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Entwicklung und Prognosen des digitalen Fernsehens in Deutschland

Titel: Entwicklung und Prognosen des digitalen Fernsehens in Deutschland

Diplomarbeit , 2000 , 115 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Karsten Böhne (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

KURZZUSAMMENFASSUNG

Die Entwicklung des digitalen Fernsehens in Deutschland ist seit dem Start des ersten digitalen Pay-TV-Senders DF1 vor vier Jahren sehr langsam verlaufen. Der Grund hierfür ist, dass sich die verschiedenen Teilnehmer bei der Erschließung des digitalen Fernsehmarktes gegenseitig behindert haben. Momentan besitzen gerade einmal 4% der deutschen Bevölkerung die Möglichkeit digitale Fernsehsignale zu entschlüsseln. Die geringe Ausstattung der Haushalte mit digitalen Empfangsgeräten hemmt Wirtschaft und Programmveranstalter in neue Angebote zu investieren. Diese Aufwendungen sind jedoch nötig, damit das digitale Fernsehen für die Bevölkerung einen Mehrwert darstellt und akzeptiert wird. Die Verbreitung des neuen Mediums wird in den nächsten Jahren schneller verlaufen als bisher. Die Einigung auf einen einheitlichen Software-Standard bei den Endgeräten beschleunigt die Ausstattung der Bevölkerung mit digitalen Empfängern. Verkauf und Ausbau des Kabelnetzes erlauben die Verbreitung von mehr Fernsehprogrammen und interaktiven Angeboten und führen zu einem Wettbewerb auf der Distributionsebene. Neben interaktiven Anwendungen wie Informationsdiensten, Internet und Einkaufen über den Fernseher enthalten die digitalen Programmpakete der Veranstalter eine Vielzahl von Fernsehkanälen. Während der öffentlichrechtliche Rundfunk die Zahl seiner Programme nicht mehr stark ausweiten wird kommt es vor allem bei den privaten Sendern zu einer enormen inhaltlichen Verspartung. Immer mehr Angebote werden dabei über gesonderte Entgelte finanziert. Reine Pay-TV-Sender werden aber auch in der digitalen Zukunft nur einen kleinen Teil des Fernsehmarktes abdecken. Bis zum Jahr 2010 wird der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung digitales Fernsehen empfangen.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

