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Die Gottesbeziehung im Licht der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie

Titre: Die Gottesbeziehung im Licht der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie

Dossier / Travail de Séminaire , 1998 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Markus Raschke (Auteur)

Théologie - Théologie pratique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Nachdem die differenzierte Beschreibung der „dämonischen Gottesbilder“ von Karl Frielingsdorf zumindest in der religionspädagogischen und -psychologischen Diskussion deutliche Spuren und Betroffenheit hinterlassen hat, stellt sich verstärkt die Frage, wie das Bild von Gott als dem liebendem und gütigen Vater den Menschen „erfolgreich“ vermittelt werden kann. Macht doch bereits die Bezeichnung „dämonisch“ deutlich, dass diese Formen des Glaubens nur noch wenig mehr mit dem biblischen Gott zu tun haben. „Dämonische Gottesbilder“ fordern aber auch dazu heraus, zu untersuchen wie Gottesbilder heilende oder therapeutische Wirkung erlangen. Das in der Seelsorge aufgegriffene Konzept der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie nach dem amerikanischen Psychologen Carl R. Rogers könnte eine Grundlage dafür bieten. Da Rogers in besonderer Weise davon ausgeht, dass das Beziehungsangebot des Therapeuten an seinen Klienten für den therapeutischen Prozess von ausschlaggebender Bedeutung ist, kann auch die These aufgestellt werden, dass das Beziehungsangebot Gottes an die Menschen bestimmten Prinzipien folgen muss, um seine heilende Kraft entfalten zu können.
Dieser These geht der Autor Arbeit in mehreren Schritten eingehend nach: Am Anfang steht eine Klärung der Grundzüge der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie, wie sie Carl Rogers auf dem Boden der Humanistischen Psychologie entwickelt hat. Dabei steht im Mittelpunkt, welchen Prinzipien die Beziehung Therapeut - Klient in diesem Konzept folgen muss. Daran anschließend stellt sich die zentrale Frage, ob die Gottesbeziehung überhaupt an psychotherapeutischen Theorien gemessen werden darf. Mit der dabei zu treffenden Unterscheidung von Gott und Gottesbild sowie der Klärung des Verhältnisses Gott - Menschen in der Bibel, reicht die Beantwortung dieser Frage auch in systematisch-theologische und bibeltheologische Bereiche hinein. Damit ist es schließlich möglich, die Anforderungen an die Gottesbeziehung im Anschluss an die Gesprächspsychotherapie zu formulieren. Eine abschließende kritische Betrachtung zeigt auf, dass neben den positiven Ergebnissen die Untersuchung selbst neue Fragen und Probleme aufwirft. Deshalb werden auch Perspektiven entwickelt, wie diese Herausforderungen in Angriff genommen werden könnten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Relevanz und Chance des Themas

2. Das Beziehungsangebot nach der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie Carl Rogers’

2.1 Die Bedingungen für eine konstruktive Persönlichkeitsveränderung

2.2 Die klientenbezogenen Variablen

2.3 Die Therapeutenvariablen im Einzelnen

2.4 Die gesprächspsychotherapeutische Beziehung und ihr Prozeß

2.5 Implikationen des klientenzentrierten Konzepts

3. Die Gottesbeziehung im Licht der Gesprächspsychotherapie

3.1 Die These

3.2 Gott oder Gottesbild? - Die fundamentaltheologische Legitimation der These

3.3 Die Beziehung Gott - Mensch aus theologischer Perspektive

3.4 Grundlinien der Gottesbeziehung gemäß dem Beziehungskonzept der Gesprächspsychotherapie

3.4.1 Voraussetzungen einer gelungenen Gottesbeziehung auf seiten des Menschen

3.4.2 Voraussetzungen einer gelungenen Gottesbeziehung im Blick auf das Gottesbild

3.4.3 Die Grundvoraussetzung einer gelungenen Gottesbeziehung

3.5 Bewertung und kritischer Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeit, die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers auf die Gottesbeziehung zu übertragen, um ein heilendes Verständnis von Gottesbildern zu entwickeln.

  • Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers
  • Bedeutung der Therapeutenvariablen (Kongruenz, Empathie, Akzeptanz)
  • Theologische Einordnung von Gott und Gottesbild
  • Strukturelle Analogie zwischen therapeutischem Beziehungsangebot und biblischem Bundeskonzept
  • Anforderungen an ein heilendes Gottesbild

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Bedingungen für eine konstruktive Persönlichkeitsveränderung

Carl R. Rogers hat schon früh in seiner psychotherapeutischen Arbeit darüber reflektiert, welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit psychotherapeutische Prozesse erfolgreich sind oder - mit Rogers’ Worten - „eine konstruktive Persönlichkeitsveränderung herbeizuführen“ vermögen. Das Ergebnis dieser Reflexion bildet bis heute „die wichtigste Grundlage für das Verständnis nicht nur der psychotherapeutischen, sondern jeder helfenden Beziehung“ und damit einen der fruchtbarsten Beiträge Rogers’ innerhalb der Psychotherapie.

