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Indikatoren nachhaltiger Raumentwicklung

Title: Indikatoren nachhaltiger Raumentwicklung

Seminar Paper , 2010 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabrina Obermoser (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Nachhaltige Raumentwicklung ist eine Angelegenheit und gleichermaßen Herausforderung über Generationen hinweg. Dabei stellt sich die Frage wie es ersichtlich wird, dass gesteckte Ziele aus ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen auch erreicht werden. Leitziele werden meist nur deskriptiv erarbeitet, sollen aber zu ihrer Überprüfbarkeit durch ein Bewertungssystem auf Grundlage von Indikatoren messbar gemacht werden. Diese Indikatoren dienen als Messinstrument um das Monitoring der nachhaltigen Entwicklung zu erleichtern.
Die Agenda 21 fordert die Entwicklung von Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung, die als Entscheidungsgrundlage auf politischer Ebene dienen, steuern und planen sollen. Damit wurde der Stein zur Indikatorenentwicklung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene ins Rollen gebracht.
Sie sollen dazu dienen durch eine bewusste Selektion von Messgrößen soziale, ökonomische und ökologische Entwicklungen in vernetzter Betrachtung aufzuzeigen, dabei die Anwender nicht zu überfordern sondern in reduzierter Weise die Komplexität darstellen. Zusammengefasst geben sie Indikatorenkonzepte, die bereits in einer großen Vielfalt vorliegen, ob ihrer Anwendbarkeit hier diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Indikatoren

2.1 Klassifikation von Indikatoren

2.2 Indikatorenkonflikte durch Datenaggregation

3 Entstehung von Indikatoren in historischer Betrachtung

3.1 Wirtschaftsindikatoren

3.2 Sozialindikatoren

3.3 Umweltindikatoren

3.4 Nachhaltigkeitsindikatoren

4 Nachhaltigkeitsindikatorensysteme (NIS)

4.1 Pressure-State-Response-Modell

4.2 Driving Force-State-Response-Modell

4.3 Österreichisches Indikatorenmodell

4.4 Kommunale Nachhaltigkeitsindikatorensysteme

4.4.1 Nachhaltigkeitsindikatoren der Stadt Linz

4.4.2 Nachhaltigkeitsindikatoren der Stadt Salzburg

5 Funktion und Anwendung von Nachhaltigkeitsindikatoren

6 Anwendungsbeispiele

6.1 Beispiel I: Nachhaltige Raumindikatoren als Planungsrundlage der Stadt Salzburg

6.2 Beispiel II: Euregio-nachhaltige Raumindikatoren

7 Kritik

8 Ausblick

9 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Anwendung von Nachhaltigkeitsindikatoren als Messinstrumente zur Steuerung und Überwachung nachhaltiger Raumentwicklung. Es wird analysiert, wie komplexe ökologische, ökonomische und soziale Sachverhalte durch Indikatoren operationalisierbar und für politische Entscheidungsprozesse nutzbar gemacht werden können.

  • Historische Entwicklung und Klassifizierung von Indikatorensystemen
  • Vergleich internationaler und nationaler Modelle wie das Pressure-State-Response-Modell
  • Operationalisierung von Nachhaltigkeitskonzepten auf kommunaler Ebene
  • Praxisbeispiele zur Anwendung in der Stadt- und Regionalplanung
  • Methodische Herausforderungen bei der Datenaggregation und Interpretation

Auszug aus dem Buch

2.1 Klassifikation von Indikatoren

Da die Kriterien zur Indikatorenentwicklung unterschiedlicher Natur sind, werden hier zunächst die Indikatoren unterschieden. Indikatoren lassen sich in drei Klassen unterteilen.

Einzelindikatoren sind einzelne Systemgrößen, die aufgrund von Messung oder Beobachtung direkt auf einer Skala abbildbar sind z.B. Dioxin-Konzentration in Sondermülldeponien. Der Zustand eines Systems ist allerdings nur durch den Mix an Messgrößen zu erklären, selten reicht dazu ein einziger Indikator.

Zusammengesetzte Indikatoren sind Kombinationen von Systemgrößen, dabei werden ähnliche oder ergänzende Merkmale gruppiert um komplexere Systeme darzustellen z.B. Bodenkontamination.

Die dritte Klasse bilden die systemaren Indikatoren, die Systemeigenschaften abbilden so z.B. Komplexität, Stabilität, Reparaturfähigkeit oder Vernetztheit (vgl. BIRKMANN et al. 1999: 17f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Messbarkeit von Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit von Indikatoren als Steuerungsinstrumente.

