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Das Zusammenwirken von Gott und Geistern

Grundlagen, Aufbau und Funktion der ethischen Gemeinschaft der Monaden

Titre: Das Zusammenwirken von Gott und Geistern

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lutz Spitzner (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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In der vorliegenden Arbeit soll die Moraltheorie, die Leibniz in seiner so genannten Monadologie in den abschließenden Paragraphen darlegt, näher untersucht werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Gemeinschaft der Geister mit Gott, die Leibniz als Grundlage der moralischen Welt heraushebt. Die Frage, die sich dabei eröffnet, ist: Inwiefern eine solche Gemeinschaft einen Einfluss auf die Moral haben kann und welche Rolle der von Leibniz erwähnte ›Gottesstaat‹ für eben diese spielt.

Dazu soll im Folgenden zunächst skizzenhaft auf das Werk eingegangen werden, um einen kurzen Gesamtüberblick zu geben und die Stellung der abschließenden Paragraphen herauszuarbeiten. Bereits in diesem Teil dürfte deutlich werden, dass – auch wenn an sich nur die M §§ 83 – 90 explizit die Gemeinschaft betreffen – zum besseren Verständnis immer wieder verschiedene vorangehende Teile der Monadologie herangezogen werden müssen. Dieser erste Teil bietet damit die Grundlage für die weitere Arbeit und verweist vor allem auch auf die Schwierigkeiten, die das Werk schon auf Grund seiner Entstehung mit sich bringt.

Im Anschluss daran wird das Hauptaugenmerk auf die so genannte ›ethische Gemeinschaft‹ gerichtet. Damit beginnend, dass die Grundlagen dieser Gemeinschaft herausgearbeitet werden, indem zunächst die einzelnen Mitglieder und ihre Beziehung zueinander näher zu beleuchten sind. Weiterhin ist es auch notwendig, die Abgrenzung derjenigen Monaden, welche Teil der Gemeinschaft sind, von den anderen, welche nicht daran teilnehmen, aufzuzeigen. Nachdem darauf folgend näher auf die Rolle Gottes eingegangen wurde, rückt anschießend das Zusammenwirken der Geister mit Gott in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Hierbei wird besonderer Wert auf die Beziehung zwischen Geistern und Gott gelegt sowie deren gegenseitige Wechselwirkungen untersucht, um darauf aufbauend auch die Rolle des ›Gottesstaates‹ näher vorzustellen.
Schließlich sollen aus den erarbeiteten Zusammenhängen und Erklärungen die sich daraus ergebenden Folgerungen gezogen und vorgestellt werden. Dabei wird auch darauf einzugehen sein, welche Tragweite die Thesen Leibnizens haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Monadologie

1.1 Entstehung und Zweck

1.2 Aufbau und Inhalt

2 Die Grundlagen der ethischen Gemeinschaft

2.1 Die Hierarchie der Monaden

2.1.1 Einfache Monaden

2.1.2 Seelen und Geister

2.2 Die Rolle(n) Gottes

2.2.1 Gott als Architekt

2.2.2 Gott als Gesetzgeber

3 Die ethische Gemeinschaft

3.1 Das Zusammenwirken von Gott und Geistern

3.1.1 Gottes Ruhm

3.2 Der Gottesstaat

3.3 Dynamik der Moral

3.3.1 Dreistufiges Naturrecht

3.3.2 Idealer Staat als Orientierung

4 Folgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Moraltheorie in Gottfried Wilhelm Leibnizens Monadologie, mit einem besonderen Fokus auf die Gemeinschaft der Geister mit Gott. Ziel ist es zu analysieren, welchen Einfluss diese moralische Gemeinschaft auf die Weltordnung hat und wie das Konzept des ›Gottesstaates‹ die Beziehung zwischen göttlicher Vorsehung und menschlichem Handeln definiert.

  • Die hierarchische Struktur der Monaden und die Sonderstellung der Geister
  • Die duale Rolle Gottes als Architekt und Gesetzgeber
  • Das Zusammenwirken von natürlichem Reich und moralischem Reich der Gnade
  • Die Funktion des Gottesstaates als moralisches Vorbild für menschliche Gesellschaften
  • Die Verknüpfung von Naturrecht und ethischer Dynamik

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Gott als Architekt

Ähnlich wie in M § 79 von einer Harmonie der zwei Reiche, nämlich das der „Wirkursachen und das der Finalursachen“ gesprochen wird, greift Leibniz gegen Ende der Monadologie in M § 87 eine weitere Harmonie auf: Es ist das Zusammenwirken der Natur und der Moral. Erstere stellt die „Maschine des Universums“ dar, die Gott in seiner Rolle als Architekt mit Hilfe seiner „schöpferisch planenden Weisheit“ erschaffen hat, während Letztere durch das moralische Reich der Gnade, dem „göttlichen Staat der Geister“ repräsentiert und von Gott als Monarch regiert wird. Das physikalische Reich der Natur bietet dabei die Grundlage für den, noch näher zu betrachtenden, Staat Gottes – die Gemeinschaft der Geister.

In seiner Rolle als schöpferischer und weise planender Architekt stellt Gott den Gott in der Rolle als Gesetzgeber zufrieden, da viele Abläufe nicht mehr durch moralische Normen geregelt werden müssen, sondern bereits mit Schaffung des Universums von Natur her angelegt sind.

Dies drückt sich unter anderem dadurch aus, dass etwa die Würdigungen der menschlichen Taten nicht etwa durch Gott selbst, sondern „entsprechend der Ordnung der Natur und sogar kraft der mechanischen Struktur der Dinge“ stattfinden muss. Auch wenn diese Belohnung oder Bestrafung der Handlungen keinesfalls unmittelbar geschehen darf, also ein direkter zeitlicher Zusammenhang ausgeschlossen wird, so werden doch alle menschlichen Handlungen je nach ihrer moralischen Wertigkeit gewürdigt. Da dies bereits von Gott in seiner Rolle als Architekt – also bei der Erschaffung der Welt – veranlasst wurde – und eben nicht in einem späteren Abschnitt – könnte die Bewertung und Würdigung einer jeden Tat als eine Art notwendiges, nicht beeinflussbares und stets gültiges Naturgesetz betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Fragestellung zur Moraltheorie in Leibnizens Monadologie und Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

1 Die Monadologie: Darstellung der Entstehungsgeschichte, des Zwecks und des metaphysischen Aufbaus von Leibnizens Werk.

2 Die Grundlagen der ethischen Gemeinschaft: Analyse der hierarchischen Ordnung der Monaden und der unterschiedlichen Rollen Gottes im Universum.

3 Die ethische Gemeinschaft: Untersuchung des Zusammenwirkens von Gott und Geistern, des Konzepts des Gottesstaates sowie der Dynamik der Moral durch ein dreistufiges Naturrecht.

4 Folgerungen: Kritische Reflexion der Thesen Leibnizens im Kontext christlicher Gottesvorstellungen und Bewertung der moralischen Reichweite seiner Philosophie.

Schlüsselwörter

Monadologie, Gottfried Wilhelm Leibniz, Geister, Gott, Gottesstaat, Ethische Gemeinschaft, Moraltheorie, Metaphysik, Naturrecht, Prästabilisierte Harmonie, Erkenntnistheorie, Bestmögliche Welt, Hierarchie der Monaden, Theodizee, Zweckmäßigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Moraltheorie, die Leibniz in den abschließenden Paragraphen seiner Monadologie darlegt, mit einem besonderen Fokus auf die Gemeinschaft der Geister mit Gott.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die metaphysische Hierarchie der Monaden, die Rolle Gottes als Architekt und Gesetzgeber, die ethische Gemeinschaft der Geister sowie die Verbindung dieser Konzepte zum Naturrecht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, inwiefern die Gemeinschaft der Geister mit Gott einen Einfluss auf die Moral hat und welche Rolle der von Leibniz erwähnte Gottesstaat für diese ethische Weltordnung spielt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine textanalytische Untersuchung der Monadologie durch und zieht dabei ergänzend weitere philosophische Schriften von Leibniz sowie einschlägige Sekundärliteratur heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der ethischen Gemeinschaft (Hierarchie der Monaden, Rolle Gottes) und anschließend die ethische Gemeinschaft selbst (Zusammenwirken, Gottesstaat, Naturrecht) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Monadologie, Gottesstaat, ethische Gemeinschaft, Moraltheorie, Metaphysik und Naturrecht charakterisiert.

Wie unterscheidet Leibniz die Geister von anderen Monaden?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Erkenntnisfähigkeit: Geister können nicht nur die Welt wahrnehmen, sondern als Abbilder Gottes ewige Wahrheiten erkennen, sich selbst reflektieren und Gott nachahmen.

Warum bezeichnet Leibniz den Gottesstaat nicht als irdische Institution?

Der Gottesstaat ist für Leibniz ein ideales Gedankenkonstrukt, das als moralisches Vorbild dient und aufgrund seiner vollkommenen Natur für reale, irdische Staatsgebilde nicht direkt umsetzbar ist.

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Résumé des informations

Titre
Das Zusammenwirken von Gott und Geistern
Sous-titre
Grundlagen, Aufbau und Funktion der ethischen Gemeinschaft der Monaden
Université
University of Mannheim  (Philosophische Fakultät, Lehrstuhl Philosophie I )
Cours
Oberseminar: Die Monadologie
Note
1,0
Auteur
Lutz Spitzner (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
21
N° de catalogue
V153064
ISBN (ebook)
9783640649419
ISBN (Livre)
9783640649433
Langue
allemand
mots-clé
Leibniz Monadologie Gottesstaat Theodizee Rationaltheologie
Sécurité des produits
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Citation du texte
Lutz Spitzner (Auteur), 2009, Das Zusammenwirken von Gott und Geistern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153064
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Extrait de  21  pages
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