit dem Unterschied, das seine Bildungserlebnisse in der abgeschlossenen, moribunden Atmosphäre eines Schweizer Lungensanatoriums und nicht in der weiten Welt stattfinden. Hans Castorp aber benötigt allem Anschein nach genau diese Atmosphäre für seine 'Regierungsgeschäfte' (653), wie er im Gespräch mit Naphta und Settembrini verlautbaren lässt: Beschaulichkeit, Abgeschiedenheit. Es hat was für sich, es läßt sich hören. Wir leben ja ziemlich hochgradig abgeschieden, wir hier oben, das kann man sagen. Fünftausend Fuß hoch liegen wir auf unseren Stühlen, die auffallend bequem sind, und sehen auf Welt und Kreatur hinunter und machen uns unsere Gedanken. Wenn ich mir’s überlege und soll die Wahrheit sagen, so hat das Bett, ich meine damit den Liegestuhl, verstehen Sie wohl, mich in zehn Monaten mehr gefördert und mich auf mehr Gedanken gebracht als die Mühle im Flachlande all die Jahre her, das ist nicht zu leugnen.’ (517) Castorp widmet sich seinen 'Regierungsgeschäften" mit der gleichen Stringenz wie Joachim bei seinen Heilversuchen, und wird am Ende belohnt, indem der Erzähler ihm bescheinigt seine Einfachheit gesteigert zu haben.

2. Joachim Ziemßen - eine geistig unbedrohte Natur

Hallo! [...] Da sind Sie ja unsere Dioskuren! Castorp und Pollux! (298) - so begrüßte einmal Hofrat Behrens die beiden Vetter. Und tatsächlich - Hans Castorp und Joachim Ziemßen scheinen unzertrennlich zu sein, wie ihre Vorbilder, Kastor und Polydeukes in der griechischen Sage. Dabei konnte in der Zeit vor ihrem Sanatoriumsaufenthalt kaum die Rede sein von einer allzu innigen Freundschaft. Auch ihr Verwandtschaftsgrad ist weniger nah als vermutet. Castorp betont anfänglich sogar, dass es sich bei Joachim nur um einen Stiefvetter handelt. Es muss also die Kameradschaft hier oben sein, die aus den sich nur oberflächlich kennenden Vettern Freunde macht und ihr Verwandtschaftsgefühl stärkt.

Joachim ist es, der Castorp bei seiner Ankunft in Davos- Dorf empfängt, ihm alles zeigt und erklärt, ihn mit den manchmal wunderlich anmutenden Gepflogenheiten hier oben vertraut macht. Im Verlaufe der Zeit bewirken die gemeinsamen Kur- und Liegedienste, die täglichen fünf Mahlzeiten, die sich daran anschließenden Spaziergänge, sowie die Bekanntschaft mit Settembrini und Naphta, und die daraus resultierenden Gespräche, [...] daß die Vettern in der Kurgesellschaft sozusagen eine Partie und Miniaturgruppe für sich bildeten [...]. (330)

Aber sind Hans Castorp und Joachim Ziemßen tatsächlich die siamesischen Zwillinge (348), für die sie gehalten werden?

Zunächst weist vieles darauf hin. Entstammen sie doch beide einem identischen sozialen Umfeld - einer vermögenden norddeutschen Kaufmannsfamilie. Sie sind im gleichen Alter, und beiden scheint eine sorgenfreie Zukunft gewiss.

Doch anders als beim ausgemachten 'Zivilisten" Hans Castorp, ist Joachim mit Leib und Seele Soldat. Jedem fällt sofort seine militärische Haltung auf. Settembrini nennt ihn 'Tenente" später auch 'Capitano' (692). Hofrat Behrens spricht mit Joachim stets 'zackig".

Sein Nachname erinnert an den preußischen Reitergeneral Hans Joachim von Zieten.[7] Joachim wünscht sich nichts mehr, als für gesund befunden und ins Flachland entlassen zu werden, um seinen Militärdienst anzutreten. Aber seine Krankheit fesselt ihn hartnäckig an den Zauberberg. Also leistet Joachim seinen Dienst auf andere Art und Weise ab, indem er sich strikt an die Verordnungen des Hofrates hält. Die Dinge, die seinen Vetter Hans faszinieren - dessen Forschungen und Wissbegier, die Gespräche mit Behrens, Settembrini und später auch Naphta, interessieren ihn wenig. Er lebt nach dem Kredo: [...] es kommt überhaupt nicht darauf an, was für Meinungen einer hat, sondern darauf, ob einer ein rechter Kerl ist. Am besten ist, man hat gleich gar keine Meinung, sondern tut seinen Dienst (530). Dienst, Haltung, Disziplin, Gehorsam sind seine Koordinaten. Er ist eben nicht wie Hans Castorp das Sorgenkind des Lebens (425), sondern eine respektable, aber einfache und geistig unbedrohte Natur, die dem Erzieher wenig Unruhe verursacht (425).