2 Indikatoren: Definition von Indikatoren und eine detaillierte Klassifizierung nach Systemgrößen sowie eine Erläuterung der Problematik durch Datenaggregation.

3 Entstehung von Indikatoren in historischer Betrachtung: Überblick über die Entwicklung von Wirtschafts-, Sozial- und Umweltindikatoren sowie die Entstehung der Nachhaltigkeitsindikatoren ab den 90er Jahren.

4 Nachhaltigkeitsindikatorensysteme (NIS): Vorstellung verschiedener theoretischer Modelle wie dem Pressure-State-Response-Modell und dem österreichischen Indikatorenmodell sowie deren Anwendung auf kommunaler Ebene.

5 Funktion und Anwendung von Nachhaltigkeitsindikatoren: Analyse der Funktionen, wie Operationalisierung, Monitoring und Entscheidungsgrundlage für politische Prozesse.

6 Anwendungsbeispiele: Konkrete Fallbeispiele der Anwendung von Raumindikatoren in der Stadt Salzburg und im Euregio-Raum.

7 Kritik: Diskussion der Grenzen der Indikatorenanwendung, insbesondere hinsichtlich Datenbasis, Referenzwerten und der Gefahr einer zu starken Gegenwartsgebundenheit.

8 Ausblick: Überlegungen zur Zukunft der Indikatorensysteme, insbesondere unter Einbeziehung technischer Erleichterungen wie GIS-Systemen.

9 Resümee: Zusammenfassendes Fazit über den Nutzen und die Grenzen von Nachhaltigkeitsindikatoren als Instrument der Raumentwicklung.

Schlüsselwörter

Nachhaltige Raumentwicklung, Nachhaltigkeitsindikatoren, Indikatorensysteme, Monitoring, Pressure-State-Response-Modell, Stadtplanung, Regionalplanung, Datenaggregation, Nachhaltigkeitskonzept, Agenda 21, Wirtschaftsindikatoren, Sozialindikatoren, Umweltindikatoren, Standortanalyse, Operativierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rolle von Indikatoren als messbare Größen, um den Zustand und die Entwicklung nachhaltiger Raumentwicklungsprozesse auf verschiedenen Ebenen abzubilden.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen die theoretische Herleitung von Indikatorensystemen, ihre Klassifizierung, die historische Entwicklung sowie ihre praktische Anwendung in der Stadt- und Regionalplanung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen, die Chancen und die methodischen Grenzen von Indikatoren aufzuzeigen, um politische Entscheidungen bei der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es erfolgt eine Literaturanalyse zu bestehenden Indikatorenkonzepten sowie die deskriptive Auswertung von Anwendungsbeispielen aus der kommunalen und regionalen Planung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Indikatorenklassen, Entstehungshistorie, Modellsysteme) und die praxisorientierte Anwendung in konkreten Fallbeispielen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Nachhaltigkeitsindikatoren, Indikatorensysteme, Monitoring, Datenaggregation und die Operationalisierung von Zielen in der Planung.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Indikatorentypen?

Die Arbeit unterscheidet zwischen Einzelindikatoren, zusammengesetzten Indikatoren und systemaren Indikatoren sowie zwischen deskriptiven und normativen Indikatoren.

Was ist das Problem bei der Datenaggregation?

Die Datenaggregation führt zu einer Vereinfachung, die zwar die Handhabbarkeit erhöht, jedoch durch den Informationsverlust die Realitätsnähe oder "Adäquanz der Abbildung" einschränken kann.

Warum wird das Beispiel der Stadt Salzburg angeführt?

Salzburg dient als Beispiel für eine angewandte raumplanerische Indikatorenmethodik, die komplexe Daten auf eine adressgenaue Ebene herunterbricht, um Planungsprozesse transparent zu machen.

Welche Kritik übt die Autorin an den untersuchten Systemen?

Die Autorin kritisiert die oft schwache Datenbasis, das Fehlen allgemein gültiger Nachhaltigkeitsdefinitionen für Referenzwerte sowie die Gefahr, dass Indikatoren zu wenig in reale Planungsinstrumente integriert werden.

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Details

Title
Indikatoren nachhaltiger Raumentwicklung
College
University of Salzburg  (Geographie)
Course
Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung
Grade
1,0
Author
Sabrina Obermoser (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V152590
ISBN (eBook)
9783640650194
ISBN (Book)
9783640650514
Language
German
Tags
Indikatoren Raumentwicklung Nachhaltigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Obermoser (Author), 2010, Indikatoren nachhaltiger Raumentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152590
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