1.) Ziele der Arbeit/ Vorwort
Im Rahmen dieser Seminararbeit werde ich mich mit hegemonialer Männlichkeit auseinandersetzen und insbesondere den Teilaspekt der Heteronormativität als zentrales Stützelement von hegemonialer Männlichkeit fokussieren. Mittels Rekurs auf das Heteronormativitätskonzept kommt in der Arbeit eine konstruktivistische Analyse hegemonialer Männlichkeit zum tragen. Zentrale Aufgabe meiner Arbeit wird es sein zu versuchen aufzuzeigen, wie Männlichkeiten konstruiert werden, was Männlichkeit beinhaltet und wie diese wirkt. Weiters werden Männlichkeitskonstruktionen auf ihre Persistenz hin untersucht und es wird versucht, Gründe für diese Persistenz zu benennen.
Anhand von Beispielen werde ich zeigen, wie brüchig gleichzeitig Geschlechtskonstruktionen und - identitäten sind bzw. welch habituelle Verunsicherung mit dem Verlust der Selbstverständlichkeit des Geschlechtshabitus und der Geschlechtsperformativität einhergehen. Insgesamt werden Männlichkeitskonstruktuionen im Spannungsfeld zwischen habitueller Sicherheit und habitueller Verunsicherung betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1.) ZIELE DER ARBEIT/ VORWORT
2.) HEGEMONIALE MÄNNLICHKEIT
3.) MEN`S STUDIES UND MÄNNLICHKEIT
4.) HETERONORMATIVITÄT
5.) ECKPFEILER DER KONSTRUKTION VON MÄNNLICHKEIT
5.1.) (HEGEMONIALE) MÄNNLICHKEIT, HETERONORMATIVITÄT UND AUSSCHLÜSSE
5. 2.) WEITERE ECKPFEILER: BERUFSORIENTIERUNG UND AUSKLAMMERUNG VON FRAU UND FAMILIE
6.) PERSISTENZ UND BRÜCHIGKEIT VON GESCHLECHTSHABITUS UND MÄNNLICHKEITSKONSTRUKTIONEN- HABITUELLE SICHERHEIT UND HABITUELLE VERUNSICHERUNG
6.1.) HABITUELLE SICHERHEIT UND UNSICHERHEIT NACH GENERATION UND MILIEU
6.2.) SPEZIALFALL: FREIWILLIGE HABITUELLE VERUNSICHERUNG BEI PROFEMINISTISCHEN MÄNNERN UND REFLEXIVEN MÄNNERGRUPPEN
7.) SCHLUSSWORT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Konstruktion, Persistenz und Brüchigkeit von Männlichkeitsbildern im Spannungsfeld zwischen habitueller Sicherheit und Verunsicherung. Dabei wird insbesondere analysiert, wie hegemoniale Männlichkeit und Heteronormativität durch soziale Praxis reproduziert werden und unter welchen Bedingungen Ansätze für eine Dekonstruktion dieser Rollenbilder entstehen.
- Analyse hegemonialer Männlichkeit als soziales Konstrukt
- Bedeutung von Heteronormativität für die Identitätsbildung
- Einfluss von Berufsorientierung auf die männliche Identität
- Habituelle Sicherheit vs. Verunsicherung nach Milieu und Generation
- Ansätze zur Dekonstruktion von Geschlechterrollen bei jungen Facharbeitern
Auszug aus dem Buch
1.) Ziele der Arbeit/ Vorwort
Im Rahmen dieser Seminararbeit werde ich mich mit hegemonialer Männlichkeit auseinandersetzen und insbesondere den Teilaspekt der Heteronormativität als zentrales Stützelement von hegemonialer Männlichkeit fokussieren. Mittels Rekurs auf das Heteronormativitätskonzept kommt in der Arbeit eine konstruktivistische Analyse hegemonialer Männlichkeit zum tragen. Zentrale Aufgabe meiner Arbeit wird es sein zu versuchen aufzuzeigen, wie Männlichkeiten konstruiert werden, was Männlichkeit beinhaltet und wie diese wirkt. Weiters werden Männlichkeitskonstruktionen auf ihre Persistenz hin untersucht und es wird versucht, Gründe für diese Persistenz zu benennen. Anhand von Beispielen werde ich zeigen, wie brüchig gleichzeitig Geschlechtskonstruktionen und - identitäten sind bzw. welch habituelle Verunsicherung mit dem Verlust der Selbstverständlichkeit des Geschlechtshabitus und der Geschlechtsperformativität einhergehen. Insgesamt werden Männlichkeitskonstruktuionen im Spannungsfeld zwischen habitueller Sicherheit und habitueller Verunsicherung betrachtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) ZIELE DER ARBEIT/ VORWORT: Einleitung in die Themenstellung, die Forschungsaufgabe und den Aufbau der Arbeit.
