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Quo Vadis EU-GKR Beziehungen?

Wie können die EU-GKR Beziehungen wieder in Gang gebracht werden?

Titre: Quo Vadis EU-GKR Beziehungen?

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Patrik Stör (Auteur)

Politique - Région: Autres états
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Arbeit ist, einen Weg aufzuzeigen, wie die Beziehung zwischen der EU und dem Golfkooperationsrat vertieft und erweitert werden könnte. Dieser Lösungsweg soll dabei vor allem unter folgenden Prämissen gesucht werden: Sowohl die EU, als auch die Golfstaaten haben hohes Interesse an einer stabilen Golfregion. Trotz ihrer modern ausgerüsteten Armeen sind die GKR-Staaten im Vergleich zu ihrem Nachbarn Iran und (früher) Irak militärisch schwach und suchen deshalb nach externen Sicherheitsgarantien. Die EU kann als Anbieter solcher Garantien nicht mit den USA konkurrieren. Diese Monopolstellung der USA gilt jedoch nur für die militärische Definition des Sicherheitsbegriffs. Der Sicherheitsbegriff umfasst in der „Post-Cold-War“-Ära, aber auch noch politische, ökonomische, soziale und umweltpolitische Aspekte.Gerade in den Staaten des GKR, in denen nationale Sicherheit und Regimesicherheit stark korrelieren, wird diese Mehrdimensionalität des Sicherheitsbegriffs spürbar. Das Ende der Rentierstaatlichkeit, der demographische Wandel und der Klimawandel sind nur drei mögliche Langzeitbedrohungen für das Fortbestehen des Verhältnisses von Staat und Herrschaft in den Monarchien des GKR, wie wir es heute kennen.Gerade in diesen Feldern, die neue sicherheitspolitische Herausforderungen für die Regierenden am Golf bedeuten, kann die EU auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Ihr Selbstverständnis als „Zivimacht“6 und das damit einhergehende „soft-power“ Potential der EU macht sie zu einem attraktiven Partner für die GKR-Staaten außerhalb des Bereichs Wirtschaft und militärischer Sicherheitsüberlegungen. Die Chancen und notwendigen Maßnahmen für eine solchen Kooperation sollen in Punkt 3 am Politikfeld Bildung und Forschung exemplarisch untersucht und dargestellt werden. Für die Beziehungen zwischen EU und GKR-Staaten könnten sich aus einer stärker institutionalisierten Kooperation in einzelnen Politikfelder „spill-over“-Effekte nach neofunktionalistischem Paradigma ergeben, die so zu einem insgesamt stärker institutionalisierten Beziehungsgeflecht beitragen könnten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gründe für die Stagnation

2.1 Strukturelle Faktoren

2.2 Politische Faktoren

2.3 Ökonomische Faktoren

3. Der Weg aus der Krise

3.1 Motive für eine vertiefte Kooperation im Bereich Bildung

3.2 Grundlagen für eine Kooperation

3.3 Praktische Umsetzung der Kooperation im Bildung und Forschungsbereich

4. Synopse

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Europäischen Union und den Staaten des Golfkooperationsrates (GKR), um die Gründe für die langjährige Stagnation der bilateralen Beziehungen zu identifizieren und Lösungswege aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere geprüft, inwieweit eine intensivierte Kooperation im Bildungs- und Forschungssektor als Motor für eine stärkere Institutionalisierung der Gesamtbeziehungen dienen kann.

  • Analyse struktureller, politischer und ökonomischer Hemmnisse in der EU-GKR Kooperation.
  • Untersuchung der Bedeutung von Bildungs- und Forschungskooperationen zur Vertrauensbildung.
  • Bewertung des Einflusses des "Soft-Power"-Potenzials der EU auf die Golfregion.
  • Diskussion über neofunktionalistische "Spill-over"-Effekte in den bilateralen Beziehungen.
  • Herausarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Überwindung der festgefahrenen FTA-Verhandlungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Strukturelle Faktoren

Ein Grund für das Stocken der Beziehungen liegt in Organisationsdefiziten sowohl auf Seiten der EU, als auch des GKR. Ein besonderes Problem ist der mangelnde Institutionalisierungsgrad des GKR. Im Gegensatz zur EU besitzt er keine supranationalen Strukturen. Das Generalsekretariat des GKR, welches die Verhandlungen mit der EU koordiniert, verfügt keine Macht, der EU bindende Zusagen zu geben. Die eigentlichen Verhandlungen werden von hohen Beamten aus den Mitgliedsstaaten geführt. Zwischen diesen ist eine Konsensfindung oft nur schwer möglich. Wobei selbst ein solcher Konsens nicht notwendigerweise zur Implementation der Vereinbarungen mit der EU in den Staaten des GKR führt. Dies liegt zum einen an fehlendem politischen Willen, zum anderen an Versäumnissen der aufgeblasenen Bürokratien in den Golfstaaten. Diese Tatsachen machen den GKR zu einem eher ungeeigneten Verhandlungspartner für die Europäische Union. Hintergrund dieser Schwierigkeiten beim Finden einer gemeinsamen Position innerhalb des GKR ist vor allem, dass das wichtigste Ziel der Mitgliedsstaaten gerade in der Außenpolitik der Regimeerhalt im eigenen Land bleibt und deshalb einzelstaatliches Interesse über das Interesse des Kooperationsrates gestellt wird. Deshalb gelten auch innerhalb des GKR realpolitische Prämissen. Belegt werden kann dies anhand zweier Beispiele: So schloss Bahrain 2004 auch gegen starken saudischen Widerstand ein Freihandelsabkommen mit den USA. Die Saudis bemängelten, dies würde den Sinn des GKR ad absurdum führen und seine innere Entwicklung dämpfen. Der saudische König spe Abdullah war derart verärgert, über das Vorgehen Bahrains, dass er dem nächsten Gipfeltreffen der GKR-Staaten fern blieb.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung der Golfregion für die EU und kontrastiert diese mit der enttäuschenden Bilanz der bisherigen, seit zwei Jahrzehnten stagnierenden Beziehungen.

2. Gründe für die Stagnation: Das Kapitel analysiert detailliert die strukturellen, politischen und ökonomischen Ursachen, die eine Vertiefung der Kooperation bisher verhindert haben.

2.1 Strukturelle Faktoren: Hier wird der Einfluss von Organisationsdefiziten und der fehlenden supranationalen Struktur des GKR sowie der EU-internen Uneinigkeit thematisiert.

2.2 Politische Faktoren: Der Text erörtert die Problematik politischer Konditionalitäten der EU, die von den Golfstaaten als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten zurückgewiesen werden.

2.3 Ökonomische Faktoren: Es werden die Schwierigkeiten bei den Freihandelsabkommen (FTA), insbesondere durch die Petrochemielobby und widersprüchliche Handelsinteressen, dargelegt.

3. Der Weg aus der Krise: Dieser Abschnitt plädiert dafür, den Fokus von schwierigen Handelsverhandlungen auf alternative Politikfelder zu verlagern, um die Beziehungen neu zu beleben.

3.1 Motive für eine vertiefte Kooperation im Bereich Bildung: Es wird dargelegt, warum Bildung als zentrales Feld zur Stärkung der Zivilgesellschaft und zur Regime-Sicherung in den GKR-Staaten fungieren kann.

3.2 Grundlagen für eine Kooperation: Eine Untersuchung des Kooperationsabkommens von 1989 zeigt auf, dass der rechtliche Rahmen für wissenschaftliche Zusammenarbeit bereits existiert, aber bisher untergenutzt wurde.

3.3 Praktische Umsetzung der Kooperation im Bildung und Forschungsbereich: Das Kapitel schlägt konkrete Maßnahmen wie den Austausch von Lehrenden und Studierenden sowie den Aufbau institutioneller Netzwerke vor.

4. Synopse: Die Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit, durch Bildungskooperationen Vertrauen zu schaffen, um so langfristig auch in anderen Politikfeldern Spill-over-Effekte zu erzielen.

5. Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis aller verwendeten Quellen, Dokumente und Fachbeiträge zur Thematik.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Golfkooperationsrat, GKR, Außenpolitik, Freihandelsabkommen, Bildungskooperation, Regionale Sicherheit, Institutionalisierung, Politische Konditionalität, Soft Power, Spill-over-Effekt, Nahostpolitik, Regionale Integration, Energiepolitik, Regimeerhalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die stagnierenden Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den Golfstaaten (GKR) und erarbeitet Strategien, um durch Kooperationen in anderen Bereichen eine neue Dynamik in das Verhältnis zu bringen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse konzentriert sich auf die Hindernisse bei Freihandelsverhandlungen sowie auf das Potenzial, durch verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Forschung das Vertrauen zu stärken und die institutionalisierte Kooperation zu festigen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die festgefahrenen Beziehungen zwischen der EU und dem GKR vertieft und erweitert werden können, um eine für beide Seiten tragfähige strategische Partnerschaft zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse, die insbesondere auf dem neofunktionalistischen Paradigma aufbaut, um zu untersuchen, wie "Spill-over"-Effekte von einer sektoralen Kooperation auf die Gesamtbeziehungen wirken können.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die strukturellen, politischen und ökonomischen Hemmnisse (wie z.B. Organisationsdefizite oder Streit um politische Konditionalitäten) beleuchtet und anschließend konkrete Motive und Umsetzungsstrategien für eine vertiefte Bildungs- und Forschungskooperation diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Zentrale Begriffe sind die EU, der GKR, Freihandelsabkommen, Bildungskooperation, regionale Sicherheit, Institutionalisierung sowie der neofunktionalistische Ansatz zur Überwindung diplomatischer Stagnation.

Warum wird das Freihandelsabkommen (FTA) als Hauptgradmesser der Beziehungen kritisiert?

Der Autor argumentiert, dass das FTA zu sehr im Zentrum steht, obwohl die Verhandlungen aufgrund unterschiedlicher politischer Zielsetzungen und bürokratischer Hürden seit Jahren blockiert sind, was die gesamte Partnerschaft in ein schlechtes Licht rückt.

Welche Rolle spielt die Bildung für die Golfstaaten im Kontext der Regimesicherheit?

Bildung wird von den Golfstaaten nicht nur als wirtschaftliche Notwendigkeit zur Diversifizierung und Fachkräftegewinnung angesehen, sondern auch als notwendiges Instrument, um den sozialen Wandel zu steuern und die Stabilität der Monarchien langfristig zu sichern.

Warum ist das "Soft-Power"-Potenzial der EU für den Golf relevant?

Die EU verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz bei der europäischen Integration und der Lösung technisch-politischer Herausforderungen, was sie – jenseits rein wirtschaftlicher oder militärischer Aspekte – zu einem attraktiven Partner für die Modernisierungsbestrebungen der Golfstaaten macht.

Was ist das Fazit zur institutionalisierten Zusammenarbeit?

Das Fazit lautet, dass eine institutionelle Basis für die Zusammenarbeit, etwa durch regelmäßige Treffen und einen ständigen Bildungsdialog, essenziell ist, um Vertrauen zu schaffen und eine nachhaltige Annäherung zwischen den Regionen zu erreichen.

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Résumé des informations

Titre
Quo Vadis EU-GKR Beziehungen?
Sous-titre
Wie können die EU-GKR Beziehungen wieder in Gang gebracht werden?
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Cours
Sicherheitspolitik am Arabischen Golf
Note
1,0
Auteur
Patrik Stör (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
27
N° de catalogue
V152734
ISBN (ebook)
9783640649310
ISBN (Livre)
9783640649143
Langue
allemand
mots-clé
EU Golf GCC Bildung Beziehungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Patrik Stör (Auteur), 2010, Quo Vadis EU-GKR Beziehungen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152734
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Extrait de  27  pages
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