Am 30. Jänner 1933 wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Damit fand der Aufstieg der NSDAP und des Personenkreises um Hitler seinen vorläufigen Höhepunkt.
Die Errichtung des Konzentrationslagers Mauthausen durch die SS erfolgte im August 1938, fünf Monate nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Der Grund für die Wahl Mauthausens als Standort eines Konzentrationslagers waren die sich dort befindenden Granitsteinbrücke.
Die SS eigene Firma DEST sollte die Steinbrüche erwerben und wirtschaftlich nutzen. Der zu erwartende Bedarf an Granitsteinen für die von Adolf Hitler geplanten Grossbauten in den einzelnen Führerstädten wie beispielsweise Linz, das zur Kunst und Kulturmetropole ausgebaut werden sollte, versprach riesige Gewinne. Die KZ Häftlinge konnten als billige Arbeitskräfte im Steinbruch eingesetzt werden.
Am 8. August 1938 wurden in den Steinbruch „Wiener Graben“ Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau überstellt und es begann der Aufbau des Konzentrationslagers Mauthausen. Das Lager Mauthausen für das gesamte Österreichische Gebiet. Der Lagerverwaltung Maushausen unterstanden 49 ständig existierende Nebenlager.
Die Geschäftsführung der DEST übernahm SS-Obergruppenführer Oswald Arthur Ahrens und Dr. Walter Salpeter, ebenfalls zwei hochrangige SS-Offiziere zeichneten als erste Gesellschafter treuhändisch für je 10.000 Reichsmark des zur Verfügung gestellten Anfangskapitals. Dass sich die SS in der Wirtschaft engagierte, war nichts Außergewöhnliches. Am Höhepunkt ihrer ökonomischen Machtenfaltung kontrollierte sie über das SS- Wirtschaftsverwaltungshauptamt ein Firmenimperium von rund 150 Werken in den verschiedensten Branchen.
In dieser Arbeit wird auf die Situation Häftlinge und deren Bewacher eingegangen. Dabei wird auch u. a. der Tagesablauf behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Die Entstehung des Konzentrationslagers Mauthausen
- Die Häftlinge des Konzentrationslagers
- Die Bewacher
- Die,,Funktion des Lager" und dessen Bedingungen
- Überlebensdauer im Konzentrationslager Mauthausen
- Anzahl der Toten
- Die Nebenlager Gusen I, II, III und Ebensee
- Änderung des „Anforderungsprofils"
- Tagesablauf eines Häftlings
- Häftlingsgesellschaft
- Die Helfer der SS
- Die Bewachungsmannschaft
- Fluchtversuche
- Die Befreiung
- Resümee
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen und seinen Häftlingen. Sie beleuchtet die Entstehung des Lagers, die Lebensbedingungen der Häftlinge, die Rolle der SS-Bewacher und die Funktionsweise des Lagers. Die Arbeit analysiert die Überlebensdauer der Häftlinge, die Anzahl der Toten und die Bedeutung der Nebenlager. Darüber hinaus werden der Tagesablauf eines Häftlings, die Häftlingsgesellschaft und die Rolle der Helfer der SS untersucht.
- Die Entstehung des Konzentrationslagers Mauthausen
- Die Lebensbedingungen der Häftlinge
- Die Rolle der SS-Bewacher
- Die Funktionsweise des Lagers
- Die Überlebensdauer der Häftlinge
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt die Entstehung des Konzentrationslagers Mauthausen im Kontext des Aufstiegs der NSDAP und des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich. Es wird die Bedeutung der Granitsteinbrüche für die SS und die Nutzung der Häftlinge als billige Arbeitskräfte erläutert. Das zweite Kapitel befasst sich mit den Häftlingen des Konzentrationslagers Mauthausen, ihrer Herkunft und den Gründen für ihre Inhaftierung. Es wird die Rolle der Häftlinge bei der Arbeit im Steinbruch und die Nutzung ihrer Körperteile nach dem Tod beschrieben. Das dritte Kapitel behandelt die Bewacher des Konzentrationslagers Mauthausen, ihre Rolle und ihre Methoden. Es wird die brutale Behandlung der Häftlinge und die systematische Vernichtung durch Arbeit beschrieben.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Konzentrationslager Mauthausen, die Häftlinge, die SS-Bewacher, die Lebensbedingungen im Lager, die Überlebensdauer der Häftlinge, die Anzahl der Toten, die Nebenlager, der Tagesablauf eines Häftlings, die Häftlingsgesellschaft und die Helfer der SS.
Häufig gestellte Fragen
Warum wurde Mauthausen als Standort für ein Konzentrationslager gewählt?
Ausschlaggebend waren die dortigen Granitsteinbrüche, die von der SS-eigenen Firma DEST wirtschaftlich genutzt werden sollten, um Baumaterial für Hitlers Großbauten zu gewinnen.
Wann wurde das KZ Mauthausen errichtet?
Das Lager wurde im August 1938, kurz nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, durch die Überstellung von Häftlingen aus Dachau aufgebaut.
Was war die Rolle der Firma DEST im Lager?
Die DEST (Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH) verwaltete die Steinbrüche und setzte die Häftlinge als billige Sklavenarbeiter ein, um riesige Gewinne für die SS zu erwirtschaften.
Welche Nebenlager unterstanden Mauthausen?
Der Lagerverwaltung unterstanden 49 ständig existierende Nebenlager, darunter bekannte Standorte wie Gusen I, II, III und Ebensee.
Wie war der Tagesablauf eines Häftlings in Mauthausen?
Der Alltag war geprägt von schwerster körperlicher Arbeit im Steinbruch, systematischer Unterernährung, brutalen Misshandlungen durch die SS und ständigem Tod durch Entkräftung.
Was versteht man unter „Vernichtung durch Arbeit“?
Es bezeichnet die Strategie der SS, Häftlinge durch unmenschliche Arbeitsbedingungen im Steinbruch so weit physisch zu ruinieren, dass ihr Tod billigend in Kauf genommen oder gezielt herbeigeführt wurde.
- Arbeit zitieren
- Markus Santner (Autor:in), 2008, Die Häftlinge vom Konzentrationslager Mauthausen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152632