2.) HEGEMONIALE MÄNNLICHKEIT: Erläuterung des Konzepts als Leitideal und soziale Praxis, die durch Institutionen und männerbündische Strukturen gestützt wird.
3.) MEN`S STUDIES UND MÄNNLICHKEIT: Diskussion des Verhältnisses zwischen Männern und Männlichkeit innerhalb einer kritischen, nicht neutralen Wissenschaft.
4.) HETERONORMATIVITÄT: Einführung in das Konzept der Heteronormativität als binäres Ordnungssystem, das Geschlecht und Begehren normiert.
5.) ECKPFEILER DER KONSTRUKTION VON MÄNNLICHKEIT: Analyse der Mechanismen, insbesondere Abgrenzung, Ausschluss und Berufsorientierung, die Männlichkeit stabilisieren.
6.) PERSISTENZ UND BRÜCHIGKEIT VON GESCHLECHTSHABITUS UND MÄNNLICHKEITSKONSTRUKTIONEN- HABITUELLE SICHERHEIT UND HABITUELLE VERUNSICHERUNG: Untersuchung der habituellen Verunsicherung in verschiedenen Milieus und bei spezifischen Männergruppen.
7.) SCHLUSSWORT: Fazit über die Persistenz hegemonialer Strukturen bei gleichzeitigen Potenzialen zur Dekonstruktion durch pragmatische Alltagspraxen.
Schlüsselwörter
Hegemoniale Männlichkeit, Heteronormativität, Geschlechtshabitus, Männlichkeitskonstruktion, Habituelle Sicherheit, Habituelle Verunsicherung, Männergruppen, Doing Gender, Geschlechterverhältnis, Dekonstruktion, Berufsbiographie, Homosozialität, Soziale Praxis, Patriarchat, Identität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse von Männlichkeit, ihrer Konstruktion und der Frage, warum traditionelle Rollenbilder trotz gesellschaftlichen Wandels so beharrlich bleiben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Konzepte der hegemonialen Männlichkeit, der Heteronormativität, der habituellen Sicherheit von Männern sowie die Auswirkungen von Berufsrollen und profeministischen Reflexionen auf die Identität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Männlichkeiten konstruiert werden, welche Rolle die habituelle Sicherheit spielt und warum es trotz gesellschaftlicher Umbrüche zu einer erstaunlichen Persistenz traditioneller Männlichkeitsmuster kommt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine konstruktivistische Analyse und stützt sich auf soziologische Theorien, insbesondere von Pierre Bourdieu und Connell, sowie auf die Auswertung empirischer Studien und Gruppeninterviews.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Stabilisierung von Männlichkeit, die Bedeutung der Berufswelt und die unterschiedlichen Grade der habituellen Verunsicherung in verschiedenen sozialen Milieus und Männergruppen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem hegemoniale Männlichkeit, Heteronormativität, Geschlechtshabitus, habituelle Sicherheit sowie Dekonstruktion von Geschlechterrollen.
Warum fühlen sich profeministische Männer habituell verunsichert?
Diese Männer setzen sich intentional kritisch mit ihrer Männlichkeit auseinander und verweigern den als hegemonial wahrgenommenen männlichen Habitus, was bei ihnen zu existenzieller Unsicherheit und Schuldgefühlen führen kann.
Welche Rolle spielen junge Facharbeiter bei der Veränderung von Männlichkeitsbildern?
Die Autorin stellt fest, dass junge Facharbeiter durch ihre pragmatische Lebensführung und die egalitäre Teilung der Hausarbeit Ansätze zu einer tatsächlichen Dekonstruktion von Geschlechterrollen zeigen, ohne diese explizit politisch zu instrumentalisieren.
- Citar trabajo
- Katharina Bergmaier (Autor), 2009, Persistenz, Brüchigkeit und Konstruktion von Geschlechtsidentitäten , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153119