Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Médias / Communication - Relations publiques, Publicité, Marketing, Médias sociaux

Strategische Nutzung von Markengemeinschaften

Titre: Strategische Nutzung von Markengemeinschaften

Dossier / Travail , 2008 , 15 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Steven Schepurek (Auteur)

Médias / Communication - Relations publiques, Publicité, Marketing, Médias sociaux
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Konsumenten der Postmoderne: hybrid im Kaufverhalten, zielgruppenscheu und an keine statischen Identitäts- und Konsummuster gebunden. Parallel zu allen Individualisierungstendenzen
erleben jedoch gleichzeitig neue, geographisch ungebundene und ästhetisch motivierte Vergemeinschaftsformen wie Subkulturen und Szenen eine neue Ausrichtung im Kontext von Konsum: Formationen in Gestalt exklusiver Cliquen um Luxus-Marken, Anti-Gruppierungen die sich gegen verhasste Marken positionieren oder auch klassische Fan-Gemeinschaften, die im Kollektiv „ihre“ Marke zelebrieren. Diese erstmals von Muniz & O‘Guinn (2001) prägend als „Brand Communities“ bezeichneten Gemeinschaften konstituieren sich in verschiedensten Erscheinungsformen und bieten ihren Mitgliedern unterschiedlichste Sinnangebote.

Die Entstehung, Anatomie und die Wirkung von Markengemeinschaften haben seitdem Wissenschaftler und Praktiker gleichermaßen beschäftigt. Neben ethnographischen Beschreibungen und Fragen zur Entstehung stand dabei häufig die Überlegung im Mittelpunkt, wie Unternehmen einen fruchtbaren Nährboden für Markengemeinschaften schaffen bzw. letztere von externer Seite aus initiieren oder steuern können. Die in der Literatur nahegelegten Implikationen auf die Markenführung sind dabei in ihren Ansätzen zwar schlüssig, bleiben jedoch in ihrem Ausmaß oft marginal.

An dieser Stelle möchte diese Arbeit ansetzen. Ausgehend von Theoriediskussionen und ethnographischen Studien soll zunächst ein Bezugsrahmen erstellt werden, der sich dem Phänomen Markengemeinschaft mit einer Typologiekonzeption nähert. Mit diesem fundamentalen Verständnis des Wechselverhältnisses von Konsument-Marke-Gemeinschaft soll die Argumentation hingeführt werden zum zentralen Überlegungsgegenstand - bisher unausgeschöpften Potentialen, die sich aus dem Konzept der Markengemeinschaft schöpfen
lassen. Dabei wird zum einen gezeigt, wie etwa die vielumwobene Implementierung von Lead-Usern nicht nur den F&E-Bereich bereichern kann, sondern auch ganz andere Konstellationen mit Funktional-bereichen im Unternehmen fruchtbar erscheinen. Schließlich
wird sich der nächste Schwerpunkt der Überlegungen auf die Frage nach Geschäftsmodellen stützen, die sich im Kontext von Markengemeinschaften ergibt. Den Abschluss soll ein Fazit bilden, das die verhandelten Aspekte in Beziehung setzt, einen möglichen Zukunftsentwurf skizziert und damit verbundene Fragestellungen aufzeigt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Markengemeinschaften: Annäherung

2.1 Markengemeinschaften als Szenen

2.2 Arten von Markengemeinschaften

3. Potential-Analyse

3.1 Outsourcing 2.0

3.2 Markengemeinschaft als Geschäftsmodell

4. Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen von Markengemeinschaften als dynamische Subkulturen des Konsums und analysiert, wie Unternehmen diese aktiv als strategisches Instrument in Bereichen wie Forschung & Entwicklung, Qualitätssicherung und Kundenbindung nutzen können.

  • Typologisierung und Strukturierung von Markengemeinschaften
  • Analyse des "Grassroots R&D" und der Lead-User-Integration
  • Übertragung des Modells der Ko-Kreation auf Markenerlebnisse
  • Untersuchung von Markengemeinschaften als integraler Geschäftsmodellbestandteil
  • Potenziale und Herausforderungen der aktiven Moderation durch Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.1 Outsourcing 2.0

Die verschiedenen Ausführungen zu Markengemeinschaften verweisen in ihren Implikationen häufig auf eine Schlüsselfunktion für die Markenführung: die Implementierung der sog. Lead-User (z.B. Baumgartner 2007: 141 ff.). Dabei steht vor allem der Ansatz im Vordergrund, sich das hohe Involvement der Nutzer für Innovationsprozesse zunutze zu machen. Unter diesem Zeichen kann auch das Phänomen des „Grassroots R&D“ beschrieben werden, das bereits Schouten & McAlexander (1995: 57) in der Harley Davidson-Subkultur identifizieren: von der Nutzern generierte Inhalte „wachsen“ in den Bereich Forschung & Entwicklung des Dachunternehmens hinein. Oder anders herum: Unternehmen lagern einen Teil ihrer F&E-Abteilung aus - und zwar nicht in Billiglohnländer oder externe Think Tanks, sondern direkt in das Markenzentrum.