1. Zielsetzung der Aufgabenstellung

2. Konzeption der Untersuchung

3. Grundlagen der digitalen Fernsehübertragung

II. Verbreitung von Fernsehsignalen

1. Marktsituation in Deutschland

2. Entwicklung der verschiedenen Übertragungswege

2.1. Terrestrische Übertragung

2.2. Verbreitung über Satellit

2.3. Verbreitung über das Kabelnetz

3. Zusammenfassung

III. Empfangsgeräte für digitales Fernsehen

1. Aktueller technischer Standard

1.1. Softwareschnittstelle – Application Programming Interface

1.2. Zugangssystem – Conditional Access

1.3. Entwicklung der Strategischen Allianzen

1.4. Freier Zugang zum digitalen Fernsehen

2. Entwicklung der Endgeräte für digitales Fernsehen

2.1 Entschlüsselung digitaler Signale durch eine Settop-Box

2.1.1 Aufbau und Funktion einer Settop-Box

2.1.2 Zapping-Boxen

2.1.3 Von der Settop-Box zum digitalen Fernsehgerät

2.2 Der Computer als Endgerät

2.2.1 Digitaler Fernsehempfang mit dem Computer

2.2.2 Konvergenz von Computer und Fernseher

2.3 Mobile Empfangsgeräte

3. Zusammenfassung

IV. Entwicklung des interaktiven Fernsehens

1. Einführung in die Interaktion von Mensch und Fernseher

2. Technische Voraussetzungen für interaktives Fensehen

3. Die verschiedenen Stufen der Interaktivität

3.1. Level 0 – Traditionelles Fernsehen/ Near Video on demand

3.2. Level 1 – Zuschauerbeteiligung

3.3. Level 2 – Zusatzinformationen über den elektronischen Programmführer und das Internet

3.4. Level 3 – Video on Demand

3.5. Level 4 – Interaktive Dienstleistungen

3.6. Level 5 – Videokommunikation

4. Akzeptanz und Durchsetzung der Dienste in der Bevölkerung

5. Zusammenfassung

V. Entwicklung von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk

1. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk

1.1. Struktur und Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

1.2. Das öffentlich-rechtliche Fernsehangebot im digitalen Zeitalter

1.3. Das Programmangebot ARD-digital

2. Entwicklung des privaten Rundfunks

2.1. Werbefinanziertes Programm

2.1.1. Übersicht über das werbefinanzierte private Fernsehen in Deutschland

2.1.2. Entwicklung der Fernsehwerbung

2.1.3. Zukunft des privaten Rundfunks

2.1.4. Das digitale Programmangebot von RTL

2.2. Entgeltfinanziertes Programm

2.2.1. Grundlegende Begriffe des Pay-TV

2.2.2. Entstehung und Zukunft des Pay-TV

2.2.3. Das Programm von Premiere World

3. Zusammenfassung

VI. Gesamtbetrachtung des digitalen Fernsehmarktes

1. Entwicklung von Programmangebot und Inhalten

2. Marktanteile der Fernsehsender

3. Konzentration im Fernsehbereich

4. Entwicklung der Medien- insbesondere der Fernsehnutzung

5. Marktdurchdringung des digitalen Fernsehens bis zum Jahr 2010

VII. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Entwicklung des digitalen Fernsehens in Deutschland bis Juli 2000. Das primäre Ziel ist es, die technischen und marktstrukturellen Rahmenbedingungen zu analysieren und Prognosen für die Marktdurchdringung des neuen Mediums bis zum Jahr 2010 abzugeben, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Übertragungswege und Endgeräte.

  • Technische Grundlagen und Standards der digitalen Übertragung (DVB).
  • Entwicklung und Wettbewerb verschiedener Verbreitungswege (Satellit, Kabel, Terrestrik).
  • Bedeutung von Empfangsgeräten (Settop-Boxen, Computer) und deren Standardisierung.
  • Entwicklung interaktiver Dienste und deren Akzeptanz in der Bevölkerung.
  • Strukturwandel bei öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern unter dem Einfluss der Digitalisierung.

Auszug aus dem Buch

1.2. Zugangssystem – Conditional Access

Wer Pay-TV empfängt, der muss dafür zahlen. Dies setzt ein technisches System voraus, das den Zugang zu solchen entgeltpflichtigen Programmen kontrolliert. Der Conditional Access (CA) umfasst neben der Zugangskontrolle auch die Verwaltung der Abonnenten (Thierfelder 1999: 119). Der Programmanbieter verschlüsselt die digitalen Datenströme, bevor sie gesendet werden. Der zahlende Kunde entschlüsselt sie, indem er eine persönliche Chipkarte, die so genannte Smart-Card, in seinen Empfänger steckt. Dieses System findet man nicht nur beim Pay-TV, sondern auch bei frei empfangbaren Programmen (Free-TV), wenn die Angebote zur Transportsicherung oder Reichweitenkontrolle verschlüsselt werden (DTVP 1999: 10).

Wer ein CA-System besitzt, der kann den Marktzutritt anderer, kleinerer Unternehmen kontrollieren. Eine Möglichkeit einen offenen und diskriminierungsfreien Zugang zu ermöglichen ist das so genannte Common Interface (CI). Dieser Baustein verbindet das Endgerät mit der Smart-Card und kann auf das Gerät aufgesteckt werden. Der Kunde ist flexibel und kann zwischen verschiedenen CA-Systemen wechseln (Nolan 1997: 606). Ein großer Teil der Marktteilnehmer fordert, dass alle Geräte mit einem CI-Modul ausgestattet sein sollen um den Kunden möglichst hohe Flexibilität zu ermöglichen (TV-Zukunft 2/2000: 2). Für die Hersteller vergrößert sich der Markt, auf dem sie ihre STBen absetzen können (Hofmeir 2000(a)). Dies führt zu Preissenkungen und beschleunigt die Ausstattung der Haushalte mit digitalen Empfangsgeräten. In den USA ist es ab dem Jahr 2001 verboten Geräte ohne CI herzustellen um Marktverzerrungen zugunsten großer Anbieter zu verhindern (DTVP 1999: 13). In Deutschland sei ein solches Verbot jedoch nicht zu erwarten (Hammann).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Überblick über die Zielsetzung der Arbeit, die Konzeption der Untersuchung sowie grundlegende technische Definitionen der digitalen Fernsehübertragung.

II. Verbreitung von Fernsehsignalen: Analyse der Marktsituation in Deutschland und Vergleich der verschiedenen Übertragungswege wie Terrestrik, Satellit und Kabelnetz.

III. Empfangsgeräte für digitales Fernsehen: Untersuchung technischer Standards wie der Settop-Box und der Konvergenz zwischen Computer und Fernseher sowie mobile Empfangsoptionen.

IV. Entwicklung des interaktiven Fernsehens: Definition und Kategorisierung der Interaktivität sowie Diskussion technischer Voraussetzungen und Nutzerakzeptanz.

V. Entwicklung von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk: Darstellung der Strategien und Geschäftsmodelle von öffentlich-rechtlichen Anstalten und privaten Sendern im digitalen Zeitalter.

VI. Gesamtbetrachtung des digitalen Fernsehmarktes: Einschätzung der zukünftigen Programmgestaltung, Marktanteilsentwicklungen, Konzentrationstendenzen und Prognosen zur Marktdurchdringung bis 2010.

VII. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Synthese der wesentlichen Erkenntnisse und abschließendes Resümee über die evolutionäre Entwicklung des digitalen Fernsehens.

Schlüsselwörter

Digitales Fernsehen, DVB, Settop-Box, Pay-TV, Interaktivität, Multimedia, Kabelnetz, Satellitenempfang, Rundfunk, Programmangebot, Marktanteile, Standardisierung, Conditional Access, EPG, Internet.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Stand und der prognostizierten Entwicklung des digitalen Fernsehens in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten und Marktbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Übertragungswege, Empfangstechnik, Interaktivität, die Rolle von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern sowie die wirtschaftliche Marktentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, unter Berücksichtigung des Wissensstandes bis Juli 2000, die Ausgestaltungsmöglichkeiten und die Verbreitung des digitalen Fernsehens in Deutschland zu prognostizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurden Fachliteratur und aktuelle Informationen aus dem Internet ausgewertet sowie sieben strukturierte Experteninterviews mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen des digitalen Fernsehens geführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Verbreitungssignale, Hardware-Standards wie die Settop-Box, die verschiedenen Stufen interaktiven Fernsehens und die wirtschaftlichen Perspektiven für Sender.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Digitales Fernsehen, Pay-TV, Interaktivität, Settop-Box, Marktanteile und Standardisierung charakterisiert.

Wie bewerten die Experten den Einsatz von DVB-T?

Die Expertenmeinungen sind geteilt; während Techniker das Potenzial für mobilen Empfang betonen, äußern sich Analysten skeptisch hinsichtlich eines vernünftigen Geschäftsmodells für den Massenmarkt.

Welche Bedeutung kommt dem Kabelnetz zu?

Der rasche Ausbau des Kabelnetzes zu einem rückkanalfähigen Multimedianetz wird als entscheidende Voraussetzung für die Verbreitung interaktiver Dienste und die Steigerung der Programmvielfalt angesehen.

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwicklung und Prognosen des digitalen Fernsehens in Deutschland
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Lehrstuhl für Kommunikations- und Politikwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Karsten Böhne (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
115
Katalognummer
V153
ISBN (eBook)
9783638101127
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung Prognosen Fernsehens Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karsten Böhne (Autor:in), 2000, Entwicklung und Prognosen des digitalen Fernsehens in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153
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Leseprobe aus  115  Seiten
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