Aus seiner Erfahrung heraus hatte Rogers nämlich sechs solcher Bedingungen gefunden, die je für sich genommen notwendige und zugleich in ihrer Gesamtheit hinreichende Bedingungen für erfolgreiche Psychotherapie darstellen, insofern sie „über eine gewisse Zeitspanne hinweg andauern“.

Im einzelnen sind dies folgende Bedingungen:

(1) Zwischen Therapeut und Klient besteht ein psychologischer Kontakt.

(2) Der Klient befindet sich in einem Zustand der Inkongruenz, d.h. er ist verletzbar oder ängstlich.

(3) Der Therapeut ist in der Beziehung zum Klienten kongruent bzw. integriert.

(4) Der Therapeut empfindet dem Klienten gegenüber bedingungslose positive Zuwendung, d.h. er akzeptiert ihn so, wie er ist.

(5) Der Therapeut „empfindet ein empathisches Verstehen des inneren Bezugsrahmens des Klienten“ und versucht, dies zum Ausdruck zu bringen.

(6) Der Klient nimmt das ihm entgegengebrachte empathische Verstehen und die bedingungslose positive Zuwendung (zumindest minimal) wahr.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Relevanz und Chance des Themas: Diese Einleitung führt in die Problematik dämonischer Gottesbilder ein und stellt die These auf, dass das Konzept der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie als Grundlage für eine heilende Gestaltung der Gottesbeziehung dienen kann.

2. Das Beziehungsangebot nach der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie Carl Rogers’: Das Kapitel erläutert die sechs notwendigen Bedingungen für eine konstruktive Persönlichkeitsveränderung nach Carl Rogers und differenziert zwischen klienten- und therapeutenbezogenen Variablen.

3. Die Gottesbeziehung im Licht der Gesprächspsychotherapie: Hier werden die psychotherapeutischen Erkenntnisse auf das Gottesbild und die Beziehung zwischen Gott und Mensch übertragen, wobei die fundamentaltheologische Legitimation sowie spezifische Voraussetzungen einer gelungenen Gottesbeziehung diskutiert werden.

Schlüsselwörter

Gottesbeziehung, Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie, Carl Rogers, Gottesbild, Persönlichkeitsveränderung, Kongruenz, Empathie, Akzeptanz, Heilung, Seelsorge, Theologie, Bindung, Inkongruenz, Aktualisierungstendenz, Therapeutische Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Prinzipien der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers auf die Beziehung zwischen Mensch und Gott übertragen werden können, um ein heilendes Gottesbild zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Gesprächspsychotherapie nach Rogers, das Konzept des „heilenden Gottesbildes“, die fundamentaltheologische Reflexion von Gottesbildern sowie die Anwendung psychotherapeutischer Variablen in der Seelsorge.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass ein Gottesbild, das bestimmte therapeutische Anforderungen (Kongruenz, Empathie, Akzeptanz) erfüllt, eine heilende Wirkung auf den Menschen haben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt einen interdisziplinären Ansatz an der Schnittstelle von Theologie und Psychologie, indem sie/er die psychotherapeutische Theorie von Rogers mit theologischen Konzepten (vor allem dem biblischen Bundeskonzept) vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst die Bedingungen der klientenzentrierten Therapie und leitet daraus Anforderungen an die Gottesbeziehung ab, wobei zwischen menschlichen Voraussetzungen und der Beschaffenheit des Gottesbildes unterschieden wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gottesbeziehung, Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie, Heilung, Gottesbild, Kongruenz, Empathie, Akzeptanz und Therapeutische Theologie.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Gott und Gottesbild?

Es wird betont, dass man zwischen Gott als dem eigentlichen Wesen und dem subjektiven „Gottesbild“ des Menschen unterscheiden muss, da Letzteres aufgrund persönlicher Erfahrungen konstruiert ist und sich im Laufe des Lebens wandeln kann.

Welche Rolle spielt das biblische Bundeskonzept?

Das Bundeskonzept wird als theologische Entsprechung zum therapeutischen Beziehungsangebot herangezogen, um zu rechtfertigen, warum psychologische Kriterien überhaupt auf die Gottesbeziehung angewandt werden dürfen.

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Résumé des informations

Titre
Die Gottesbeziehung im Licht der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie
Université
University of Tubingen  (Katholisch-Theologisches Seminar)
Cours
Seelsorgliche Gesprächsführung
Note
1,3
Auteur
Markus Raschke (Auteur)
Année de publication
1998
Pages
25
N° de catalogue
V15297
ISBN (ebook)
9783638204484
ISBN (Livre)
9783638732956
Langue
allemand
mots-clé
Gottesbeziehung Licht Gesprächspsychotherapie Seelsorgliche Gesprächsführung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Markus Raschke (Auteur), 1998, Die Gottesbeziehung im Licht der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15297
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Extrait de  25  pages
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