Tatsächlich lassen sich alleine für diesen Funktionalbereich im Unternehmen mannigfaltige Potentiale aus der Markengemeinschaft schöpfen. In Internetforen diskutieren die Nutzer öffentlich einsehbar ihre Wünsche und Vorstellungswelten um die Marke. Darüber hinaus sind sie nicht selten aktiv an der Erstellung neuer Inhalte beteiligt, wie z.B. ein Blick in die sog. Modifikations-Szene von PC-Spielen zeigt. Dort haben sich verstärkt seit Ende der Neunzigerjahre um populäre Computerspiele wie „Half-Life“ nicht nur Fan-Basen gebildet, sondern auch ganze Entwicklungslabors. Über populäre Modifikationen wie „Counter-Strike“ konnte das Spiel dabei nicht nur seinen Produktlebenszyklus entscheidend verlängern. Vielmehr verstand es die Herstellerfirma, die nutzergenerierten Inhalte direkt in zukünftige Produktentwicklungsprozesse zu integrieren. Wer sich als Unternehmen seine Markengemeinschaft und ihre Lead-User genau anschaut, erhält also nicht nur einen Einblick in die Vorstellungswelten seiner Kunden, sondern kann auch gezielt Innovationspotential abschöpfen - und das zum Unkostenpreis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung verortet Markengemeinschaften im Kontext der postmodernen Konsumgesellschaft und skizziert das Ziel der Arbeit, bisher unausgeschöpfte strategische Potenziale dieser Gemeinschaften zu untersuchen.

2. Markengemeinschaften: Annäherung: Dieses Kapitel definiert Markengemeinschaften als spezielle Subkulturen des Konsums und entwickelt einen theoretischen Bezugsrahmen auf Basis von Szenen und verschiedenen Ausprägungsformen.

3. Potential-Analyse: Dieser Hauptteil analysiert die strategischen Vorteile von Markengemeinschaften für Unternehmen, insbesondere durch die Integration von Nutzern in Innovationsprozesse sowie als Teil von Geschäftsmodellen.

4. Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, identifiziert Forschungsbedarf hinsichtlich negativer Effekte und der Steuerung durch Unternehmen und unterstreicht die Bedeutung des neuen Verständnisses des Dreiecks Nutzer-Marke-Nutzer.

Schlüsselwörter

Markengemeinschaft, Konsumsubkulturen, Lead-User, Markenführung, Grassroots R&D, Markenerlebnis, Ko-Kreation, Markenloyalität, Strategisches Marketing, Community Management, Kundenbindung, Innovation, Geschäftsmodell, Stakeholder, Nutzerinteraktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der strategischen Relevanz von Markengemeinschaften für Unternehmen und wie diese aktiv in Wertschöpfungsprozesse integriert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Typologisierung von Gemeinschaften, die Rolle der Konsumenten als aktive Mitgestalter und die Übertragung dieser Prozesse auf Unternehmensfunktionen wie F&E und Service.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen die Dynamiken von Markengemeinschaften nutzen können, um Innovationen zu fördern und die Markenbindung nachhaltig zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung bestehender Studien (u.a. Muniz & O‘Guinn, Fournier, Hitzler) kombiniert mit einer strukturellen Typologisierung und einer Potenzial-Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturtheoretische Analyse und eine detaillierte Untersuchung strategischer Nutzungsformen, darunter "Outsourcing 2.0" und Markengemeinschaft als integraler Bestandteil eines Geschäftsmodells.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Markengemeinschaft, Lead-User, Ko-Kreation, Markenloyalität, Innovation und Subkultur des Konsums.

Was ist mit "Grassroots R&D" im Kontext der Arbeit gemeint?

Der Begriff beschreibt den Prozess, bei dem nutzergenerierte Inhalte und Ideen aus der Gemeinschaft direkt in die offizielle Forschung und Entwicklung des Unternehmens einfließen.

Welches Beispiel wird für die Integration ins Geschäftsmodell genannt?

Der Autor führt das Beispiel des ehemaligen Berliner Clubs "Goya" an, dessen Geschäftsmodell von Beginn an darauf basierte, durch eine Aktionärsgemeinschaft eine engagierte Nutzerschaft aktiv in die Finanzierung und Identitätsbildung einzubinden.

Wie unterscheiden sich Markengemeinschaften von klassischen Fan-Gruppen?

Während Fan-Gruppen oft durch passiven Konsum geprägt sind, zeichnen sich Markengemeinschaften durch eine höhere Eigendynamik, Interaktion unter den Mitgliedern und eine tiefere psychologische Bindung zur Marke aus.

Fin de l'extrait de 15 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Strategische Nutzung von Markengemeinschaften
Université
University of the Arts Berlin  (Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation)
Cours
Strategisches Marketing
Note
1,0
Auteur
Steven Schepurek (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
15
N° de catalogue
V152667
ISBN (ebook)
9783640650200
ISBN (Livre)
9783640650545
Langue
allemand
mots-clé
Markenführung posttraditionale Gemeinschaften Markengemeinschaft Brand Community Strategisches Marketing Grassroots R&D Subcultures of Consumption Consumer Culture Theory Konsumkultur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Steven Schepurek (Auteur), 2008, Strategische Nutzung von Markengemeinschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152667
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint