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Frauenbeschneidung in Afrika

Titre: Frauenbeschneidung in Afrika

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 26 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Anne Nickel (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Résumé Extrait Résumé des informations

Darüber wie viele Frauen und Mädchen eine Genitalverstümmelung über sich ergehen lassen mussten, gibt es nur Schätzungen. Nach diesen Schätzungen sind etwa 140 Millionen Frauen auf der Welt bereits Opfer von Genitalverstümmelung geworden und jedes weitere Jahr kommen drei Millionen Mädchen und Frauen hinzu (www.bmz.de). Besonders in Afrika ist die weibliche Genitalverstümmelung weit verbreitet. Aus diesem Grund wird sich meine Arbeit auf den afrikanischen Kontinent beziehen. Das Thema “weibliche Genitalverstümmelung“ ist äußerst vielschichtig. So soll diese Arbeit einen Überblick über das Thema geben und verschiedene Lösungsansätze vorstellen.
Die zentralen Fragen dieser Arbeit sollen sein:
Was ist unter weiblicher Genitalverstümmelung zu verstehen, wo kommt sie aus welchen Gründen vor, was zieht sie für Folgen nach sich und was wird gegen Genitalverstümmelung unternommen?
Zu Beginn sollen die verschiedenen Formen der weiblichen Genitalverstümmelung vorgestellt werden. Daraufhin werde ich auf die geschichtlichen und kulturellen Hintergründe von Genitalverstümmelung zu sprechen kommen um dann auf die Verbreitung von Genitalverstümmelung in Afrika einzugehen. Danach soll aufgezeigt werden, welche Gründe für die weibliche Genitalverstümmelung vorgebracht werden. Darauf folgend soll beschrieben werden wie eine Genitalverstümmelung ablaufen kann. Im weiteren Verlauf werde ich dann darauf eingehen, welche Folgen Genitalverstümmelungen nach sich ziehen können. Ich werde außerdem auf das Thema Menschenrechte im Zusammenhang mit weiblicher Genitalverstümmelung und auf strafrechtliche Regelungen zu sprechen kommen. Im letzten Teil meiner Arbeit möchte ich exemplarisch Organisationen vorstellen, die der weiblichen Genitalverstümmelung den Kampf angesagt haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Typen der weiblichen Genitalverstümmelung

3. Geschichtliche und kulturelle Hintergründe der weiblichen Genitalverstümmelung

4. Verbreitung

5. Gründe für weibliche Genitalverstümmelung

6.Ablauf der FGM

7. Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung

7.1 Akute gesundheitliche Konsequenzen

7.2 Langfristige gesundheitliche Folgen

7.3 Psychische Folgen

7.4 Folgen für Sexualität, Geburt und Schwangerschaft

8.Weibliche Genitalverstümmelung als Menschenrechtsverletzung

9. NGOs gegen FGM

9.1 TERRE DES FEMMES

9.2 Amazonian Initiativ Movement (AIM)

9.3 Das “FGM Prevention and Eradication Project “ der Kale Heywot Church und der Kindernothilfe

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) in Afrika, analysiert die Ursachen, gesundheitlichen sowie psychischen Folgen und untersucht verschiedene Lösungsansätze durch Nichtregierungsorganisationen und Menschenrechtskonventionen.

  • Definition und Klassifizierung der FGM-Typen nach der WHO
  • Kulturelle, religiöse und soziologische Ursachen der Praxis
  • Medizinische und psychologische Langzeitfolgen für betroffene Frauen
  • Die Rolle von Menschenrechtskonventionen bei der Bekämpfung von FGM
  • Exemplarische Fallstudien zur Arbeit von NGOs (TERRE DES FEMMES, AIM, Kindernothilfe)

Auszug aus dem Buch

6.Ablauf der FGM

Die Genitalverstümmelung findet in der Regel nicht in Krankenhäusern statt. Zum einen, weil es meist unmöglich für die Menschen ist ein Krankenhaus zu erreichen und weil traditionelle Beschneiderinnen normalerweise nicht in Krankenhäusern arbeiten. Oft ist das Ritual der FGM in ein zeremonielles Fest eingebettet, bei dem das Mädchen die volle Aufmerksamkeit und Zuwendung sowie Geschenke der Gäste erhält. Normalerweise wissen die Mädchen nicht was genau mit ihnen geschehen wird und, dass sie große Schmerzen haben werden. Denn über das Ritual darf nicht gesprochen werden. Abgesehen davon, dass die FGM an unsterilen Orten stattfindet, existieren auch meist keine Narkosemittel. Stattdessen werden Kräuterverbände, kaltes Wasser oder Alkohol verwendet um die Schmerzen zu lindern. Oft wird das Mädchen von mehreren Frauen festgehalten oder festgebunden. Dann nimmt die Beschneiderin oder ein Medizinmann das jeweilige Ritual vor. Als Schneidewerkzeuge werden hierbei Rasierklingen oder -messer, Scheren, geschärftes Blech oder Glasscherben benutzt. Zum Vernähen der Wunde werden unter anderem Tierdarm, Pferdehaar, Bast, Bindfaden oder betäubende Akaziendornen verwendet (vgl. Schnüll 2003:31f.). Damit die Wunde schneller verheilt, werden den Mädchen oft, für einen Monat oder länger, die Beine zusammengebunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der weiblichen Genitalverstümmelung anhand des autobiographischen Romans "Wüstenblume" von Waris Dirie und Darlegung der zentralen Fragestellungen.

