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Politische Systeme - Transition, Klassifikation

Theorie, Praxis, Probleme

Title: Politische Systeme - Transition, Klassifikation

Seminar Paper , 2008 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Bergmaier (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Politische Systeme zu klassifizieren gestaltet sich als schwierig. Unterschiedliche Autoren definieren und klassifizieren bestimmte Länder und Systemtypen unterschiedlich. Totalitäre Länder, der Definition nach Linz folgend, weisen auch Merkmale autoritärer Systeme auf und umgekehrt. Auch Linz selbst ist dieses Dilemma bekannt, er selbst weist darauf hin, dass Übergänge zwischen autoritären und totalitären Regimen fließend sind. Trotz unseres Wissens, dass Definitionen und Klassifikationen nicht immer vollständig und erschöpfend die Realität beschreiben, stellt Linz` Klassifikationssystem dennoch ein unabdingliches Werkzeug für ein besseres Verständnis der politischen Prozesse in einem politischen System dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Klassifikation bei Linz

1.1.) Totalitarismus

1.2) Aurotitarismus

1.2.1.) Subtypen autoritärer Systeme

2.) Definition des Totalitarismus bei Hannah Arendt

3.) Demokratische Transition

3.1.) Grundannahmen

3.1.1.) Zentrale Fragestellung

3.1.2.) Kriterien für abgeschlossene Transition

3.1.3.) Staatsbildung und Nationenbildung

3.2.) Systemspezifische Transitionswege und Kriterien dafür

3.3.) Notwendige Minimalbedingungen für demokratische Transition nach Regimetypen

4.) Fallbeispiele

4.1.) Spanien

4.2.) Chile

5.)Schlussfolgerungen und Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen zur Klassifikation politischer Systeme (totalitär vs. autoritär) und analysiert die Bedingungen sowie Prozesse für eine demokratische Transition. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wann eine demokratische Transition als vollendet betrachtet werden kann und welche strukturellen Voraussetzungen dafür notwendig sind.

  • Klassifikation politischer Systeme nach Juan Linz
  • Totalitarismustheorie unter Einbeziehung von Hannah Arendt
  • Theoretische Kriterien für den Übergang zur Demokratie und deren Konsolidierung
  • Vergleichende Analyse der Fallbeispiele Spanien und Chile
  • Kritische Reflexion über wissenschaftliche Ansätze und Begrifflichkeiten

Auszug aus dem Buch

1.2) Aurotitarismus

Autoritär nennt Linz politische Systeme, welche über keine ausgearbeitete und leitende Ideologie verfügen, in denen ein begrenzter politischer Pluralismus besteht “und in denen keine extensive oder intensive politische Mobilisierung… stattfindet und in denen ein Führer oder manchmal eine kleine Gruppe die Macht innerhalb… vorhersagbarer Grenzen ausübt“ (siehe Linz (2003): S.129). Während totalitäre Regime durch das Vorhandensein einer Ideologie charakterisiert sind, sind im Autoritarismus Mentalitäten vorhanden, welche die Sichtweise der herrschenden Gruppe reflektieren. Das Fehlen einer Ideologie erschwert die Mobilisation der Massen und deren Identifikation mit dem Regime. Eine Inklusion des Volkes ist im Autoritarismus auch nicht intendiert, sondern Autoritarismus sichert die Herrschaft einer bestimmten Elite.

Als wichtigste Subtypen autoritärer Regime erachte ich bürokratisch-militärische Regime, postkoloniale autoritäre Regime, insbesondere deren Subtyp der Rassen- oder ethnischen Demokratien und posttotalitäre Regime. Im Folgenden werde ich kurz diese Subtypen des Autoritarismus näher behandeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Klassifikation bei Linz: Der Autor führt in die Schwierigkeiten der Systemklassifizierung ein und definiert die zentralen Merkmale von Totalitarismus sowie Autoritarismus.

2.) Definition des Totalitarismus bei Hannah Arendt: Dieses Kapitel erläutert Arendts Verständnis des Totalitarismus, wobei insbesondere die Rolle von Ideologie, Zwiebelstruktur und Terror hervorgehoben wird.

3.) Demokratische Transition: Es werden die theoretischen Voraussetzungen und Kriterien für einen erfolgreichen demokratischen Übergang sowie die Bedeutung von Staats- und Nationenbildung diskutiert.

4.) Fallbeispiele: Anhand der historischen Beispiele Spanien und Chile werden die Transitionswege in die Demokratie in der Praxis veranschaulicht und bewertet.

5.)Schlussfolgerungen und Kritik: Der Autor hinterfragt die methodischen Ansätze von Linz und Stepan und äußert Kritik an der Ausklammerung sozioökonomischer Faktoren sowie der spezifischen Begriffsverwendung.

Schlüsselwörter

Politische Systeme, Totalitarismus, Autoritarismus, Demokratische Transition, Linz, Arendt, Staatsbildung, Nationenbildung, Zivilgesellschaft, Demokratisierung, Konsolidierung, Spanien, Chile, Reform, Herrschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Seminararbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Klassifikation politischer Systeme und den Prozessen, die zu einem Übergang (Transition) in eine demokratische Grundordnung führen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Schwerpunkte sind die theoretische Unterscheidung zwischen totalitären und autoritären Regimen sowie die Analyse von Bedingungen, unter denen demokratische Prozesse stabilisiert werden können.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wann von einer vollendeten demokratischen Transition gesprochen werden kann und welche spezifischen Kriterien und gesellschaftlichen Felder dafür erfüllt sein müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete politikwissenschaftliche Analyse, die Fachliteratur (vornehmlich von Linz/Stepan und Arendt) mit Fallbeispielen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Kriterien der demokratischen Konsolidierung sowie die praktische Anwendung dieser Kriterien auf Spanien und Chile.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über die Begriffe Transition, Konsolidierung, Autoritarismus, Totalitarismus und Zivilgesellschaft definieren.

Warum wird Spanien als ein „paradigmatischer Fall“ bezeichnet?

Spanien gilt als Beispiel für eine erfolgreiche, vereinbarte demokratische Transition, die ohne systemstürzende Kriege oder wirtschaftliche Totalzusammenbrüche verlief.

Welche Kritik übt der Autor an den Theorien von Linz und Stepan?

Der Autor kritisiert unter anderem das Dogma der „Pseudoobjektivität“ und bemängelt, dass soziale Bewegungen und ökonomische Klassengegensätze in der Theorie zugunsten des Begriffs „Zivilgesellschaft“ ausgeblendet werden.

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Details

Title
Politische Systeme - Transition, Klassifikation
Subtitle
Theorie, Praxis, Probleme
College
University of Linz
Course
Politische Soziologie
Grade
1,0
Author
Katharina Bergmaier (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V153036
ISBN (eBook)
9783640648863
ISBN (Book)
9783640648702
Language
German
Tags
Soziologie Politik politische Soziologie Transition Transitionsforschung Juan Linz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Bergmaier (Author), 2008, Politische Systeme - Transition, Klassifikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153036
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