Autowerbung und Frauen


Seminararbeit, 2005

7 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Autowerbung und Frauen

1.1 Einleitung

Autowerbung und hübsche Frauen gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Die wichtigste weltweite Autoausstellung findet alljährlich im März in Genf statt. Es gehört zum guten Bild, dass sich der Autobauer sein Prestigeobjekt mit einer attraktiv gekleideten Dame ziert. Man kann aufgrund der Emanzipation sehen, dass sich die Frau in der Werbung mittlerweile meistens nicht nur mehr leicht bekleidet sich auf der Motorhaube räkelt, sondern dass die Frau als Beifahrerin eine beneidenswerte „Begleitung“ abgibt (vgl. http://www.lespress.de/052004/texte052004/frauenundautos052004.html, 10.01.2005).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abbildung 1, www.anni-friesinger.de, 10.01.2005)

1.2 Anfänge der Autowerbung

Doch bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhundertes gab es diese Tendenz, dass eine Autowerbung ohne Frauen nicht sinnvoll sei. In Bezug auf die Autowerbung um 1925 konnte man sehen, dass sich das Automobil als Luxusgut für die gut situierte Schicht etablierte. Selbst in diesen Jahren waren die meisten Werbeplakate für Autos mit Damen „verziert“. Die

Welt der Damen verkörperte die Werte des Konsums, die Welt der Jugend verkörperte das Neue; deshalb waren es junge Frauen, die auf ersten Werbebildern zum Kauf des Luxusgutes anregen sollten (vgl. Sachs 1984, S. 55f.).

1.3. Auto sucht Begleitung

„Am 6.2. 1898 konstituierte sich der Automobilclub von Österreich, der Vorläufer des ÖAMTC. Der Name wurde am 20. März 1898 in Österreichischer Automobil-Club geändert. Frauen durften dem Österreichischen Automobil Club im Unterschied zur Radfahrsektion , dem Touring Club, wie in der außerordentlichen Generalversammlung vom 20.März 1898 festgelegt wurde, nur als „außergewöhnliche Mitglieder“ beitreten. Durch die Hausordnung wurde ihr Wirkungskreis noch weiter eingeschränkt. Damen haben in die Clublokalitäten keinen Zutritt, doch kann ihnen das Präsidium von Fall zu Fall denselben ausnahmsweise gestatten. Der ÖAC erhielt 1898 von der Nesselsdorfer Waggonbau Fabrik (Tatra) zwei Übungsautomobile geschenkt. Damen konnten die Benutzung dieser Fahrzeuge „nur in Begleitung eines fahrkundigen Mietgliedes oder Club-Maschinisten gestattet werden“ (zit.Sandgruber, Frauensachen-Männerdinge Teil 8, S.12).

Es lassen sich um das Jahr 1920 folgende Tendenzen erkennen. Die Frauen dienten als Aufputzobjekte des sportlich-eleganten Herrensfahrens einhergehend mit einem sportlich, chromblitzenden Automobil, anderseits wollten immer mehr Frauen das Steuer selbst in die Hand nehmen. Doch da zu dieser Zeit Autos als sehr teuer galten, und ein Luxusgut darstellten, war die nur Damen der großbürgerlichen Gesellschaft vorbehalten (vgl. Sandgruber, Frauensachen-Männerdinge, Teil 8, S.13).

Zu dieser Zeit muss noch vermerkt werden, dass im April 1922 der ÖAC einen „Concours d'Elegance im Park des Schloss Belvedere injizierten. In der Zwischenkriegszeit wurde diese Veranstaltung dann regelmäßig durchgeführt. Die Damen waren zu diesem Event zugelassen, doch dienten sich auch hier, rein dem Aufputz des Autos. In jedem Wagen musste neben dem Lenker mindestens eine Dame im Sportkostüm oder Sommertoilette das Gesamtbild des Wagens aufhellen. Auch zu jener Zeit waren Mannequins der Modefirmen sehr begehrt und diese durften natürlich bei diesem Großereignis im Jahre 1922 nicht fehlen (vgl. Sandgruber, Frauensachen-Männerdinge, Teil 8, S. 13ff.)

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Autowerbung und Frauen
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Veranstaltung
Vertiefende Aspekte des Faches Sozialgeschichte mit Schwerpunkt Gender Studies
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
7
Katalognummer
V152635
ISBN (eBook)
9783640644650
ISBN (Buch)
9783640644728
Dateigröße
415 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Autowerbung, Frauen
Arbeit zitieren
Markus Santner (Autor:in), 2005, Autowerbung und Frauen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152635

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