2. Typen der weiblichen Genitalverstümmelung: Vorstellung der vier FGM-Typen gemäß der Klassifizierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

3. Geschichtliche und kulturelle Hintergründe der weiblichen Genitalverstümmelung: Analyse historischer Wurzeln der Beschneidung von der Antike bis in das 20. Jahrhundert und Betrachtung kultureller Akzeptanz.

4. Verbreitung: Untersuchung der geographischen und ethnischen Verbreitung der FGM sowie der Bedeutung von Traditionen in betroffenen Gesellschaften.

5. Gründe für weibliche Genitalverstümmelung: Darstellung der vielfältigen Begründungen wie Tradition, Rollenerwartungen, ästhetische Vorstellungen, Religion und Mythen über Gesundheit.

6.Ablauf der FGM: Beschreibung der praktischen Durchführung des Rituals unter unsterilen Bedingungen und Trends zur Medikalisierung des Eingriffs.

7. Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung: Detaillierte Betrachtung akuter, langfristiger, psychischer und psychosomatischer Folgen für die Betroffenen.

8.Weibliche Genitalverstümmelung als Menschenrechtsverletzung: Analyse des Schutzes durch internationale Konventionen und die Herausforderungen bei der Umsetzung nationaler Strafgesetze.

9. NGOs gegen FGM: Vorstellung der Arbeit von TERRE DES FEMMES, dem Amazonian Initiativ Movement (AIM) und dem Gemeinschaftsprojekt der Kindernothilfe mit der Kale Heywot Church.

10. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Erkenntnisse über die Komplexität des Themas, die Unzulänglichkeit bloßer Strafgesetze und die Notwendigkeit unterstützender Projekte.

Schlüsselwörter

FGM, weibliche Genitalverstümmelung, Afrika, Menschenrechte, NGO, TERRE DES FEMMES, Infibulation, Tradition, Aufklärung, Empowerment, Gewalt gegen Frauen, Mädchenschutz, Gesundheitsfolgen, Beschneiderinnen, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) in Afrika, analysiert deren Hintergründe und Folgen sowie die Ansätze zu deren Überwindung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Typisierung von FGM, die soziokulturellen Ursachen, die schwerwiegenden gesundheitlichen Auswirkungen sowie die Rolle von Nichtregierungsorganisationen im Kampf gegen diese Praxis.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, einen fundierten Überblick über das Phänomen FGM zu geben und aufzuzeigen, wie durch eine Kombination aus Aufklärung, sozialen Projekten und rechtlichen Rahmenbedingungen ein Wandel in betroffenen Gesellschaften erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, in deren Rahmen Berichte von NGOs, Studien der WHO und menschenrechtliche Konventionen ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Typen der FGM, der Verbreitung, den komplexen Gründen für den Fortbestand des Rituals, den physischen und psychischen Folgen sowie der Vorstellung spezifischer NGO-Projekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt der Arbeit?

Kernbegriffe sind unter anderem FGM, Menschenrechtsverletzung, Aufklärung, Empowerment, Beschneiderinnen und Prävention.

Welche Bedeutung hat das "Breaking the Silence"-Projekt des AIM?

Es dient der Sensibilisierung in bisher schwer erreichbaren Regionen Sierra Leones, um durch Bildungsarbeit und Seminare ein Umdenken in Bezug auf FGM bei Jugendlichen und der lokalen Bevölkerung zu bewirken.

Warum sind Strafgesetze allein oft nicht effektiv bei der Bekämpfung von FGM?

Wie am Beispiel von Dschibuti erläutert, fehlen oft die Kapazitäten für die Durchsetzung, es besteht mangelndes Bewusstsein in der Bevölkerung, oder das Ritual wird aufgrund tief verwurzelter kultureller Traditionen ins Geheime verlagert.

Fin de l'extrait de 26 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Frauenbeschneidung in Afrika
Université
Ruhr-University of Bochum
Note
2,3
Auteur
Anne Nickel (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
26
N° de catalogue
V152643
ISBN (ebook)
9783640643882
ISBN (Livre)
9783640644322
Langue
allemand
mots-clé
Beschneidung Frauenbeschneidung weibliche Beschneidung Genitalverstümmelung FGM Afrika Frauen in Afrika NGO
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne Nickel (Auteur), 2009, Frauenbeschneidung in Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152643
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Extrait de  26  pages
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