Im Gegensatz zu seinem Vetter ist der Standort Joachims klar: er gehört ins Flachland zum Militär. Sein Eifer geht sogar soweit, dass er seinen 'Ersatzdienst" auf dem Zauberberg - entgegen der Warnungen Hofrat Behrens’ - quittiert und ins Flachland eilt, wo er seine militärische Karriere wieder ankurbelt. Dies ist der wohl größte Unterschied zu Hans Castorp. Joachim ist in der Lage, die Hermetik des Zauberberges zu durchbrechen - eine Leistung, die letztlich aber vergebens ist, zwingt ihn doch seine Krankheit erneut in die Knie. Immerhin schafft es Joachim bis zum Unteroffizier, bevor er den Zauberberg wieder besteigen muss - den er nie wieder verlassen wird. Der aufmerksame Leser kann Joachims Ende frühzeitig erahnen, denn sein Tod wird durch die raffinierte Zusammenstellung der Details bereits in den ersten Kapiteln angedeutet [...].[8] Schlüssel dazu ist ein merkwürdiger Traum Castorps, in dem er seine ersten Eindrücke verarbeitet. Dessen Elemente tauchen an markanten Stellen des Romans wieder auf - sie sind auf der leitmotivischen Ebene eng mit dem Motiv 'Tod" verknüpft.

Joachim kehrt auf den 'Zauberberg" zurück, die Rollen vertauschen sich so, dass Joachim an Hans Castorps Seite lebte und nicht mehr umgekehrt: dieser war nun der Eingesessene, dessen Daseinsform der andere auf kurze Zeit und besuchsweise teilte (693).

Was die Vettern ebenfalls teilen ist ihre schwärmerische Zuneigung gegenüber zweier Mitglieder der russischen Patientenschaft. Im Falle Joachims trägt sie den Namen 'Marusja". Anders als Hans Castorp versucht er jedoch nicht in Kontakt mit ihr zu treten. Erst im Angesicht des Todes legt er seine militärische Strenge ab und ergibt sich, gleich Castorp im Kapitel 'Walpurgisnacht", der russischen Kirke. Dieser Anblick: Joachim, im Gespräche rücksichtslos hingegeben an die hochbrüstige Marusja, mit der er so lange an ein und demselben Tisch gesessen, ohne ein einziges Wort mit ihr zu wechseln, [...]. 'Ja, er ist verloren!' dachte Castorps angesichts dieses Bildes. (730) Castorp erkennt endgültig, dass sein Vetter verloren ist, denn wer 'rücksichtslos hingegeben' spricht, spricht, weil der Tod die Rede bald ausschließen wird.[9]

[...]


[1] Beatrice Trummer. Thomas Manns Selbstkommentare zum 'Zauberberg". Dissertation, Konstanz 1992, S. 19.

[2] Theoretische Grundlage bildet das Grundlagenwerk von Kahrmann/ Reiß/ Schluchter. Erzähltextanalyse. Eine Einführung, 3. Auflage, Bodenheim 1993.

[3] Zu den Namen im Zauberberg siehe die interessante Arbeit von Siegmar Tyroff. Namen bei Thomas Mann in den Erzählungen und Romanen Buddenbrocks, Königliche Hoheit, Der Zauberberg, in: Europäische Hochschulschriften, Reihe I, Deutsche Literatur und Germanistik, Bd. 102, Frankfurt/ Main 1975, S. 64.

[4] Frühere Belegstellen finden sich zum Beispiel auf den Seiten 68 und 72.

[5] Auf S. 321 heißt es: Sein Herz war unbeweglich, es schien überhaupt nicht zu schlagen. Erst später, als alles vorüber war, begann es zu hämmern.

[6] Weitere Belegstellen S. 324, 327, auf S. 320 heißt es: mit fiebriger Aufgeräumtheit

[7] Siegmar Tyroff, S. 202.

[8] Joachim Schoepf. Die pädagogischen Konzepte in Thomas Manns 'Zauberberg" und ihre Wirkung auf die Hauptfigur Hans Castorp, Marburg 2001, S. 191.

[9] Erwähnt werden sollen hier nur die Stichworte. Das sind der Bobschlitten, der österreichische Aristokrat namens Herrenreiter, eine Coldcream aber auch die Geschichte um Tous les Deux.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Figuren Handeln und Konzeption in Thomas Manns "Zauberberg"
Untertitel
Eine Analyse der Hauptfiguren und ihre Bedeutung für den Protagonisten Hans Castorp
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Veranstaltung
Literatur der Weimarer Republik
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
28
Katalognummer
V152576
ISBN (eBook)
9783640646586
ISBN (Buch)
9783640646906
Dateigröße
501 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zauberberg, Thomas Mann, Figurenhandeln, Hans Castorp, Protagonist
Arbeit zitieren
M.A. Kathleen Bärs (Autor), 2008, Figuren Handeln und Konzeption in Thomas Manns "Zauberberg", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152576

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Figuren Handeln und Konzeption in Thomas Manns "Zauberberg"


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden