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Das Thema der Kriminalität in ausgewählten Schriften Daniel Defoes

Kriminalität im 18. Jahrhundert und die Bearbeitung dieses Themas in "Moll Flanders" und "Colonel Jack"

Titre: Das Thema der Kriminalität in ausgewählten Schriften Daniel Defoes

Epreuve d'examen , 2009 , 104 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Eric Busse (Auteur)

Didactique de l'Anglais - Littérature, Œuvres
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit konzentriert sich auf Kriminalität im 18.Jahrhundert mit dem Schwerpunkt der Beschaffungskriminalität und Daniel Defoes Auseinandersetzung mit diesem Thema in den beiden Romanen "Moll Flanders" und "Colonel Jack". Diese werden unter Zuhilfenahme jener non-fiktionalen Schriften und Traktate interpretiert, die sich ebenfalls mit der Problematik rund um Straftaten, deren Eindämmung sowie einer gerechten Form der Bestrafung beschäftigen. Eine entscheidende Fragestellung, die dafür analysiert wird, lautet, ob und inwieweit die in Defoes Traktaten formulierten Thesen in seinen fiktionalen Werken umgesetzt wurden. Defoe formuliert in seinen Abhandlungen explizite Kritikpunkte, sei es an bestimmten Gesetzen, der Regierung oder allgemeinen Tendenzen innerhalb der Gesellschaft. War es jedoch sein Ziel, bewusst oder unbewusst, den gleichen Ideen eingebettet in seine Geschichten eine größere Wirkungskraft zu verleihen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Vorgehen

1.3 Quellenlage

1.4 Literaturlage

2 Kriminalität in England zur Zeit Daniel Defoes

2.1 Kriminalitätslage

2.2 Strafmaß und Strafverfolgung

2.3 Literarische Umsetzung des Themas der Kriminalität

2.4 Defoes persönliche Erfahrungen

3 Defoes nicht-fiktionale Werke über Kriminalität

3.1 An Essay on the Regulation of the Press

3.2 The Great Law of Subordination Consider’d

3.3 Andrew Moreton - die Homogenität in Defoes Sachliteratur

3.4 Grundlegende Thesen aus Defoes nicht-fiktionalen Werken

3.5 Vergleich mit Bernard Mandeville und Henry Fielding

3.6 Hinweise auf die literarische Umsetzung von Defoes Thesen

4 Die fließende Grenze zwischen Fiktion und Nicht-Fiktion

5 Moll Flanders

5.1 Intentionen und Realismus

5.2 Herkunft und Erziehung

5.3 Verantwortung und Schuld

5.4 Molls erste Diebstähle

5.5 Not als Ursache von Kriminalität

5.6 Die Bedeutung von Strafen für Molls Wandlung

6 Colonel Jack

6.1 Die Umsetzung von Defoes politischen und didaktischen Forderungen im Roman Colonel Jack

6.2 Colonel Jacks Plantagenwirtschaft als Allegorie für ein gesamtstaatliches Strafrecht

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit analysiert die Darstellung von Kriminalität in den Romanen "Moll Flanders" und "Colonel Jack" von Daniel Defoe unter Einbeziehung seiner non-fiktionalen Schriften. Ziel der Untersuchung ist es aufzuzeigen, wie Defoe seine sozialpolitischen und didaktischen Thesen zur Kriminalitätsbekämpfung, zu Strafsystemen und zur Bedeutung von Erziehung in seinen fiktionalen Werken verarbeitet hat und inwieweit diese Werke als Reflexion seiner gesellschaftlichen Auffassungen dienen.

  • Darstellung von Kriminalität und Eigentumsdelikten im 18. Jahrhundert
  • Die Rolle von Armut, Bildung und Erziehung als Faktoren für kriminelles Verhalten
  • Analyse von Strafsystemen (Bloody Code, Gefangenentransport, Abschreckung)
  • Die Intertextualität zwischen Defoes Sachtexten und seinen Romanen
  • Der Übergang zwischen Realität, Fiktion und moralischer Didaktik bei Defoe

Auszug aus dem Buch

3.1 An Essay on the Regulation of the Press

Defoes Abhandlung über Pressezensur wurde am 7. Januar 1704, kurz nach seiner Freilassung aus dem Newgate-Gefängnis veröffentlicht (Secord 180). Damit reagierte er auf das Vorhaben des Unterhauses, ein Gesetz zur Beschränkung der Zügellosigkeit im Pressewesen zu verabschieden, nachdem in der Presse das ‚Occasional Conformity Bill’ scharf attackiert worden war (Secord 180). Neben Defoes Beurteilung des Gesetzes zur Regulierung der Presse offenbart er gleichzeitig seine allgemeinen Vorstellungen sinnvoller Erlasse. Zweifellos motiviert von der Furcht um seine journalistische Tätigkeit verurteilt er die Pressezensur in diesem anonym veröffentlichten Aufsatz dabei vor allem unter Berufung auf Freiheit und Bildung. Der Text bleibt dabei sachlich und setzt anstelle von Ironie auf eine klare Argumentationsstruktur, wohl auch in dem Bewusstsein des kurz zuvor Erlebten: „But I am not going to write a Satyr on Government, several has paid Dear enough for that […] (Defoe AERP 16).

Pressezensur wird von Defoe nicht ausnahmslos verurteilt. Sobald der Inhalt eines Werkes offensichtlich gegen Religion gerichtet ist, beispielsweise durch Kritik an Monogamie oder die Leugnung der Trinitätslehre, sei einer Zensur nichts entgegenzusetzen (Defoe AERP 4). Das Problem der Zensur manifestiert sich in seiner Durchführung, denn es bedarf einer Instanz mit der gesamten Entscheidungsgewalt über Zulassung und Verbot jedweder Veröffentlichung, was in einem ungerechten Gewaltmonopol resultieren würde (Defoe AERP 4ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert das Thema Kriminalität im England des 18. Jahrhunderts und stellt die Forschungsfrage nach der Verbindung zwischen Defoes Romanen und seinen nicht-fiktionalen Schriften.

2 Kriminalität in England zur Zeit Daniel Defoes: Untersucht die sozialen und ökonomischen Hintergründe für Kriminalität sowie das drakonische Strafsystem ("Bloody Code") der Zeit.

3 Defoes nicht-fiktionale Werke über Kriminalität: Analysiert Defoes Pamphlete und Sachschriften, um seine expliziten Forderungen und Thesen zu Bildung, Strafe und sozialer Ordnung zu identifizieren.

4 Die fließende Grenze zwischen Fiktion und Nicht-Fiktion: Diskutiert die Vermischung von faktischen Elementen und erzählerischer Fiktionalisierung in Defoes literarischem Werk.

5 Moll Flanders: Führt eine Textanalyse des Romans durch, mit Fokus auf soziale Ursachen für Molls kriminellen Werdegang und die moralische Dimension ihrer Reue.

6 Colonel Jack: Untersucht die Umsetzung von Defoes Strafrechtstheorien am Beispiel der Plantagenwirtschaft in Virginia als Modell für staatliche Ordnung.

7 Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Kongruenz zwischen Defoes fiktionalen Darstellungen und seinen gesellschaftspolitischen Idealen.

Schlüsselwörter

Daniel Defoe, Kriminalität, Moll Flanders, Colonel Jack, 18. Jahrhundert, England, Bloody Code, Eigentumsdelikte, Strafrecht, Gefangenentransport, Bildung, Sozialkritik, Fiktion, Didaktik, Armut

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Daniel Defoe das Thema Kriminalität in seinen Romanen "Moll Flanders" und "Colonel Jack" darstellt und inwieweit diese Darstellung mit den in seinen Sachtexten formulierten politischen und ethischen Ansichten übereinstimmt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die soziale Kriminalitätslage in London, die Rechtsprechung des 18. Jahrhunderts, die Bedeutung von Erziehung und Bildung, sowie die Rolle von Armut und persönlicher Verantwortung bei der Entstehung kriminellen Verhaltens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Verbindung zwischen Defoes didaktisch-politischen Traktaten und seinen fiktionalen Romanen aufzuzeigen, um zu klären, ob die Romane als Vehikel für seine gesellschaftspolitischen Forderungen dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Textanalyse, bei der Defoes Romane unter Zuhilfenahme seiner nicht-fiktionalen Schriften sowie historischer Forschungsliteratur zur Kriminalität im 18. Jahrhundert interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung, die Analyse der Sachtexte, eine Untersuchung der Gattungsverschwimmung zwischen Fiktion und Realität sowie eine detaillierte Textanalyse von "Moll Flanders" und "Colonel Jack".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kriminalität, Defoe, Eigentumsdelikte, Strafrecht, Gefangenentransport, Erziehung, Moral und der "Bloody Code".

Wie bewertet Defoe die Rolle von Armut bei der Kriminalitätsentstehung?

Defoe sieht in der Notwendigkeit (Armut) eine treibende Ursache für Verbrechen, betont jedoch gleichzeitig die Eigenverantwortung des Einzelnen und die Notwendigkeit von Prävention durch Bildung und feste soziale Strukturen.

Welche Bedeutung kommt der "Plantagenwirtschaft" in "Colonel Jack" zu?

Die Plantage dient im Roman als Modell oder Allegorie für ein effizientes staatliches Straf- und Ordnungssystem, das auf einer Balance zwischen harter Disziplinierung und der Möglichkeit der Gnade beruht.

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Résumé des informations

Titre
Das Thema der Kriminalität in ausgewählten Schriften Daniel Defoes
Sous-titre
Kriminalität im 18. Jahrhundert und die Bearbeitung dieses Themas in "Moll Flanders" und "Colonel Jack"
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Anglistik/Amerikanistik)
Cours
-
Note
2,0
Auteur
Eric Busse (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
104
N° de catalogue
V152801
ISBN (ebook)
9783640654031
ISBN (Livre)
9783640654567
Langue
allemand
mots-clé
Daniel Defoe Moll Flanders Colonel Jack Kriminalität England Bloody Code 18.Jahrhundert Augusta Triumphans Diebstahl Eigentumsdelikt Bernard Mandeville
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eric Busse (Auteur), 2009, Das Thema der Kriminalität in ausgewählten Schriften Daniel Defoes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/152801
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Extrait de  104  pages
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